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270 Die streitbaren Allemanier fallen zu Kaiser Aurelianis Zeiten öfters in das Land der Tiguriner mit dem Stamm der Helvetier ein. Zu ihrem eigenen Schutz ziehen sich die Helvetier zurück in die Wildnis und in die Berge, also in die Gegend vom heutigen Appenzellerland und St. Gallen.
401 Die römische Provinz, Raetia und damit der Arbonerforst wird von den römischen Grenz-Truppen verlassen. Zum Arbonerforst der sich über Waldchirichum bis über Wald Appenzell hinzieht, zählt auch das Gebiet der Stadt St. Gallen und weite Teile des Fürstenlandes. Zurück bleibt eine Bilingualistische, Gallorömische und Rhätische Bevölkerung. Einem im Kastell Arbon stationierten tribunus dem dux, (Talto) untersteht die Provinz Raetia.
Ergänzung
450 Römer und Helvetier können der Übermacht der germanischen Völkerschaften nicht mehr standhalten, diese werden in ein Burgundisches- und ein Allemanisches Reich aufgeteilt.
496 Der Merowinger König Chlodwig, Herrscher über grosse teile Frankens, einverleibt sich ganz Allemanien. Die nun Franken genannten Einwohner unserer Gegend, werden zu Leibeigenen von Edelleuten, wie der Grafen von Toggenburg, Ramschwag usw.
610 Eine Gallus-Theorie: (kaum beachtet)
Ein rätischer Einsiedler aus der Gegend von Pfäfers namens «Gallo» ist Ursprung für die Legendenbildung aus der im laufe der Zeit der Mythos von Gallus aus dem fernen Irland erwuchs.

Eine an der Gallusfeier von 1986 im Stadtteater aufgestellte Theorie von Prof. Gerold Hilty:
Gallus stamme aus der Gegend der
Vogesen, wo er als Priester im Kloster Luxeuil in Frankreich waltete, hier schloss er sich der dort kurz verweilenden irischen Gruppe um Columban dem jüngeren an.

Traditionelle Gallus-Überlieferung:
Gallus wurde im Auftrag seiner adligen Eltern im Kloster Bangor in Irland ausgebildet, wo er auch zum Priester geweiht wurde. Unter Führung von Columban dem jüngeren und weiteren Gefährten machte er sich um 590 nach Luxeuil in Frankreich auf.
610 Der mit König Theuderich zerstrittene, aus Irland stammende Columban der jüngere verlässt mit seinen Gefährten, darunter Gallus, das Burgund um nach Alemannien zu gelangen. Das Missionieren bringt Probleme mit sich, Gallus brennt in Tuccinia, wo sie sich niederlassen, heidnische Tempel nieder und wirft die Opfergaben in den Zürichsee. Durch die Wut der Bevölkerung bedroht müssen sie fliehen und erreichen schliesslich Brigantia am Bodensee. Nach dreijährigem Wirken, Gallus wirft erneut Kultgegenstände in den See, werden sie darum gebeten, Bregenz zu verlassen. Differenzen, möglicherweise auf die Vertreibungen zurückzuführen, trennen die Wege von Columban und dem inzwischen erkrankten Gallus. Ersterer reist nach Italien weiter, der Weg von Gallus führt nach Arbon zu Priester Willimarus, dessen geistliches Oberhaupt wohl der Bischof von Konstanz war. Der Diakon Hiltibald ein getreuer von Priester Willimarus weiss einen für Gallus idealen Ort im Forestum Arbonense für eine Einsiedelei. 612/13 macht sich Gallus vom Lacus Brigantinus aus auf den Weg der Steinach entlang und erreicht den beschriebenen Ort, dieser Ort wird in der Folge Ursprung der Stadt St. Gallen.
612/13 Gallus erbaut am Wasserfall an der Steinach eine Zelle, die er Maria und den Burgunderheiligen Desiderius und Mauritius weiht. Daraus entsteht in der Folge eine Eremitensiedlung und später unter Otmar das Kloster St. Gallen. Das Jahr 612 gilt als Geburtsjahr der Stadt St. Gallen.
615 Gallus hält die Totenmesse für Kolumban, der sich kurz zuvor mit ihm versöhnt hatte.
629 Gallus wird als Nachfolger von Abt Eustasius vom Kloster Luxeuil vorgeschlagen, er lehnt ab.
640 Gallus stirbt in Arbon, bei einem Besuch des dortigen Leutpriesters.
Ergänzung
670 Graf Talto.
Ergänzung
670 In einer fragmentarisch erhaltenen Vita wird von einem unbekannten Autor erstmals das leben von Gallus beschrieben.
689 - 759 Otmar von St. Gallen, Gründer und Abt des Klosters St. Gallen.
Ergänzung
690 Der Alemanne Audomar wurde nach seiner Priesterweihe zum Vorsteher der Zelle des Gallus ernannt, er ersetzt das Eremitentum durch ein geregeltes Zönobitentum.
690 Aus der Gallusvita des Reichenauer Mönches, Walahfrid Strabo ist zu entnehmen, dass das Erdgrab von Gallus durch ein Hochgrab mit einem Sarkophag ersetzt wurde.
695 Eine alemannische Räuber- und Mörderbande unter Führung des Fürsten Otwin und seines Präfekten Erchanold wütet in der südlichen Bodeseegegend, die Menschen von Arbon fliehen zur Galluszelle wo sie Ihre Habe vergraben. Die Verfolger, im Oratorium eingedrungen, scheuen vor der Schändung des Gallusgrabes nicht zurück.
Ergänzung
700 Eine Kirche zu Ehren von Gallus ist urkundlich bezeugt, der Priester nennt sich Magulfus.
700 Der alemannischer Herzog Gottfried schenkt der Mönchsgemeinde in St. Gallen, vertreten durch Magulfus, ein ganzes Dorf, nämlich Biberburg bei Stuttgart.
Ergänzung
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