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901 bis 1000
907 Abt und Bischof Salomo führt in der Aue des Herin die Kirchhöri ein.
908 Bischof Adalbero von Konstanz überreicht anlässlich eines Besuches allen St. Galler Mönchen Handtücher und Kämme.
Ergänzung
909 Salomo III. Abt von St. Gallen und Bischof von Konstanz wird Leiter der königlichen Kanzlei des Ostfrankenreiches.
911 28. Dezember
Der deutsche König Konrad I. besucht das Kloster St. Gallen. Aus eigenen Beständen bessert er die kärgliche Kost der Mönche auf.
912 Bau einer neuen Kapelle in Sant Görgen, sie bildet den Kern des Weilers.
916 Pfingsten
Wiborada bezieht die Zelle bei St. Mangen.
916 Herzog Burkhard von Schwaben durch die überlegene Macht des Königs Heinrich gedemütigt, plant einen Kriegszug nach Italien. Die Kosten für die Reise verlangt er vom Kloster, dass dieses Ansinnen aber ablehnt. Darauf fällt er über das Kloster her und beraubt es seiner Güter.
922 Abt Hartmann, Abt bis 925.
925 Abt Engilbert (II.), er besitzt ein von König Heinrich bestätigtes Immunität, Wahl- und Inquisitionsrecht, letzteres um der möglichen Häresie willen. Abt bis 933
925 Beim Kloster wird zum ersten Mal eine Niederlassung mit Zaun oder Etter erwähnt.
926 1. Mai
Die später Heilig gesprochene Eremitin
Wiborada wird von plündernden Hunnen in ihrer Zelle bei der Kirche St. Mangen umgebracht. Sie war eine beliebte Beraterin für die Stadtbewohner.
926 Das von den Hunnen zerstörte Dorf beim Kloster wird als Villa Sancti Galli erwähnt, es handelte sich um eine Handwerker- und Marktsiedlung vor dem Kloster.
926 Die Mönche des Klosters verstecken ihre Kirchenschätze und die Bibliothek vor den Horden der Hunnen. Die Orte wo die Schätze versteckt wurden, sind das Kloster Reichenau, Wasserburg und die kurzfristig errichtete Fluchtburg in einer Flussschleife der Sitter, Hitto, der Bruder der Inklusin Wiborada, Priester in der St. Mangenkirche, versteckt sich hoch über der Stadt im Unterholz der Bärenegg.
930 König Heinrich I. besucht das Kloster.
933 Abt Thieto, Abt bis 942.
Ergänzung
935 Schwerer Rückschlag der Abtei durch den Einfall der Sarazenen.
937 26. April
Das
Gozbertkloster mit seiner Siedlung wird durch Brandstiftung zerstört.
942 Nach einem Streit mit dem Dekan und späteren Abt Craloh unternimmt der aufsässige junge Mönch Victor Retanius einen Fluchtversuch zu seinen Verwandten nach Pfäfers. Victor wird jedoch von den Häschern Cralohs gefangen genommen, geblendet und nach St. Gallen zurückgebracht. Zwischen 965 und 971 wird der blinde Mönch nach Strassburg als Lehrer an die Domschule berufen und brachte diese zu hoher Blüte.
942 Abt Craloh, er war der leibliche Bruder von Thieto und für seine unerbittliche Härte gegenüber den Mönchen berüchtigt, Abt bis 958.
947 12. Juni
König Otto I. verleiht Abt Craloh das Münz- und Marktrecht, dass Kloster durfte ab sofort eigene Münzen prägen.
950 Dem Kloster kommt, vermutlich als Folge zahlreicher Ungarneinfälle, eine Reliquien des hl.  Magnus abhanden.
953/54 Abt Anno, nach der Flucht von Abt Craloh anlässlich des rudolfinischen Aufstandes wählen die Mönche ihn zum Gegenabt.
954974 Nach 20 jähriger Bauzeit wird um die Siedlung, später Stadt St. Gallen, ein Mauerring mit 13 Türmen vollendet.
954 Die Wetti auf dem Gallusplatz ist auf einem Plan belegt.
958 Abt Purchart (I.), er stammte aus dem Adelsgeschlecht der Udalrichinger, sein Vater war wahrscheinlich Graf Ulrich V. Abt bis 971
965 Eine Visitationskommission führt die ottonische Reichskirche ein.
Erklärung
971 Abt Notker, er vollendet die erste Ringmauer um die Stadt, Abt bis 975.
972 Der römisch-deutsche Kaiser Otto I. der Grosse besucht mit seiner Gemahlin Adelheid und dem Thronfolger Otto II. das Kloster St. Gallen.
973 Der St. Gallermönch Ekkehard II. wird von Hadwig, Witwe von Herzog Burchard III. von Schwaben, auf den Hohentwiel berufen um sie in Latein zu unterrichten. Hadwig ebnete Ekkehard später den Weg an den kaiserlichen Hof.
Anmerkung
976 Abt Ymmo, Abt bis 984.
980 Der Doppelhof am Rhein, St. Johann–Höchst und St. Margrethen–Höchst, wird gemäss einer Urkunde durch Kaiser Otto II. in den Besitz des Klosters von St. Gallen übergeben.
981 Ein Verzeichnis bestimmt die Anzahl der Panzerreiter, die die Reichskirchen dem Kaiser Otto II. für seine Kriegszüge zur Verfügung stellen müssen. St. Gallen hat deren 40 zu stellen.
984 Abt Ulrich (I.), Abt bis 990.
990 Abt Kerhart, Abt bis 1001.
990 Mönch Hartker bezieht in Santjörgen als Klausner für Lebzeit eine Zelle die er der Königin Bertrada widmet.
Ergänzung
993 Hungersnot in St. Gallen, die Stadt Arbon und der Konstanzer Bischof, dem Arbon unterstellt ist, hilft mit Lebensmittellieferungen.
994 18. Mai
Der römisch-deutsche König Otto III. bestätigt Abt Kerhart die Immunität und die freie Abtswahl.
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