| 401 |
Die römische Provinz, Raetia und damit der Arbonerforst wird von den römischen Grenz-Truppen verlassen. Zum Arbonerforst der sich über Waldchirichum bis über Wald Appenzell hinzieht, zählt auch das Gebiet der Stadt St. Gallen und weite Teile des Fürstenlandes. Zurück bleibt eine Bilingualistische, Gallorömische und Räthische Bevölkerung. Ein im Kastell Arbon stationierter tribunus dem dux untersteht der Provinz Raetia. Ergänzung |
610 |
Eine Gallus-Theorie: (kaum beachtet) Ein rätischer Einsiedler namens «Gallo» ist Ursprung für die Legendenbildung aus der im laufe der Zeit der Mythos von Gallus aus dem fernen Irland erwuchs.
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610  |
Der mit König Theuderich zerstrittene, aus Irland stammende Columban der jüngere verlässt mit seinen Gefährten, darunter Gallus, das Burgund um nach Alemannien zu gelangen. Das Missionieren bringt Probleme mit sich, Gallus versenkt im Zürichsee in Tuccinia, wo sie sich niederlassen, heidnische Kultgegenstände. Durch die Wut der Bevölkerung bedroht müssen sie fliehen und erreichen schliesslich Brigantia am Bodensee. Nach dreijährigem Wirken, Gallus wirft erneut Kultgegenstände in den See, werden sie wiederum vertrieben. Differenzen, möglicherweise auf die Vertreibungen zurückzuführen, trennen die Wege von Columban und dem inzwischen erkrankten Gallus. Ersterer reist nach Italien weiter, der Weg von Gallus führt nach Arbon zu Priester Willimarus, dessen geistliches Oberhaupt wohl der Bischof von Konstanz war. Der Diakon Hiltibald ein getreuer von Priester Willimarus weiss einen für Gallus idealen Ort im Forestum Arbonense für eine Einsiedelei. Erneut macht sich Gallus vom Lacus Brigantinus aus auf den Weg der Steinach entlang und erreicht den beschriebenen Ort, dieser Ort wird in der Folge Ursprung der Stadt St. Gallen. |
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| 612/13 |
Gallus erbaut am Wasserfall an der Steinach eine Zelle, die er Maria und den Burgunderheiligen Desiderius und Mauritius weiht. Daraus entsteht in der Folge eine Eremitensiedlung und später unter Otmar das Kloster St. Gallen. Das Jahr 612 gilt als Geburtsjahr der Stadt St. Gallen. |
| 615 |
Gallus hält die Totenmesse für Kolumban, der sich kurz zuvor mit ihm versöhnt hatte. |
620  |
16. Oktober Gallus stirbt in Arbon, bei einem Besuch des dortigen Leutpriesters Ergänzung |
| 629 |
Gallus wird als Nachfolger von Abt Eustasius vom Kloster Luxeuil vorgeschlagen, er lehnt ab. |
| 650 |
In Hofen (Wittenbach) übernehmen die Klosterbrüder von St. Gallen den Leichnam des in Arbon verstorbenen Gallus. |
670  |
In einer fragmentarisch erhaltenen Vita wird von einem unbekannten Autor erstmals das leben von Gallus beschrieben. |
690  |
Der Alemanne Audomar wurde nach seiner Priesterweihe zum Vorsteher der Zelle des Gallus ernannt, er ersetzt das Eremitentum durch ein geregeltes Zönobitentum. |
690  |
Aus der Gallusvita des Reichenauer Mönches, Walahfrid Strabo ist zu entnehmen, dass das Erdgrab von Gallus durch ein Hochgrab mit einem Sarkophag ersetzt wurde. |
695  |
Eine alemannische Räuber- und Mörderbande unter Führung des Fürsten Otwin und seines Präfekten Erchanold wütet in der südlichen Bodeseegegend, die Menschen von Arbon fliehen zur Galluszelle wo sie Ihre Habe vergraben. Die Verfolger, im Oratorium eingedrungen, scheuen vor der Schändung des Gallusgrabes nicht zurück. |
700  |
Eine Kirche zu Ehren von Gallus ist urkundlich bezeugt, der Priester nennt sich Magulfus. |
700  |
Der alemannischer Herzog, Gottfried schenkt der Mönchsgemeinde in St. Gallen, vertreten durch Magulfus, ein ganzes Dorf, nämlich Biberburg bei Stuttgart. |
|
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710  |
Soldaten des fränkischen Hausmeiers Pippin des Mittleren fallen im Forestum Arbonense ein. Menschen die in die Kirche bei der Galluszelle flüchteten werden als Sklaven verschleppt. |
719  |
Unter Abt Audomar wird nordwestlich vom Klosterdorf das St. Otmar-Spital eingerichtet, dass als ältestes Leprosenspital im Gebiet der heutigen Schweiz gilt. |
719 759 |
Audomar lässt sich als Abt bestätigen. |
720  |
Die strenge irisch kolumbanischen-Regel beeinflusst die Bildung einer Mönchsgemeinschaft. |
720  |
Im Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster, wird Ahornineswanc zum erstenmal urkundlich erwähnt. |
728  |
In einer Urkunde wird St. Gallen als Monasterium genannt. |
| 737 |
Gaulichsbüren wird dem Kloster geschenkt. |
| 744 |
Die führende alemannische Familie des Landolt und der Beate verkauft dem Kloster St. Gallen ihre Besitzungen auf der Insel Lützelau. Gleichzeitig schenkt sie dem Kloster grosse Teile von Uznach. |
| 744 |
Beata, die Tochter Rachinberts und Gemahlin Landoalts, verkauft dem Kloster St. Gallen ihre Besitzungen auf der Insel Lützelau. |
| 747 |
Das Kloster wechselt unter Abt Audomar auf Anweisung des fränkischen Hausmeiers und späteren Königs Pippin von der strengen irisch kolumbanischen-Regel zur benediktinischen Regel. |
| 747 |
Ein Missionstrupp aus St. Gallen nimmt seine Arbeit in Kempten auf. |
| 750 |
Der fränkische Hausmeier, Pippin III. schenkt dem Kloster zinspflichtige Leute aus dem Thur- und aus dem Preisgau. |
| 752 |
St. Galler Mönche bauen das Kloster in Kempten, es ist das erste im Allgäu. |
| 753 |
Ein Bauer verpflichtet sich, dem Galluskloster und namentlich seinem Abt Audomar jährlich eine bestimmte Menge Bier abzuliefern. |
| 754 |
Der Alemanne Rothpald von Aninauva schenkt, Abt Omar, Güter in Rickenbach, Wila und Züberwangen. Auszug aus der sogenannten Henauer-Urkunde: Im heiligen Herrn Christus, dem ehrwürdigen Manne, Vater Othmar, Abt im Thurgau, des heiligen Klosters St. Gallen. Ich, Rothpald, - wir schenken an Euer Kloster zum Lohn für meine Seele meine Vermögensstücklein: Ihr sollt sie nach meinem Hinschied erhalten. |
| 754 |
6. August Im Stiftsarchiv St. Gallen befindet sich eine zu diesem Datum in Aninauva erstellte Urkunde in der zum erstenmal schriftlich Bier erwähnt wird. |
| 757 |
Priester Lazarus schenkt dem Kloster St. Gallen seinen Weiler Deozincova. |
759 782 |
Abt Johannes. |
| 759 |
Die relative Unabhängigkeit des Klosters war den fränkischen Grafen Warin und Ruthard ein Dorn im Auge. Dazu kamen Herrschaftsansprüche des Bischofs Sidonius von Konstanz, der nach Reichenau auch das Kloster St. Gallen inkorporieren wollte. Abt Audomar wurde unter üblen falschen Anklagen als Sittlichkeitsverbrecher verurteilt, auf der Königspfalz Bodman am Überlingersee gefangen gehalten und bald darauf auf die Klosterinsel Werd verbannt. |
759 |
16. November Einsamer Tode des auf die Klosterinsel Werd verbannten Abt Audomar. |
| 759 |
Das Kloster besitzt in Heidinhova bei Donaueschingen etliche Güter. |
759 854 |
Das Kloster St. Gallen ist in dieser Zeit der Konstanzer Bischofskirche einverleibt. |
761 775 |
Winithar der erste bekannte Schreiber vom Kloster St. Gallen ist bezeugt. |
763  |
Eine Urkunde des Klosters St. Gallen erwähnt erstmals die Brache. |
| 765 |
22. Dezember Diotfried aus Stammheim schenkt dem Kloster, sein Seelenheil oder den ewigen Lohn bedenkend, Teile seiner Güter. |
| 769 |
Nachdem Mönche kurz vor ihrem Tode ein Komplott gegen Abt Audomar und die damit zusammenhängende Verleumdung gebeichtet hatten, wurden die sterblichen Überreste des auf der Klosterinsel Werd in der Verbannung verstorbenen, durch 11 Mönche via Seeweg nach Villa Steinaha und von dort nach St. Gallen in die Abteikirche überführt. |
770  |
Im Kloster sind archivarische Tätigkeiten nachgewiesen. |
| 771 |
12. April Ein gewisser Chunibert und seine Gattin Otswinda übergeben ihren Besitz in Chuniperteswilari um des Seelenheils willen dem Kloster St. Gallen. |
| 775 |
Alemanne Cundhoh und seine Frau Boazilane schenken dem Kloster das Dorf Esghibach in der Linthebene. |
| 779 |
Der Ort qui dizitur Rumanishorn wird samt Kirche, weiteren Besitztümern, den Leibeigenen und zwei Mägden dem Kloster St. Gallen geschenkt. |
| 782 |
Abt Ratbert. |
| 782 |
Ein dem Hochadel angehöriger Wolfhart schenkt dem Kloster seinen Besitz in Britihaim, heute ein Stadtteil von Rosenfeld (D). |
| 782 |
Dhanco und seine Gattin Svabin schenken dem Kloster in Villa Steinaha 7 Juchart Land. |
| 782 |
Das Kloster St. Gallen ist Besitzer der Kirchenfestung wazzarburuc am Bodensee (D). |
782 784 |
Abt Waldo. |
784 812 |
Abt Werdo. |
| 786 |
Eine Isanbirg aus Nordhovun, schenkt dem Kloster drei Jauchert Acker. |
| 786 |
27. Februar Ein gewisser Ercanbert schenkt seinen Anteil an der Kirche von Willa dem Kloster St. Gallen. |
| 786 |
Deilingen, Siedlung im süddeutschen Raum, wird dem Kloster St. Gallen übereignet. |
| 789 |
In den Urkunden wird Tanninchova als zur Abtei St. Gallen gehörender Ort aufgeführt. |
790 |
Das Abrogans genannte Buch wird erstellt, es ist das erste lateinisch-, althochdeutsche Wörterbuch und gleichzeitig das älteste erhaltene Sprachdenkmal der deutschen Sprache überhaupt und gehört zum Bestand der Stiftsbibliothek. |
| 793 |
Besitznahme Endingens (D) durch das Kloster St. Gallen. |
| 795 |
Urkunden bezeugen in Langatun einen beträchtlichen klösterlichen Grundbesitz. |
| 797 |
Ein Warin übereignet seine Güter in Gunningen (D) dem Kloster St. Gallen. |
| 799 |
Ein Lütprant verschenkt dem Kloster St. Gallen seine Güter in Amalgeriswilare. |
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| 802 |
12. November Frau Reginsind schenkt nach dem Tode ihres Mannes die Besitzungen in Papinhaim (D) dem Kloster St. Gallen. |
| 802 |
Die Peterskirche in Rangendingen, Baden-Württemberg, kommt in die Verfügungsgewalt des Klosters St. Gallen. |
| 802 |
15. Mai Ein Priester aus Brigantia unterschreibt eine Schenkungsurkunde (Landbesitz) zugunsten des Klosters St. Gallen, als Gegenleistung wird für das Seelenheil des schenkenden gebetet. Diese Urkunde, im Besitz der Stiftsarchivs erwähnt zum ersten mal eine Ortschaft, eben Bregenz, im heutigen Österreich. |
| 803 |
9. Juli Ein Mann namens Nidhart übergibt seine Güter in der Ausnanger Mark an das Kloster St. Gallen. |
| 804 |
Der alamannische Adlige Morand schenkt dem Kloster den Hof Magden aus dem später die Gemeinde Magden im Aargauischen hervorgeht. |
| 807 |
Nanzo, ein Gutsherr, schenkt dem Kloster seine Güter in Fakisesvilari, Dorfteil von Rüti ZH). |
| 808 |
Scrozzinga wird dem Kloster St. Gallen geschenkt. |
| 811 |
Adalhart vermacht dem Kloster seinen Besitz in Maurini vilare, es sind dies Gebäude, Leibeigene und Land. Er verpflichtet das Kloster urkundlich, ihm auf Lebzeiten gegen einen jährlichen Zins diesen Besitz zur Verfügung zu stellen. |
812 816 |
Abt Wolfleoz. |
| 815 |
Das Kloster kommt in den Besitz von Gütern in Wangen im Allgäu wo es das Kirchenpatronat bis 1608 ausübt. |
| 816 |
Das Kloster erhält das bischöfliche Privileg der freien Abtwahl. |
| 816 |
Anno überträgt seinen Besitz zu Hounfirst dem Kloster St. Gallen. |
816 837 |
Abt Gozbert. |
| 817 |
Markdorf (D), erste urkundliche Erwähnung in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ludwigs des Frommen an das Kloster St. Gallen. |
| 817 |
Büren (Oberbüren) wird dem Kloster geschenkt. |
| 817 |
Perahtramnilvillare kommt in den Besitz des Klosters St. Gallen. |
| 818 |
Kaiser Ludwig der Fromme erteilt dem Kloster die Immunität, es wird dabei zur eigenständigen Reichsabtei, wird also nicht mehr von Konstanz verwaltet, dies ermöglicht dem Kloster die weltliche Herrschaft auszuüben. |
| 818 |
Eine Schenkung von Besitztümern aus dem Dorf Thanchinga (D) an das Kloster St. Gallen ist verbrieft. |
| 820 |
Der berühmte Klosterplan wird geschaffen, er wurde vermutlich im Auftrag von Abt Gozbert von St. Gallen im Kloster Reichenau hergestellt. Der Klosterplan sieht drei Brauereien mit drei Biersorten vor, eine war für den Konvent, eine für die Armen und Pilger und die dritte für die gut zahlende Kundschaft im Gästehaus bestimmt. |
| 820 |
Der erste schriftlich belegte Kamin befindet sich im Kloster St. Gallen. |
820  |
Der Reichenauer Mönch Wetti schreibt die Gallusvita. Als Vorlage dient eine diesbezügliche Vita aus den Jahren um 670. |
| 820 |
Rihhoh und Roadhoh schenken ihren Grundbesitz in Suweinberac dem Kloster St. Gallen, sie bleiben aber Nutzniesser und zahlen dem Kloster eine Pacht. Ein Prekarienvertrag verpflichtet das Kloster über den Tod der Schenkenden und ihrer Angehöriger hinaus für deren Seelenheil zu beten. |
| 824 |
26. Oktober Ein Heirih überträgt seinen Besitz in Cozeasauva dem Kloster St. Gallen. |
| 827 |
Eine der Bestimmungen bei Güterübertragungen auf die Brüder Adalram und Hato lautet, dass die beiden im vierspännigen Ochsenkarren jährlich eine Ladung Wein aus Berg sowie ein Fuder Getreide aus Villa Steinaha ins Kloster St. Gallen transportieren müssen. |
| 827 |
Der reiche Alemanne Immo schenkt einen Teil seiner Güter samt Hörigen dem Kloster St. Gallen. |
| 830 |
Juni Uato schenkt dem Kloster einen Weinberg zu Egringen und Wald zu Maugenhardt in Baden-Württemberg. |
830 837 |
Erstellung der neuen karolingischen Klosterkirche (Gozbertkirche). |
| 833 |
König Ludwig der Deutsche bestätigt das Reichsprivileg und gewährt dem Kloster St. Gallen die freie Abtwahl. |
| 835 |
Berengar und seine Gattin Imma vermachen ihren Besitz in fundo Campesias dem Kloster St. Gallen. |
| 840/41 |
Abt Engilbert. |
 840 - 912 |
6. April Notker I. aus Jonschwil, auch Notker Balbulus, Benediktinermönch, bedeutender Gelehrter und Dichter im Kloster St. Gallen. |
841 872 |
Abt Grimald, er war zuvor Kanzler und wichtigster Ratgeber König Ludwig des Deutschen, führt das Kloster wirtschaftlich und kulturell zur Hochblüte. |
| 847 |
Heilram, erster beurkundeter Wittenbacher, schenkt dem Kloster St. Gallen den Hof Cummarisvilare. |
850  |
Es steht fest, dass Bergkirchlein in sub rotundo monte, Petrus und Paulus geweiht, ist bereits existent. |
| 854 |
22. Juli Ein leidiger Streit zwischen dem Kloster St. Gallen und dem Bistum Konstanz wird geschlichtet. Das Kloster wird vom Bistum Konstanz unabhängig. |
| 854 |
Abt Grimald wird zustätzlich Kanzler und wichtiger Ratgeber König Ludwig des Deutschen, dieses Amt vertrat er bis 870. |
| 854 |
Ein gemeinsamer Grenzgang von Abgesandten der beiden Kontrahenten, des Bischof von Konstanz und des Fürstabtes von St. Gallen, legt die Grenzmarken fest. Jene Vereinbarung hält als Kantonsgrenze zwischen Thurgau und St. Gallen im Wesentlichen bis zum heutigen Tag. |
| 860 |
Mönch Notker der Stammler komponiert kirchliche Gesänge. |
| 861 |
Das Kloster ist in Dielsdorf im Besitz verschiedener Güter. |
| 864 |
Die Rekognition der Reliquien und damit die Heiligsprechung des verstorbenen Audomar, Abt von St. Gallen, durch den Bischof von Konstanz. |
| 867 |
Die Gebeine des hl. Audomar werden neu bestattet. |
870  |
Der Mönch und Buchmaler Folchart schafft sein berühmtes Psalter. |
872 883 |
Abt Hartmut. |
880  |
Die berühmte Klosterschule wird von 300 Studierenden aus der weiteren Umgebung besucht. |
| 883 |
Kaiser Karl III. der Dicke besucht als erster Kaiser das Gallus-Kloster und überträgt Cutaningin als Eigentum dem Kloster St. Gallen. |
| 883 |
Erste Urkunde, die die Abtei als Gallus- und Otmarkloster nennt. |
883 890 |
Abt Bernhard. |
| 884 |
Mönch Notker der Stammler verfasst sein «Liber ymnorum» schreibt eine Biographie Karls des Grossen. |
| 884 |
Die Casus sancti Galli wird durch seinen Schreiber Ratbert vollendet. |
885  |
Salomo von Ramschwag, der spätere Abt von St. Gallen, entsagt der Welt und legt das Gelübte als Benediktinermönch ab. |
| 888 |
Oft sind es schreibkundige Mönche die Handelsverträge überhaupt erst ermöglichen. Auf diese Zeit ist eine Mustervorlage für Handelsverträge datiert. |
| 890 |
Erster bekannter Zusammenstoss des an Grundbesitz mächtig gewordene Klosters St. Gallen mit den Brigantia Grafen. Besitzansprüche im Rheingau und im Königshof Lustenau waren due Ursache. |
| 890 |
Im Kloster entsteht das Psalterium Psalter Aureum, eine prachtvoll illustrierte Handschrift in dessen Inhalt die Psalmen König Davids aufgeführt sind. |
| 890 |
Abt Salomon weiht im Zirrental bei Sant Görgen eine Kapelle ein, die dem heiligen Georg gewidmet ist, sie ist mit einer kleinen Zelle versehen die man Salomonszelle nennt. |
| 890 |
Urkundlich werden die Rechte des Klosters an der Holznutzung und der Schweinemast im Gebiet von Eichberg festgelegt. |
890 919 |
Abt Salomon III., er wird im gleichen Jahr auch Bischof von Konstanz. |
| 894 |
10. Januar Durch eine Schenkung erhält das Kloster St. Gallen in Pichelense Dienstleute, Häuser, Zugtiere, Wiesen etc. |
| 896 |
Im Martyrolog beschreibt Notker von St. Gallen das Wirken von Apostel Jakobus in Nordspanien. Es sind die ältesten, vorhandenen, Aufzeichnungen über den Apostel. |
| 898 |
13. Oktober Abtbischof Salomo von Konstanz bestätigt auf dem Irahügel neben seinem Haus den Bau einer Hofkirche (St. Mangen). |
898  |
Salomo III., Bischof von Konstanz, schenkt dem neugegründeten Chorherrenstift St. Mangen zu St. Gallen den Ort Bernhardzell. |
898  |
Tegerunouva gehört zum Besitz der St. Mangenkirche. |
900  |
Die Buchbestände des Klosters werden in einem Fluchtturm (Hartmut-Turm) gelagert. |
|
|
| 907 |
Abt und Bischof Salomo führt in der Aue des Herin die Kirchhöri ein. |
| 908 |
Aus dieser Zeit ist verbrieft, dass die Mönche des Klosters jährlich fünfmal badeten und sich alle 14 Tage einmal rasierten. Bischof Adalbero von Konstanz überreicht anlässlich eines Besuches allen St. Galler Mönchen Handtücher und Kämme. |
| 909 |
Salomo III. Abt von St. Gallen und Bischof von Konstanz wird Leiter der königlichen Kanzlei des Ostfrankenreiches. |
| 911 |
28. Dezember Der deutsche König Konrad I. besucht das Kloster St. Gallen. Aus eigenen Beständen bessert er die kärgliche Kost der Mönche auf. |
912 |
Bau einer neuen Kapelle in Sant Görgen, sie bildet den Kern des Weilers. |
| 912 |
Gestorben, Notker Balbulus, Benediktiner und mittellateinischer Dichter. |
| 916 |
Pfingsten Wiborada bezieht die Zelle bei St. Mangen. |
| 916 |
Herzog Burkhard von Schwaben durch die überlegene Macht des Königs Heinrich gedemütigt, plant einen Kriegszug nach Italien. Die Kosten für die Reise verlangt er vom Kloster, dass dieses Ansinnen aber ablehnt. Darauf fällt er über das Kloster her und beraubt es seiner Güter. |
922 925 |
Abt Hartmann. |
925 933 |
Abt Engilbert. |
| 926 |
Villa Sancti Galli wird als Siedlung erwähnt, es handelte sich um eine Handwerker- und Marktsiedlung vor dem Kloster. |
| 926 |
Die Mönche des Klosters verstecken ihre Kirchenschätze und die Bibliothek vor den Horden der Hunnen. Die Orte wo die Schätze versteckt wurden, sind das Kloster Reichenau, Wasserburg und die kurzfristig errichtete Fluchtburg in einer Flussschleife der Sitter, Hitto, der Bruder der Inklusin Wiborada, Priester in der St. Mangenkirche, versteckt sich hoch über der Stadt im Unterholz der Bärenegg. |
| 926 |
1. Mai Die später Heilig gesprochene Eremitin Wiborada wird von plündernden Hunnen in ihrer Zelle bei der Kirche St. Mangen umgebracht. Sie war eine beliebte Beraterin für die Stadtbewohner. |
| 930 |
König Heinrich I. besucht das Kloster. |
933 942 |
Abt Thieto. |
935  |
Schwerer Rückschlag der Abtei durch den Einfall der Sarazenen. |
| 937 |
26. April Das Gozbertkloster mit seiner Siedlung wird durch Brandstiftung zerstört. |
942 |
Nach einem Streit mit dem Dekan und späteren Abt Craloh unternimmt der aufsässige junge Mönch Victor Retanius einen Fluchtversuch zu seinen Verwandten nach Pfäfers. Victor wird jedoch von den Häschern Cralohs gefangen genommen, geblendet und nach St. Gallen zurückgebracht. Zwischen 965 und 971 wird der blinde Mönch nach Strassburg als Lehrer an die Domschule berufen und brachte diese zu hoher Blüte. |
942 958 |
Abt Craloh. |
| 947 |
12. Juni König Otto I. verleiht Abt Craloh das Münz- und Marktrecht, dass Kloster durfte ab sofort eigene Münzen prägen. |
950  |
Dem Kloster kommt, vermutlich als Folge zahlreicher Ungarneinfälle, eine Reliquien des hl. Magnus abhanden. |
953 954 |
Nach der Flucht von Abt Craloh anlässlich des rudolfinischen Aufstandes wählten die Mönche Anno zum Gegenabt. |
954 974 |
Die Äbte Anno und Notker errichten um die Siedlung, später Stadt St. Gallen, einen Mauerring mit 13 Türmen. |
| 954 |
Die Wetti auf dem Gallusplatz ist auf einem Plan belegt. |
958 971 |
Abt Purchart (I). |
971 975 |
Abt Notker, er vollendet während seiner Amtszeit die erste Ringmauer um die Stadt. |
| 972 |
Der römisch-deutsche Kaiser Otto I. der Grosse besucht mit seiner Gemahlin Adelheid und dem Thronfolger Otto II. das Kloster St. Gallen. |
| 973 |
Der St. Gallermönch Ekkehard II. wird von Hadwig, Witwe von Herzog Burchard III. von Schwaben, auf den Hohentwiel berufen um sie in Latein zu unterrichten. Hadwig ebnete Ekkehard später den Weg an den kaiserlichen Hof. Anmerkung |
976 984 |
Abt Ymmo. |
| 980 |
Der Doppelhof am Rhein, St. Johann–Höchst und St. Margrethen–Höchst, wird gemäss einer Urkunde durch Kaiser Otto II. in den Besitz des Klosters von St. Gallen übergeben. |
| 981 |
Ein Verzeichnis bestimmt die Anzahl der Panzerreiter , die die Reichskirchen dem Kaiser Otto II. für seine Kriegszüge zur Verfügung stellen müssen. St. Gallen hat deren 40 zu stellen. |
984 990 |
Abt Ulrich (I). |
990 1001 |
Abt Kerhart. |
| 993 |
Hungersnot in St. Gallen, die Stadt Arbon und der Konstanzer Bischof, dem Arbon unterstellt ist, hilft mit Lebensmittellieferungen. |
|
|
1001 1022 |
Abt Purchart (II.). |
| 1004 |
Der deutsche König Heinrich II. bestätigt in Zürich die Privilege des Klosters St. Gallen. |
1006  |
Abt Purchart lässt einen Erd- und Himmelsglobus machen, dieser geht im Laufe der Geschichte verloren. |
| 1006 |
1. Mai St. Galler Mönche beobachten ab diesem Datum auf einem Hügel oberhalb der Stadt während rund drei Monaten eine Supernova. |
| 1022 |
Die aus Süditalien zurückkehrenden Truppen Kaiser Heinrichs schleppen die Pest oder einen anderen Virus ein, dem etliche Konventualen und der Abt zum Opfer fallen. Eines der Opfer ist Notker III., er starb am 29. Juni. |
1022 1034 |
Abt Thietpald. |
1034 1072 |
Abt Nortpert. |
| 1047 |
Wiborada wird als erste Frau durch Papst Clemens II. Heilig gesprochen. Wiborada war die Tochter eines adeligen Mannes aus dem Aargau. Anno 915 zog sie auf den Irahügel zur Kirche des heiligen Magnus und liess sich in eine Zelle einmauern, dort wurde sie um 926 von den Ungaren ermordet. |
| 1057 |
Ekkehard IV verfasst die Geschichte des Klosters. |
| 1061 |
Abt Norbert von St. Gallen stiftet im neu gegründeten Ort Abbacella eine Kirche und verleiht ihr beträchtlichen Grundbesitz, der in etwa den heutigen Halbkanton Appenzell Innerrhoden ausmacht. |
| 1070 |
In Schriften werden Kaufleute und Bürger erwähnt. |
| 1071 |
Abt Norbert stattet die von ihm gegründete Kirche in Abbacella mit Zehnten und anderen Einkünften aus. |
1072 1076 |
Abt Ulrich II. |
1077 1121 |
Abt Ulrich III. von Eppenstein, er führt das Schwert zumindest so gut wie das Kreuz, wenn nicht gar besser. |
| 1077 |
Abt Ulrich von Eppenstein errichtet auf den Grundmauern eines verfallenen römischen Kastells in Heerbrugg eine Festung, Herburch oder Herrenburg genannt. Die Festung beherrschte die Heerstrasse vom Rheingau nach Rätien. |
1077 1083 |
Gegenabt Lutold. |
| 1079 |
Der seit 1075 tobende Investiturstreit hat die Zerstörung von Brigantia durch die Truppen Abt Ulrichs von St. Gallen zur Folge. |
| 1079 |
Äbtische Truppen erobern die Abtei Reichenau. |
| 1079 |
Durch die Truppen von Abt Ulrich wird die Kyburg erobert und eingeäschert. |
| 1080 |
Abt Eccard von Reichenau überfällt die Stadt, bemächtigt sich des Klosters und errichtet hoch über der Stadt die Burg Bärenegg mit doppelten Graben. |
1080  |
In St. Fiden wird die erste Kirche gebaut. |
| 1081 |
Abt Ulrich III. erobert hoch über der Stadt die Burg Bärenegg zurück und vernichtet diese bis auf die Grundmauern, die Besatzung wird erschlagen, dabei findet Volknand I von Toggenburg den Tod. |
| 1083 |
Nach Rache sinnend will Diethelm II. von Toggenburg zusammen mit dem Abt von Reichenau das Kloster überfallen, bei Kräzern an der Sitter, wo sie von dem für sie unvorteilhaften strategischen Aufmarsch durch das Herr des St. Galler Abtes erfahren, treten sie wieder den Rückzug an. |
1083 1086 |
Gegenabt Werinhar. |
| 1084 |
Bei den Kämpfen zwischen Abt Urlrich III. und Gegenabt Werinhar wird Aue des Herin verwüstet. |
| 1085 |
In Abwesenheit von Diethelm II. von Toggenburg, erobert Abt Ulrich III. mit einem städtischen Heer dessen Burg, die Alt Toggenburg, und zerstört diese. |
| 1086 |
Abt Ulrich übernimmt das Patriarchat von Aquileia und lebt nun hauptsächlich in Italien. |
| 1086 |
Abt Ulrich übernimmt im Investiturstreit kurzfristig die Herrschaft über Hohentwiel. |
| 1086 |
Pestilenz vergrössert das ungeheure Elend der von den Kriegen gezeichneten Bevölkerung. |
1100  |
Die St. Mangenkirche wird erbaut. |
|
|
| 1117 |
Kaiser Heinrich V. gewährt dem Ort St. Gallen das Recht, alljährlich zwei Jahrmärkte abzuhalten und dessen Bewohnern sich fortan Burger nennen zu dürfen, dies erhebt St. Gallen nun offiziell zur Stadt. |
| 1120 |
Abt Ulrich von Eppenstein gründet in Moggio (I) das Benediktinerkloster San Gallo. |
1121 1133 |
Abt Manegold von Mammern. |
1121 1122 |
Von einem Teil der St. Gallermönche wird Heinrich von Twiel zum Gegenabt gewählt. |
1122 1133 |
Bei Wangen wird für den Verwaltungsmittelpunkt des Klosterbesitzes die Feste Prassberg gebaut. |
| 1129 |
Der deutsche König Friedrich schenkt dem Kloster St. Gallen den Hof Thiotpoldesouva. |
1133 1167 |
Abt Werinher. |
| 1153 |
Abt Werinher stiftet zu Ehren der Heiligen Egidius und Leonhard weit draussen vor der Stadt, auf dem Büchel, eine Kirche (St. Leonhardskirche). Sie diente als Pfarreikirche mit einem Einzugsgebiet bis nach Huntwilare. |
| 1162 |
Herzog Welfo von Ravensburg übereignet dem Kloster St. Gallen das Kloster Ittingen und die Kirche Uesslingen. |
| 1162 |
In St. Gallen ist erstmals die Leinwandweberei nachweisbar. |
| 1166 |
Erste Erwähnung von Sancte Fidis. |
| 1166 |
Erste urkundliche Erwähnung von St. Laurenzen, die bei den späteren Stadtbränden von 1215, 1314 und 1418 vermutlich jedesmal neu aufgebaut werden musste, gesichert ist allerdings nur der Neubau nach dem Stadtbrand von 1314. |
1167 1199 |
Abt Ulrich von Tegerfeld. |
| 1170 |
Urkundlich Erwähnung der Stadt mit Marktrecht. |
| 1170 |
Urkundlich wird ein äbtischer Dienstmann, Walter von Strubuncello erwähnt. |
| 1180 |
Die Stadt erlangt die Reichsfreiheit. |
| 1191 |
Ulrich IV. stiftet unter Mithilfe eines Pfarrers von Waldchirichum die St. Jakobskapelle. |
1199 1200 |
Abt Ulrich von Veringen. |
1200 1204 |
Abt Heinrich von Klingen. |
1200  |
Heinrich von Sacco reorganisiert als Prior und Dekan die Verwaltung des Klosters St. Gallen. |
1200  |
Im Kloster werden Münz-Brakteaten mit dem Bild des Klosterpatrons Gallus, durch einen Bären abgelöst. Aufgrund von Urkunden und Siegeln kann zweifelsfrei festgestellt werden, dass der Appenzeller- vom St. Gallerbären abstammt. |
|
|
1204 1220 |
Abt Ulrich von Sax. |
1205  |
Abt Ulrich von Sax baut die Burg Forstegg in Sennwald. |
| 1207 |
Unter Heinrich von Sax, dem Bruder des Abtes kämpft eine Heerschar von Reisigen aus St. Gallen, in Spanien gegen die Sarazenen. |
| 1207 |
Der Abt von St. Gallen wird Reichsfürst (Fürstabt). |
1207  |
Zur Sicherung der fürstäbtischen Herrschaft St. Gallen bauen Abt Ulrich und Heinrich von Sax die Feste Clanx bei Meistersrüti. |
| 1208 |
Abt Urlich VI. zieht mit seinen Truppen nach Bischofszell und verwüstet die Besitzungen des Bischofs von Konstanz. |
1208  |
Der Anspruch beider Kontrahenten auf die Feste Rheineck bewirkt, dass es auf dem Breitfeld zwischen den Truppen des Bischofs von Konstanz (Werner von Staufen) und des Abts von St. Gallen (Ulrich VI. von Sax) zu einer Schlacht kommt, die nicht zuletzt durch die Beihilfe des Grafen von Kyburg mit der Niederlage des letzteren endet. |
1209  |
Zur Erinnerung an die Schlacht vom Breitfeld, von 1208, zwischen den Truppen des Bischofs von Konstanz (Werner von Staufen) und des Abts von St. Gallen (Ulrich VI. von Sax) wird ein Bildstock errichtet. |
| 1210 |
Die Herren von Rorschach, Ministerialen der Abtei St. Gallen, erbauen St. Annaschloss. |
| 1210 |
In der Spiservorstadt wird das Seelhaus gestiftet. |
| 1212 |
Auf seiner Reise von Sizilien nach Deutschland besucht der Neue Kaiser, Friedrich von Stauffen die Stadt St. Gallen und ernennt diese zur freien Reichsstadt. |
| 1215 |
Bau des Glocken- oder Ulrichturms am Kloster. |
| 1215 |
2. Mai Grosser Stadtbrand, innerhalb der Stadtmauern brennen, sechs Häuser und das KLoster ausgenommen, alle Häuser ab. |
| 1219 |
Zum erstenmal wird in Schriften Bruccon bezeichnet. |
| 1219 |
Auf dem steinigen Hügel Linsinböl, an der Reichsstrasse nach Wien, wird erstmals ein Siechenhaus erwähnt. Der Truchsess Ulrich von Singenberg leistete die erste Vergabung an dasselbe. |
1220 1226 |
Abt Rudolf von Güttingen. |
| 1225 |
An der stark frequentierten Reichsstrasse beim Tempelacker auf dem steinigen Hügel Linsinböl erstellt Abt Rudolf von Güttingen für die Aussätzigen eine dem hl. Martin geweihte Kapelle, vermutlich Vorgängerin der späteren Linsebühlkirchen. |
| 1225 |
Urkundlich wird die St. Laurenzenkirche beiläufig erwähnt, dabei wird festgestellt, sie besass an Stelle eines Turmes einen Dachreiter. |
1226 1239 |
Abt Konrad von Bussnang. |
| 1226 |
Das Schloss Wil fällt an die Äbte von St. Gallen, die es bis zur Aufhebung des Klosters St. Gallen 1798 als Aussenresidenz nutzen. |
| 1227 |
Nach dem Scheitern des Kreuzzuges von Friedrich II. kehrt Rudolf von Hagenwil zurück und verschenkt dem Kloster grosse Teile seines Besitzes. |
| 1228 |
Abt Konrad von Bussnang bestätigt die Vergabung der Hofstadt bei St. Mangen durch Berthold Kuchimeister und Ulrich Blarer an eine fromme Frauengemeinschaft von Beginen. Der Zins beträgt jährlich ein Pfund Wachs. Der Grundstein zum Katharinenkloster ist somit gelegt. |
| 1228 |
Das Heiliggeistspital an der Markt-, Kugelgasse übernimmt seine Aufgabe. Gründer sind der Truchsess Ulrich von Singenberg und der Bürger Ulrich Blarer, in der Gründungsurkunde steht (als Obhut für die Kranken und als Zuflucht für die Armen). Das Siegel des Heiliggeist-Spitals zeigt einen halb liegenden kranken Menschen, die linke Hand an der Brust und die rechte Hand auf der Stirne. |
| 1228 |
Das Palatium abbatis wird zum erstenmal erwähnt. |
| 1228 |
Der frühere Rindermarkt wird in den Büchern erstmals als Marktplatz erwähnt. |
| 1229 |
Der deutsche König schenkt dem Kloster den Hof Kriessern. |
| 1229 |
Die im Dienste des Abtes stehenden Herren von Bernegg bewohnen das Schloss gleichen Namens bei Hinwil. |
| 1229 |
Das Kloster kauft Herrschaft und Burg Grüningen. |
| 1230 |
Die Herren von Iberg, Dienstleute des Fürstabts von St. Gallen, erbauen auf einem Abtlehen die Burg Iberg ob Wattwil. |
1235  |
Die hohe Belastung durch Abgaben an den Abt führt zum Aufruhr. Abt Konrad von Busnang bricht mit seiner Streitmacht in die Stadt ein und brennt den fünf Anstiftern die Häuser nieder. |
| 1238 |
Die Gesellschaft der Notvesten, wird erstmals erwähnt. Sie entsprach in etwa dem heutigen kaufmännischen Verein. |
| 1239 |
Nur dem Umstand der feierlichen Versicherung, dass keine Genesung von seiner Krankheit mehr möglich sei, ist zu verdanken, dass der sehr unbeliebte Abt Konrad nicht ermordet wird. |
1239 1244 |
Abt Walter von Trauchburg. |
| 1240 |
Die Stadt schliesst mit den Bodenseestädten eine Münzkonvention. |
| 1244 |
Unter der Leitung der Meisterin Adelheid zieht ein Teil der Beginen aus dem Katharinenkloster aus nach Magdenau. |
1244 1272 |
Abt Bertold von Falkenstein. |
| 1247 |
15. Mai Das Konzil von Lyon erteilt dem Abt das Recht Pontifikalien zu gebrauchen. |
| 1249/50 |
Die Herren von Mammertshofen, ergreifen im Krieg Partei für den Bischof von Konstanz. Die Rache des Abtes lässt nicht lange auf sich warten, er belagert und erobert die Burg seiner abtrünnigen Dienstherren mit seinen Truppen in deren Reihen sich auch Schwyzersöldner befinden. |
|
|
| 1252 |
Innerschweizer Söldner kämpfen für die Abtei St. Gallen gegen die Toggenburger Grafen. |
| 1255 |
Estmals wird ein Hof tabulatum urkundlich erwähnt. |
| 1256 |
Verbrieft sind Klosterbesitzungen in Rudolfstetten (AG). |
| 1260 |
Der Abt erbaut an der Steinach eine Walche. |
| 1262 |
Erster Beleg für städtischen Fernhandel. |
| 1262 |
Urkundliche festgehalten ist, dass das Schloss Oberberg, im Besitz der Meier von Oberberg, zur Sicherung des fürstäbtischen Gebietes gegen den Bischof von Konstanz und die Grafen von Toggenburg dient. |
| 1262 |
Der Sittergraben bei Bruggen, Kubel, wird seiner Mühlenbetriebe wegen Mulinon genannt. |
| 1264 |
Rudolf von Hagenwil vermacht das Schloss Hagenwil dem Kloster. |
| 1266 |
Die Feldnonnen oder Beginen der Hofstatt am Irabach entscheiden sich für die Ordensregel des Augustinus. |
1268  |
Abt Bertold von Falkenstein baut die Burg Blatten bei Oberried. |
| 1268 |
An der Augustinergasse wird ein Haus erstellt, in dem seit 1537 ein Restaurant besteht, seit 1887 nennt es sich (Alt St. Gallen). Das Haus beherbergte anno 1799 auch die napoleanische Präfektur. |
| 1268 |
Erstmalige, schriftliche Erwähnung von Juden in St. Gallen. |
| 1270 |
Abt Berchtold gibt an Pfingsten ein glanzvolles Ritterfest, anwesend sind ca. 900 Ritter. |
| 1271 |
Die Toggenburger, in finanziellen Nöten steckend, verpfänden dem Abt das Städtchen Lichtensteig. |
| 1272 |
10. Juni Der Tod des ungeliebten Abt Berthold von Falkenstein löst in den Gassen von Abbatiscella und St. Gallen wahre Freudentänze aus. |
1272 1277 |
Abt Ulrich von Güttingen. |
| 1272 |
Die Palatium abbatis wird erstmals in deutscher Sprache als Pfalz erwähnt. |
1272 1274 |
Gegenabt Heinrich von Wartenberg, genannt Wildenstein. |
| 1274 |
Abt Ruom von Eschach, auch von Ramstein genannt. |
| 1275 |
Der Brühl, also die Gegend der Tonhalle und der Kantonsschule, wird in Urkunden als Brule erwähnt. |
| 1277 |
Papst Johannes XXI. erlässt ein Verbot für Forderungen gegenüber dem Kloster St. Gallen um sich an dessen Klostergütern schadlos zu halten. |
| 1277 |
Dem Heiliggeist-Spital wird ein Besitz aus Wilen bei Bischofszell überschrieben. |
| 1281 |
König Rudolf I. überreicht der Stadt einen Freiheitsbrief, in diesem wird ihr Schutz gegen fremdes Gericht zusichert. Ab dato dürfen keine Stadtbürger mehr für den Abt verpfändet oder für den König versetzt werden. |
1281 1301 |
Abt Wilhelm von Montfort. |
1281  |
Die Burg im Martinstobel, später Burg Rappenstein genannt, wird Wohnsitz von Abt Wilhelm von Montfort. Die Burg dürfte zu Anfang der Appenzellerkriege, um 1401, zerstört worden sein. |
| 1282 |
Ein Schreiben hält die Zinsen und Gefälle verschiedener Örtlichkeiten von Aichilberch an das Kloster St. Gallen fest. |
1282 1291 |
Blutiger Konflikt zwischen Abt Wilhelm I. und König Rudolf von Habsburg. |
| 1287 |
Der Zwist zwischen Abt Wilhelm von Montfort und König Rudolf führt dazu, dass äbtische Truppen das Burgstädtchen Svarzanbach bei Wil stürmen und niederbrennen. |
1288 1291 |
Abt Konrad von Gundelfingen. |
1289  |
In einer Fehde zwischen Abt Wilhelm von Montfort und König Rudolf von Habsburg wird die Burg Clanx ob Appenzell zerstört. |
| 1290 |
Die Abtei St. Gallen kauft aus der Hand der Familie Behem das Schloss Rosenberg bei Berneck. |
| 1291 |
31. Juli Abt Wilhelm von Montfort stellt der Stadt die erste Handfeste aus, er anerkennt damit, dass alle Bürger völlig gleichgestellt sind, freies Erbrecht sowie die freie Verfügung über ihren Grundbesitz haben. Infolgedessen wird das Stadtgebiet entsprechend den Himmelsrichtungen durch vier Fried-Kreuze gekennzeichnet, im Westen an der Zürcher Strasse, im Norden an der Langgasse und im Osten an der Hagenbuchstrasse und im Süden beim Nestweiher. |
| 1291 |
Der Abt und die Konventualen gestehen in einem offiziellen Aktenschreiben, dass sie des Schreibens unkundig sind, sie sind nicht in der Lage eine Verleihungsurkunde zu unterschreiben. |
| 1292 |
25. Februar Ulrich von Ramschwag, ehemaliger verhasster Reichsvogt kann seine Niederlage nicht akzeptieren. Heinrich von Wartensee, sein Nachfolger, mit Gefolge auf dem Weg nach St Gallen, wird von ihm und seinen Reisigen im verschneiten Riederenholz (am Ostrand der heutigen Stadt) überfallen. Wehrhafte und beherzte Stadtbürger unterstützen letzteren in einem blutigen Gefecht und schlagen die Angreifer zurück. |
| 1292 |
Hinter der Brotlaube sind jetzt Juden wohnhaft, deshalb wird die Gasse bald Judengass genannt. |
| 1292 |
Ein Handstreich der Habsburger bringt das Kloster St. Gallen um den Besitz der Stadt Wil, die in Flammen aufgeht. |
| 1298 |
Abt Wilhelm zieht an der Seite von König Rudolf gegen Herzog Albrecht von Habsburg ins Feld. |
| 1294 |
Der erste städtische Rat wird gebildet. |
| 1300 |
Die Kollatur von Menzenowa geht an das Kloster St. Gallen über. |
1300  |
Das Kloster St. Gallen schenkt dem Heiliggeistspital die Güter in Almensberg und Umgebung (Amriswil). |
1300  |
Der Abt lässt die 1289 zerstörte Burg Clanx ob Appenzell wieder aufbauen. |
|
|
| 1301 |
Ein gütlicher Vergleich mit den Habsburgern ermöglicht die Rückgabe der 1292 durch die Habsburger eroberten Stadt Wil an das Kloster St. Gallen. |
1301 1318 |
Abt Heinrich von Ramstein. |
| 1302 |
Der Abt verleiht die Vogtei Bernhardzell an die Freiherren von Griessenberg. |
| 1303 |
In der Nähe des Kirchlihauses östlich von Rotmonten wohnt eine Closnerrun nach der Art der Hl. Wiborada in einer Zelle beim Kirchlein St. Peter (später Peter und Paul) eingemauert . |
| 1303 |
Eine Urkunde bestätigt das Meieramt eines Ulrich Meldeli über Klosterhöfe in «Witebach». Meldeli hat seinen Posten wieder verloren, weil er sich am Meieramt bereichert hat. |
| 1308 |
In der Kluft bei der Bernegg (Mühlenenschlucht) ist eine einzelne Mühle beurkundet. |
| 1312 |
Erstmals wird eine Art Stadtrat erwähnt. |
| 1314 |
23. Oktober Stadt und Klosterbrand, nahezu alle Häuser werden zum Raub der Flammen. |
| 1315 |
Ludwig von Bayern, eben zum deutschen König aufgerufen worden, erlässt der Stadt, damit sich diese von der Brandkatastrophe vom 23. Oktober 1314 erholen kann, für fünf Jahre die Reichssteuer. |
| 1315 |
Nachdem die Ritter auf dem Schlachtfeld von Morgarten auf der Seite der Habsburger kämpfend den Tod fanden, erhält der Abt von St. Gallen deren Burg Alt-Landenberg bei Bauma als Erblehen zurück und verleiht sie an die Freiherren von Bürglen im Thurgau. |
| 1318 |
Bei der St. Jakobskapelle wird eine Inklusin erwähnt. |
1318 1329 |
Abt Hiltpold von Wertstein. |
| 1319 |
Erstmalige Erwähnung des Spisertores. |
| 1322 |
Die Bürgerschaft von Wangen im Allgäu verweigert dem Abt von St. Gallen den Treueeid. |
| 1327 |
Für die Fehde zwischen Abt Hiltbold von Wertstein und dem Grafen Friedrich von Toggenburg mussten wie immer die Stadtbürger zu den Waffen greifen. Dies war allerdings das letzte Mal wo Bürger auf Befehl des Abtes und für Ihn zu Felde ziehen mussten. |
| 1329 |
St. Gallen schliesst mit Zürich einen Landfriedensbund. |
1330 1333 |
Abt Rudolf von Montfort. |
| 1330 |
Der gebannte Kaiser (Ludwig der Bayer) verpfändet die Stadt. |
| 1331 |
Der gebannte Kaiser (Ludwig der Bayer) entlässt die Stadt wieder aus der Verpfändung. |
| 1333 |
Es ist verbrieft, Rutmunten gehört zur Vogtei St. Gallen. |
1333 1360 |
Abt Hermann von Bonstetten. |
| 1334 |
Erstmals ist der aufrecht stehende Bär als Wappen der Fürstabtei verbürgt, Abt Hermann von Bonstetten benützte ihn als Siegel. |
| 1336 |
Erstmalige Erwähnung von Leinwand-Fernhandel. |
| 1336 |
Dem Armenhaus auf dem steinigen Hügel Linsinböl wird der Weiler Hub (Wittenbach) geschenkt. |
| 1338 |
Eine Fehde zwischen Rudolf und Walter von Altstätten und den Städten St. Gallen, Konstanz und Lindau veranlasst den Abt die Burgen Alt- und Nieder-Altstätten zu zerstören. |
| 1345 |
Der Abt von St. Gallen, Hermann von Bonstetten, erwirbt als Pfand die Reichsvogtei über die Dörfer Appenzell, Huntwilare, Tiuffen und Urnasca . |
| 1345 |
Rückkauf der hohen Gerichtsbarkeit über Rotmonten von Hans von Andwil durch das Kloster St. Gallen. |
| 1348 |
Beginn eines Pestzuges der schliesslich bis zu 30% der Bevölkerung dahinrafft. |
| 1349 |
Die Stadt schliesst sich dem Bund an, den 25 Reichsstätte unter Führung von Ulm und Augsburg gründen. |
| 1349 |
Im Zusammenhang mit dem schwarzer Tod werden die Juden beschuldigt, die herrschende Epidemie durch Brunnenvergiftung verursacht zu haben. Die jüdische Gemeinde der Stadt wird verbrannt, dass Pogrom wird auch «Judenbrand» genannt. Die von den Juden bewohnten Häuser in der im Volksmund Judengasse genannten Hinterlauben, werden abgebrochen. Ergänzung |
| 1350 |
Einführung des Zunftwesens. Die Zünfter sind, Weber, Schmiede, Schneider, Schuster, Bäcker und Metzger, sie sind später massgeblich an der Regierung beteiligt. |
| 1350 |
Eine städtische Streitmacht hilft den Zürchern die Stadt Rapperswil und die March zu erobern. Es ist zugleich das erste Mal das sie nicht auf Weisung des Abtes und mit eigenem Banner ins Feld zogen. |
|
|
| 1353 |
König Karl der IV., 1346 -1376, auch Kaiser des römischen Reiches mit Sitz in Prag, bestätigt bei einem Besuch des Klosters dem Abt das Münz, Zoll- und Marktregal sowie das Recht selber den Stadtammann und andere Amtsträger einzusetzen. Er nimmt aber auch Reliquien nach Prag mit, darunter ist der Schädel des hl. Otmar sowie Schädelteile und Knochen vom hl. Gallus. |
| 1354 |
Es wird zum ersten Mal die Existenz eines Bürgermeisters erwähnt, es ist dies Bilgeri Spiser. |
1360 1379 |
Abt Georg von Wildenstein. |
| 1361 |
Die Stadt verweigert dem neuen Abt, Georg von Wildenstein, die Huldigung und wird daraufhin vom Kaiser zum Gehorsam aufgerufen. |
| 1362 |
Die Zunftverfassung wird erlassen. |
| 1362 |
Erstmals wird eine Metzg aktenkundig. |
| 1364 |
Erste Satzung für das Leinwandgewerbe wird erlassen. |
| 1368 |
Die klösterliche Frauengemeinschaft der Hofstatt am Irabach, die Beginen, übernehmen die Dominikanerinnenregel und erhalten eine eigene Kirche, zur Patronin wird die Heilige Katharina von Alexandrien gewählt. |
| 1368 |
Das Multertor wird erstellt. |
| 1368 |
Stadtbrand, betroffen ist die südliche Altstadt vom Gallustor, auch Gallitor genannt, bis zum neuen Bad. |
1368  |
An der Einmündung der Gallusstrasse in den Oberen Graben wird an Stelle des beim Stadtbrand mitgenommenen Gallustores der Grüne Turm, ohne Tor, errichtet. |
| 1368 |
Errichtung des Müllertores. |
| 1369 |
Erstmals wird die Existenz eines Rathauses erwähnt, es stand auch wie sein Nachfolgebau aus dem 16. Jahrhundert auf der Stelle wo heute das Vadiandenkmal steht. |
1373 1405  |
Aus dieser Zeit sind kleine Münzen aus der Stadt bekannt. |
| 1376 |
Die Klosterfrauen zu St. Katharinen erwerben das Stadtbürgerrecht. |
| 1376 |
14. Juli Zusammen mit diversen Städten am Nordufer des Bodesees bis hinauf nach Ulm gründet St. Gallen den schwäbischen Städtebund. |
1377  |
Um die Spiservorstadt wird eine Tül gebaut. |
| 1377 |
Erstmals seit den Pogromen mit der Vernichtung der jüdischen Gemeinde (1349) sind wieder Juden ansässig. |
| 1378 |
22. Mai Die Schwäbischen Reichsstädte legen die Stellung der Appenzeller im Bündnis fest. Die Appenzeller werden unter die Obhut von St. Gallen und Konstanz gestellt. |
| 1378 |
Erstmals wird urkundlich die Existenz der Multergasse erwähnt. |
| 1378 |
Erstmals wird in den Büchern das Irertor erwähnt. |
| 1378 |
25. Juli Die Bürgerschaft muss entscheiden ob sie zur Verteidigung der Stadt eine Söldnertruppe unter Vertrag nehmen will, oder mit einer allgemeinen Wehrpflicht auf die eigene Kraft vertrauen soll. Das zweite wird angenommen und gleichzeitig wird die militärische Verteidigung angewiesen, die Brandbekämpfung der vier Stadtquartiere zu übernehmen (eigentliche Geburt der Feuerwehr). |
1379 1411 |
Abt Kuno von Stoffeln. |
| 1380 |
Der Abt sendet im geheimen seinen Dienstmann Lutz von Landau nach Prag um die Stadt beim Kaiser zu verklagen. Klagepunkte sind, fehlende Huldigung, fehlende Zinszahlungen und Unterlassung anderer rechtmässiger Verpflichtungen. Infolgedessen wird der Stadt ein Ermahnungsschreiben zugestellt, künftig ihre Verpflichtungen wahrzunehmen. |
| 1381 |
Die Trogner kommen unter die Herrschaft des Klosters. |
| 1381 |
Die Gebrüder Stäbiner, klein Hans ab dem Kapf und sein Bruder Heinrich vermachen den ehrsamen Schwestern Ursula Brunner aus Rheintal, Elsbeth Schnider aus Berg und Anna Frig aus Utwil (ein Hofstatt in dem Tan gelegen nebent Nöggersegge mit Garten und Boumgarten) die als Frauenklösterchen Tann in die Stadtgeschichte eingeht. Dieses kleine Kloster ist Vorgänger des Kapuzinerinnenklosters Maria vom guten Rat und des hl. Antonius von Padua in Notkersegg. |
| 1381 |
Abt Kuno von Stoffeln beschenkt einige Waldschwestern mit einer Hofstatt aus der in der Folge das Kloster Wonnenstein, eine Exklave von Innerhoden, hervor geht. |
1382  |
Ab diesem Jahr wird in der Stadt ein Netz von Gassenbächen erstellt. |
| 1384 |
Erstmals wird von einem Kanal berichtet, der von einem Nagelfluhfelsen oberhalb des Hustores herausgebrochen war. Er diente zur Speisung der Wetti, später als Rosswetti benützt, sie diente der Flutung der Wasserkanäle in den Gassen. |
| 1384 |
Drei Mühlen werden erwähnt, zwei sind in der Mühlenenschlucht und die andere beim Spisertor. Mit letzterer ist vermutlich die Muosmühle gleich oberhalb des späteren Karlstores gemeint, zu der eine Brücke, die Muosbrücke, hinführte. Fantasielos wurde die Muesbruggstrasse nach der Steinachüberdeckung zur Moosbrückestrasse, heute Moosbruggstrasse. |
| 1384 |
2. Juni St. Gallen, Wil, 35 Reichstädte in Schwaben sowie die freie Reichsstadt Regensburg schliessen mit dem Bischof von Basel, dem Hochstift und der Stadt Basel einen Bund, dieser dient vor allem der Erhaltung des Landfriedens. |
| 1385 |
Das Spitalgut Guggayen wird erstmals erwähnt. |
| 1387 |
Die Stadt vereinbart mit Nürnberg die gegenseitige Zollfreiheit. |
1388  |
Der die Kirche St. Mangen umgebende Friedhof wird erweitert. |
1388  |
Das Kloster St. Gallen ersteht von den Gielen von Glattbrugg die Burg Helfenberg ob der Glatt bei Cozeasauva. |
| 1390 |
Eine Schar diebischer Gesellen veranlasst die Stadt, bei Branthoch von Sax und Hänni Bäbi von Frümsen um Hilfe anzuhalten, die für einen Monat den Dienst antreten. Für jeden getöteten Gesetzesbrecher erhalten sie 15 Pfund. |
| 1390 |
Die Insassen vom Siechenhaus Linsebühl werden, arme elende und verschmähte Siechlin, genannt. |
| 1396 |
17. August Abt Kuno von Stoffeln bestätigt das Klösterchen Tann und nennt Ursula Brunner als (Meisterin) der Beginen. |
1396  |
Die Ritter von Rorschach verkaufen die um 1150 erbaute Rosenburg in Herisau, im Volksmund auch Ramsenburg genannt, an die Fürstabtei St. Gallen. |
| 1396 |
Die Gegend vom Bild (Breitfeld) trägt den Namen Watte. |
|
|
| 1401 |
17. Januar Der Volksbund ob dem See wird gegründet, das Resultat der harten und unklugen Amtsführung von Abt Kuno von Stoffeln. |
| 1401 |
Die Appenzeller zerstören das Bollwerk der St. Galler Äbte, die anno 1300 wieder aufgebaute Burg Clanx endgültig, was den Beginn der Appenzellerkriege bedeutet. |
| 1401 |
Das unkluge Regiment des gewalttätigen Abtes Kuno von Stoffeln bewirkt den Bund der Appenzeller mit der Stadt St. Gallen gegen das Kloster. |
| 1402 |
Aus Angst vor einer Belagerung durch die Appenzeller wird der strategisch wichtige Hügel des Berneggwaldes komplett gerodet und auf dem höchsten Punkt, dort wo ab 1080 für kurze Zeit eine Burg stand, eine Hochwacht erstellt, daher rührt auch der Name Hochwacht für ein Stadtquartier. |
| 1402 |
Vornächtigen Rin untersteht als sogenannter Klosterhof mit seiner ganzen Umgebung der Abtei St. Gallen. |
| 1403 |
Die Appenzellerkriege veranlassen die Stadt, die Befestigungsanlagen zu reparieren und zu verstärken. |
| 1403 |
15. Mai Äbtische und städtische Truppen werden in einer ersten Schlacht beim Loch (Rank) von den Appenzellern vernichtend geschlagen. Anschliessend verfolgen die Appenzeller die Unterlegenen bis vor die Tore der Stadt, wo sie dann die Mühlen anzünden. Zu den Gefallenen zählen unter anderen auch die beiden Bürgermeister, Konrad von Watt und Walter Schürpf. |
| 1403 |
Die für den Abt wichtige Burg Rosenberg (Herisau) wird von aufständischen Appenzellern in Brand gesteckt. |
| 1403 |
Die Burg Rosenburg in Herisau, im Volksmund auch Ramsenburg genannt, wird von aufständischen Appenzellern zerstört. |
| 1403 |
Abt Kuno von Stoffeln will die Appenzeller züchtigen und scheitert schon in der Planungsphase, weil er den Ort Appenzell mit seinen Reiterscharen unmöglich via Hundwilerleiter erreichen kann. |
| 1404 |
Winter, Appenzeller zünden in Hofstätten und Riethüsli Häuser an. Städtische Krieger brandschatzen daraufhin auf dem zu Abtei gehörenden tabulatum diverse Höfe. |
| 1404 |
April Die Bürger der Stadt setzen sich endlich mit den Appenzellern an einen Tisch und beschliessen mit diesen zusammen gegen die Habsburger vorzugehen. |
| 1404/05 |
Um gegen mögliche österreichische Angriffen gewappnet zu sein werden im Säckelamtsbuch erhebliche Ausgaben für das Giessen von Büchsen, das Fällen von Bäumen vor der Stadt und das Herstellen von Steinkugeln festgehalten. |
| 1405 |
September St. Galler, die grosse Büchse mitführend, ziehen gemeinsam mit den Appenzellern nach Feldkirch und belagern die Habsburger-Stadt und die Schattenburg. Die Stadt ergibt sich nach wenigen Tagen, die Burg kapituliert erst 1406. |
| 1405 |
8. Juni Die Bürger der Stadt erfahren, dass der habsburg-österreichische Herzog Friedrich IV plant, den Stadt St. Gallern eine Lektion zu erteilen, da sie doch dem Kloster gegenüber eine nicht tolerierbare Haltung eingenommen hätten. |
| 1405 |
16./17. Juni Herzog Friedrich IV wird mit seinem Heer bei der "vergessenen" Schlacht vom Hauptlisberg von den Städtern geschlagen und von diesen anschliessend via Kappel, wo es weitere kleinere Gemezel gibt, bis nach Arbon verfolgt. Die Städter erobern bei diesem Feldzug das Banner der Habsburgerstadt Schaffhausen. |
| 1405 |
Burkart Schenk, Alleinbesitzer der Herrschaft Mammertshofen, schädigt mehrere Male die mit den Appenzellern verbündeten St. Galler Bürger, diese ziehen erbost vor die Burg Mammertshofen und erzwingen die Übergabe der Feste. |
| 1405 |
Das Kloster St. Gallen und seine mit ihm verbündeten süddeutschen Städte müssen nach der Niederlage bei Vögelinsegg den Appenzellern die Reichsfreiheit zurück geben. |
| 1405 |
11. November Die vom Freiherr und Ritter Wilhelm von Henne bewohnte Burg Grimmenstein in St. Margrethen, wird im Strudel der Kriegswirren von St. Gallern und Appenzellen niedergebrannt. |
| 1406 |
6. Juli Die St. Galler schliessen mit Herzog Friedrich von Österreich einen Waffenstillstand. |
| 1406 |
Ab diesem Jahr wird jährlich der Gefallenen der Schlacht vom Hauptlisberg, die sich bis hinunter zum Kappel ausdehnte, mit einer Wallfahrt gedacht. Hierfür wird die am 9. August 1380 erstmals bezeugte «kylchen ze Cappelle», die dem Kappelhof seinen Namen gegeben hatte, aufgesucht. |
| 1407 |
Die dem Kloster St. Gallen gehörende Burg Helfenberg ob der Glatt in Gossau wird von den Appenzellern zerstört. |
| 1408 |
13. Januar Nach monatelanger, vergeblicher Belagerung von Bregenz erleidet der Volksbund ob dem See überraschend eine Niederlage durch die Rittergesellschaft vom Sankt Jörgenschild. |
| 1408 |
Trotz Waffenstillstand mit Herzog Friedrich erobern städtische Krieger die Burg Oberberg und brennen sie nieder. |
| 1408 |
4. April König Ruprecht löst per Schiedsspruch den Volksbund ob dem See auf. Er untersagt den Betroffenen, sich künftig ohne seine Erlaubnis mit anderen Reichsstädten zu verbünden. |
| 1408 |
14. Mai König Ruprecht widerruft sein Verdikt vom 4. April und erlaubt den St. Gallern, sich mit sechs Reichstädten rund um den Bodensee zu verbinden. |
| 1409 |
Der deutsche König Ruprecht von der Pfalz entscheidet, dass die Appenzeller wieder dem Abt von St. Gallen unterstellt werden. |
| 1411 |
Die Benediktinerabtei St. Gallen besteht noch aus zwei Klosterherren und steht kurz vor dessen Auflösung. |
1411 1418 |
Abt Heinrich von Gundelfingen. |
| 1412 |
Die Stadt wird in das Burg- und Landrecht der sieben Orte (alte Eidgenossenschaft) aufgenommen. Der Bund wird im speziellen gegen das Kloster St. Gallen geschlossen. |
| 1413 |
Das Kloster St. Gallen verkauft Ahadorf an das Frauenkloster Tänikon. |
1413
*  |
Kriesenzeit im Kloster, zur Zeit leben gerade noch zwei Mönche hier. |
| 1413 |
Der St. Galler Kaufmann Georg Blarer und Heinrich Zwick aus Ravensburg werden in der Nähe von Eger vom berüchtigten Raubritter, Landgraf Leupold von Leuchtenberg, überfallen und ihrer 53 Stück weisser Leinwand im Wert von 160 Gulden beraubt. |
| 1413 |
Der der Stadt wohlgesonnene Abt, Heinrich von Gundelfingen bewilligt die Städtische Verwaltung der Laurentiuskirche und schenkt zudem den Boden zur Vergrösserung derselben. Die Steine zum Ausbau werden von den Gebrüder Bürke, einem Appenzeller und seinem in der Stadt verbürgerten Bruder, Steinbruchbesitzer auf dem Kamelenberg, um des Seelenheils willen gespendet. |
| 1415 |
12. April Eine Delegation ersucht den in Konstanz verweilenden Kaiser Sigismund um das Recht, kleine Münzen, Heller, Pfennige mit dem Gepräge der Stadt schlagen zu dürfen. Eine Erlaubnis mit Widerrufsrecht können sie mit nach Hause nehmen. |
| 1415 |
Das Kloster kauft den einst schon mal in seinem Besitz gewesenen Hof Marbach wieder zurück. |
| 1415 |
Das Heiliggeistspital bekommt von der reichen Witwe des Bürgermeisters Johannes Blarer um ihres seelenheils Willen 40 Rheinische Goldgulden mit der Bedingnis, dass der Spital täglich ein Viertelmass seines Weines als Messwein nach St. Laurenzen liefert. |
| 1418 |
Der Hätlernbrückle ist in einem Dokument als ältester Übergang zwischen der Stadt und Engeburg aufgeführt. Der Steg war etwa 300 Meter weiter unten als der heutige, beim Hof Rüti. |
| 1418 |
20. April Grosser Stadtbrand, nur 17 Häuser, alle im Loch, überstehen den Feuersturm, 26 Menschen sterben in den Flammen. |
| 1418 |
Um die Beseitigung der gefährlichen Schindeldächer zu fördern, erhält jeder Bürger die Dachziegel für sein Haus vom Bauamt geschenkt. |
1418  |
Nach dem Stadtbrand wird beim Wiederaufbau nun auch die Irervorstadt, auch mindere oder untere Stadt genannt, nördliche Altstadt, in den Mauerring der Stadtbefestigung einbezogen. |
1418  |
Das Schibenertor wird erstellt. |
1418  |
Der Magistrat erbaut nach dem Stadtbrand den Portnerhof und benützt ihn als Rathaus. |
| 1418 |
Die Stadt zählt 3000 Einwohner. |
1418  |
Das Brühltor wird erstellt. |
1418 1419 |
Abt Konrad von Pegau. |
1418  |
Bau des Platztores (Bletztor) |
| 1419 |
Die Bauarbeiten für das neue Irertor, dass alte war dem Stadtbrand von 1418 zum Opfer gefallen, werden in Angriff genommen. |
| 1419 |
Erste Erwähnung eines Kornhauses in der Stadt. |
1419 1426 |
Abt Heinrich von Mansdorf. |
| 1419 |
Das Tuchhaus, auch Mange genannt, wird nach dem grossen Stadtbrand von 1418 teilweise wieder in Betrieb genommen. Hier wurde die Leinwand geglättet und gefaltet und zum Abtransport hergerichtet. |
| 1420 |
Der heutige Freudenberg wird erstmals als Studegüggi urkundlich erwähnt. |
| 1420 |
Februar Erste urkundliche Nennung von Lämmlisbrunnen. Othmar Ortwin verkauft der Familie Cunz, das Gärtli vor Spisertor, samt Sommerhaus das darinne stat. Die Liegenschaft grenzt an den Weg der gen Lemlis Brunnen gat. |
| 1421 |
Februar Die Abtei vergibt das Gebiet von Hahnberg in der Gemeinde Berg SG als Lehen an die Hör, eine reiche und bekannte St. Galler Familie. |
| 1424 |
Das Bistum St. Gallen ruft eine Währungsunion ins Leben, die immerhin vom Zürichsee bis zur Donau reicht. Der innovativen Idee ist allerdings kein Erfolg beschieden und bald wieder werden die Münzen eingeschmolzen. |
| 1424 |
Die St. Gallermünze, dass erste europäische Geldstück mit arabischen Ziffern, wird geprägt. |
| 1424 |
In der Stadtrechnung ist vermerkt, dass Hochgericht auf der Laimat sei (neüw gebauwen) worden. |
| 1425 |
Die Eltern der Stadtbürgerin Margret Rutegger stiften bei St Leonhard die untere Klause. |
| 1426 |
Abt Heinrich von Mansdorf belegt St. Galler Gotteshausleute mit Bann und Interdikt, weil sie keine Abgaben an das Kloster bezahlen. |
| 1426 |
Weisung an die Bürger, wer sich ohne Vorwissen des Rats einem neuen Abt in irgend einem Fall eidlich verpflichtet, dem wird für fünf Jahre Verweisung angedroht. |
| 1426 |
Bei Bedarf können Ratsboten geliehen werden, so heisst es, wer einen oder mehrere Boten vom Rat ausleihe, solle (den oder die mit Geld aufbringen) und den Boten ihre Verpflegung und ihren Lohn ausrichten, ohne Schaden für den Rat. |
1426 1442 |
Abt Eglolf Blarer, er übernimmt die Abtei in schlechtem Zustand. |
| 1429 |
Das Gebiet westlich der Kreuzbleiche wird erstmals als Vonbuel erwähnt. |
| 1429 |
Der Friedensschluss zu Konstanz verpflichtet die Appenzeller, 1000 Pfund Pfennige an das Kloster St. Gallen zu zahlen. Dafür werden sie von Bann und Interdikt befreit. |
| 1429/30 |
Abt Eglolf Blarer beruft Mönche der Bursfelder Kongregation zur Reform des Gallusklosters. |
| 1430 |
An der Engenfurth auf der Halbinsel im Rechen bei Bruggen übernimmt eine Walche zur Filzherstellung ihren Betrieb. |
| 1430 |
Das Haus an der Bankgasse Nr.6, in dem sich das Restaurant Neubad befindet, wird erstellt. |
| 1430 |
Die grösste Glocke des Laurenzenturms wird von Hans Schnabelburger einem Stadtbürger gegossen. |
| 1431 |
Die Fürstabtei St. Gallen erwirbt von den Herren von Rorschach Güter und Rechte in Egglinsriet. |
| 1434 |
Durch kaiserliche Vermittlung kommt es zwischen dem Kloster und tabulatum zu einem Vergleich, denn nebst der Stadt, hat sich während der Appenzellerkriege auch das zu Wittenbach gehörende tabulatum vom Kloster abgewendet und diesem über viele Jahre die Steuern und Abgaben verweigert. |
| 1436 |
Die heutige Neugasse nennt sich Gerber- und auch Ledergerbergasse. |
| 1437 |
Der Schwyzer Landammann Ital Reding d.Ä. schliesst in St. Gallen ein 20jähriges Landrecht zwischen Schwyz und dem St. Galler Abt Egloff Blarer von Wartensee. |
| 1437 |
Ein Teil des heutigen Restaurant Papagei ist auf diese Zeit verbrieft. |
| 1438 |
Das Rezept der St. Galler-Bratwurst wo nur Schweinefleisch und -därme verwendet wurde, wird geändert. In den Satzungen der Metzgerzunft wird in einem neuen Rezept die Zugabe von Kalbfleisch festgehalten. |
| 1438 |
Verfassung einer Zunftsatzung, welche die Grundlagen eines gesetzlichen Anteils der Handwerker an dem Stadtregimente enthält. |
| 1440 |
Das Heiliggeist-Spital erhält eine eigene Kapelle. |
| 1440/41 |
Riesige Schneemengen lassen in der Stadt etliche Häuser einstürzen. |
| 1442 |
Schoranshuoba, eine der grössten Getreidehöfe des Heiliggeistspitals, muss laut Zinsbuch dem Spital, 24 Malter Hafer und Dinkel abliefern. |
| 1442 |
29. Dezember Die Krönungsreise des Habsburgers Friedrich III. führt ihn auch nach St. Gallen wo er von Bürgern und Priestern ehrenvoll empfangen wird. |
1442 1463 |
Abt Kaspar von Breitenlandenberg. |
| 1442 |
Abt Kaspar von Breitenlandenberg anerkennt die von der Stadt St. Gallen errungenen Rechte und Freiheiten nicht, worauf ihm die Stadt den Huldigungseid verweigert. |
| 1443 |
Ratsherr Caspar Wirt, Leiter der Diesbach-Watt'schen Gesellschaft aus St. Gallen wird auf dem Weg nach Leibzig von Raubrittern, den Gebrüder von Waldenfels, überfallen, zwölf Scheiben Wachs wurden ihm gestohlen. |
| 1443 |
Aus Protest gegen die Misswirtschaft des Abtes verlassen sechs Mönche den Konvent. |
| 1448 |
Die Juden der Judescheit werden wieder des Ritualmords beschuldigt und aus der Stadt St. Gallen ausgewiesen. |
| 1449 |
St. Annaschloss kommt in den Besitz der Fürstabtei und wird Sitz des St. Galler Klostervogtes. |
| 1449 |
Das nach dem Brand von 1418 zerstörte und provisorisch im Portnerhof untergebrachte Rathaus wird nach seinem Wiederaufbau an der Marktgasse wieder seiner Bestimmung übergeben. Der Portnerhof kommt in den Besitz der Beginen. |
|
|
| 1451 |
Das Stift St. Gallen tritt der Eidgenossenschaft als zugewandter Ort bei. |
| 1452 |
Das Kloster St. Gallen erlangt die Landesherrschaft über das Gebiet der nachmaligen politischen Gemeinde. |
| 1452 |
Das Heiliggeistspital kauft von Hans dem jüngeren von Andwil für 4000 rheinische Gulden das nach einer Brandschatzung wieder aufgebaute Schloss Oberberg ab. |
| 1452 |
12. Mai Bürgermeister und Rat zu Wangen im Allgäu warnen in einem Brief die St. Galler, dass auf ihrem Handelsweg auf der Ruckburg bei Bregenz Knechte liegen, die Kaufleute überfallen wollen. |
| 1452 |
Der Schenken- oder Freihof, am Multertor angebaut, wird erstmals urkundlich erwähnt. Das Haus, eine stattliche Stadtvilla, stand dort wo heute die UBS ihren Sitz hat. |
| 1452 |
Auf Sant Görgen wird erstmals ein eigener Friedhof erwähnt. |
| 1452 |
Die Leinwandschau, eine Qualitätskontrollstelle wird eingeführt. |
| 1453 |
Beim Klösterchen Tann wird eine Kapelle geweiht. |
| 1453 |
30. August Eine Kältewelle bewirkt Schneefall bis zur Notkersegg. |
| 1454 |
St. Gallen schliesst mit sechs eidgenössischen Orten einen ewigen Bund. |
| 1454 |
Ulrich Zidler ermöglicht durch Vergabe, dass die Siechen vom Linsinböl wöchentlich einmal Weissbrot erhalten. Alljährlich am Todestag des Stifters sogar eine Mass Wein. |
| 1454 |
Trogen kauft sich vom Kloster frei. |
| 1455 |
Die Stadt ist bestrebt, die verbliebenen weltlichen Güter des Klosters zu übernehmen. Dieses Ansinnen scheitert aber am Widerstand des Klosterpflegers Ulrich Rösch und den Untertanen des Klosters. |
| 1457 |
5. Februar Der Berner Schiedsspruch bekräftigt die freie Wahl des Rates und Ammanns sowie das Recht zur Ausübung der niederen Gerichtsbarkeit. Der Schiedsspruch ermöglicht der Stadt sich mit 7000 Gulden politisch vom Kloster frei zu kaufen, was den Aufstieg zur Reichsstadt bedeutet. |
| 1458 |
22. August Nach vielen Bemühungen des Abtes werden die Grenzen zwischen dem Gotteshaus und den Appenzellern festgelegt. Die Eidgenossen versammeln sich zu diesem Zweck in Einsiedeln. |
| 1458 |
Tablat wird von Wittenbach getrennt und zu einem eigenen Gericht erhoben. |
| 1459 |
Die Stadt erwirbt, gezwungen durch die starke Handelsentwicklung am Bodensee, die Herrschaft Steinach mit dem Handelshafen, der nun als Haupthafen und Lagerplatz dient. |
| 1459 |
16. Juli Ein grosser Wolkenbruch lässt den Irabach dermassen anschwellen, dass dieser über den Damm in den Stadtgraben fliesst. Die Stadtbürger müssen auf den Bleichen die Leinwand einsammeln damit diese von der auch hochgehenden Steinach nicht fortgeschwemmt wird. |
| 1459 |
Auf der Westseite des Hauses zum Pelikan wird eine eingeschossige Mange erstellt. |
| 1460 |
Ein zum Heiliggeistspital gehörendes und jetzt noch bestehendes Haus an der Kugelgasse wird gebaut. |
1460  |
Das Heiliggeistspital erwirbt über seine Besitzungen in Almensberg (Amriswil) die Gerichtsbarkeit (Spitalgericht). |
1460  |
Um seinen Fischbestand zu mehren erstellt das Kloster St. Gallen zwischen Bettenau und Oberuzwil die Bettenauerweiher. |
| 1460 |
Den Stadtbürgern wird verboten, in Trinkstuben und auf den Gassen bevorstehende Wahlen zu besprechen. |
| 1460 |
Ein Grenzvertrag zwischen der Stadt und der Abtei führt dazu, dass die Stadt zu den vier vorhandenen Hauptgrenzsteinen (Friedkreuze) einen 5. hinzufügen kann, er muss zwischen den Häusern 43 und 47 an der Wiesenstrasse gestanden haben. Die vorhandenen, dort wo heute die Dufourstrasse von der Zürcherstrasse abzweigt, an der St. Jakobstrasse 105, am südöstlichen Rand des Knaben- oder Hüsliweihers und ein weiterer an der nordwestlichen Ecke des Nestweiherweges (noch immer zu sehen), wurden bestätigt. |
1463 1491 |
Ulrich Rösch, ein Bäckerssohn aus Wangen im Allgäu, wird erster nicht adliger Abt von St. Gallen. |
| 1463 |
8. September Der Bischof von Konstanz erklärt sich bereit, die Vereinbarung die Abt Ulrich Rösch und die Besitzer von Schloss Sulzberg, Hans und Aberhans Gnaepser zuvor festlegten, anzuerkennen. Somit erhält das Kloster St. Gallen die Gerichtsherrlichkeit über Obergoldach. |
| 1463 |
Kaiser Friedrich III. erteilt der Stadt die Bewilligung bei Bedarf Kauf- und Gredhäuser bauen zu dürfen. |
| 1466 |
25. August Eine Urkunde Kaiser Friedrich III. berichtet über ein städtisches Gredhaus. |
| 1466 |
Die Notvesten, geben sich Satzungen und führen einen Matrikel ein. (gilt als Vorgängerin des kaufmännischen Vereins). Ihr Lokal, die Trinkstube zum Antlitz, wird mit Wappen verziert. |
| 1467 |
Die Stadt errichtet (bei Martinsbrücke) durch Baumeister Anton Falk eine gedeckte Holzbrücke, die erste Brücke die die Stadt mit Untereggen und Eggersriet verbindet. |
| 1468 |
Abt Ulrich Rösch erwirbt von den Herren von Raron das Toggenburg, gründet einen st. gallischen Territorialstaat und kauft sich den Fürstentitel. Er gilt als zweiter Klostergründer. |
| 1468 |
Die Luzerner, unter eidgenössischem Bündnis im Schwarzwald gegen Herzog Sigismund von Österreich kämpfend, ermahnen die Stadt zur Beihilfe, die dann eine Kompanie rot gekleideter Mannen entsendet. Mit diesen 160 Mann zusammen schädigen sie den Feind bis sich dieser mit der Abtretung vom Thurgau den Frieden erkauft. |
| 1468 |
Das Unteramt der Grafschaft Toggenburg kommt inklusive Degersheim unter die Herrschaft des Klosters St. Gallen. |
| 1468 |
Die Abtei St. Gallen erwirbt die Vogtei Niederbüren. |
| 1469 |
Abt Ulrich Rösch erlässt für die Dörfer Gossau und Mörschwil eine Öffnung, eine Art Gemeindeverfassung, die Hof- und Dorfrecht, sowie die Rechte und Pflichten der bäuerlichen Einwohner regelt. |
| 1469 |
Neben dem Siechenhaus auf dem Linsinböl wird eine Kirche erstellt. Die Kranken können über einen gedeckten Steg direkt zur Kirchenempore gelangen, somit sind sie von den anderen Kirchgängern im Erdgeschoss getrennt. Dort müssen sie zweimal täglich 50 Paternoster und Ave Maria sprechen. |
| 1470 |
Die Juden werden aus der Stadt ausgewiesen. |
| 1470 |
Unterhalb des Frauenklosters St. Leonhard, dass auf dem Büchel steht, ist eine Kapelle verbürgt. |
| 1470 |
Abt Ulrich Rösch lässt in St. Fiden ein Wirts-, Gemeinde- und Gerichtshaus bauen, dessen Mauern noch heute das Restaurant Hirschen beherbergen. |
| 1470 |
Andwil wird samt Vogtei an das Heiliggeistspital verkauft. |
| 1471 |
Kloster und Stadt erstellen die erste gemeinsame Wasserleitung mittels Teuchel von Quellen auf Hofstetten und St. Leonhardshölzli bis zum Loch (Gallusplatz) von wo das Wasser in verschiedene Brunnen der Stadt weitergeleitet wird. |
| 1471 |
Vertreter der Stadt St. Gallen setzen mit den vier Höfen Altstätten, Marbach, Berneck und Balgach einen Rebbrief auf, der Aufwand und Ertrag zwischen städtischen Grundbesitzern und Rebbauern regelt. |
1472 - 1551 |
25. August Christoph Schappeler, (Sertorius), Schulmeister und Reformator, war Vadians Mitstreiter. |
| 1472 |
Die Stadt erstellt in Steinach das Gredhaus, das dort noch immer zu bewundern ist. |
| 1473 |
Die Stadt beschliesst, an der Nüwengassen, kein neues Gerbhaus mehr bauen zu lassen. |
| 1473 |
Das Kloster kauft das einst schon mal in seinem Besitz gewesene Rebstein wieder zurück. |
| 1473 |
Ein heisser Sommer bewirkt einen Wassermangel, dies zwingt die Stadtleute das Wasser stundenweit von Flüssen herzuholen. |
| 1474 |
Abt Ulrich Rösch kauft dem Bischof von Konstanz die noch nicht zur Abtei gehörenden Teile von Eggersriet und Umgebung ab. |
1474  |
Die Burg Waldegg an der Burgstrasse wird erbaut, sie ist Sitz des Landeshofmeisters. |
| 1474 |
Hauptmann Willhelm Ringgli eilt mit einer kleinen städtischen Truppe in den Burgunderkrieg um Kaiser Karl Friedrich III. gegen den Herzog Karl der Kühne zu unterstützen. |
| 1475 |
5. Juli Die getreuen Dienste im Burgunderkrieg ehrend, verleiht Kaiser Friedrich III. der Stadt St. Gallen mittels Wappenbrief eine besondere Gnade. Der St. Galler Bär, im Stadtwappen mit goldenen Ohrmuscheln, Augenbrauen und Krallen versehen, darf ab sofort auch ein goldenes Halsband tragen. Ergänzung |
| 1475 |
Auf dem Marktplatz wird die Metzg erstellt, in dem auf der ersten Etage auch ein Saal für verschiedene Anlässe integriert ist. |
| 1476 |
Engel Varnbühler, Schwester des Ulrich (Bürgermeister der Stadt) wird zur Klostervorsteherin des Klosters St. Katharinen gewählt. |
| 1476 |
Ulrich Varnbühler befehligt die St. Gallertruppen bei Grandson und Murten. |
| 1477 |
An der Frankfurter-Messe wird ein Arboner überführt, der mit einem (G) gefälschtes Leinengewebe anbot. Das (G) war Zeichen der Qualitätssicherung der Stadt St. Gallen. |
| 1478 |
Ein ungeheurer Platzregen bringt der Steinach soviel Wasser, das mehrere Mühlen, kleine Häuser und Städel sowie Brücken und Stege weggerissen werden. |
1478 |
In St. Katharinen wird der Kreuzgang erstellt. |
| 1479 |
Ulrich Varnbühler, Bürgermeister der Stadt St. Gallen, als Feldhauptmann soeben mit reicher Beute aus den Burgunderkriegen zurückgekehrt, baut das Schloss Weinstein in Marbach aus. |
| 1479 |
Die Schwestern im Kloster Maria vom guten Rat und des hl. Antonius von Padua in Notkersegg sind als Franziskaner-Terziarinnen bezeugt. |
| 1479 |
Zum Preis von 590 Pfund Pfennig verkauft Ulrich Brändler der Stadt die Berneck als Gemeindeweide. |
| 1479 |
Die Hüslibrücke im Sittertal, auch Schmidlinsbrücke genannt wird erstmals erwähnt. |
| 1479 |
Erwähnung des Burgstalls auf der Bernegg, der nur Befestigungszwecken dient. |
| 1480 |
St. Gallen entwickelt sich zu einem Zentrum der Textilindustrie. |
| 1480 |
Die zu dieser Zeit grösste Münze, der Madonnen-Plappart, wird mit dem Motiv des Wallfahrtsbildes im Kloster herausgegeben. |
| 1481 |
Konstanz ersucht erfolglos um die Bewilligung, auf seiner Leinwand das St. Gallerzeichen setzen zu dürfen. |
| 1481 |
Abt Ulrich Rösch schreibt die kurze Chronik des Gotzhaus St. Gallen mit der Begründung der Verlegung des Klosters nach Rorschach. |
| 1481 |
Fürstabt Ulrich Rösch baut den Hof zu Wil. |
1481 1521 |
In dieser Zeitperiode werden von den frommen Frauen in St. Katharinen 111 Bücher hergestellt. |
| 1482 |
Im Klösterchen St. Katharinen wird die Klausur eingeführt, ab sofort dürfen sich die Nonnen nur noch innerhalb der Klostermauern bewegen, müssen sich der Umwelt für ihr ganzes Leben entsagen. |
1483 1805 |
Das Schloss Schwarzenbach kommt in den Besitz der Äbte von St. Gallen und wird Sitz ihrer Obervögte. |
| 1483 |
Der Konvent stimmt der Aussiedlung des Klosters St. Gallen nach dem Kloster Mariaberg in Rorschach zu. |
| 1483 |
Im St. Katharinenkloster können sich Mädchen schulisch Ausbilden lassen. |
| 1483 |
Das Schloss Schwarzenbach kommt in den Besitz der Äbte von St. Gallen. |
1484 - 1551 |
29. November / 6. April Joachim von Watt, später Vadian genannt, Spross einer St. Galler Kaufmannsfamilie, die im Namen der Diesbach-Watt'schen Gesellschaft einen weltweit regen Leinwandhandel betrieb. |
| 1484 |
30 Metzger kaufen sich Haus, Hofstatt und Garten an der Hintergasse, für 300 Taler. Hier werden Versammlungen und geselligen Treffen abgehalten, kurz, es wird als Zunfthaus genutzt, heute Restaurant Zum Goldenen Schäfli. |
| 1485 |
Am Irertor wird auf der Nordseite ein Wappenrelief angebracht. |
| 1485 |
In den Büchern wird ein Kaplan erwähnt, der in der Armsünderkapelle nahe beim Hochgericht zur Laimat seines Amtes waltet. |
| 1485 |
Abt Ulrich Rösch bekommt die kaiserliche Einwilligung zur Errichtung einer ausgedehnten neuen Klosteranlage in Rorschach, die Kirche, Glockenturm, Schlafraum, Kreuzgang, Mühle, Weiher usf. umfassen sollte. |
| 1485 |
19. Juli bis 12. August Grosses Schützenfest. |
| 1486 |
Die Abtei muss nach langen Rechtsstreitereien seine Vogtei Rheintal an Appenzell abtreten. |
| 1487 |
21. März Abt Ulrich Rösch legt den Grundstein für ein neues Kloster in Rorschach. |
| 1487 |
Kaiser Friedrich III. erteilt der Stadt das Privileg, Fälscher die sich im Zusammenhang mit der Leinwand schuldig gemacht haben, auf dem Gebiet des Klosters verhaften zu können. Abt Ulrich, natürlich nicht einverstanden und betreibt die Kraftloserklärung des Privilegs, was ihm schlussendlich auch gelingt. |
| 1488 |
11. August Ein Blitzschlag zerstört den Dachreiter von St. Mangen. |
| 1489 |
Ulrich Varnbühler und der Appenzeller Landamann Hermann Schwendiner verlangen in Wil vom Fürstabt Ulrich Rösch die sofortige Einstellung des Klosterbaus in Rorschach, der aber weigert sich auf die Forderung einzugehen. |
| 1489 |
An der Urnäscher-Chilbi beschliessen St. Galler- und Appenzellerbürger, kriegerisch gegen das sich im Bau befindende Kloster von Abt Ulrich Rösch in Rorschach vorzugehen. |
| 1489 |
28. Juli Klosterbruch zu Rorschach. Der schon fertig gestellte Kreuzgang, 80 Zellen und der Kapitelsaal werden unter Führung des Bürgermeisters der Stadt St. Gallen, Ulrich Varnbühler, von Stadtbürgern, Appenzellern und Rheintalern zerstört. |
| 1489 |
21. Oktober In Waldkirch vereinigen sich Stadt St. Galler, Appenzeller und Gotteshausleute zu einem Bund (Waldkircher-Bund) um gemeinsam gegen die mit dem Kloster verbündeten eidgenössischen Truppen vorzugehen. |
| 1489 |
Vor der Belagerung der Stadt durch Truppen der Eidgenossen werden vor den Stadttoren aus strategischen Gründen etliche Häuser niedergebrannt und Bäume gefällt. Vor dem Platztor (Bletztor) wird gar eine hübsche Vorstadt vernichtet. |
| 1489/90 |
Februar Eidgenössische Truppen (8000 Mann) belagern die Stadt, dies weil die Stadt sich an der Zerstörung des Klosters in Rorschach beteiligte. Heinrich Zili organisiert die Verteidigung der Stadt (400 Mann). Über der Glockenstube der St. Laurenzenkirche wird aus einem Wachraum mit einer Kanone auf die Belagerer geschossen. |
| 1490 |
19. Januar Der Waldkircher-Bund eröffnet mit der Besetzung des äbtischen Schlosses Romanshorn und der Belagerung von St. Annaschloss in Rorschach die Kampfhandlungen. |
| 1490 |
Die Burg Oberberg kommt in den Besitz der Fürstabtei St. Gallen und erhält die Bezeichnung Schloss. |
| 1490 |
Der Friede von St. Fiden beendet den St. Gallerkrieg. Der St. Galler Bürgermeister Ulrich Varnbühler und der Appenzeller Landamann Hermann Schwendiner werden verbannt und ihre Vermögen eingezogen. Die Abtei muss aber auf eine Klosterverlegung verzichten. |
| 1490 |
Die Stadt, die einst den Hafen Steinach dem Kloster abgekauft hatte, muss diesen als Strafe für den Klosterbruch zusammen mit dem Gredhaus an das Kloster zurückgegeben. |
| 1490 |
Die Schwyzer die die Stadt belagernden Eidgenossen unterstützen lagern in St. Georgen und Mühlegg. Sie plündern Häuser und Ställe und entwenden die Kirchenglocke die heute noch im Kirchturm zu Brunnen hängt. Ergänzung |
| 1490 |
Das Nebentor (Metzgertor) oben an der Metzgergasse wird zugemauert und in den Jahren bis 1540 in einen Turm (Harzturm) umgebaut. |
| 1491 |
Eine Urkunde erwähnt die Existenz eines Frauenhauses an der Statt Graben (Irervorstadt). |
| 1491 |
10. Februar Ein von der Weber- und Schuhmacherzunft ausgehender Aufruhr gegen die Selbstherrlichkeit der gewaltigen Räte wird bald niedergeschlagen. Am 19. Februar werden die 5 Hauptanführer vor dem Rathaus hingerichtet. |
| 1491 |
Abt Ulrich Rösch errichtet das Oberbergeramt, es handelt sich dabei um einen von vier neuen Verwaltungsbezirken des Klosterstaates. Das Amt umfasste die Gemeinden Gossau, Oberdorf, Niederwil, Oberarnegg, Waldkirch und Sitterdorf. |
1491 1504 |
Abt Gotthard Giel von Glattburg. |
1491 1810 |
Die Musketen- und Büchsenschützen haben von nun an eine Schiessstatt beim Thalgarten. |
| 1492 |
Die Glattburg bei Oberbüren (später Kloster), geht als Lehen des Klosters St. Gallen an die Schenk von Kastel. |
| 1494 |
Die Stadt St. Gallen liefert schon am Tag nach dem grossen Brand von Arbon Wagenladungen von Lebensmittel. Der Rachebrandstiftung fällt nahezu die ganze untere Stadt zum Opfer. Brandstifter sind die drei Söhne eines zum Tode verurteilten Diebes. |
| 1495 |
Das Frowenhus in Irrer Vorstatt ist unter den Lehen und Hofgütern aufgeführt, die nach dem Tode von Abt Ulrich Rösch vom Kloster an die Stadt übergehen. |
1495  |
Der Holzerker zum (Zitronenbaum), Schmiedgasse 1, wird erstellt. |
| 1496 |
Altbürgermeister Varnbühlers Söhne und Landammann Schwendiner klagen beim Reichskammergericht. Dieses bestätigt, dass ihr Vermögen betreffs Klostersturm in Rorschach zu Unrecht beschlagnahmt worden sei. Da die St. Galler und Appenzeller die Rückgabe verweigern, verhängt König Maximilian I. die Reichsacht, damit wird rechtens, dass sich die Varnbühlers auf allen Reichsstrassen am St. Galler Leinwandhandel schadlos halten können. |
| 1497 |
Ulrich Hochrütener erbaut an der Nordseite der Bernegg das damals im Volksmund genannte Hochrütener Bürgli. Es diente auch als Lusthaus. |
| 1497 |
16. März Der Abt, Gotthard Giel von Glattburg bekommt von Papst Alexander VI. die Erlaubnis, für das Dorf Mörschwil eine eigene, von den Arbonern unabhängige Pfarrei einzurichten. Arbon und Konstanz verhinderten ihrer Pfründe wegen erfolgreich bis 1629 die Umsetzung. |
| 1499 |
20. April 230 St. Galler Soldaten kämpfen im Schwabenkrieg bei der Schlacht von Frastanz (Österreich) erfolgreich gegen die Truppen des Schwäbischen Bundes, sie verlieren dabei sechs Mann. |
| 1499 |
Die Fürstabtei zu St. Gallen erwirbt vom Stift Lindau die Vogtei Balgach. |
1500  |
Maximilian I. übergibt der Stadt das Privileg selber grössere Silbermünzen prägen zu dürfen. |
|
|
1502 - 1574 |
6. August Johannes Kessler (Ahenarius), Chronist der Reformation und Reformator. Das Haus (Alte Post) an der Gallusstr. 4 war sein Wohnhaus. |
| 1502 |
Die Siechenhausordnung besagt, dass die Insassen 2 mal täglich zur Kirche gehen müssen. Dort müssen Sie jeweils 50 Pater noster und 50 Ave Maria beten. |
| 1503 |
Die Reisläuferei wird verboten. |
| 1503 |
Auf dem Rindermarkt wird ein Kornhaus erstellt. |
| 1503 |
Sämtliche Bürger der Stadtrepublik St. Gallen werden verpflichtet denn sogenannten Bürgereid zu leisten. |
| 1504 |
Unter der Vermittlung des deutschen Königs Maximilian I. kommt es zum Ausgleich zwischen der Stadt St. Gallen und den Söhnen des früheren Bürgermeisters Ulrich Varnbühler, ihnen müssen alle entzogenen Güter unverzüglich zurückerstattet werden. |
| 1504 |
Verordnung der Metzgerzunft. Alle neun in St. Laurenzen tätigen Priester müssen die Namen der jeweils verstorbenen Zunftmitglieder mit lauter Stimme verlesen. |
1504 1529 |
Abt Franz von Gaisberg. |
1505 1508 |
St. Mangen, die Kirche auf dem Irahügel, bekommt den noch heute bestehenden Kirchturm. |
| 1507 |
Der Stadtbürger Lienhard Keller erwirbt in Rom drei Bullen die besagen, dass künftig jede Person die in St. Laurenzen den neuen Jakobsaltar zieren, verehren, besuchen und äufnen will, für 100 Tage von Sündenstrafen befreit sei. |
| 1507 |
In einem Wirtshaus am Rindermarkt bricht Feuer aus, bei dem schliesslich drei Häuser zu Asche werden. Zu beklagen ist auch, dass sich ein Mann mit einem Leintuch aus dem Haus retten wollte, aber beim Einsturz desselben ums Leben kommt. |
| 1510 |
Der Bischof von Konstanz bewilligt bei St. Leonhard die Anlage eines Gottesackers. |
| 1513 |
Der St. Galler, Christoph Schappeler (Sertorius), als Prediger nach Memmingen an die Martinskirche berufen, wirkt dort bereits schon mit reformatorischen Ansichten, er ist auch Mitverfasser der sogenannten Zwölf Artikel von 1524, die vermutlich als Signal für den blutigen süddeutschen Bauernaufstand wirkten. |
| 1514 |
Der römisch-deutsche Kaiser krönt in Wien den St. Galler Humanisten Joachim von Watt (Vadianus) zum Poeta laureatus. |
| 1518 |
Vadian wird Stadtarzt. |
| 1518 |
Gais kauft sich von allen Verpflichtungen gegenüber dem Kloster St. Gallen los. |
1518 
*  |
Der Runde Wehrturm beim Karlstor wird erstellt. Ergänzung |
| 1519 |
August Der schlimmste Pestmonat, täglich sind 30 und mehr Pesttote zu verzeichnen, es sind in diesem Jahr schlussendlich gegen 1700. |
| 1519 |
Der Stadtarzt, Vadian flieht vor der verheerenden Pest aus der Stadt. |
| 1519 |
Turm und Teile des Chores zu St. Leonhard stürzen in sich zusammen. |
1520  |
Vadian erwirbt das Haus zum tiefen Keller an der Hinteren Lauben. |
| 1521 |
Vadian wird in den kleinen Rat aufgenommen, es ist der Start zu seiner politischen Karriere, wo er sich bald als einflussreiches Mitglied etabliert. |
| 1521 |
Der Jurist Hieronymus Schurff, Sohn des sehr bekannten Arztes und späteren Bürgermeisters von St. Gallen, Johann Schurff, begleitet Luther als Rechtsberater auf den Wormser Reichstag. |
| 1522 |
Der jüdische Arzt Dr. Antoni Löw besitzt an der Spisergasse ein eigenes Haus, infolge der Repressalien gegen die Juden wird er fünf Jahre später ausgewiesen. |
| 1522 |
Johannes Kessler (Ahenarius), eben erst von seinem Theologiestudium in der Universität Basel in die Stadt zurückgekehrt, reist mit Empfehlungen nach Wittenberg um unter Martin Luther seine Studien fortzusetzen. |
| 1522 |
Die wenigen Waldenser die in St. Gallen Zuflucht gesucht und gefunden haben, rufen ihre Anhänger auf, ihre Kinder an den Abendmahlssonntagen einer Nachmittagskatechisation zuzuführen, die Eltern werden angehalten Ihre Kinder zuvor entsprechend vorzubereiten. |
1523 1526 |
Aufständische Bauern vordern die Aufhebung der Leibeigenschaft, es kommt deshalb zu längeren Auseinandersetzungen im Klosterstaat. |
| 1523 |
Der von Luthers Schriften überzeugte Waldshuter Pfarrer Dr. Balthasar Hubmaier wird von den Bürgern der Stadt zu einer Predigt aufgefordert. Diese erste evangelische Predigt in der Stadt findet in der Kirche zu St. Mangen statt. Balthasar Hubmaier erleidet 1528 als Wortführer der Täufer in Wien auf dem Scheiterhaufen den Feuertod. |
| 1524 |
Der Grosse Rat verlangt von den Geistlichen hell und klar, gemäss der richtigen christlichen Auslegung zu predigen, was eigentlich für die Stadt das Startsignal zur Reformation bedeutet. |
| 1524 |
Fronleichnamstag Protestierende Bürger halten in der Webergasse ihre Ablassbriefe an Stangen über die Prozession und rufen, löset ab den Ablass, sie werden im Nachhinein mit je zwei Pfund gebüsst. |
| 1524 |
Bürger verlangen von Johannes Kessler (Ahenarius) der von seinem Studium bei Martin Luther in Wittenberg zurückgekehrt ist, sie über die Schriften aus der Bibel zu unterrichten. |
1524  |
Die St. Jakobskapelle wird in eine Ziegelei umgebaut. |
| 1524 |
Januar Joachim von Watt, Christoph Schappeler (Sertorius) und Johannes Kessler (Ahenarius) überzeugen die Bürgerschaft für das reine Evangelium. Letzterer beginnt ab Januar im Saal der Metzg mit seinen Lesinen, sie sind in der Stadt bald sehr beliebt und gehören mit zum Ursprung der städtischen Reformation. |
| 1524 |
Der Rat der Stadt bestimmt, es dürfen ab sofort nur noch Arme aus der Stadt und Umgebung von Haus zu Haus um Almosen betteln. |
| 1524 |
Reformationsbedingte konfessionelle Trennung vom Kloster. |
| 1524 |
August Die Eidgenössischen Tagsatzung verbietet Johannes Kessler (dem Winkelprediger), seine Lesinen, die er ab Oktober allerdings wieder durchführt. |
| 1524 |
Der Konvent der unteren Klause von St. Leonhard, bestehend aus 12 Frauen unter Führung der Vorsteherin Frau Mutter Wiborat Mörli, wehrt sich vehement gegen den Plan Vadians, den Konvent aufzulösen. |
| 1525 |
März Gründung der Wiedertäufer-Bewegung in der Stadt die alsbald zu einer europäischen Täuferhochburg mutiert, Konrad Grebel der aus Zürich geflüchtete Täuferführer, führt am Palmsonntag etwa 500 Taufwillige vor die Stadt zur Sitter um sie dort zu taufen. |
| 1525 |
Weil nur eine einzige Treppe in den Saal der Metzg führt und für die Lesinen jeweils ein grosses Gedränge herrscht, werden diese nach St. Lauenzen verlegt. |
| 1525 |
26. März Dr. Christoph Winkler, seines Zeichens juristischer Berater der Äbte und Prozessierender gegen die Untertanen, lässt verlauten, dass er sämtliche Rädelsführer der Bauernunruhen aus den Gemeinden herausgreifen und ihnen die Köpfe abschlagen werde. Erboste Bürger stürmen sein Bürglein in St. Fiden und nehmen ihn gefangen. Später müssen sie ihm, gerichtlich festgelegt, allen Schaden vergüten und Genugtuung leisten. |
| 1525 |
Vadian schützt die Nonnen des Klosters St. Leonhard vor Übergriffen der Wiedertäufer und anderer radikaler Anhänger der Reformation, indem er im Stadtrat für die Bevogtung des Kloster sorgt. Gegner von Vadians Aufruf, mit Gegnern schonungsvoll umzugehen, nennen ihn spöttisch Sankt Schonlich. |
| 1525 |
Juni Johannes Kessler beziffert die Zahl der Wiedertäufer auf etwa 800 Personen. |
| 1525 |
6. Juni Der Grosse Rat beschliesst, den Täufer die Tauf- und Abendmahlsfeiern zu verbieten, Lesungen hingegen zuzulassen. |
| 1525 |
Mit Hilfe von Glarus und Zürich wird das Kloster aufgehoben. |
| 1525 |
9. Juni Aus Furcht vor einem Aufstand der Täufer veranlasst der Rat, aus verlässlichen Männern eine Bürgerwehr zu bilden. |
| 1525 |
Nachdem sich die Wiedertäufer in der Folge grober Ausschweifungen schuldig gemacht hatten und zum Teil martialisch bestraft wurden, ebbte die Bewegung wieder ab. Der Hilfslehrer Hans Krüsi, der zum Pfarrer gewählt in Tablat eine täuferische Reformation durchführte, ermutigte die Bevölkerung zur Verweigerung des Zehnten. Obwohl sich die Bevölkerung zum Schutz ihres Predigers verpflichtete und dessen Gefangennahme zuvor auch einige Male verhindern konnte, entging er seinen Häschern nicht, er starb Ende Juli auf dem Scheiterhaufen. |
| 1526 |
Vadian wird Bürgermeister. |
1526  |
Die Stadtbevölkerung zählt ca. 4500 Personen. |
| 1526 |
Zwinglianische Prädikanten und Täufer treffen sich zu einer Disputation über die Taufe. |
| 1526 |
Februar Sporadisch machten die Täufer immer wieder von sich reden, ihrem fanatischen Eifer war kaum bei zu kommen. Thomas Rüscher vom Möslengut, genannt Schugger, köpfte vor den Augen der ganzen Familie und im Einverständnis des achtzigjährigen Vaters im religiösen Wahn seinen Bruder Leonhard, der selber auch damit einverstanden war. Der Täter wurde eine Woche später hingerichtet. |
| 1526 |
Erstmals wird in der Linsebühlkirche ein reformierter Gottesdienst abgehalten. |
| 1526 |
Weite Ausschnitte bei Frauen mit sichtbarer Haut und entblösstem Busen (Pfudich oder Schand) sind untersagt. |
| 1526 |
Dezember Aus St. Laurenzen werden infolge der Reformation die Götzen und Bilder entfernt. |
| 1527 |
Ostersonntag In St. Laurenzen besiegelt das erste evangelische Abendmahl die Annahme der Reformation. |
| 1527 |
Einführung des Taufbuches. |
| 1527 |
18. Juni Auf Anordnung des Rates werden "al taflen und bilder zu St. Katrina umgeworfen und zerbrochen". |
| 1527 |
Die Stadt bringt einen «Batzen» mit dem Bild des heiligen St. Laurentius in Umlauf. Ergänzung |
| 1527 |
Der Rat der Stadt St. Gallen verbietet den Frauen weisse Schuhe zu tragen, da dies nicht zur Zucht der Reformation passe. |
| 1527 |
Die Stadt vertreibt den Abt, hebt das Kloster auf und übernimmt die Schirmhoheit über die (Alte Landschaft), deren Bevölkerung hat zum grössten Teil den neuen Glauben angenommen. |
| 1527 |
Die Stände Zürich, Bern und St. Gallen beschliessen gemeinsam, renitente Wiedertäufer hart zu bestrafen. |
| 1528 |
Das Katharinenkloster wird infolge der Reformationsturbulenzen aufgehoben und das Glockentürmchen herunter gerissen. |
| 1528 |
Einführung des Ehebuches. |
| 1528 |
Die immer stärker werdende Konkurrenz des Leinwandgewerbes durch Konstanz zwingt betreffs Qualität zu hartem Durchgreifen, betroffen sind alle Produkte die mit der Leinwand zu tun haben. Auf dem Marktplatz sind Menschen in Not zu finden die weinend um den Kauf ihres Garnes bitten. Das sich nach und nach für St. Gallen positiv auswirkende Resultat rechtfertigt im Nachhinein die Strenge. |
| 1529 |
Der erste Kappelerkrieg bewirkt, Reformationswirren, Bildersturm mit der Zerstörung der Sakralkunst und des Grossteils der Gallus-Reliquien sowie die Klosterbesetzung durch den Rat. Die verbannten Konventualen lassen sich zum Teil in Wil nieder, eine andere Gruppe bringt die Reliquien des hl. Otmar und Notker nach Einsiedeln wo sie bis 1538 verbleiben. |
| 1529 |
Das Bergkirchlein St. Peter auf Rotmonten wird infolge der Reformation all seiner Zierden beraubt. |
| 1529 |
Auf Joachim von Watts Initiative hin wird das Kloster St. Gallen säkularisiert. |
| 1529 |
7. März Im Dom der jetzt als Reformierte Kirche angesehen wird, wird durch Dominikus Zilli die erste Predigt im Geiste der Reform abgehalten. |
| 1529/30 |
Den ganzen Winter hindurch fällt kein einziges Mal Schnee. |
1529 1530 |
Abt Kilian Germann. |
| 1530 |
Die Stadt erwirkt die käufliche Erwerbung des Stiftsbezirks. |
| 1530 |
Ulrich Zwingli der sich als Gast in der Stadt aufhält wird gebeten in St. Laurenzen eine Predigt zu halten, was er dann auch macht. |
| 1530 |
Die Stadt kauft von den Schwestern vom Notkersegg den von ihnen 1449 erstandenen Portnerhof wieder zurück. |
| 1530 |
Die 1150 oben auf dem Büchel erbaute Kirche zu St. Leonhard wird abgerissen. |
1530 1564 |
Abt Diethelm Blarer von Wartensee. |
| 1531 |
Abt Ulrich Röschs Grab im Kreuzgang des alten St. Galler Münsters wird in den Reformationswirren (gebrochen und zerschlagen). |
| 1531 |
Paracelsus, Leibeigener des Fürstabtes von Einsiedeln, beschäftigt sich in St. Gallen mit theologischen Fragen. Der etwas schwierige und nicht gerade beliebte Zeitgenosse betätigt sich auch als Leibarzt von alt Bürgermeister Christian Studer und betreibt zusammen mit Bartholomäus Schobinger alchemistischen Versuche. |
| 1531 |
Vadian handelt mit den zurückgekehrten Mönchen die Bedingungen für ein Zusammenleben von Stadt und Kloster aus. |
| 1531 |
Joachim von Watt, Johannes Kessler und gleichinteressierte beobachten auf der Bernegg eine, für viele Menschen beunruhigende Himmelserscheinung, nämlich den Kometen, der später nach dem Astronomen Halley benannt wird. |
| 1532 |
2. März Abt Diethelm Blarer zieht wieder in den verwahrlosten Klosterbezirk ein. Die Niederlage der reformierten eidgenössischen Orte im zweiten Kappelerkrieg von 1531 ermöglichen die Wiederherstellung der Fürstabtei St. Gallen. |
| 1532 |
2. Juni Ausserhalb von St. Jakob wird an Laimat ein neuer Galgen erstellt. |
| 1532 |
Auf dem Platztor (Bletztor) ist eine Faggune stationiert. |
1533 1534 |
In St. Gallen wird das erste Kirchengesangbuch gedruckt. |
| 1534 |
Der Abt von St. Gallen (Gerichtsherr von Sommeri) weist den Prädikanten, den Pfarrer Johann Tschanul wegen seiner reformierten Gesinnung aus dem Sommerer Pfarrhaus und Gericht weg. |
| 1535 |
Die Obrigkeit gibt bekannt, dass für Hochzeiten in einem Wirtshaus nicht mehr als 60 Personen eingeladen werden dürfen, zu Hause gibt es keine Beschränkung. |
| 1535 |
Das in einem Schopf hinter dem Kornhaus gehaltene Wappentier, ein Bär, zerfleischt den Buben des Palis Hans, der sich unglücklicherweise Zutritt verschaffen konnte. |
| 1535 |
Vadian vertritt in seiner Schrift (Aphorismorum de consideratione eucharistiae libri VI) seine reformistischen Ansichten. |
1535 1542 |
Nach heftigen Auseinandersetzungen in den Leinwandhändeln, zur Hauptsache mit Appenzell, kann die Stadt ihr Schau- und Handelsmonopol behaupten. |
| 1535 |
Unter Mitwirkung von Bürgermeister Joachim von Watt (Vadian) und diverser Schriftgelehrter wird in Basel an einer Religionsdisputation nach einem Konsens zwischen Luther- und Zwinglianern gesucht, das Resultat ist die spätere Trennung in Reformierte und Lutheraner. |
| 1537 |
September Der steinige Brunnen am Markt wird vollendet, diesem musste zuvor der Pranger weichen. |
| 1538 |
Zwischen dem Multertor und der Münz wird die Stadtmauer erneuert. |
1538 |
11. Januar Es wird verboten, am Bronnen am Markt Garn und anderes zu waschen. |
| 1540 |
Urkundlich erwähnt ist der Besitzer des Hauses zum Strauss an der Webergasse, es handelt sich um Stadtammann Albrecht Schlumpf. |
| 1541 |
Eine Pestseuche rafft etwa einen fünftel der Stadtbevölkerung dahin. |
| 1542 |
Johannes Kessler bekommt von der Stadt den Auftrag, regelmässig von den Kanzeln zu Predigen. |
| 1543 |
Der St. Galler, Hauptmann Studer befehligt während eines Feldzugs die Eidgenössichen Truppen bei Macon. |
1545  |
Heinrich Vogtherr malt ein Bild der Stadt, es ist die älteste bekannte Darstellung. |
| 1549 |
Die Ortsbürgergemeinde erwirbt mit einem Tauschhandel vom Kloster das untere oder grosse Brühl. Die Wiese und Parkanlage die heute unter sich die Parkgarage beherbergt diente damals als Allmend für viele Freizeitvergnügen und wurde auch vom Militär als Exerzierplatz benützt. |
| 1549 |
In einem Dokument werden bereits drei Brücken über die Sitter erwähnt. |
| 1550 |
Die Anschrift des Abtes lautet folgendermassen: Dem Hochwirdigen Fürsten und Herren, Herrn Diethelmen, Apte des gotzhauss Zu Sanet Gallen. |
|
|
| 1551 |
28. Januar Vadian beruft im Bewusstsein seines nahen Todes den Bürgermeister Ambrosius Schlumpf, die Unterbürgermeister Jakob Merz und Joseph Friedrich, Tochtermann Laurenz Zollikofer, Stadtschreiber Augustin Fechter, sowie die Pfarrherren und Kirchendiener zu sich nach Hause und vermacht in deren Anwesenheit der Stadt seine 400 bändige Bibliothek, sie ist Grundstein der heutigen Vadiana. |
| 1551 |
Die gesamte Vadianische Bibliothek, zusammengefasst im Index librorum, wird in der Sakristei der Kirche St. Mangen aufbewahrt. |
| 1551 |
Der Besuch einer öffentlichen Bad- und Schwitzstube kostet für Männer drei Pfennige, Frauen und Kinder zwei Pfennige Badegeld (mit und ohne Schröpfen). |
| 1551 |
Mit der Erweiterung des Rathauses wird gleich auch eine Wendeltreppe zum überwölbten Irabach hinunter installiert. So ist bei einem möglichen Aufruhr eine Fluchtmöglichkeit für die Stadtväter vorhanden. |
| 1551 |
6. April Der Tod von Vadian stürzt die ganze Stadt in tiefe Trauer. |
| 1552 |
18. Mai Ein riesiger Wolkenbruch lässt die Steinach anschwellen so dass die obere Brücke beim Müllertor weggerissen wird. |
| 1552 |
Das Haus in dem das Wirtshaus Alte Post (Pöstli) untergebracht ist, wird erstellt. |
| 1553 |
Die Nürnberger Ordinari wird ins Leben gerufen. Immer am Montag macht sich ein berittener Bote nach Nürnberg auf den Weg, er führt Geld, Gold und Briefe mit sich. |
| 1553 |
Dem Spitalmeister und Linsibühlpfleger wird obrigkeitlich befohlen, mit Käse und Schmalz machen so lange inne zu halten, bis man andere Mittel gefunden habe, dem verspürten Milchmangel abzuhelfen. |
| 1553 |
Der zunehmende Bestand des Kloster-Buchschatzes wird in einer zweistöckigen Librey untergebracht. |
| 1555 |
Die Fürstabtei St. Gallen unterstellt sich das Kloster St. Johann im Thurtal (Alt St. Johann). |
| 1555 |
Nach dem Grundsatz des Augsburger Religionsfriedens, Cuius regio, eius religio, müssen die Stadtbürger den evangelischen Glauben annehmen oder ausziehen. |
| 1555 |
Das Antlitz, dass ehemalige Notensteiner-Gebäude, dort wo heute an der Neugasse das Amtshaus steht, wird abgebrochen. Der nun entstandene Platz bis zum Tuchhaus wird als Obstmarkt bezeichnet. |
| 1555 |
Nach nahezu dreissig Jahre langem streiten ist die Stadt am Ziel, sie kann für 24 000 Gulden das Katharinenkloster kaufen. Dies reicht den Nonnen um auf dem Nollen und danach in Wil ein Katharinen-Kloster zu bauen. |
| 1555 |
Eine Anhäufung von Mordtaten in der Gegend von Untereggen bewegen den Abt Diethelm Blarer zur Klage, dass viele Bewohner der benannten Gegend religiös und sittlich verkommen seien. |
| 1556 |
Grundsteinlegung für das auf der Nordseite des Bohls zu bauende Zeughaus. |
| 1558 |
Vom Thal der Demut wird in einem Protokoll (des Abts Weiher hinter der Berneg) aufgeführt, daher wohl der Name Weierweid. |
| 1558 |
5. August Magdalena Brugger von Josen Schüss geschwängert, wird wegen Kindstötung zum Tode durch ertränken verurteilt. Der Läufter befindet sich ausserhalb des Müllertors, im tiefen Wasserloch, das noch heute bei der Talstation des Mühleggliftes sichtbar ist. |
| 1560 |
Das neue Spisertor wird fertig gestellt. |
| 1560 |
Zwischen Müllertor und dem Grünen Turm wird die Stadtmauer erneuert. |
| 1560 |
Der Leinwandhändler Laurenz Zollikofer, verheiratet mit der Dorothea von Watt, hat von seinem Schwiegervater (Vadian) als Mitgift die Ländereien am Steinernen Tisch oberhalb von Thal bekommen, er erstellt dort das schmucke Landschlösschen Greifenstein. |
| 1562 |
Die Stadt kauft dem Siechenhaus Linsebühl den Steinbruch (Steingrübli) ab. |
| 1564 |
Die Metzgerzunft der Stadt St. Gallen hält in einer Satzung Rezeptur- und Qualitätsvorgaben für die Bratwurst erneut fest. |
| 1564 |
Dort wo heute das Vadiandenkmal steht wird an Stelle des beim Stadtbrand von 1418 abgebrannten Rathauses ein neues Rathaus seinem Zweck übergeben. |
1564 1577 |
Abt Otmar Kunz. |
| 1566 |
Eröffnung einer städtischen Badeanstalt, Neubad genannt, an der heutigen Bankgasse. |
| 1566 |
St. Laurenzen erhält einen eigenen Friedhof. |
| 1566 |
In St. Fiden wird ein Friedhof angelegt. |
| 1566 |
Der Rorschachervertrag und der Wilerspruch trennen nun Stift und Stadt territorial vollständig. |
| 1566 |
Auf dem Bürgli, ihrem Wohnsitz, wird der Bürgermeister Ambrosius Schlumpf und seine Frau durch die Pest dahingerafft. |
1566 1567 |
Die völlige Unabhängigkeit der Stadt vom Kloster wird mit Baubeginn der Schiedmauer besiegelt. |
| 1566 |
Am südlichen Ende der Brühlgasse wird in die sich im Bau befindende Schiedmauer das Hoftor mit eingebaut. |
| 1567 |
Die Wiboradakapelle auf der Nordseite des Chors zu St. Mangen dient als Aufbewahrungsraum der Vadiana-Biliothek. |
| 1567 |
Januar Damit die Schiedmauer fertig gestellt werden kann beschliesst der kleine Rat die Aufhebung des Friedhofes beim Schmalzmarkt, die Beerdigungen werden nach St. Mangen verlegt. |
| 1567 |
11. September Der Rat beschliesst (umb Sannt Kathrina) Katharinengasse einen Marstall zu bauen, er stand in etwa dort wo heute das Jugendhaus steht. Die Gasse wurde dann Marstall und später Marstallgasse genannt und wurde in den Jahren um 1837 herum zur Katharinengasse. |
| 1567 |
In der Hätteren ist am heutigen Standort ein Steg nachgewiesen. |
| 1567 |
11. Oktober Die Schiedmauer ist fertiggestellt. |
| 1568 |
Urkundlich erwähnt ist in Bruggen die Eröffnung eines Siechenhauses für Kranke und Aussätzige. |
| 1568 |
Abt Otmar Kunz verzichtet im Fall Mariaberg Rorschach, auf den Bau des Südflügels und der Kirche sowie auf die Klosterverlegung. |
| 1568 |
Lienhard Schmid, Mitglied einer Mörder- u. Brandstifterbande, wird mit feurigen Zangen gezwickt und dann langsam zu Tode gebraten. |
| 1569 |
Der Hofmeister und der Kanzler des Klosters sprechen im Auftrag des Abtes bei der Stadt vor, Grund, von der Turmlucke des Müllertores werden dauernd verächtliche Worte und Spotgesänge zum Kloster hinüber gerufen, was dem Dekan und dem Konvent sehr missfällt. |
| 1569 |
3. August Der dankbare Bürger Ulrich Philipp von Hohensax schenkt der Stadt einen präparierten Bären der in der rechten Tatze ein Stadtfähnlein hält. Dieser Bär wird als Wahrzeichen der Stadt auf einer Konsole beim Restaurant Bären in der Brotlaube angebracht. |
| 1570 |
Das Kloster bekommt ein eigenes Tor, dass Karlstor. Der Name wird auf den Besuch des Kardinals und Erzbischofs von Mailand, Karl Borromäus zurückgeführt, er soll als erster durch das Tor geschritten sein. |
1570  |
Von nun an werden Verstorbene gezählt und schriftlich in Totenbüchern festgehalten. |
| 1570 |
Eine enorme Teuerung veranlasst die Obrigkeit den notleidenden Bürgern das Korn weit unter dem Marktpreis zu verkaufen. Spendensammlungen erlauben an Weihnachten an 1228 Personen je einen Kreuzer zu abgeben. |
| 1570 |
Der Holzerker zum (Rebstock), Multergasse 6, wird erstellt. |
| 1572 |
Im Linsebühl wird ein Kirchhof angelegt, dieser ist nun nicht mehr nur Leuten aus Speicher, Gesetzesbrechern, Insassen vom Siechenhaus und Selbstmördern vorbehalten, auch Leute vom Brühl-, vom Lämmlisbrunnen und aus der Spiservorstadt können nun dort begraben werden. |
| 1571 |
Die Obrigkeit erlässt folgendes Dekret: Vor geendigtem Gottesdienst soll sich niemand aus der Kirche entfernen, wer aber diese nicht besuche müsse inzwischen zu Hause bleiben. |
| 1572 |
Die Frühbarockkapelle St. Wolfgang, oberhalb des Schlössli Haggen wird umgebaut. |
| 1573 |
Das Brühltor wird komplett neu gebaut. |
| 1573 |
19. Februar Pater Erhard Spuol, Statthalter des Klosters St. Gallen zu Mariaberg in Rorschach schreibt über die Seegfrörni; Urban Hartmann, Schulmeister in St. Gallen und sein Bruder, Johannes, Kaplan zu St. Gallen und Pfarrer zu St. Fiden schreiten über den See nach Langenargen, sie zählen 16114 Schritte, was rund 12 Kilometer ergibt. |
| 1573 |
Ober- und Unterstammheim müssen dem Kloster als Zehnten 16000 Liter Wein liefern. |
| 1575 |
Am Brühltor wird eine Fallbrücke installiert. |
| 1575 |
Die Lyoner Ordinari wird geschafft. Alle 14 Tage wird der Weg zu Fuss zurückgelegt, nur bei schlechtem Wetter wird ein Ross zu Lehen genommen. |
| 1575 |
Unterhalb der Linsebühlkirche wird ein Prestenhaus gebaut. |
| 1576 |
Das Haus zur Linde an der Gallusstrasse 29, einer der zwei einzig noch erhaltenen Ständerbauten (der andere ist an der Turmgasse 6), wird in Riegelbauweise aufgestockt. |
| 1577 |
St. Laurenzen wird durch den Anbau der Südlateralen vergrössert. |
| 1577 |
Die Steinerburg in Obersteinach geht in den Besitz des Klosters über. |
1577 1594 |
Mit noch nicht einmal 30 Jahren wird Joachim Opser Fürstabt von St. Gallen. |
| 1578 |
Im Hopsgermoos, Gebiet zwischen Vorder- und Hintergasse (Engel- und Augustinergasse) wird das städtische Freudenhaus geschlossen. |
| 1578 |
Das Frowenhuss Frauenhaus in der Irer Vorstadt an der «Statt Graben», wird geschlossen und schliesslich abgerissen. |
| 1578 |
Mai Leonhard Straub bekommt vom Magistrat die Erlaubnis für die erste Buchdruckerei. Er muss aber einen Eid schwören, dass er sämtliche Drucksachen zuvor der Bücher-Zensur zur Begutachtung vorlegt und ohne Zusage der Obrigkeit nichts drucken darf. |
| 1578 |
Der Holzerker (Vier Winde), Webergasse 15, wird erstellt. |
| 1579 |
Die Stadt erwirbt Schloss und Herrschaft Bürglen. |
| 1579 |
Die erste Druckerei der Stadt sorgt gleich mit seiner ersten Druckauflage für diplomatische Unruhe. Drucker und Besitzer Leonhard Straub veröffentlicht einen Kalender mit den Wappen der eidgenössischen Orte. Die Appenzeller stellen erzürnt fest dass ihr Bär mangels männlicher Attribute eine Bärin darstellt, ein Affront der im Nachhinein auch die Gerichte beschäftigt. |
| 1581 |
Michael Sailer, ein reicher Kaufmann, ermöglicht der Stadt durch Schenkung von viertausend Gulden denn Bau einer Schule (Knabenschule) an der Kugelgasse 19. |
| 1582 |
Die Stadt lehnt zusammen mit den reformierten Orten im Deutschen Reich die Einführung des Gregorianischen Kalenders ab. |
| 1582 |
Die Klosterrepublik setzt den Gregorianischen Kalender in Kraft. |
| 1583 |
Erstes erwähntes Schützenfest, es wird auf mit Lehm gefüllte Körbe geschossen. Bei gleicher Gelegenheit werden auch Sportdisziplinen absolviert und zwar Weitsprung und Schnellauf. |
| 1584 |
Nachdem der Leiter der Reformierten, Arzt Antoni Leu, wegen Rechtsstreitigkeiten hingerichtet wird kommt sein (Schloss Appenzell), ein Renaissance-Bau, in den Besitz des Klosters. |
| 1584 |
5. Oktober Wegen Zuwiderhandlung gegen die Auflagen der Buchzensur wird der erste Buchdrucker der Stadt mit Frau und fünf Kindern aus dieser und seiner Umgebung für immer ausgewiesen. |
1584 1585 |
Auf dem Bohl wird das Waag- und Gredhaus erstellt. |
| 1585 |
Eine Pest artige Seuche rafft 208 Personen dahin. |
1586 1590 |
Laurenz Zollikofer baut das Schlössli an der Spisergasse, seine Mutter ist die Tochter von Vadian. |
| 1586 |
Da die Stadt schon mehrmals durch verheerende Brände heimgesucht wurde, werden alle Hausbesitzer verzeigt die entgegen der amtlichen Weisungen auf ihren Häusern noch Schindeldächer haben. |
| 1586 |
Junker und Ratsherr Leonhard Zollikofer aus St. Gallen baut nördlich von Märstetten an Stelle einer ehemaligen Burg das Schloss Altenklingen, noch heute im Besitz der Familie. |
| 1587 |
Durch vier Grenzsteine wird beim Friedhof zu St. Laurenzen ein Asyl erstellt, in welcher den Leuten für ein Jahr und ein Tag nichts geschehen konnte (Gebiet der Zeughaus-, Kugelgasse). Eine Kopie dieser Grenzsteine ist an der Ostfassade des Restaurant Schlössli zu sehen. |
| 1587 |
Der zweistöckige Mauerwerk Eckturm oder Eckerker am Schlössli, Spisergasse 42, wird erstellt, er dient als Ausguck für eine militärische Wache. |
| 1588 |
17. Juli Fürstabt Joachim Opser verbietet fremde Kriegsdienste um Kämpfe zwischen Landsmännern zu vermeiden. |
| 1588 |
Unter den 15'000 Schweizern, die im Jahr 1587 zu Gunsten der Hugenotten nach Frankreich ins Felde zogen, waren trotz Verbot der Obrigkeit unter Hauptmann Studer auch deren 70 aus der Stadt St. Gallen. Am Neujahrstag nun kam er nur noch mit 20 Mann zurück. Diese Ungehorchsamen wurden in Gefangenschaft gesetzt und Studer für unbestimmte Zeit aus der Stadt verbannt. |
| 1588 |
17. Juli Der Klosterturm wird zum Raub einer Feuersbrunst, die Stadtbewohner können die fliegende Glut nur mit grosser Mühe von den Häusern am Schmalzmarkt abhalten, sämtliche Glocken im Turm sind geschmolzen. |
| 1589 |
Hans Schlumpf lässt an Stelle der St. Johanneskapelle an der Gallusstrasse, die schon seit Jahren als Lagerhaus diente, das heutige Stadthaus errichten. |
| 1589 |
27. September Zehntenvertrag und Ausmarchung zwischen den Klöstern St. Gallen und Einsiedeln. |
1590  |
Der Holzerker, Hinteren Lauben 6, wird erstellt. |
1590  |
Der vierstöckige Mauerwerk-Runderker zum (Falken), Kugelgasse 12, wird erstellt. |
| 1592 |
Das Goldbrünneli an der wichtigen Ost-West-Verbindung zwischen Martinsbrücke und St. Gallen, bei den Birnbäumen, ist erstmals belegt. |
| 1592 |
In der Spisegg wird eine erste befahrbare Holzbrücke erstellt. |
1594 1630 |
Abt Bernhard Müller. |
| 1594 |
Ursula Burckhardt aus Biessenhofen im Kanton Thurgau wird als letzte mit dem Tode im Läufter bestraft. Der Läufter befindet sich ausserhalb des Müllertors, im tiefen Wasserloch, das noch heute bei der Talstation des Mühleggliftes sichtbar ist. |
| 1595 |
Fürstabt Bernhard Müller ersteht vom Besitzer Lukas Stöckli aus Konstanz für insgesamt 552 Gulden einen Erd- und Himmelsglobus. Hergestellt wurde er vermutlich von einer Augsburger Werkstatt die die Grundlagen von Gerhard Mercator (Mercator-Karte) von 1569 auf den Globus übertragen hat, es handelt sich um denjenigen Globus der 1712 von den Zürchern gestohlen wird. |
1596 1700 |
103 Mörder, Räuber, Diebe, Brandstifter werden hingerichtet, hinzu kommen 35 Hexenprozesse, mit insgesamt 13 zum Tode verurteilten Hexen, Folge eines kollektiven Hexenwahns. |
| 1596 |
Melchior Frank ein Goldschmied hat die Stadt in den Grund gelegt und in Kupfer gestochen, und dem Rat ein Exemplar der Abkonterfeiungen verehrt. |
| 1596 |
Das Löchlebad erhält bei einem Umbau ein grosse Gewölbe. |
| 1596 |
Der Steinerker am Haus zur Rose, Gallusstrasse 18, wird erstellt. |
| 1596 |
An der Webergasse wird das Kaufmannshaus zur grünen Thür erstellt. |
| 1599 |
Die Fürstabtei konfisziert das später Fehr'sches Schlössli genannte Haus auf dem Rosenberg, Grund waren sodomistische Vorkommnisse durch den Besitzersohn. |
1599 |
Der zweistöckige und hölzerne Halbrunderker, Schlössli Höhenweg wird erstellt. |
| 1599 |
Der Südtrakt des ehemaligen Dominikanerinnenklosters St. Katharinen wird zur städtischen Knabenschule umfunktioniert, (Volksmund, Buebechloster). Die Knabenschule war zuvor an der Kugelgasse. |
| 1599 |
An der Kugelgasse, dort wo bis anhin die Knaben unterrichtet wurden, ziehen jetzt die Mädchen ein (Meitlileer). |
| 1600 |
In Bruggen wird neben dem Siechenhaus eine Kapelle erstellt, sie ist St. Martin, dem Schutzpatron der Bedürftigen geweiht. |
|
|
| 1601 |
Regula Köchin (Koch) wird infolge ihres Vergichts wegen Zauberei hingerichtet. |
| 1601 |
Magdalena Weiblerin (Weibler) wird infolge ihres Vergichts wegen Zauberei hingerichtet. |
| 1601 |
Der zweistöckige Holzerker zum (Sonnenhof), Gallusplatz 28, wird erstellt. |
| 1601 |
Die Stadt gibt sich eine neue Satzung (exekutive Rechtsnorm) die jene von 1508 ersetzt. |
| 1601 |
Straal (Vorname unbekannt) gesteht 29 Morde, er muss den Tod durch grausames Rädern erleiden. |
| 1601 |
18. September, morgens etwas nach 1 Uhr Starkes Erdbeben, in einer späteren Busspredigt wird der Völlerei, Trunkenheit, Unzucht, Hurerei und dem Ehebruch die Schuld daran zugesprochen. |
| 1602 |
Mit der Weisung des Dekans von St. Gallen nehmen die Beginen vom Klösterchen Tann die Ordensregel der Kapuzinerinnen an, zu denen sie ab dem Zeitpunkt als Tertiarinnen zugehören. |
1603  |
Armengenössige Hintersassen können jeden Freitag vor dem Schibenertor ein Almosen empfangen. |
| 1603 |
Kathrin Hofstetterin (Hofstetter) wird infolge ihres Vergichts wegen Zauberei hingerichtet. |
| 1603 |
Zwecks Abschaffung des Gassenbettels wird wöchentlich eine von Haus zu Haus Einsammlung einer Armengabe angeordnet. |
| 1604 |
Auf Geheiss von Abt Bernhard II. wird am Kräzerenbach eine Papiermühle (Pope müli genannt) in Betrieb genommen. Das Haus steht heute noch an der Kräzernstrasse. |
| 1604 |
Anna Weyermännin (Weyermann), Ehefrau des Spisertorwächters Heinrich Huber, wird infolge ihres Vergichts wegen Zauberei hingerichtet. |
| 1604 |
Regula Kellerin (Keller), wird infolge ihres Vergichts wegen Zauberei, Ehebruch und Diebstahl hingerichtet. |
| 1606 |
Streit um Kirchengesangsbuch, weil es den Gegnern zu lutherisch erscheint. |
| 1606 |
Der Mauerwerk-Runderker (Grüner Hof), Gallusstrasse 26, wird erstellt. |
| 1607 |
Der Turm des Brühltores wird um zwei Stockwerke erhöht. |
| 1608 |
Der zweistöckige Steinerker (Tiefer Keller), Hintere Lauben 10 wird erstellt. |
| 1608 |
Die Abtei kauft das Schloss Neuravensburg (D), ein Schloss das in die Geschichte eingehen wird, da es in unruhigen Zeiten den Äbten als Zufluchtsort dient. |
| 1610 |
Grabung des Eich-, Knaben- und Kreuzweihers auf Dreilinden. Ergänzung |
| 1610 |
14. Juni Die Nonnen vom Klösterchen Tann unterstellten sich dem Schutz des Abtes von St. Gallen |
| 1610 |
Die Jahresproduktion an guten Tüchern (Leinwand) erreicht über 25'000 Stück. |
| 1610 |
Matthias Haubenreich, ein Vagant aus Freiburg im Breisgau, wird der Hexerei beschuldigt und enthauptet. |
| 1611 |
Von einer wohlhabenden Stadtfamilie wird am Burggraben das Landhaus (Zur Hechel), auch Kleinburg genannt, mit zweistöckigem Mauerwerkerker errichtet, das Haus dient heute den Kantonsschülern als Tagesaufenthalt. |
| 1611 |
In einer Verordnung die sich gegen Missbrauch bei Begräbnissen wendet, wird unter anderem festgehalten, dass wundersüchtige Leute, Weibsbilder, Töchter, Mägde und Knaben, die nicht direkt in eine Beerdigung involviert sind, sich von dieser fernzuhalten haben. |
| 1611 |
Ein Edikt verbietet jegliches Beschenken, eigene Kinder, Enkelkinder und Taufpaten ausgenommen. |
| 1611 |
Pestjahr 1092 Einwohner, 20% der Stadtbevölkerung werden durch die Seuche dahingerafft. |
| 1611 |
Bürgermeister und Räte lassen ein 36 Seiten starkes Büchlein (Mandat und Ordnung) verteilen. Ausschnitte |
| 1613 |
Das immer noch im Linsebühl pfarrgenössige Speicher im äusseren Rhoden erhält für ein Endgeld die gänzliche Befreiung. |
| 1614 |
6. Juli Ein Wolkenbruch lässt die Steinach dermassen hochgehen, dass sie die Wuhr bei der Mühleck zerreisst und zu Lämmlisbrunnen das Waschhaus neben drei Röhren (Dreiröhren-Brunnen) und weiterhin alle Mühlenwuhren und alle Stege mitreisst. |
| 1614 |
Stahringen und Homburg, heute zu Radolfszell gehörend, werden dem Benediktinerkloster St. Gallen überschrieben. |
| 1615 |
31. Mai Barbara Bruggbacherin aus Waldkirch wird wegen harmlosen Diebereien, aber vor allem weil sie sich dem sogenannten bösen Feind (Hexerei) ergeben habe, auf der Laimat durch das Schwert hingerichtet. |
| 1615 |
Der dreistöckige Holzerker zur (Jägerei), Gallusplatz 34, wird erstellt. |
| 1616 |
Nördlich des Dorfes Berg SG. erbaut die vornehme Stadt St. Galler-Familie Zollikofer das Schloss Gross-Hahnberg. |
| 1616 |
14. Juni, 5:00 Uhr Ein Blitzschlag beschädigt recht stark das Uhrwerk der St. Laurenzenkirche. |
| 1616 |
Hieronymus Gesus aus Konstanz giesst die sich in der Stiftskirche befindende 403 kg schwere Armen-Seelen-Glocke mit Schlagton dis″. |
| 1617 |
Niklaus Morer wird des Diebstahls, des Mordes in 63 fällen, Brandstiftung, Sodomie und Zauberei überführt und hingerichtet. |
1617  |
Der Holzerker zur (Waldegg), Spisergasse 32, wird erstellt. |
| 1617 |
Ein Dammbruch beim Knabenweiher auf Dreilinden, verwüstet auf den Bleichen die Leinwandtücher. |
| 1618 |
Ein Hochwasser reisst bei der Sitterwalche das Wuhr mit sich. Im Frohn arbeiten pro Tag bis zu 400 Stadtbürger bis alles wieder hergestellt ist. |
| 1619 |
Die Stadt St. Gallen verfügt, Juden dürfen nur noch mit obrigkeitlichem Geleit in die Stadt kommen. |
| 1619 |
Abt Bernhard Müller erstellt an der Hinterseite des Rest. Hirschen in St. Fiden, das unter anderem auch als Gerichtsgebäude diente, einen Gefängnisturm. |
| 1619 |
Der dreistöckige, hölzerne Eckturm oder Eckerker zur (Stärke), Schmiedgasse 21, wird erstellt. |
| 1620 |
Das Multertor wird mit Fallbrücke und -gatter verstärkt. |
| 1620 |
Die Stadt nimmt Überlebende des berüchtigten Veltlinermordes mit christlicher Milde bei sich auf. |
| 1620 |
Sieben Jünglinge gründen das (Collegium musicum) dessen Gesänge durch Bassgeige oder Orgel begleitet werden. |
| 1621 |
Die Abtei kauft die Herrschaft Ebringen im Breisgau. |
| 1622 |
24. April Die Herren von den Bäuen und die Bürgermeister beschliessen das Müllertor durch ein weiteres Tor zur Stadt hin (Doppeltor) zu verstärken. |
| 1623 |
Der Stadtbibliothek, in der Knabenschule zu Katharinen untergebracht, wird ein gar greulich Thier, ein ausgestopftes Krokodil geschenkt. Die Schenkung dient dem Zweck, die Zierde der Bibliothek zu erhöhen. |
| 1623 |
Ludwig Cunz erhält die Erlaubnis, an der Hinteren Lauben 4 einen Stubenerggel aus Steinwerk zu erstellen. |
| 1623 |
3. September Protokolleintrag, der Balken des Hochgerichts auf dem Laimat sei "ganz und gar verfault" und sollte neu gemacht werden. |
| 1624 |
Das Hotel Hecht am Bohl wird erstmals erwähnt. |
| 1625 |
Der Steinerker zum (Vögeli), Spisergasse 25, wird erstellt. |
| 1625 |
Infolge der Kriegsgreuel in Bünden und in Deutschland wird Hans Jakob Zörnli von Basel mit der Befestigung unserer Tore und Türme betraut, er bekommt in der Folge das Bürgerrecht. |
| 1628 |
21. Juni Heftiger Schneefall in der Stadt. |
| 1629 |
Pestjahr Der Abt offeriert den Mönchen die Pest verseuchte Stadt verlassen zu können, zwei ziehen weg. |
| 1629 |
Pestjahr 1536 Einwohner der Stadt fallen der Seuche zum Opfer, über ein Drittel der Stadtbevölkerung. |
| 1629 |
Der zweistöckige Holzerker zur (Gerechtigkeit), Spisergasse 3, wird erstellt. |
1630 1654 |
Abt Pius Reher. |
| 1630 |
Der Holzerker, Gallusplatz 30, wird erstellt. |
| 1630 |
Der Genferbote, Johannes Nüsch aus St. Gallen ist betrunken vom Ross gefallen und hat deshalb Post und Pferd verloren. Verloren hat er nachträglich auch seinen Arbeitsplatz, zudem musste er für 8 Tage bei Wasser und Brot ins Gefängnis. |
| 1633 |
Das Müller-, Brühl- und das Schibenertor werden infolge des dreissigjährigen Krieges zeitweilig geschlossen. |
| 1633 |
Die Schweden, Konstanz belagernd, versichern den Eidgenossen keine Gefahr solange sie sich ruhig verhalten. Die Stadt trotzdem besorgt, errichtet auf der Bernegg eine Hochwacht und hält die Tore immer verschlossen. |
| 1633 |
Jean Girard aus La Mothe giesst die sich im Dom befindende 2750 kg schwere Muttergottesglocke mit Schlagton h°. |
| 1634 |
Im Zusammenhang mit dem 30-jährigen Krieg werden alle Juden aus der Stadt vertrieben. |
| 1635 |
Pestjahr 1240 Einwohner der Stadt fallen der Seuche zum Opfer. |
| 1635 |
7. April Der künftige Befreier des Veltlins, der berühmte Hugenottenführer Herzog Henri de Rohan weilt als Gast bei Junker Cornelius Zollikofer im Schlössli, seine Truppen übernachten in vier Zelten und in Holzverschlägen vor dem Brühltor. |
1637 1638 |
Bartholomäus Anhorn fungiert in der Stadt als Pestprediger, er bekommt dafür das Stadtbürgerrecht geschenkt und wird Stadtpfarrer. |
| 1637 |
Der Abt verbietet den 1634 vertriebenen und wieder zurückgekehrten Juden aus der Stadt St. Gallen, in Rorschach den Markt zu besuchen. |
| 1637 |
Bruggen erhält einen eigenen Friedhof. |
| 1637 |
Schriftlich nachgewiesen ist der Espenweiher etwas südlich von der heutigen Verzweigung Harzbüchel- Lukasstrasse. Vermutlich 1914 aufgefüllt. |
| 1637 |
Die Kauf- und Ladenleute erstellen gemeinsam eine Marktordnung, dies gilt als Ursprung der Kaufmännischen Direktion. |
| 1638 |
Das Schwitz- und Wasserbad Lämmlisbrunn mit seinen grossen Badegewölben wird eröffnet. |
| 1640 |
Anna Huberin (Huber) wird infolge ihres Vergichts wegen Zauberei hingerichtet. |
| 1641 |
Behördliche Vorschrift die männliche Haartracht betreffend. Die Haare müssen so geschnitten werden damit sie nicht mehr als (das halbe oder aufs längste das ganze Ohr damit bedecken mögen). |
| 1641 |
Der Mauererker an der Ecke Turm- Marktgasse, Richtung St. Laurenzen blickend, wird erstellt. Ergänzung |
1642 1644 |
Hauptmann Johannes Boppart erbaut das Schlössli Haggen, es war einst von einer festen Mauer umgeben. |
1642  |
Der Basler Matthaeus Merian zeichnet sein berühmtes Stadtbild aus der Vogelperspektive. |
| 1642 |
Die Klausnerinnen zu Santjörgen unterstellen sich dem Benediktinerorden. |
| 1643 |
Verordnung des Rates. Das beieinander stehen von schwatzenden Frauen und Töchtern nach dem Kirchgang wird verboten, sie sollen jede für sich heimgehen, ansonsten sie mit 1 Pfund gebüsst werden. |
| 1644 |
11. Juni Explosion der Pulvermühle am Bach (Bachstrasse). |
| 1646 |
Der Abt bewilligt den Straubenzellern eine eigene Schule, sie wird bei den Nussbäumen, in der Nähe der Burg Waldegg in einem Privathaus eingerichtet. |
| 1646 |
Abt Pius Reher bittet den Unterburgermeister und die Häupter beim Hof- oder Klostertor zum Augenschein. Grund, es seien sechs grosse Steine über die Mauer geworfen worden. Die Vertreter der Stadt finden aber, dass durch die Grösse der Steine bedingt, eine solche Tat nicht möglich gewesen sei. |
| 1646 |
Unter dubiosen Umständen gelangen 52 Schriften, die von Vadian vor dem Klostersturm von 1529 gerettet wurden, in den Besitz der Stadt Bremen, darunter auch die berühmte Henauer-Urkunde. Nach zähen Verhandlungen können die Schriften kurz nach dem 2. Weltkrieg, als Leihgabe für 99 Jahre in die Stadt St. Gallen zurückkehren und ab 2045 in Kantonsbesitz übergehen. |
| 1647 |
26. Januar Leutnant Studer reist im Namen der Stadt St. Gallen nach Bregenz. Dort übergibt er dem schwedischen Besetzer, General Wrangel, der sich anschickt mit seinen Truppen Bregenz zu verlassen, wegen vielfältig und bezeugtem guten Willen, ein Fuder des allerbesten Rheintalerweines. Der General hatte bei der Besetzung von Bregenz einer Delegation versichert, dass er nichts gegen die Stadt St. Gallen unternehmen werde. |
| 1647 |
Die Burg Anwil bei Buhwil kommt in den Besitz der Stadt St. Gallen. |
| 1647 |
Neubau der St. Wolfgangkapelle, Haggen. |
| 1648 |
Der Westfälische Frieden, der das Ende des Dreissigjährigen Krieges in Europa bedeutet, ermöglicht der Stadt die Loslösung von den Pflichten einer freien Reichsstadt, sie wird unabhängige Stadtrepublik. |
| 1648 |
Die Nürnberger und Lindauer Boten müssen von den St. Galler Kaufherren einmal mehr zu fleissiger Verrichtung ihrer Reisen ermahnt werden. |
| 1649 |
Die Abtei kauft die Glattburg bei Oberbüren (später Kloster) zurück. |
| 1649 |
Um die Zunft der Wundärzte ist es so schlecht bestellt, dass der Abt seinen Untertanen verbietet Wundärzte aus der Stadt zu konsultieren. |
1650 |
Blaues Haus, der zweistöckige Mauerwerk-Runderker, Gallusstrasse 20, wird erstellt. |
1650 |
In einer Haberdarre in der Spiservorstadt bricht ein Feuer aus, eine Dienstmagt kommt zu Tode und neun Häuser werden zu Asche. |
|
|
| 1652 |
Zum Schutz vor der lothringischen Bedrohung bei Solothurn und Basel, wird auch eine Mannschaft aus der Stadt St. Gallen als Grenzschutz eingesetzt. |
| 1653 |
Kaufleute erheben Klage gegen den Boten Lorenz Ruosch, den Boten der Ordinari, der in Lindau ein Paket Briefe verloren hatte. Der Schaden war deswegen so gross, weil Standesbriefe sowie Briefe von hohen Orten und an fromme Herren fehlten. Wegen seines Fehlers und Unfleisses musste Lorenz Ruosch drei Monate lang mit seinem Ritt nach Nürnberg still stehen. |
1654 1687 |
Abt Gallus Alt. |
| 1654 |
Die Stadt kauft das Klösterchen St. Leonhard aus Privathand zurück. Zweck ist, in Pestzeiten ein Absonderungshaus zu besitzen. |
| 1655 |
In alten Schriften wird eine Brugg erwähnt die in Zweibruggen gegen St. Gallen über den Wattbach führt. Danach musste über die Hundwilerleiter Haggen bei der St. Wolfgangskapelle erreicht werden. |
| 1657 |
Die Hingerichteten und die Selbstmörder bekommen im Linsebühl-Friedhof einen eigenen ummauerten Platz (Schelmenfriedhof). |
| 1657 |
Der heutige Festsaal des Stadthauses erhält eine kostbare Kassettendecke, erstellt durch Daniel Mader. |
| 1657 |
Meinrad der sechsjährige Sohn des Nürnbergerboten Lorenz Ruosch ertrinkt im Burggraben. |
| 1658 |
Zu den schon bestehenden Weihern kommt der Nellusweiher hinzu, bedingt durch das vergrössern der Brühlbleiche. Der Nellusweiher war bis 1923 dort wo heute die Liegewiese des Familienbades ist. |
| 1658 |
Ein gefährlicher Bauernaufstand im Gebiet, Bern, Luzern, Solothurn und Basel veranlasst die zu Hilfe gerufene Stadt St. Gallen, unter Hauptmann Christoph Studer und Hauptmann Leonhard Laurenz Zollikofer je ein Fähnlein Volk zu entsenden, sie warfen in Mellingen die Bauern zurück. |
| 1658 |
In Lindau wird die Glocke für das Spisertor gegossen, sie ziert noch heute den Dachreiter auf der Ostseite der Spisergasse. |
| 1658 |
Katharina Stüdlin, Hobsgerin genannt, wird weil sie unter anderem auf dem Himmeliberg, (Freudenberg) auf dem Tanzplatz der Hexen (nach ihrem Tod Hopsgerplatz genannt) herumgetanzt sei, als Hexe zum Tode verurteilt. Dem Übernamen nach wohnte sie vermutlich im Hopsgermoos, Gebiet zwischen Vordergasse und Hintergasse. |
| 1660 |
Die Burg Spisegg wird abgebrochen. |
| 1660 |
Die Stadt St. Gallen kauft das Hochrütener Bürgli dessen rote Riegelbalken immer mehr zum Namen rotes Haus beitrugen. Es darf vom Bürgermeister als Sommersitz benützt werden. |
| 1662 |
Mit einer feierlichen Einweihung übernehmen die evangelisch-reformierten Kirchgenossen von Winkeln das neue Kirchgemeindehaus mit Glockenturm. |
| 1661 |
Abt Gallus Alt weiht die Kirche in St. Josefen ein, 1960 wurde sie abgerissen. |
| 1661 |
Zum Vorläufer unseres Kinderfestes, dem Gregoriusfest, werden erstmals Mädchen zugelassen. Am auch Rutenfest genannten Fest werden im Wald die Züchtigungsruten für die Schüler geschnitten. |
| 1663 |
Eröffnung des Arbeits- und Zuchthauses im ehemaligen Kloster St. Leonhard. |
| 1664 |
Die Stadt wird erstmals zur Eidgenössischen Tagsatzung eingeladen. |
| 1664 |
Johann Studer der sich enorm verschuldete flieht ins Ausland, wird aber gefangen genommen, nach St. Gallen ausgeliefert und hier in der Folge enthauptet. |
| 1665 |
Das Collegium musicum kann sich mit Hilfe der Stadt ein eigenes Lokal, nämlich das 1931 abgebrochene Sängerhäuschen am Bohl, leisten. |
| 1666 |
Die Petruskirche wird zusammen mit der Gallus- und der St. Katharinenkapelle abgebrochen um dem Bau des Hofflügels Platz zu machen. |
| 1666 |
Auf dem von Abt Gallus II. im Jahr 1663 erstandenen Feld beim Hof Wiesen findet die Grundsteinlegung für das Kloster Maria vom guten Rat und des hl. Antonius von Padua in Notkersegg statt. |
| 1666/67 |
Bau des Hofflügels, südlicher und zugleich ältester Teil der Pfalz der den Klosterplatz vom kleineren Brunnenhof trennt. |
| 1666 |
Die Kapelle St. Barbara im Bild wird erstellt. Sie soll wie der zuvor dort gestandene Bildstock an die von Abt Ulrich von Sax auf dem Breitfeld verlorene Schlacht gegen Bischof Wernher von Konstanz im Jahr 1208 erinnern. |
| 1668 |
Die Einnahme der Grafschaft Burgund durch König Ludwig XIV. veranlasst die Eidgenossenschaft zur Schaffung einer Defensionale, die je nach Bedrohungslage einen bis zu dreifachen Auszug bereitstellen muss. Die Stadt St. Gallen musste demnach für einen einfachen Auszug 200 Mann mit einem sechspfünder groben Geschütz zur Verfügung stellen. |
| 1668 |
Martin Undersee wird vom äbtischen Blutgericht in St. Fiden wegen Brandstiftung zum Feuertod verurteilt, erhält jedoch die Gnade, vor der Verbrennung erwürgt zu werden. |
| 1669 |
März Der Hofmeister und Kanzler des Abtes spricht bei Bürgermeister und Rat der Stadt vor. Grund, der restaurierte Turm des Müllertores wurde mit Schusslöchern und Guggeren versehen, die sich gegen das Kloster richten. Der Protest wurde vom Rat abgewiesen, denn es sei nur um der Luft und des Anblicks willen geschehen. |
| 1669 |
Johann Conrad Scheuss errichtet im Kubel eine Papiermühle. |
| 1670 |
Hans Albrecht Schobinger der es wagte zum katholischen Glauben überzutreten, hat zusammen mit seinen sonstigen Übertretungen den Bogen überspannt, er wird als ehrlos erklärt und sein Vermögen verfällt. |
| 1671 |
Die Toggenburger erreichen bei Abt Gallus Alt die Absetzung des äbtische Landvogts Wolfgang Friedrich Schorno. |
| 1672 |
Nachgewiesen sind Theatergastspiele, die teilweise im Garten des Katharinenklosters oder auf dem Marktplatz aufgeführt werden. |
| 1673 |
In der Stadt gilt die Schulpflicht. |
| 1673 |
Die Stadt verordnet für die weibliche Hutmode zuhanden von vier verschiedenen Gesellschaftsständen je eine Hutordnung, die die breite der Bräme und den jeweiligen maximal zu bezahlenden Preis betrifft. |
| 1673 |
Der Mauerwerkerker zur (Hexenburg), Hintere Lauben 12, wird erstellt. |
1673  |
An der oberen Markgasse wird am Haus zum Kamel ein einstöckiger Holzerker erstellt. |
1675  |
Der Erker zum (Greif), Gallusstrasse 22, wird erstellt. |
| 1676 |
Der Holzerker, Marktgasse 17, wird erstellt. |
| 1676 |
Den Mesmern wird verboten auf dem Friedhof ihre Schafe weiden zu lassen. |
| 1677 |
Cathrin Huber, des Leinwanddiebstahls angeklagt, kann wegen mangelndem Beweismaterial nicht zum Tode verurteilt werden, deshalb werden ihr gemäss Urteil "nur" die Finger abgehauen. |
| 1678 |
Das baufällige Schibenertor wird renoviert. |
| 1679 |
Innerhalb der Stadtmauern werden 521 Häuser gezählt. |
| 1679 |
Das Rathaus an der Marktgasse bekommt einen Anbau für die Kanzlei mit Gewölben für die Aufbewahrung des Stadtarchivs. |
| 1680 |
Die Stadtbürger werden unter Strafandrohung gezwungen in Fronarbeit die Weiher auf Dreilinden zu entschlammen. |
| 1681 |
Tablat erhält eine Gemeindeordnung. |
| 1681 |
10. Dezember Gelehrte, wagemutige Herren aus der Stadt erreichen mit einem Innerhoder Führer als zweite den noch schneefreien Gipfel des Säntis. Dieser wurde ein Jahr zuvor Erstbestiegen. |
| 1682 |
Stadtarzt Tobias Baumgartner bemerkt, dass das Barbier-Handwerk in St. Gallen ziemlich stark sei und fordert deshalb die Einführung eines Examens für Bader und Barbiere. |
| 1682 |
Das Heiliggeist-Spital vermietet ausserhalb der Stadtgrenze in der eigenständigen Gemeinde Straubenzell seine Felder an städtische Bleicher. |
| 1683 |
Der Klosterhofbrunnen wird erstellt. Der Brunnentrog als solcher besteht heute noch. |
| 1684 |
Im Küsterhaus des Klosters bricht Feuer aus, dass zusammen mit der Weinschenke zum Raub der Flammen wird. |
| 1684 |
Abt Gallus Alt kauft das einst schon mal der Abtei gehörende Schloss Hagenwil um es als Sommerresidenz für die Äbte auszubauen. |
| 1685 |
Im ehemaligen St. Katharinenkloster werden evangelische Gottesdiente in französisch gehalten. |
| 1686 |
5./6. November Die zweite Waldenserverfolgung in Frankreich, treibt 36 Flüchtlinge aus dem Val Pragela über Mailand und Graubünden in unsere Stadt. Ein Teil davon wurde von den Dragonaden zwangskatholisiert. Vier fanatisierte Bauern, Untertanen des Abtes, attackieren diese kurz vor der Stadt und verletzen zwei mit ihren Heugabeln. |
| 1687 |
1. September Auf einer Strolchenjagd, werden von den Häschern des Abtes auch Waldenserflüchtlinge aus dem Val Pragela festgenommen und in Eisen gelegt. Sie sind vor der zweiten Verfolgungswelle des französischen Staates geflüchtet. Die Stadt erreicht ihre Herausgabe und verlangt vom äptischen Landhofmeister diese Leute künftig ungehindert passieren zu lassen. |
1687 1696 |
Abt Coelestin Sfondrati. |
| 1688 |
Der Holzerker zum (Rosenstock), Schmiedgasse 2, wird erstellt. |
| 1689 |
Der Holzerker am Haus zum Scheggen, Marktgasse 19, wird erstellt. |
| 1690 |
Die städtische Badeanstalt Neubad an der heutigen Bankgasse wird geschlossen. |
1690  |
Der zweistöckige Holzerker zum (Schwan), Kugelgasse 10, wird erstellt. |
| 1691 |
Ein Regelwerk gegen Überfluss, Unmass und Pracht in Kleidungen wird erlassen. Auszug |
| 1691 |
Der von der Ordinari St. Gallen - Lyon, bis jetzt jeweils zu Fuss zurückgelegte Weg wird durch berittene Boten ersetzt. |
| 1691 |
Elisabeth Schindolfin wird nach ihrem Vergicht als Hexe zum Tod verurteilt. |
| 1691 |
Anna Hellerin (Heller) wird nach ihrem Vergicht als Hexe zum Tod verurteilt. Sie wird, nachdem ihr zuvor vor dem Rathaus eine Hand abgehackt wurde, lebendigen Leibes auf dem Leimat verbrannt. Die Anna Hellerin war die letzte Frau die diese Grausamkeiten über sich ergehen lassen musste, die Hellerstrasse erinnert an den kollektiven Hexenwahn. |
1693  |
Karrfreitag, drei Männer der Familie Himmelberger, tragen das von ihnen restaurierte wundersame Wegkreuz, dass schon um das Jahr 1570 auf dem Espen stand wieder dorthin zurück, heute steht dort das Wallfahrtskirchlein Heiligkreuz. |
| 1695 |
Die Gesandten aller katholischen Stände und des Abts von St. Gallen beschliessen gemeinsam sich Rüstungen anzuschaffen um im Notfall der unkatholischen Religion begegnen zu können. |
| 1695 |
Der zweistöckige Holzerker zur (Kugel), Kugelgasse 8, wird erstellt. |
| 1696 |
Der auch bei den Protestanten beliebte Abt Coelestin Sfondrati wird von Papst Inozenz XII. in die Würde eines Kardinals erhoben. Beim verlassen des Klosters erteilt ihm auch eine Abordnung der Stadt die Ehre. |
1696 1717 |
Abt Leodegar Bürgisser. |
| 1696 |
Die konfessionellen Auseinandersetzungen mit dem Abt erreichen im Toggenburg ihren Höhepunkt. |
| 1697 |
St. Galler Kreuzkrieg, bei einer Prozession durch die Strassen der reformierten Stadt werden provozierend einige Kreuze aufrecht getragen, erboste Bürger greifen zu den Waffen und jagen die Wallfahrer ohne Kreuze aus der Stadt. |
| 1697 |
Abt Leodegar droht mit Beschiessung der Stadt und positioniert die Drohung untermauernd seine Truppen auf dem Rosenberg. Die Differenzen werden aber, wenigstens für kurze Zeit, beigelegt. |
| 1698 |
Der Stadtbürger und Handelsherr, David Schobinger, ist Eigentümer von Schloss Heerbrugg. |
| 1699 |
Der Steinerker zum (Stern), Spisergasse 19, wird erstellt. |
1700  |
Der zweistöckige Holzerker, Multergasse 41, wird erstellt. |
|
|
| 1701 |
17. Juni Der Rat verwarnt die Brunnensudler vor Strafe. |
| 1702 |
Leodegar Bürgisser, Fürstabt von St. Gallen, schliesst ein Schirmtraktat mit Österreich, mit der Verpflichtung sich gegenseitig mit bis zu 4000 Mann zu helfen. |
| 1702 |
Johann Baptist Ernst aus Lindau und Andreas Aporta aus Feldkirch giessen die sich im Kloster befindende 1700 Kg schwere Gallus- oder Konventsglocke mit Schlagton d'. |
| 1702 |
Der Holzerker zum (Mohrenkopf), Spisergasse 20, wird erstellt. |
| 1702 |
11. Oktober Die Schweizerische Benediktinerkongregation feiert im Kloster St. Gallen ihr hundertjähriges Bestehen. |
| 1709 |
Abt Bürgisser erhöht den pyramidenförmigen Klosterturm um 90 Fuss und versieht die Spitze mit einer Kuppel. |
| 1705 |
Obrigkeitliches Dekret: Die Männer werden angehalten in einem Leichenzug das Schwatzen zu unterlassen und das Weiberklagen sei den Nächstgefreundeten vorbehalten. |
| 1707 |
Winkeln wird erstmals erwähnt, dass Quartier verdankt seinen Namen einem Weiler der aus fünf Bauernhöfen bestand und sich Winkel nannte. |
| 1707 |
J. B. Ernst und Andreas Aporta aus Feldkirch giessen die sich in der Stiftskirche befindende 492 kg schwere St. Johannesglocke mit Schlagton c″. |
| 1707 |
Am Haus zum Pelikan an der Schmiedgasse wird ein zweigeschossiger Holzerker bewilligt. |
| 1708 |
Abt Leodegar Bürgisser ernennt Hauptmann Kaspar Felber aus Kaiserstuhl zusammen mit Hauptmann Johann Hessi aus Glarus zu Oberkommandierenden der äbtischen Truppen. |
| 1708 |
Der Holzerker zur (Flasche), Spisergasse 11, wird erstellt. |
| 1708 |
Der Steinerker am Haus zum Bären, Spisergasse 13, wird erstellt. |
| 1709 |
Der Steinerker zum (liegender Hirsch), Spisergasse 41, wird erstellt. |
| 1709 |
Der zweistöckige Holzerker zum (Felsen), Webergasse 19, wird erstellt. |
| 1710 |
Die mehrheitlich reformierten Toggenburger besetzten die fürstäbtischen Schlösser, Iburg (Wattwil), Lütisburg und Schwarzenbach. |
| 1710 |
Der wegen wiederholtem Ehebruch, vom äbtischen Blutgericht in St. Fiden verurteilte Joseph Thaler wird begnadigt und zu 10 Jahren Galeerenstrafe verurteilt. |
| 1710 |
In Bruggen (Zweibruggen), an Stelle der Hüslibrücke die 1479 urkundlich (Schmidlinsbrücke) genannt wurde, wird eine neue Brücke über die Sitter erstellt. |
| 1711 |
Drei hochherzige Sponsoren schenken der Vadiana einen Himmels- und einen Erdglobus, diese finden ihren Platz im Bibliothekszimmer, damals in den Räumen von St. Katharinen. |
| 1711 |
An der Fassade des Café-Restaurant Tiger an der Ecke Spiser-, Marktgasse wird ein Erker angebracht. |
| 1712 |
Die im 2. Villmergerkrieg den Befreiungskampf der Toggenburger gegen den Abt von St. Gallen unterstützenden siegreichen Berner und Zürcher plündern kostbare Schätze (Globus usw.) aus dem Stiftsarchivs und der Stiftsbibliothek und bringen sie in ihre Hauptorte. |
| 1712 |
Der St. Galler Abt Leodegar Bürgisser flieht mit seinem Konvent auf das Schloss Neuravensburg (D), Verwaltungssitz einer St. Galler Herrschaft nördlich von Lindau, er hat nach dem 2. Villmergerkrieg die Unterzeichnung des Friedensvertrages mit den Zürchern und Bernern verweigert. |
| 1713 |
Erbauung des Mannenweihers auf Dreilinden. |
| 1713 |
Fürstabt Leodegar Bürgisser fordert von den Zürchern die gestohlenen Kulturgüter zurück, er weigert sich zeitlebens, den ausgehandelten Frieden zu unterzeichnen. |
| 1714 |
Rekordjahr in der städtischen Leinwandindustrie, es wird die Produktion von 24'000 Tüchern erreicht. |
1717 1740 |
Abt Joseph von Rudolfi. |
| 1717 |
Der Holzerker (Blauer Himmel), Spisergasse 30, wird erstellt. |
| 1718 |
Ein Grossbrand zerstört nahezu das gesamte Kapuzinerinnenkloster Notkersegg, es muss weitgehend neu erstellt werden. |
| 1718 |
Die Berner- und Zürchertruppen ziehen nach sechsjähriger Besetzung aus der Fürstabtei und seinem Territorium ab. |
| 1718 |
Im Friedensvertrag von Baden findet der 2. Villmergerkrieg endlich seinen definitiven Abschluss. Es folgen informelle Zusicherungen der Berner wie der Zürcher, den St. Gallern die gestohlenen Kulturgüter (Globus) wieder zurück zu erstatten. |
| 1719 |
Pater Gabriel Hecht zeichnet einen Plan des Stiftsbezirks. |
| 1719 |
22. November Auf den Ruinen des Grossbrandes von 1718 kann auf Notkersegg, mehr nördlich, ein Klosterneubau benefiziert werden. |
| 1719 |
Das Baden auf Dreilinden während der Predigt wird verboten. |
| 1719 |
Die von den Bernern aus dem Siftsarchiv und der Stiftsbibliothek geplünderten Schätze werden zurück gegeben. |
| 1720 |
Das Restaurant Hörnli am Marktplatz wird erstmals als Taverna zum Posthorn im Grundbuch erwähnt, dass Erdgeschoss dient als Warenremise und Pferdestall. |
| 1720 |
Teile der von den Zürchern aus dem Siftsarchiv und der Stiftsbibliothek geplünderten Schätze werden zurück gegeben. Abt Joseph von Rudolphi dankt den Zürchern mit einem Schreiben. Dieses Schreiben benützen die Zürcher als Beweis, dass der Abt auf den Rest der Güterrückführung verzichtet habe. |
1720  |
An der oberen Markgasse wird am Haus zum Kamel im oberen Stock ein zweiter Holzerker erstellt, für die Verbindung zwischen beiden Erkern wird ein hölzernes Kamel-Relief eingeschoben, was schlussendlich optisch einen Doppelerker ergibt. |
1721  |
Peter Bion stellt Barchent her. |
| 1724 |
Die Stadt übernimmt nach langem zögern den verbesserten Gregorianischen Kalender, weil das Osterfest in die Berechnungen aufgenommen wurde. |
| 1729 |
Juli Stadtmajor Daniel Zollikofer inspiziert die Grenadierwacht unter den Stadttoren und muss den Schibenertorhüter, Sebastian Schobinger, ermahnen, sein Seitengewehr zu tragen. Der Gerügte befolgt den Befehl nicht und beleidigt den Major zusätzlich, was dazu führt, dass er am 12. Juli vor dem Kleinen Rat antreten muss. Dieser verschont ihn zwar von der wohlverdienten Gefangenschaft, befiehlt im aber sich von Trink- und Wirtshäusern fern zu halten und dem Stadtmajor Abbitte tun. |
1730 |
Der zweistöckige Holzerker zum (Disteli), Spisergasse 4, wird erstellt. |
1730  |
Pater Gabriel Hecht zeichnet einen Grenzatlas mit dem Grenzverlauf der Fürstabtei. |
1730  |
Aus dieser Zeit stammt das noch heute bespielbare Örgelchen im Kloster Maria vom guten Rat und des hl. Antonius von Padua in Notkersegg. |
| 1731 |
Das mächtige Haupthaus des St. Wiboradaklosters in St. Georgen wird seiner Bestimmung übergeben. |
| 1731 |
6. Juni Ein Blitzschlag mit anschliessendem Turmbrand zerstört das Dach der Kirche St. Mangen und lässt die Glocken schmelzen, der Glockengiesserei Ernst in Lindau fertigt vier neue Glocken, bei denen auch das Material der geschmolzenen Glocken verwendet wird. Der Turm, jetzt neu mit Kupferhelm, bekommt auch eine Uhr. |
| 1732 |
Der zweistöckige, hölzerne Erker am Haus zum Engel, Spisergasse 5, wird erstellt. |
| 1732 |
Der Biersieder Johannes Feurer baut am Roschacher Weg eine Biersiederei, die spätere Brauerei Hock, dessen Gebäude neben dem Rest. Blume jetzt noch steht. |
| 1732 |
Gründung der Bürgerlichen Witwen- und Waisencassa der Stadt St. Gallen, Domizil, Kugelgasse 16. |
| 1734 |
Im Kornlager des Gewölbes zu St. Laurenzen machen sich eine Unmenge von Ratten breit, die während des Gottesdienstes für Verwirrung sorgen. |
| 1736 |
Das Tanzen wird auf behördlichen Erlass bei allen und jeden Hochzeitsmählern verboten. |
| 1738 |
Das Schloss Roggwil kommt in den Besitz des Klosters. |
| 1739 |
Nach allzu forschem Vorgehen der preussischen Werbeoffiziere (sogar Entführungen sollen vorgekommen sein) wird das Werben für Solddienste untersagt. |
| 1740 |
17. November Salomé Rietmann, Witwe des Daniel Hogguer, verkauft ihre Anteile an der Plantage L’Helvétie in Berbice. In den Verkauf eingeschlossen sind nebst Grund und Boden auch Kulturpflanzen, Sklaven, bewegliche Güter, Gerätschaften und Tiere. |
| 1740 |
Die Stadt stellt auf Dreilinden den ersten Bademeister ein, er ist für Sitte und Ordnung zuständig. |
1740 1767 |
Fürstabt Coelestin Gugger von Staudach. |
| 1741 |
Gründung der Bank Caspar Zyli durch umittelbare Famliensukzession ab 1893 Wegelin & Co. Sie ist heute die älteste noch echte Privatbank der Schweiz. |
| 1741 |
Eine Tagebuchnotiz besagt, dass täglich rund 200 Personen im Kloster gegessen haben, Pilger und Arme nicht mitgezählt. |
| 1741 |
Ein zweirädriges Cabriolet für zwei Personen verkehrt regelmässig zwischen Zürich und St. Gallen. |
| 1742 |
Die Webereien der Stadt exportieren 38000 Tuchballen a 120 Ellen länge, dass ergibt eine Gesamtlänge von 3000 Kilometer. |
| 1742 |
Aus dem Kloster wird der Vorwurf laut, dass auf Drei Weihern Leute beiderlei Geschlechts nebeneinander Baden und einige sogar ohne niedere Kleider (Badehosen). |
| 1745 |
Die St. Galler Stadt Miliz Gesellschaft wird als städtische Militärakademie gegründet, Ziel ist, den Offiziersnachwuchs für die Milizen der Stadt St. Gallen mit Fachwissen und für ehrenvolles Verhalten auszubilden. |
| 1745 |
Das äbtische Blutgericht in St. Fiden verurteilt Margaretha Suser von Untereggen zum Tod durch Enthauptung. |
| 1745 |
Etwas nordöstlich der Einmündung Grossacker- in die Flurhofstrasse wird der Langenackerweiher erstellt, er dient als Feuerweiher, das Wasser darf aber auch von der Bleicherei in der Brühlbleiche genutzt werden, auch wird später damit die Eisbahn etwas östlich davon gespiesen. |
1746 1748 |
Im Auftrag von Abt Beda wird in Rorschach, dem wichtigsten Kornmarkt der Eidgenossenschaft, ein Kornspeicher errichtet. |
| 1749 |
18. Januar Seine Hochfürstlichen Gnaden, der Bischof von Konstanz und der Fürstabt von St. Gallen genehmigen sich im Festsaal der Pfalz ein Versöhnungsmahl. |
| 1749 |
Auf Befehl des Offizials Pater Hermann Bautz wird über das hl. Kreuz bei der späteren Wallfahrtskapelle Heiligkreuz ein Dach gebaut. |
1750  |
Die Pflichten der Amtsdiener werden in einer Bestallung niedergelegt. |
|
|
| 1752 |
Die städtische Milizgesellschaft errichtet ein eigenes Handelshaus. |
| 1752 |
Gründung der obrigkeitlichen Leinwandcassa. Sie gewährte gegen Hinterlegung von Leinwandballen mittelfristige Kredite. |
| 1752/53 |
Das Tafelzimmer im östlichen Hofteil der Pfalz, wo der Fürstabt hochgestellte Mitarbeiter und Gäste bewirtet, wird mit Stuckmarmor und Deckenstuck ausgeschmückt. |
| 1753 |
Als neuer Zweig des Textilgewerbes wird durch St. Galler Unternehmer die Stickerei eingeführt. |
| 1754 |
Das Rathaus an der Marktgasse wird umfassend renoviert. Die reichhaltige Fassadenmalerei, vom Maler Heinrich Tanner, auf der Südseite wird weiss überkalkt. |
1755 1769 |
Fürstabt Cölestin Gugger von Staudach veranlasst den Bau der barocken Klosteranlage mit der Kathedrale, durch den Vorarlberger Baumeister Johann Michael Beer. |
1755 - 1836 |
24. Februar / 22. Juli Karl Müller von Friedberg. |
| 1755 |
Leonhard Hochreutiner eröffnet in der Stadt einen Eisenwarenladen, daraus wächst die heute noch bestehende Debrunner AG. |
| 1755 |
Fürstabt Cölestin Gugger von Staudach bestätigt die Gemeindeordnung von Gaissau (A) aus dem Jahr 1680, Gemeindebeschlüsse müssen von diesem jedoch weiterhin genehmigt werden. |
| 1755 |
Schloss Zuckenriet wird Eigentum des Klosters St. Gallen. |
| 1755 |
Eine nach Cantharidin benannte Affäre der Stadtmilizgesellschaft erschüttert die Stadt. Skandalöse, freiheitliche Exzesse mit genötigten Damen der städtischen Oberschicht in den geheimen Gewölben des Gesellschaftsgebäudes kommen ans Tageslicht. |
| 1756 |
Eine Untersuchungskommission, die die Ausschweifungen der Milizgesellschaft vom Vorjahr unter die Lupe nimmt, entdeckt eine geheime Pulver- und Waffenkammer mit einer Kanone. Spekulationen den siebenjährigen Krieg betreffend sind darauf hin in aller Munde. |
| 1756 |
Fürstabt Coelestin Gugger von Staudach auf offiziellem Staatsbesuch in der Stadt, die hierfür ein grosses Bankett aufstellt. Ergänzung |
| 1757 |
Das Kloster St. Gallen kauft für 12000 Gulden das Schloss Wartensee. |
| 1757 |
Zu aller Vergnügen ist zwischen Stadt- und Klosterrepublik ein Zollvertrag zustande gekommen. |
| 1757 |
17. Juni Fürstabt Cölestin Gugger vergibt dem Freiburger Bildhauer Christian Wenzinger die künstlerische Ausstattung von Schiff und Rotunde der neuen Klosterkirche. |
| 1758 |
Die Renaissance-Bibliothek des Klosters wird abgebrochen, im Lapidarium des Klosters können 12 polychrome Schlusssteine der besagten Bibliothek besichtigt werden. |
1758 1767 |
Abt Cölestin Gugger von Staudach erstellt die neue Stiftsbibliothek. |
| 1759 |
Der Kaufmann Ulrich de Gaspard Vonwiler gründet in unserer Stadt das erste Stickereiunternehmen der Welt. |
| 1760 |
Unter der Leitung von Pater Iso Walser vom Kloster St. Gallen wird anstelle eines wundertätigen Wegkreuzes die erste Wallfahrtskapelle Heiligkreuz erbaut. |
| 1762 |
In St. Laurenzen übernimmt nun eine Orgel den Kirchgesang, sie löst die seit 1722 tätigen Posaunen- und Zinkenbläser ab. |
| 1765 |
Das Beda-Haus an der Grossackerstrasse, ein barockes äbtisches Landhaus wird erstellt. Beda-Haus genannt weil Abt Beda es später als Sommerresidenz benützte. |
| 1766 |
Einweihung des neuen Klosters mit der eigentlich am Kloster angebauten Schutzengelkapelle, die Kapelle stand nur durch einen kleinen Durchgang getrennt unmittelbar vor dem nordwestlichen Eingang zur Stiftskirche. |
| 1766 |
Das prächtige Amts und Schützenhaus, später Gemeindehaus, in St. Fiden wird eingeweiht. |
| 1766 |
Johann Heinrich Ernst aus Lindau giesst für die Stiftskirche die 1202 kg schwere Schutzengelglocke mit Schlagton f°. |
1767 1796 |
Abt Beda Angehrn. |
1767 1796 |
Peter Ludwig I. Keiser giesst für die Stiftskirche die 5400 kg schwere Herz Jesu-Glocke mit Schlagton g° und die 1950 kg schwere Michaels- oder Ave Maria-Glocke mit Schlagton cis'. |
| 1767 |
Abt Beda Angehrn beginnt seinen Amtsantritt mit der Begnadigung einer zum Tode verurteilten Frau. Sie wird vom Galgenplatz ins Wirtshaus zu St. Fiden zurückgeführt, darf dort eine Suppe essen, dann werden ihr die Adern geöffnet. |
| 1768 |
Aus dem Nachlass des Schweizer Historikers und Staatsmanns Aegidius Tschudi gelangt der um 1260 geschaffener Codex 857 in den Besitz der Stiftsbibliothek. |
| 1768 |
Peter Ludwig I. Keiser giesst für die Stiftskirche die 8100 kg schwere Dreifaltigkeitsglocke mit Schlagton e°. |
1768 1770 |
Die Orgelbauer Victor Ferdinant und Karl Joseph Marta Bossard bauen im Kloster auf beiden Seiten des Chores je eine Orgel, sie gehören zu den wichtigsten historischen Chororgeln der Schweiz. |
| 1769 |
Die Verwaltung des Stiftsgebietes erstellt ein Inventar über alles was in ihrem Gebiet lebt und steht, wie Pfarreien, Kirchen, Gemeinschaften und Institutionen. |
| 1770 |
Das an einen Galgen erinnernde Bildstöcklein am Gottshusweiher wird durch eine kleine Kapelle ersetzt, sie bekommt den Namen (Maria Einsiedeln) und enthält eine Kopie des Einsiedler Gnadenbildes. |
1770 1783 |
Zollstreitigkeiten zwischen dem Abt und Appenzell, den Transit nach Rorschach betreffend. |
| 1770/71 |
Die Hungersnot veranlasst den Abt für die Bevölkerung seiner Klosterrepublik in Wien ungarisches Korn und in Venedig ägyptischen Weizen kaufen. |
| 1771 |
Das den Aposteln Petrus und Paulus geweihte Kirchlein auf Rotmonten wird abgerissen. |
| 1771 |
In der Stadt lebende Hintersassen können nun auch verbilligtes Korn beziehen, allerdings ist der Preis höher als für die Bürger und die Menge ist beschränkt. |
| 1771 |
Die schwere Hungersnot veranlasst das Handelshaus Gonzenbach, Schlumpf und Comp. einen Betrag zur Verfügung zu stellen und unter hochherzigen Mitbürgern für die Ärmsten zu sammeln. 160 Bürger können wöchentlich ein Gemüse aus Erdäpfeln, Rüben und Brot gratis entgegen nehmen. |
| 1771 |
Um der Hungersnot entgegen zu wirken, lässt die Mitbürgerin, Baronesse Locher von Coppet, eine grosse Menge Reis und Geld verteilen. |
| 1772 |
18. Oktober Das heilige Kreuz, etwas oberhalb der neuen Kirche im Heiligkreuz stehend, wird in Gegenwart von Fürstabt Beda und zahlreichen Mönchen aus dem Kloster, von vier Männern in die Kirche verbracht. |
| 1772 |
Johann Leonhard IV. Rosenlächer aus Konstanz giesst für die Stiftskirche die 552 kg schwere Heiligkreuzglocke mit Schlagton a'. |
| 1772 |
Das Schlössli auf dem Rosenberg kommt in den Besitz der Stadt und dient als Sommersitz für einen der drei Bürgermeister. |
| 1772 |
Errichtung einer Anstalt unter dem Namen Arbeitskommission, von welcher der unschuldig Arbeitslose in Tätigkeit versetzt wurde und sich Müssiggänger sichtbar als solche bezeichnen mussten. |
1774 1778 |
Abt Beda erbaut die Fürstenlandstrasse. |
| 1774 |
Abt Beda, erhört die Bitten des Gemeindeammans von Untereggen, Franz Hädener, und Lässt eine Mühle bauen (Lochmühle). |
| 1774 |
Die übergehende Steinach reisst auf Ihrem Weg von der Mühleck bis zum Lämmlisbrunnen sieben Brücken und Stege mit. |
| 1775 |
16. März Der zuvor zum Tode verurteilte Mörder und Leichenschänder, Josef Antoni Egger, ein Bauer aus Tablat, wird durch Abt Beda begnadigt und zur Galeerenstrafe nach Frankreich geschafft. |
1776 1778 |
Neubau der Kirche St. Fidelis in St. Fiden. |
| 1778 |
Ein Hochwasser zerstört alle Brücken und Stege längs der Urnäsch, darunter auch den wichtigen Übergang im Kubel. |
1778 |
Abt Beda erstellt bei Kräzern eine Hüslibrücke mit Zollhaus, Bedabrücke genannt. |
| 1778 |
Schloss Bergsteig in St. Margrethen kommt in den Besitz des Schaffneramtes der Stadt St. Gallen. |
| 1779 |
Johann Ulrich Schefer von Rotmonten, Bauwart des Klosters, erstellt die Hüslibrücke in der Spisegg. |
| 1779 |
Nachdem der (wohledle und wohlvornehme Conrad Fehr dem ehrsamen und bescheidenen Meister Johann Ulrich Tobler) einen Acker samt Haus verkauft hat, erstellt der letztere eine Biersiederei, denn späteren (Schützengarten). |
| 1780 |
Nachdem zwei Jahre zuvor ein Hochwasser sämtliche Brücken über die Urnäsch zerstört hatte baut Hans Ulrich Grubenmann eine neue gedeckte Holzbrücke. Infolge der Inschriften an den Querbalken wird sie (Sprechende Brücke) genannt. |
| 1781 |
Der Fürstabt lässt im ehemaligen Siechenhaus in Bruggen ein Zuchthaus errichten. |
| 1781 |
Abt Beda Angehrn, stellt den Benediktinerinnen vom Hlst. Sakrament das dem Stift St. Gallen gehörende Schloss Glattburg bei Oberbüren als Kloster St. Gallenberg zur Verfügung. |
| 1781 |
Der Rat erlässt ein Verbot für das an Sonn- und Feiertagen so höchstärgerliche als unnötige übers Land gehen (Sonntagsspaziergang). |
| 1784 |
Josef Moser gründet und eröffnet die Brauerei Stocken. |
| 1784 |
In Bruggen wird die erste St. Martinskirche erbaut. |
1786
*  |
30. März Karl von Schenk, Landvogt von Bregenz, schenkt Fürstabt Beda Angehrn die Gallusglocke. Ergänzung |
| 1787 |
An Stelle der erst 1710 erstellten Brücke über die Sitter bei Zweibruggen erbaut Jörg Altherr aus Speicher eine neue Hüslibrücke, die heute noch steht. |
| 1787 |
Das Kaufmännische Direktorium erwirbt das grosse oder das halbe Haus, ab 1867 Stadthaus, und errichtet darin die erste Poststelle der Stadt. |
| 1787 |
Johann Martin Reutiner, der 1780 den ersten Buchladen der Stadt mit einer Lesebibliothek eröffnete ist zum katholischen Glauben übergetreten und muss deshalb auf das Bürgerrecht der protestantischen Stadt St. Gallen verzichten. Grund genug, damit auch sein Geschäft aufgeben zu müssen. Aus diesem Buchladen wird schliesslich die Fehr'sche Buchhandlung, die 2005 aufgegeben wurde. |
| 1787 |
Der Kleine und der Grosse Rat beschliessen, die Holzbrücke beim Brühltor durch eine steinerne Brücke mit Quaderstücken und einem gewölbten Bogen zu ersetzen. |
| 1788 |
Ein Hausbrand hat zur Folge, dass etwa in der Mitte der Spisergasse der heute noch bestehend Platz entsteht. |
| 1788 |
Gründung der Mousselinecassa, Vorschusskasse für Baumwollwaren, ab 1800 Mousseline- und Leinwandcassa, 1824 Leinwand- und Anlehenscassa. |
| 1789 |
Fürstabt Beda Angehrn erbaut in Gossau, Verzweigung Flawil - Wil, ein Zoll- und Lagerhaus. |
1789 |
Die Obervögte des Fürstabtes wohnen auf Schloss Oberberg und halten dort auch Gericht. |
| 1789 |
Auf dem Salzmarkt, vermutlich am heutigen Bärenplatz, wird der erste öffentliche Briefeinwurf aufgestellt. |
| 1790 |
Der Scheitlinsbüchel wird bis dato immer noch Linsebühlerweid genannt, sie gehörte zum Besitz des Siechenhauses vom Linsebühl. |
| 1790 |
Die letzte St. Gallermünze wird geprägt, es ist ein Sechskreuzerstück. |
| 1790 |
Das lange bewährte (G), ein Qualitätszeichen der Stadt für beste Tücher, wird vom Rat abgeschafft. |
| 1791 |
Der Altstätter Baumeister Johann Ulrich Haltiner, von Abt Beda beauftragt, kann die Thur-Brücke bei Lütisburg ihrer Bestimmung übergeben. |
| 1791 |
Das darniederliegende Leinwandgewerbe erlaubt dem Rat erstmals Bleicheboden als Bauland zu vergeben. |
| 1791 |
Ein als erster behördlicher, im modernen Sinn bewilligter, Überbauungsplan ermöglicht den Bau der Biedermeierhäuser an der Rorschacher Strasse 1 - 25. |
| 1792 |
Die Stadt verkauft dem Pächter Jakob Ebneter das Löchlebad. Das Restaurant nennt sich nach einem Umbau «Löchlebad Restaurant, Cafe du Pavillon und Mineralbade-Anstalt», der Badebetrieb als solcher muss allerdings wegen mangelndem Besuch bald wieder geschlossen werden. |
| 1792 |
Mai Das revolutionäre Frankreich erklärt den Monarchien Österreich und Preussen den Krieg, die an der Nordwestgrenzen der Eidgenossenschaft durch das Kriegsgeschehen bedrohte Eidgenossenschaft beschliesst die Entsendung von Truppen zum Grenzschutz nach Basel. Die Stadt und der Fürstabt entsenden je ein Kontingent. |
| 1792 |
Die Familie Orlandi aus Bevers (GR) kann mit dem Einverständnis von Abt Beda Angehrn die Burg Mammertshofen erwerben. |
| 1792 |
Dreikönigstag Unter dem Motto, Zahl nünt, du bist nünt scholdig, bezahlen die Gossauer dem Abt von St. Gallen keine Steuern mehr. |
| 1793/94 |
Der Girtannersche Kalender, der schon im 16. Jahrhundert existierte, wird als St. Gallischer neueingerichteter allgemeiner Kalender weitergeführt. Aus diesem erwuchs das «St. Gallische Wochenblatt», das «Tagblatt der Stadt St. Gallen und der Cantone St. Gallen und Appenzell» und schliesslich via «St. Galler Tagblatt» schliesslich das «Tagblatt». |
| 1793 |
12. August Die letzte Hinrichtung auf dem äbtischen Richtplatz, dort wo heute die reform. Heiligkreuzkirche steht, gilt dem Tiroler Anton Raschbüheler. |
| 1795 |
Recht unter revolutionärem Druck stehend, hebt Fürstabt Beda Angehrn die Leibeigenschaft auf. Das Kloster alleine verfügte über ca. 2000 Leibeigene. |
| 1795 |
Der Ratsherr und Stadtarzt Bernhard Wartmann schreibt über das Brühltor: Wenige Strassen in der Welt werden so stark gebraucht wie die Strasse von St. Gallen bis Rorschach; Tag und Nacht findet man immer auf derselben Menschen, Pferde, Kutschen und Wagen. |
1796 1805 |
Abt Pankraz Vorster. |
| 1796 |
Der Rat untersagt das Tanzen, egal ob Privat oder in Wirtshäusern. |
| 1797 |
Abt Pankraz Vorster vollendet die neue Pfalz. |
| 1798 |
6. Mai Stadtbesetzung durch französische Truppen, dass Kloster wird zu einem grossen Teil in ein Lazarett umgewandelt. |
| 1798 |
April Das Rathaus am Markt, inzwischen zum Gemeindehaus umbenannt, beherbergt eine den Franzosen genehme provisorische Regierung, Munizipalrat. |
| 1798 |
Nach etlichen Besitzerwechseln ist die Abtei St. Gallen wieder Besitzer der Burg Blatten bei Oberriet |
| 1798 |
Das Haus zum Schifflin an der Multergasse später Hotel Schiff, wird erstmals in einem Kaufschuldenbrief erwähnt. |
| 1798 |
Da Abt Pankraz Vorster dem Volk stur keine Rechte abtreten will erklärt sein Landvogt Karl Müller von Friedberg, (Müller-Friedberg genannt) die Toggenburger von sich aus für frei. |
| 1798 |
Die armen Schwestern zur Gnadenstätte der Mutter vom guten Rat und des heiligen Antonius von Padua in Notkersegg müssen den sie bedrängenden wilden französischen Soldaten den Wein in Kupfergelten und Kübeln reichen. |
| 1798 |
Nach der Schlacht von Zürich dient beim (Bild) ein Bauernhof als Unterkunft für die sich zurückziehenden Russen. |
| 1798 |
Die obrigkeitliche Leinwandcassa wird liquidiert. |
| 1798 |
Die meisten Stimmberechtigten Appenzeller wehren sich gegen den erzwungenen Bürgereid und verbrennen die noch im Frühjahr errichteten Freiheitsbäume. Der helvetische Regierungsstatthalter in St. Gallen lässt daraufhin Appenzell Innerrhoden durch helvetische Truppenverbände besetzen, was deren Widerstand bricht. |
| 1798 |
Zwischen St. Gallen und Zürich wird eine Fahrpost eingeführt, die auch Personen befördert. Eine Fahrt dauert gut acht Stunden. |
| 1798 |
Die Gesellschaft zum Notvesten, ein Zusammenschluss von Kaufleuten und anderen Personen, Standeszunft der St. Galler Kaufleute, wird offiziell aufgelöst, eine bestätigende Urkunde fehlt. |
1798 |
Zwei Ratsherren und ein Weibel müssen durch die Gassen patrouillieren um während der Predigten das unzeitige Herumschweifen zu verhindern. |
1798 1918 |
Tablat existiert als politische Gemeinde. |
1798 1803 |
Präsident des Munizipalitätsrats: Kaspar Scheitlin. |
| 1798 |
Fürstabt Pankraz Vorster flieht mit seinen getreuen in das der Abtei gehörende Schloss Neuravensburg (D). |
| 1798 |
4. Juli St. Gallen wird Hauptort des Kantons Sentis, mit Diplomatie wird Appenzell verdrängt, dass eigentlich zuerst als Hauptort vorgesehen war. Das Gebiet besteht aus der Stadt und Fürstabtei St. Gallen, der Landvogtei Rheintal und den beiden Appenzell, die Epoche der Helvetic beginnt. |
| 1798 |
Die Stadtbehörden überlassen dem Regierungsstatthalter des Kantons Sentis, Dr. Johann Caspar Bolt, das ehemalige Bürgermeisterhaus zur Münze, der dem Haus den Namen (Zur Freundschaft) gibt. Es stand zwischen dem Löchlebad und dem Schibenertor, also da wo später die nun auch schon wieder abgerissene Union gebaut wurde. |
| 1798 |
30. August Die Stadtbürger nehmen nach dem Verfassungsschwur auf die Helvetic auf dem oberen oder kleinen Brühl gemeinsam ein Mal ein. |
| 1799 |
4. Januar Die noch verbliebenen Konventualen des Klosters St. Gallen werden verbannt, indem sie unter militärischer Begleitung bei St. Margrethen auf dem gefrorenen Rhein ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen werden. Sie finden humanitäre Aufnahme in der Zisterzienserabtei Mehrerau im Vorarlbergischen. |
| 1799 |
21. Januar Besatzungsgeneral Lautier Xaintrailles führt mit einem Freiheitsfest und einer feierlichen Truppenparade auf dem Klosterplatz und in der Stadt der Bevölkerung die Vorzüge der neuen Republik vor Augen, er stösst dabei auf offenen Spott und Ablehnung. |
| 1799 |
Auf Befehl des helvetischen Kommisärs Johann Jakob Erlacher, mit der Konfiszierung des klösterlichen Vermögens beauftragt, werden am Hofportal der Abtei den Statuen von Gallus und Otmar die Köpfe abgeschlagen und in der Stadt sämtliche städtische Wappen entfernt. |
| 1799 |
15. Februar Die Munizipalität, später Gemeinderat, wird gewählt. Dieser Tag wird als Geburtstag der Einwohnergemeinde bezeichnet. |
| 1799 |
2. - 21. Mai Koalitionskrieg, nachdem es den Österreichern gelungen ist, über den Rhein in die Schweiz vorzudringen, verlassen die Franzosen die Stadt. Die Österreicher werden herzlich willkommen geheissen. |
| 1799 |
Mit österreichischer Unterstützung kommt Abt Pankraz Vorster noch einmal aus dem Exil zurück. Nach dem Sieg der Franzosen gegenüber der Koalition ist es aber endgültig vorbei mit seiner Herrschaft. |
| 1799 |
25./26. September Die Siege der Franzosen bei Zürich und Schänis veranlassen die Koalitionstruppen sich aus dem Raum Ostschweiz zurück zu ziehen, was natürlich das sofortige Nachrücken und die Wiederbesetzung der Stadt durch französische Truppen zur Folge hat. |
1800  |
Der zweistöckige Holzerker zum (Feigenbaum), Webergasse 9, wird erstellt. |
1800  |
Im Kubel wird die Holzbrücke über die Sitter erstellt. |
1800  |
Der zweistöckige Holzerker (zur Engelburg), Brühlgasse 29, wird erstellt. |
1800 1839 |
Der Grüne Turm, an der Einmündung der Gallusstrasse in den Oberen Graben, dient als Zuchthaus für Kettensträflinge. |
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| 1801 |
23. Dezember Erstmals erscheint das neue «St. Gallische Wochenblatt». Es gilt als eigentliche Vorgängerin des «Tagblatts der Stadt St. Gallen», dem heutigen «Tagblatt». |
| 1801 |
Der Abt erlaubt der ersten professionellen Theatergruppe, jener von Löhlein aus Deutschland in einer Scheune im Langacker aufzutreten. |
| 1801 |
Freigabe der Stadtmauer, sie kann jetzt in Privatbesitz übergehen. Häuserbesitzer an der Mauer dürfen nun Fenster einbauen oder unter Umständen sogar Mauerstücke abtragen. |
| 1801 |
14. Oktober Nachdem das Provisorium im Langacker nicht genügt, wird der ehemalige Marstall zum Theater umgebaut. Zur Premiere des ersten St. Gallertheaters führt die Deutsche Löhlein'sche Theatergesellschaft «Die Silberne Hochzeit oder das Glück des zufriedenen Landmanns» von Kotzebue auf. |
| 1801 |
Der Waadtländer Marc-Antoine Pellis führt in der Spinnerei - Aktiengesellschaft St. Gallen die ersten Spinnmaschinen der Schweiz ein, es handelt sich um englische Spinnmaschinen mit Mules und Göpelantrieb. Die Spinnerei wird im aufgehobenen Kloster installiert. |
| 1801/02 |
Das neue Haus zum Nothvestein, Bank Wegelin, wird erstellt. |
1803 1814 |
Kaspar Steinlin wird Syndicus. |
| 1803 |
Rotmonten wird zusammen mit St. Georgen der Gemeinde Tablat zugeteilt. |
| 1803 |
Die Druckerei Johannes Zollikofer übernimmt das St. Gallische Wochenblatt. |
| 1803 |
Unter der Leitung des Schaffauser Hauptmann Wipf kämpfen 600 Schweizersoldaten darunter viele Stadt St. Galler auf Saint Domingue für den französischen Konsul der die seit 1797 verbotene Sklaverei wieder einführen will. Ergänzung
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| 1803 |
Karl Müller-Friedberg, ehemaliger Statthalter auf Oberberg, erhält von Napoleon den Auftrag eine konstituierende Versammlung einzuberufen. |
| 1803 |
15. April Ausrufung des Cantons St. Gallen durch den ehemaligen äbtischen Obervogt Karl Müller-Friedberg. Dieses Datum wird als eigentlicher Gründungstag des Kantons St. Gallen bezeichnet. Die Stadt St. Gallen wird Kantonshauptort. |
| 1803 |
29. Dezember Ernennung des in königlich-spanischen Diensten gewesenen Josef Stierli aus St. Fiden zum ersten Kommandanten des neu gegründeten St. Gallischen Landjägerkorps. |
1803 1848 |
In dieser Zeit werden 27 Todesurteile gefällt, 17 davon werden auf der Laimat vollstreckt. |
| 1804 |
18. Mai Die kantonale Militärorganisation hält an der bisherigen Verpflichtung fest, Wehrmänner müssen sich die Waffen und die Bekleidung weiterhin selber beschaffen. |
| 1805 |
8. Mai Der Grosse Rat beschliesst das Kloster aufzuheben. Die Regierungsmehrheit war der Auffassung, dass das Kloster schon 1798 aufgehoben worden sei, demnach war es eher eine Bestätigung als ein Beschluss. Die undiplomatische und patriarchalische Sturheit von Abt Pankraz Vorster hat sicher seinen Teil zum Ergebnis beigesteuert. |
| 1805 |
Der erste Landammann des neuen Kantons St. Gallen, Karl Müller-Friedberg, gründet die «Theater-Actionnairs-Gesellschaft», aus dem schliesslich das Theater St. Gallen wird. |
| 1806 |
Karl Müller-Friedberg, Mitbegründer des Kantons St. Gallen und Gallus Jakob Baumgartner «Kantonsrat» aus Altstätten gründen die Zeitung «Der Erzähler». |
| 1806 |
Dammbruch am mittleren Burgweiher, dieser muss mit Erde und Lehm neu befestigt werden. |
| 1806 |
Der Rat lässt zwischen Multertor, via Kugelmoos nach Platten die Plattenstrasse anlegen. |
| 1806 |
Mit der Klosteraufhebung wird unter anderem auch das bis dahin in dessen Besitz gewesene Schloss Roggwil an Güterhändler verschachert. |
| 1806 |
25. September Gründung der Heimatschutzsektion St. Gallen. |
| 1807 |
31. Juli Obwohl die Behörden den Einsturz der sich kurz vor ihrem Abbruch befindenden Holzbrücke in Kräzern befürchteten, kann ein Glockentransport (8000 Kg), gezogen von 18 Pferden die Brücke passieren und nach Herisau weitergeführt werden. |
| 1807 |
Die barocke Schutzengelkapelle vor dem nordwestlichen Eingang zur Stiftskirche wird nach nur 41 Jahren wieder abgerissen. |
| 1807 |
Bruggen erhält eine eigene, katholische Pfarrei (St. Martin-Bruggen). |
| 1807 |
8. Mai Liquidation des Klosters und seines Besitzes, die Besitztümer und Vermögenswerte der Abtei werden zwischen dem Kanton und den Katholiken aufgeteilt. |
1808 1810 |
Bau des heutigen Hochaltars im Kloster. |
| 1808 |
Baubeginn für das Bleicheliquartier. |
1808  |
Der klösterliche Herrschaftssitz, die Rehburg an der Rorschacherstrasse, wird gebaut. |
| 1808 |
Der Pulver- oder Ladererturm bei St. Mangen, sowie der Harzturm oben an der Metzgergasse und grosse Mauerteile werden geschleift, die Steine werden für den Bau des neuen Waisenhauses an der Rosenbergstrasse verwendet. |
1808 - 1868 |
16. März / 26. August Johann Jacob Rietmann. Als begnadeter Zeichnungslehrer ist er auf die verdankenswerte Idee gekommen, die sich vor ihrem Abbruch befindenden sechs Stadttore zu zeichnen und in Kupfer zu stechen, um sie wenigstens als Bild der Nachwelt zu erhalten. |
| 1808 |
Das um 1150 herum entstandene romanische Kreuz des Klosters St. Gallen bekommt im Kreuzgang des Klosters Maria vom guten Rat und des hl. Antonius von Padua in Notkersegg einen neuen Platz. |
| 1809 |
Georg Leonhard Hartmann schafft eine Kupferplatte mit den Grundrissen der Stadt St. Gallen, wobei sich die Genauigkeit hauptsächlich auf das Abschreiten des zu skizzierenden Teils beschränkt. Das Original ist im Besitze des Vermessungsamtes. |
| 1809 |
Abbruch des Michaelturmes zwischen Brühl- und Platztor. |
| 1809 |
In der Stadt werden 7388 Reformierte und 730 Katholiken, insgesamt also 8118 Personen gezählt. |
| 1809 |
Das Gymnasium Katholischer Fundation, später Katholische Kantons Realschule, öffnet im ehemaligen Klostergebäude seine Tore. |
| 1810 |
Aus einem Bauernhaus wird auf dem vormals Himmeliberg, Studegüggi oder Chrützberg genannten Stadthügel, das erste Restaurant Freudenberg. Der Name des Restaurants wird von der Bevölkerung nach und nach für den ganzen Hügel übernommen. |
| 1810 |
Der zuvor Himmeliberg und Chrützberg genannte Studegüggi mit dem zuoberst vom Baumbestand freien Platz wird von unseren Stadtoberen offiziell in Freudenberg umbenannt. Im Volksmund hörte man noch viele Jahre (Chrützberg), vermutlich zurück zu führen auf ein städtisches Grenzkreuz beim Kreuzweiher. |
1810  |
Der Holzerker, Metzgergasse 7, wird erstellt. |
1810 1980
*  |
Der um ca. 1518 erstellte Runde Turm neben dem Karlstor, einst Teil der Befestigungsanlagen, wird als Gefängnis genutzt. |
| 1811 |
Der Turm des Karlstores wird zum Kantonalen Untersuchungsgefängnis umgebaut. |
| 1811 |
16. Oktober Die Kräzernbrücke wird eingeweiht, es handelt sich hiermit um die erste Vollsteinbrücke die in derartig enormer Höhe (Zeitchronik), 25m einen Fluss, die Sitter überspannt. Für den Bau, der vier statt zwei Jahre dauerte und fünfmal mehr Kosten verursachte als veranschlagt, wurden auch Sträflinge eingesetzt. Anekdote |
| 1811 |
12. Juli Das neue Waisenhaus am Fusse des Rosenbergs, später Verkehrsschule, östlich vom Haus Washington, kann bezogen werden. Das Fundamentmaterial stammt aus dem abgebrochenen Pulverturm bei St. Mangen und dem Harzturm oben an der Metzgergasse. |
| 1811 |
Gründung der Zinstragenden Ersparungs-Cassa der Stadt-Gemeinde St. Gallen, ab 1843 Ersparniskasse, ab 1896 Ersparnisanstalt der Stadt St. Gallen, ab 18.12.2006 Vadian Bank. |
| 1811 |
Das Restaurant der Brauerei Stocken wird eingeweiht. |
| 1812 |
Das Kaufmännische Direktorium (Handelskammer) stellt in einer Eingabe an die Kantonsregierung fest, dass wegen der französischen Zollpolitik mehrere tausend Menschen bitterste Not erleiden müssen. |
| 1812 |
Bartholome Rheiner eröffnet in der Spiservorstadt das momentan einzige öffentliche Bad der Stadt. |
| 1812 |
In der Stadt sind vier Pflastermeister für den Unterhalt von Strassen und Plätzen zuständig. |
| 1619 |
Der Gefängnisturm auf der Hinterseite des Rest. Hirschen in St. Fiden wird abgebrochen. |
| 1812 |
Neun Lohnkutschereien unterhalten den Verkehr in der Stadt und der Umgebung. |
| 1812 |
Die Stadt St. Gallen hat 8900 Einwohner. |
| 1812 |
Die Buchdruckerei Zollikofer und Züblin an der Neugasse geben das erste Adressbuch von St. Gallen heraus. |
| 1812 |
Die Klosterfrauen des St. Wiboradaklosters in St. Georgen werden angewiesen keine Novizinnen mehr aufzunehmen, dass Verdikt führt zum Untergang des kleinen Klosters. |
| 1812 |
Die Besitzer des Geländes, auf dem später der Stadtpark entstehen wird, die Familie Scherer, erbaut einen Pavillon, heute Stadtpark-Pavillon genannt. Vorab die städtische Oberschicht frönt dort dem Badevergnügen. |
| 1812 |
Eröffnung der Landstrasse vom Schibenertor bis Zürich. |
| 1813 |
Die Verwaltung der katholischen Kirchengüter wird dem Kath.- Administrationsrat als Rechtsnachfolger der Abtei anvertraut. |
1813 - 1898 |
18. Dezember / 2. November Johann Christoph Kunkler, Architekt, Erbauer des Bürgerspitals, des Stadttheaters am Bohl, des Alten Museums und des alten Helvetiagebäudes am Helvetiaplatz. |
1814 1816 |
Johann Jakob Mayer wird Syndicus. |
| 1814 |
Teilweise mit Waffengewalt schafft es Karl Müller-Friedberg, den Mediationskanton St. Gallen gegen partikulare Interessen zu verteidigen. |
| 1814 |
31. August Katholischer und Evangelischer Konfessionsteil erlangen öffentlich-rechtliche Anerkennung. |
| 1815 |
Für die Stadt sind vier Polizeidiener angestellt. |
1815  |
Die ehemaligen Bleichen werden als Pflanzplätze an die Bürger vermietet. |
1816 1829 |
Stadtrats-Präsident: Hermann Fels. |
1816 1831 |
Stadtrats-Präsident: Joachim Steinmann. |
| 1816 |
Die von den Winterthurer Unternehmer Hans Ulrich Graf und Johann Jacob Rieter erbaute Spinnerei Buchenthal nimmt mit 36 Spinnstühlen den Betrieb auf. |
| 1816/17 |
Das letzte Mal wo Leute aus unserer Stadt den Hungertod erleiden müssen. |
| 1817 |
Die Zahl der Polizeidiener wird um eine Person erhöht, es sind jetzt insgesamt deren fünf Mann. |
1817 1819 |
Um die Rissbildung und deren Verbreiterung in den Mauern des Klosters zu eliminieren, werden in den Wänden Balken und Klammern zur statische Sicherungen eingebaut. |
| 1817 |
17. September Christoph, der eine Sohn von Anna Maria Högger, fällt in der Neugasse, etwa auf der Höhe von Gerber Scheitlin, an der tiefsten Stelle in den Wasserkanal. Ein anderer Knabe, armer Bursche genannt, rettet ihm das Leben. |
| 1816 |
Die Hungersnot bewirkt, dass die Hülfsgesellschaft der Stadt St. Gallen wieder ins Leben gerufen wird. |
| 1816 |
Gemüts- und Geisteskranke Menschen bekommen im Näfenacker eine abgesonderte Unterkunft, ab 1847 werden sie nach Pfäfers abgeschoben. |
| 1816 |
16. Mai Gründung der Freimaurerloge (Eintracht Concordia). |
| 1818 |
Stillegung der Spinnereibetriebe im aufgehobenen Kloster. |
| 1819 |
Christian Fischbacher aus dem St. Gallischen Toggenburg legt als 16jähriger den Grundstein für eine Textilfirma in St. Gallen die heute weltweit bekannt ist. |
| 1820 |
An der Wassergasse wird das Fremdenspital eingerichtet, es war zuvor unter dem Namen Seelhaus (Fremdenspital und Pilgerherberge) vor dem Spisertor. |
1820  |
Der Holzerker zur (Klarheit), Webergasse 20, wird erstellt. |
| 1821 |
Michael Weniger aus Sigmaringen (D) eröffnet in St. Georgen (Schlipf) am Bach eine kleine Giesserei. |
| 1822 |
Die in der Stadt niedergelassenen Katholiken gründen eine eigene Schulgemeinde. |
| 1823 |
Die Bulle von Pius VII. bestätigen nun auch die kirchliche Aufhebung des Klosters. |
| 1823 |
Zwecks Nutzung der Wasserkraft, erstellt Michael Weniger im Philosophental einen Stauweiher (Wenigerweiher). |
| 1823 |
Die Torbogen der äusseren Vorwerke des Müller- und des Spisertores werden abgerissen. |
| 1824 |
Das Gregoriusfest wird erstmals Jugendfest genannt, heute Kinderfest. Vorläufer waren die Maifeiern oder die Rutenfeste, wo im Wald die Züchtigungsruten für die Schüler geschnitten wurden. |
| 1824 |
Der Stadtrat erachtet es als notwendig den Polizeiverwalter anzuweisen, den Harschieren rund um unsere Hauptkirche (St. Laurenzen) ein besseres Benehmen beizubringen. |
| 1824 |
27. September Gründung des Doppelbistums von St. Gallen und Chur, Bischof wird Karl Rudolf von Buol-Schauenstein und die Stiftskirche wird Kathedrale. |
1824 1841 |
Im Tuchhaus an der Neugasse, auch Bürgermange genannt, wird die Bürgerliche Knabenrealschule eingerichtet. |
| 1825 |
20. April Die Finanzkommission im Regierungsgebäude in St. Gallen versteigert die dem Kanton gehörende «Burg Waldegg». Neuer Besitzer ist der St. Galler Kaufmann Johann Jakob Täschler, der darin eine Rotfärberei einrichtet. |
| 1826 |
In der Multergasse werden die ersten Gaslaternen aufgestellt. |
| 1826 |
Der Metzger und Wirt Johann Jakob Müller wird Besitzer des einstigen Zunfthauses der Metzger in der Metzgergasse. Er nennt es Restaurant zum goldenen Lamm, 60 Jahre später wird erstmals der Name zum goldenen Schäfli genannt. |
| 1826 |
Beim Schützengarten wird eine neue Schiessanlage eröffnet. |
| 1827 |
Der Kunstverein wird gegründet. |
| 1827 |
Die Durchfahrt beim Spisertor wird erweitert. |
| 1827 |
Die Leinwandschau, eine einst für die Qualitätstücher unserer Stadt sehr wichtige Kontrolle, wird aufgehoben. |
| 1828 |
Michael Weniger gründet die Maschinenfabrik St. Georgen, die in der Folge bis zu 420 Arbeiter beschäftigt. |
| 1828 |
31. März Im Protokoll der Baukomission heisst es, der Wasserkanal im Gängli ist in sehr schlechtem Zustand und bedarf dringend einer Wiederherstellung. |
| 1828 |
Der Tröckneturm wird gebaut, er gehört zu einer Rotfärberei die nach Aufhebung des Klosters in der Burg Waldegg eingerichtet wurde. |
| 1828 |
Teile der Schiedmauer werden abgerissen. |
| 1828 |
Das Schuh- und Schmalzhaus an der Marktgasse oben bei der Schiedmauer, wird abgerissen. Im Erdgeschoss wurde Butter und Käse gehandelt und im ersten Stock verkauften die Schuster ihre Schuhe. |
| 1828 |
Der erste trigonometrisch vermessene Stadtplan wird erstellt. |
| 1829 |
Der Teil der Schiedmauer südlich vom Schlössli wird abgebrochen, damit wird der direkte Zugang zum Klosterhof möglich. |
| 1829 |
Über das frühere St. Fiden steht im (Neujahrsblatt) unter anderem folgende Beschreibung: Dieses Dörfchen liegt auf einer schönen Ebene, eine Viertelstunde nordöstlich von St. Gallen, für dessen katholische Bevölkerung es der Begräbnisort ist. |
| 1829 |
Karl Müller-Friedberg, bittet den einstigen Abt Pankraz Vorster um Verzeihung. Er hatte aus Sicht des Klosters im Toggenburg die Interessen des Klosters verraten. Der ehemalige Abt vergibt ihm mittels eines Briefes. |
| 1829 |
Bankraz Vorster, der letzte Abt von St. Gallen, stirbt im Kloster Muri AG. |
1829 1830 |
Stadtrats-Präsident: Dr. med. Bernhard Wild. |
1830 1831 |
Stadtrats-Präsident: Karl August Gonzenbach. |
| 1830 |
Der Brunnen auf dem Brunnenplatz vor der Hexenburg in der Hinteren Lauben wird durch einen neuen aus Eichenholz ersetzt. |
| 1830 |
27. Januar Während 6 Tagen wütet an der St. Magnihalde ein Grossbrand dem acht Menschen zum Opfer fallen und 12 Gebäude zerstört werden. |
1831 1835 |
Gemeindeammann: Karl August Gonzenbach. |
| 1831 |
Johann Jacob Zollikofer wird Bürgerratspräsident. |
| 1831 |
Eine neue Zeitung kommt auf den St. Galler Pressemarkt. Sie nennt sich «St. Galler Zeitung». Im Jahre 1874 stellt sie ihr Erscheinen aber wieder ein. |
| 1831 |
Dezember Der Gemeinderat setzt die Poizeiorganisation fest, da ein eigentlicher Gründungstag offiziell nicht beschrieben ist, wird dies aus heutiger Sicht als Gründungszeit der Stadtpolizei genannt. |
| 1831 |
12. Januar Der kantonale Verfassungsrat wird unter Druck gesetzt. Zahlreiche Demokraten aus Altstätten sorgen vor der Türe des Verfassungsrates im Regierungsgebäude für Unruhe, damit dieser das Referendum bejahe, was er unter dem Druck auch macht. Da ja die Sache nun erledigt war, waren die am nächsten Tag zur Unterstützung eingetroffenen ca. 600 Rheintalerbauern vergebens gekommen. |
| 1831 |
Sein autoritärer, teilweise fast diktatorischer Führungsstiel macht Karl Müller-Friedberg zum Feindbild der radikal-liberalen Opposition, die im Zug der Regeneration seinen Sturz herbeiführt. Karl Müller-Friedberg zieht sich verbittert nach Konstanz zurück wo er seine Erinnerungen zu Papier bringt und dort am 22. Juli 1936 stirbt. |
| 1831 |
9. Oktober Die Stadt sieht sich veranlasst, die archivarische Trennung zwischen Ortsbürger- und politischer Gemeinde einzuleiten. |
| 1832 |
Die «Kranken-, Invaliden und Sterbekasse der Typographen» wird gegründet. |
| 1832 |
2. April Die Polizeikommission stellt fest, dass die Brunnensäule des am Tag zuvor neu erstellten Brunnens beim Rathaus an der Marktgasse zu niedrig und zu geschmacklos ist. Die Kommission beantragt dem zustimmenden Gemeinderat die Erhöhung der Säule mittels eines Aufsatzes von zwei bis drei Schuh, so das die Proportionen einigermassen stimmen. |
| 1832 |
An der Kunst- und Industrie-Ausstellung, die im Spätherbst im Saal «Zum Antlitz» an der Neugasse stattfindet, sind unter anderem auch Radierungen von Jacob Rietmann zu sehen. Jacob Rietmann ist es zu verdanken, dass das Aussehen der Stadttore in die Gegenwart herüber gerettet werden konnte. Siehe |
| 1832 |
26. Juli Eine Vereinbahrung regelt die Rechte und Pflichten der Stadtpolizei und der Feuerwehr in dem zu Tablat gehörenden Stiftsumfang. |
| 1832 |
Eine Pedition von 102 Bürgern verlangt den Abbruch des Multertores. |
| 1832 |
Eine Ausscheidungsurkunde regelt zwischen der Politischen und der Genossengemeinde den Besitz der Ortsbürgergemeinde. Das Stadtarchiv wird letzterer übereignet. |
1833 |
Im Hl. Geistspital können arme Menschen eine Nacht gratis übernachten, wer länger bleibt wird auf einer Düngerbrenne aus der Stadt gebracht und von Hof zu Hof verladen bis die Heimatgemeinde erreicht ist. |
| 1833 |
Peter Ehrenzeller wird Bürgerratspräsident. |
| 1833 |
Die bischöfliche Kurie enthebt den Pfarrer und Professor Alois Fuchs wegen seines Eintretens für eine demokratische Kirchenverfassung aller seiner Ämter. |
| 1833 |
Das Gesetz über die Einteilung des Kantons in Ortsgemeinden tritt in Kraft und bestimmt welches Territorium die Ortsbürgergemeinde St. Gallen ausmacht. Dies sind Altstadt, Kreuzbleiche, St. Leonhard, Nest, Bernegg, Mühlegg, Harfenberg, Linsebühl, St. Jakob, Leimat, Rosenberg. Der Gemeinderat mit fünfzehn Mitgliedern und 11 Mitgliedern aus dem Verwaltungsrat der Ortsbürgergemeinde sind fortan für die Gemeinde zuständig. |
| 1834 |
Der 1809 abgesetzte König von Schweden, Gustav der IV. kommt nach vielen Jahren unsteter Herumreiserei unter dem pseudonym Oberst G.A. Gustavsson nach St. Gallen wo er im Gasthaus zum «Weissen Rössli» beim Multertor Wohnsitz nimmt und 1837 stirbt. |
| 1834 |
Das Frauenkloster St. Wiborada in St. Georgen wird aufgehoben und an dessen Stelle ein katholisches Lehrerseminar eingerichtet. |
1834 |
18. Mai Obwohl an vielen Stellen bereits keine Stadtmauer mehr zu sehen ist, sind des Nachts bis zu diesem Datum noch immer sämtliche Tore geschlossen. Die Stadt macht es sich schwer auf die einträglichen Torzölle zu verzichten. |
| 1834 |
Hieronymus Wegelin wird Bürgerratspräsident. |
| 1834 |
Der Würtemberger Matthäus Hipp, entwirft in St. Gallen das elektrische Pendel für Uhren, englisch und französisch. |
| 1834 |
19. November Bischof von St. Gallen und Chur, Johann Georg Bossi. |
| 1834 |
Das Metzgertor, auch Kutzer-, Koster-, Lainbühler- oder Frankentor genannt, wird abgerissen. |
| 1834 |
Katholisch-Tablat gründet eine Schulgemeinde. |
| 1834 |
Gegen den Willen der städtischen Obrigkeit, die den Verlust des Aus- und Einlasslohns geltend macht, verfügt der kleine Rat des Kantons St. Gallen, dass das nächtliche Sperren der Stadttore aufgehoben wird. |
1835 1839 |
Gemeindeammann: Dr. jur. Christian Friedrich Fels. |
| 1835 |
«Der St. Gallische Wahrheitsfreund», eine neue Wochenzeitung in der Stadt, erblickt das Licht der Welt. |
| 1835 |
Die den Warenverkehr behindernden Flügel der Stadttore werden allesamt an einem einzigen Tag ausgehängt. |
| 1835 |
Das Kind eines Wiedertäufers wird gegen seinen Willen mit der Polizei zur Kirche gebracht und dort getauft. |
| 1835 |
Nördlich des Eichweihers am östlichen Waldrand wird der zuerst Todtenweiher genannte, Buchwaldweiher angelegt. |
| 1835 |
Gründung der «Ersparnisanstalt des Kaufmännischen Directoriums», ab 1966 «Bank des Kaufmännischen Direktoriums». |
| 1835 |
An Stelle des ehemaligen Schwitz- und Wasserbades Lämmlisbrunn eröffnet die Brauerei Bierhof an der Kreuzung Lämmlisbrunnen- Rorschacherstrasse, zwischen Steinach und Sägebach, seine Pforten. |
| 1836 |
Das vermutlich nach dem Stadtbrand von 1368 erbaute Müllertor wird abgerissen, und jubelnd wird verkündet, dass nur für Sonne und Licht freier Zugang herrsche. |
| 1836 |
Am Zusammenfluss vom Rütibach und dem Nottentöbelibächli wird der Rütiweiher erstellt. Mit dem Weiher als Wasserspeicher wird sichergestellt, dass die Wasserwerkbesitzer an der Steinach für ihre Fabrikanlagen immer genügend Wasser haben. |
| 1836 |
Die Siftsbibliothek kommt in den Besitz einer Mumie. Näheres |
| 1836 |
Die Hilfsgesellschaft stellt den unbemittelten Mitbürgern einen Armenarzt zur Verfügung, heute Gemeinnützige und Hilfsgesellschaft der Stadt St. Gallen (GHG). |
| 1836 |
Das Brühltor wird abgebrochen. |
| 1836 |
9. Dezember In der Zeitschrift «Erzähler» ist zu lesen; Auf der Hauptstrasse zwischen Bodensee und Zürich ist endlich das eine der alten unnützen Bollwerke, das Brühltor, ganz abgetragen worden, statt einer unsichern und gefährlichen Schlucht erfreut sich der Verkehr nun einer sehr bequemen und breiten Einfahrt. |
| 1837 |
Das Schibenertor wird abgebrochen. |
| 1837 |
Eine Zählung der Hausadressen ergibt, dass jetzt ausserhalb der Ringmauer um die Stadt mehr Häuser vorzufinden sind als in der Stadt. |
| 1837 |
Gründung der «Bank in St. Gallen», sie gewährt in grossem Stil Investitionskredite. |
| 1837 |
17. Oktober Gallus Jakob Baumgartner, Querdenker und Visionär aus Altstätten, stellt im «Erzähler», einer zweimal pro Woche erscheinenden Zeitung fest, dass es zwischen St. Gallen und Rorschach unbedingt eine Eisenbahnlinie braucht. |
| 1837 |
Stephan Schlatter gründet die Freie Evangelische Gemeinde St. Gallen. |
| 1837 |
24. November Der Kantonsrat geht nicht auf das von Kantonsrat Gallus Jakob Baumgartner aus Altstätten geäusserte Begehren ein, eine Eisenbahnlinie zwischen der Stadt und Rorschach zu erstellen und entscheidet sich statt dessen zu Gunsten einer neu zu erstellenden Kantonsstrasse St. Gallen - Rorschach. |
1838 1841 |
Auf der Nordseite des Klosterplatzes entsteht nach den Plänen von Felix Wilhelm Kubly der Zeughausflügel und die katholische Schule. |
| 1838 |
In der Metzgerei Rietmann an der Engelgasse wird die erste St. Galler-Bratwurst mit der heute noch geltenden Rezeptur hergestellt. |
| 1838 |
Das Spitztürmchen in der Stadtmauer, dort wo heute die Augustinergasse in den Unteren Gaben mündet, wird abgebrochen. |
| 1838 |
Die Plattenstrasse nun korrigiert, führt jetzt vom Kugelmoos direkt via Platten bis an die Grenze der Gemeinde Straubenzell, sie wird zur grenzgesetzlichen Gemeindestrasse erklärt |
| 1838 |
Fabrikanten aus Salerno und englische Partner gründen die Spinnerei Sittertal. |
| 1838 |
Eidgenössisches Schützenfest auf dem unteren Brühl. |
| 1838/39 |
Die immer noch vom Erdbeben von 1774 beschädigte St. Mangenkirche wird renoviert, dabei wird die Männerempore im nördlichen Querschiff entfernt. |
1839 1860 |
Gemeindeammann: Albert Kunkler. |
| 1839 |
Edmund Erpf wird Bürgerratspräsident |
| 1839 |
Erstausgabe des «Tagblatts der Stadt St. Gallen», heute «St. Galler Tagblatt». |
| 1839 |
Die Bürgerschaft beschliesst zwischen Brühl- und Spisertor eine Öffnung zum Burggraben zu errichten, daraus entsteht die Glockengasse. |
| 1839 |
Die Linsebühlkirche wird selbständige evang. Pfarrei. |
| 1839 |
Der grüne Turm oder Gallusturm, der an Stelle des ehemaligen Gallustores auch Gallitor genannt am Eingang zur Gallusstrasse stand, wird abgebrochen. |
| 1839 |
Im ehemaligen St. Wiboradakloster in St. Georgen wird ein Priesterseminar eingerichtet. |
| 1839 |
Obligatorisch müssen St. Galler Postillione nun wieder das schon seit langem verstummte Posthorn blasen. |
| 1839 |
Abriss des Multertores, wegen der Wirtschaft zum «Weissen Rössli» innerhalb neben dem Tor oft auch Rösslitor genannt. |
| 1839 |
Auf dem Laimat wird der Galgen abgebaut. |
| 1839 |
Das Zuchthaus St. Jakob wird seinem Zweck übergeben. Kriminalstrafen und Korrektionsmassnahmen werden nach dem sogenannten Silent System vollzogen. |
| 1840 |
Die Landstrasse vom Platztor bis zur Thurgauergrenze wird gebaut. |
| 1840/41 |
Das Hoftor wird abgebrochen. |
| 1840 |
Der österreichische Eisenbahnpionier, Alois Negrelli, auch Planer des Suezkanals, erstellt die Rorschacher Strasse neu. Bis dahin teilten sich die Wege ab St. Fiden zur Stadt. Die Hauptverbindung führte durch die Brückengasse über den Tempelacker an der alten Linsebühlkirche vorbei zur Spiservorstadt und schliesslich zum Spisertor. |
| 1840 |
An der Wassergasse entsteht eine «Rettungsanstalt für verwahrloste Kinder». |
| 1841 |
Christ. Hier. Girtanner wird Bürgerratspräsident. |
| 1841 |
Die Landstrasse nach Speicher wird über Tivoli und Notkersegg gebaut. |
| 1841 |
In der Stadt wird ein Handwerkergesellenverein ins Leben gerufen. |
| 1841 |
Die Knabenschule im Grabenschulhaus wird in Betrieb genommen. |
| 1841 |
Dem Anbau des Zeughausflügels an die Pfalz im nördlichen Teil des Klosterhofes muss ein weiterer Teil der Schiedmauer und damit auch das Hof- oder Klostertor weichen. Ergänzung |
| 1842 |
In St. Gallen erscheint die erste Ausgabe der «Schweizer Zeitung», vom Alstätter, Gallus Jakob Baumgartner herausgegeben. Nach vier Jahren wird der Titel geändert in «Die Neue Schweiz». |
| 1842 |
4. August Das Restaurant Freudenberg fällt einem Brand zum Opfer. |
| 1842 |
In einem Artikel des St. Galler Tagblattes wird bauwilligen das Recht für einen Erkerbau abgesprochen. Die Strasse gehöre schliesslich der Polizei und Eigentum dürfe nicht von Dritten in der Luft überbaut werden. |
| 1843 |
Joh. Mich. Scheitlin wird Bürgerratspräsident. |
| 1843 |
Das Haus Schwertgasse 22 wird gebaut, dort stand zuvor der zur Stadtbefestigung gehörende Miachelsturm. |
| 1843 |
Anstelle des erst abgebrochenen Richtplatzes auf der Laimat muss für eine letzte Hinrichtung ein provisorischer Richtplatz gebaut werden. |
| 1843 |
Industrie- und Gewerbeausstellung, 11. Kantone beteiligen sich. |
| 1843 |
Die «Leinwand- und Anlehenscassa» wird aufgehoben. |
| 1843 |
Johann Zuber verkauft der Stadt für 25 Gulden den von ihm erstellten trigonometrischen Stadtplan. |
| 1843 |
29. November Auf der Leimat wird die letzte Hinrichtung vollzogen. Der Mörder Peter Waser wird durch den bekannten, nun 72 jährigen Scharfrichter Johannes Bettenmann aus Altstätten hingerichtet. |
1843 1846 |
Beim Kloster wird an der Stelle des früheren Bruderhauses die Kinder- und Schutzengelkapelle erstellt. |
1843 1847 |
Die Ärzte Johannes Seitz und Friedrich Vonwiler betreiben an der Ecke Ilgen-, Bogenstrasse eine Nervenheilanstalt die sie Paradies nennen und vor allem Patienten aus gutbetuchten Familien aufnimmt. Nachdem in Pfäffers die kantonal psychiatrische Klinik ihre Tore öffnete, wurde die Nervenanstalt nach nur vier Jahren wieder geschlossen. |
1844 1845 |
Bau der Landstrasse nach Heiden und Rehetobel. |
| 1844 |
Auf dem Freudenberg wird an Stelle des abgebrannten Gasthauses ein neues erstellt. |
| 1844 |
Franz Elysäus Rittmeyer richtet an der Webergasse mit 12 Maschinen die erste Stickfabrik ein. |
| 1845 |
Belegt ist die Hauptwache der Polizei im alten Spitalgebäude des Heiliggeistspitals. |
| 1845 |
Der die Stunde ausrufende Nachtwächter hat ausgedient, er wird durch eine Polizei-Patroullie ersetzt. |
1845 - 1923 |
13. Juli / 25. August Gottfried Julius Kunkler, Architekt, Erbauer des Schulhauses Talhof und der Tonhalle. |
| 1845 |
Eine überbaute Verbindung, die vom Martplatz aus gesehen die ersten Häuser in der Spitalgasse, links die Ilge und rechts das Heiliggeist-Spital verbunden hat, wird abgebrochen. Zeitzeuge; «eine bedenkliche, tunnelartige Passage, für Leute die auf Sauberkeit hielten, nicht gerade einladend.» |
| 1845 |
In den Spinnereien Buchental und St. Georgen kommen die ersten Dampfmaschinen zum Einsatz. |
1845  |
Im äusseren Klosterhof wird zwischen der Kinderkapelle und dem Schulhaus ein kleiner Brunnen erstellt. |
| 1846 |
Das Heiliggeistspital zügelt von der Marktgasse in das neue auf der Linsebühlbleiche gebaute Bürgerspital. |
| 1846 |
15. Mai Der Steinmetz Wild kann dem Gemeinderat die Erstellung des neuen Brunnens auf dem Lindenplatz bekannt geben. |
| 1846 |
Die Der Biersieder Hock erstellt im Krontal das Gasthaus Krone. |
| 1846 |
Erwähnt wird zu St. Laurenzen eine Turmwache die Feuer und sonstige Vorkommnisse melden muss. |
| 1846 |
7. Juli Die Polizeiwache bezieht Räumlichkeiten im Rathaus am Markt. |
| 1846 |
10. Oktober Bischof Johann Peter Mirer. |
| 1847 |
Carl Greith der in München studierte, übernimmt die Leitung der Gesangsgesellschaft und unterrichtet Musiktheorie und Praxis an der Oberstufe. |
| 1847 |
St. Gallen wird selbständiges Bistum, der Bischof nimmt Sitz im westlichen Teil des Hofflügels. |
| 1847 |
Die Bank in St. Gallen zieht in ihren Neubau beim Portnerhof an der Bankgasse ein. |
| 1847/48 |
Bau der St. Georgenstrasse. |
| 1848 |
Die Stadt übernimmt alle öffentlichen Quellen, Bäche, Brunnen, Weiher, Leitungen und Kanäle von den Ortsbürgern. |
1850  |
Der Musselin wird mit Stickerei veredelt, was schliesslich zum Stickereiboom führt. |
1850 |
Der Brunnen am Übergang von der Bank in die Schmiedgasse, vor der Apotheke im Neubad, wird entfernt. |
1850
| Die städtische Textilindustrie stellt für Kaiserin Eugénie ein in Alençon-Spitze gefertigtes Ballkleid her. Ergänzung |
1850 1854 |
Die St. Laurenzenkirche, ein niederer gedrungener Bau, wird während vier Jahren zu einer Basilika im Neugotischen Stil umgestaltet und der neue Turm mit neuem Geläut versehen, gegossen in Konstanz. |
1850 1864 |
Die Handelsniederlassung der 1798 verbotenen Milizgesellschaft der Stadt St. Gallen, beliefert in Shanghai die Truppen des blutigen Taiping-Aufstandes sowie aufständische in Mittel- und Lateinamerika. |
1850
*  |
Die Brauerei Scheitlin (später Uhler) eröffnet Ihren Betrieb. |
| 1850 |
Gründung der freien Schule von Evangelisch-Tablat. |
| 1850 |
Die Stadt zählt inkl. der später eingemeindeten Gebiete 17'858 Einwohner. |
| 1850 |
Die Brauerei Schönenwegen übernimmt an der Ecke Zürcher- Rechenstrasse seinen Betrieb. |
| 1850 |
Im Restaurant Brand wird die (St. Gallische Sektion des östlichen Feldschützenvereins) gegründet. |
|
|
| 1852 |
Eröffnung des Brauereibetriebes der Brauerei Felsenkeller, später Bavaria, an der Speicherstrasse. |
| 1852 |
Carl Rosenlächer aus Konstanz giesst für St. Laurenzen eine 5.9 Tonnen schwere Glocke mit Schlagton g°. |
| 1852 |
Evangelisch Tablat gründet eine Schulgemeinde. |
| 1852 |
Mit der Zusage aus Menzingen, eine Novizin und eine Schwester würden nach St. Gallen kommen, gründet Pfarrektor Popp in der Rehburg an der Rorschacher Strasse in St. Fiden eine Schule und ein Pensionat für Katholische Mädchen. Allerdings zog die Schule schon zwei Jahre später, nun als Meitlirealschule, in das Haus zur Akazie am Bruggraben um. |
| 1852 |
Erster öffentlicher Telegrafendienst zwischen St. Gallen und Zürich. |
| 1852 |
Die Zahl der Polizeidiener wird auf 10 Mann aufgestockt. |
| 1853 |
Die Giesserei von Michael Weniger in St. Georgen wird von Franz Saurer übernommen, von dessen Söhnen Emil und Adolf weitergeführt und schliesslich im Jahre 1912 nach Arbon verlegt, wo später die weltbekannten Saurerlastwagen erstellt wurden. |
| 1853 |
Spatenstich auf sanktgallischem Terrain für den Bahnbau der St. Gallisch-Appenzellischen Eisenbahngesellschaft, später SBB, der auch die dafür nötigen Exproprirationen einleitet. |
| 1853 |
Ein Hamburger Geschäftsmann verkauft einem New Yorker Unternehmen eine grosse Menge von Maschinenstickereien die er «Hamburghs» nennt, die aber in Tat und Wahrheit aus St. Gallen stammen. Die New Yorker kommen ihm auf die Schliche und importieren nun selber direkt aus St. Gallen. |
| 1853 |
Infolge der Säkularisierung werden die Bestände der Klosterbliothek Pfäffers ins Stiftsarchiv von St. Gallen überführt. |
| 1854 |
7. Dezember Gründung der «Creditanstalt in St. Gallen», ab 1919 «St. Gallische Creditanstalt». |
| 1854 |
Die St. Galler Palmsonntagskonzerte finden mit dem Oratorium von Louis Sphor und Felix Mendelssohn ihren Ursprung, die Konzerte werden ab 1859 jährlich durchgeführt. |
| 1854 |
Der alte Brunnen beim Portnerhof, Ecke Rosengasse, wird abgebrochen. |
| 1854 |
Der St. Galler Daniel Steinmann gründet in Antwerpen die Auswandereragentur Steinmann und Cie. die in Spitzenzeiten mit über 20 gemieteten Schiffen, Nord- und Südamerika ansteuerte. |
| 1854 |
Naturheilarzt Theodor Hahn, ein vehementer Gegner der Schulmediziner, er schimpfte sie Medizinpäpste, Pflasterpfaffen, Schmarotzer, gründet in Mörschwil die Kuranstalt «Untere Waid». |
| 1854 |
An der Plattenstrasse ungefähr hinter dem Haus Nr. 170 ist eine Teuchelrose belegt. |
| 1854 |
Gründung der Katholischen Mädchenrealschule (Flade), heute Katholische Kantons Realschule. Sie nimmt ihren Schulbetrieb im Haus zur Akazie am Bruggraben auf. |
1854  |
Der Laurenzenbrunnen vor der Kirche St. Laurenzen wird entfernt. |
| 1855 |
25. Juli, 13:00 Uhr Ein heftiges Erdbeben erschüttert die Stadt und Umgebung, man befürchtet schlimmes für das sich im Bau befindende Sitterviadukt der St. Gallisch-Appenzellischen Eisenbahngesellschaft, später SBB. Zum Glück muss aber kein Schaden festgestellt werden. |
1855 - 1913 |
Architekt Wendelin Heene, er erstellte unter vielen anderen auch das an der Rosenbergstrasse gelegene Haus Washington. |
| 1855 |
Vor der «Bank von St. Gallen», auf dem heutigen Grüningerplatz wird ein Brunnen erstellt. |
| 1855 |
Nachdem die Mittelschule aus dem ehemaligen Klösterchen St. Katharinen in das neue Kantonsschulgebäude umgezogen ist, scheint das Schicksal für St. Katharinen besiegelt. Sorge bereitet nämlich der Maurer Ambrosius Schlatter, der das Klösterchen als Steinbruch erwirbt. Zum Glück überlegt er es sich anders und stellt es der «Freien Evangelischen Kirche» zur Verfügung. |
| 1855 |
Mai Der Gastwirt A. Höchle-Sequin stellt im Tagblatt das Restaurant Tivoli als Molkenkuranstalt mit Sälen, Zimmern und Gartenanlage vor. |
| 1855 |
Gründung des «Verein gegen Haus- und Gassenbettel» der sich karikative Ziele setzt. |
| 1856 |
Auf dem Platz St. Gallen erscheint überraschend eine neue Zeitung, das «Neue Tagblatt aus der östlichen Schweiz». |
| 1856 |
7. April Die Waisenanstalt Riederenholz wird eröffnet. |
| 1856 |
Frau Carolina Zollikofer-Bayer eröffnet am heutigen Bärenplatz einen Spielwarenladen (Zollibolli). |
| 1856 |
Gründung der Kleinen Leihkasse, im Volksmund Schelmenbänkli genannt, 1875 geschlossen. |
| 1856 |
24. März Einweihung der 61 Meter hohen, eingleisigen Eisengitter-Bahnbrücke der St. Gallisch-Appenzellischen Eisenbahngesellschaft, später SBB, über die Sitter. Zwei Lokomotiven mit 18 vollbesetzten Personenwagen rollen über die Brücke. |
| 1856 |
An der Stelle der ehemaligen Reitschule wird der "alte" Bahnhof erstellt, der seine Funktion als solche bis 1913 inne hatte. |
| 1856 |
Die «Deutsch-Schweizerische Creditbank» wird gegründet, und geht 1889 über in die «Schweizerische Kreditanstalt». |
| 1856 |
24. März Eröffnung der Eisenbahnstrecke Winterthur - St. Gallen - der St. Gallisch-Appenzellischen Eisenbahngesellschaft, später SBB. Krönung der Feierlichkeiten war die Einfahrt des ersten Eisenbahnzuges, dessen Lok den Namen St. Gallen trug, durch eine Ehrenpforte in den Bahnhof St. Gallen. |
| 1856 |
14. September Das Volk bestimmt die Einführung der Gasbeleuchtung in den Gassen. |
| 1856 |
25. Oktober Eröffnung der Eisenbahnstrecke St. Gallen - Rorschach der Schweizerischen Eisenbahngesellschaft, später SBB. Die Bahnlinie führte damals noch im Bahngraben auf der Südseite der Grabenturnhalle hindurch, danach auf einem Damm dem Magniberg entlang um dann über die Blumenaubrücke via Haltestelle Schellenacker den Bahnhof St. Fiden zu erreichen. |
| 1856 |
Gründungsdatum der Vertrags-Kantonsschule die direkt zur heutigen Kantonsschule führt. |
| 1856 |
Bau der Kavalleriekaserne an der Steinachstrasse. |
| 1856/57 |
An der Steinachstrasse wird das erste Gaswerk erstellt. |
| 1857 |
3. September Im Hinterespen erblickt Johannes Künzle als jüngstes von 12 Kindern das Licht der Welt, er wird später als Kräuterpfarrer weitherum berühmt. |
| 1857 |
Die FDP des Kantons St. Gallen wird im Saal der Brauerei Schützengarten ins Leben gerufen. |
| 1857 |
Der erst 19 jährige Leopold Iklé aus Hamburg bekommt in der Stadt das Aufenthaltsrecht und gründet erfolgreich eine Maschinenstickerei. |
| 1857 |
1. November Die Gasbeleuchtung wird in Betrieb genommen, in den Gassen leuchten jetzt insgesamt 212 Gaslaternen. |
| 1857 |
5. November Auf dem ehemaligen Areal des Klostergartens von St. Katharinen und des Zeughauses wird das Stadt- und Aktientheater mit der Oper «Don Giovanni» eröffnet. |
| 1858 |
Unter dem Namen Helvetia wird die erste schweizerische Transportversicherung gegründet. |
| 1858 |
Die politische Gemeinde übernimmt von den Ortsbürgern das Fremdenspital an der Wassergasse. |
1858 1860 |
An der Steinach wird auf dem Areal des späteren Volksbades wird ein neuer, schon zu Beginn viel zu kleiner Schlachthof gebaut. |
| 1859 |
Das Turner-Rettungscorps wird gegründet, mit dem Zweck Menschenleben zu retten, Hab und Gut zu bergen und Feuer wirksam zu bekämpfen. |
| 1859 |
Gründung des Stenographenvereins St. Gallen. |
| 1859 |
Ludovico Acquelino Maestrani eröffnet in St. Gallen an der Multergasse, im Haus zur Meise, eine kleine Schokolateria. |
| 1859 |
Der erste Stenographenverein der Schweiz wird gegründet. |
| 1859 |
9. Mai Babette Steinmann gründet, durch das Schicksal ihres tauben Bruders angeregt, im Buchental eine Taubstummenanstalt. |
| 1859 |
Mit einer recht weitgehenden Entflechtung von Kirche und Staat wird das Staatskirchentum weitgehend aufgehoben. |
1860 1861 |
Gemeindeammann: Gustav Adolf Saxer. |
| 1860 |
August August Naef wird Bürgerratspräsident. |
| 1860 |
Bei der St. Mangenkirche wird der alte Brunnen durch einen neuen gusseisernen Brunnen mit gotischem Spitztürmchen ersetzt. |
| 1860 |
Um das Jugendfest zu sichern kauft die Stadt die grosse Wiesenfläche am Höggersberg. |
| 1860 |
Erstmals ist auf einem Plan der früher Spinnerei- oder Beckenhaldenweiher genannte Brandweiher ersichtlich. |
| 1860 |
Der Schlossermeister Benjamin Kessler baut den Liebeggweiher, auch Riethüsli-, oder Wattweiher genannt. |
| 1860 |
Der untere Brühl wird ab sofort nicht mehr als militärisches Übungsgelände benützt. |
| 1860 |
Der Trägerverein der Taubstummenanstalt kauft das Restaurant Kurzenburg auf dem westlichen Rosenberg, dem heutigen Standort. |
| 1860 |
Dort wo heute der VBSG-Pavillon steht, wird das Kornhaus gebaut, darum der Name Kornhausstrasse, es ersetzt dasjenige vom Rindermarkt. |
| 1860 |
50.7% der Stadtbevölkerung sind katholisch und 48,7% evangelisch-reformiert, 0,6% gehören anderen Glaubensgemeinschaften an. |
| 1860/61 |
Das Postgebäude, das später zum Hotel Walhalla-Terminus umgebaut wurde, wird erbaut. |
| 1861 |
Gründung des Historischen Vereins. |
| 1861 |
Trennung der Orts- und Kirchgemeinde. |
| 1862 |
Da der in die Jahre gekommene morsche Holzbrunnen unten an der Goliathgasse genau in der Mitte bei der Einmündung der Magnihalden dem Verkehr sowieso im Wege stand, wird er abgebrochen. Ein neuer Brunnen aus Stein wird neben dem Eckhaus Goliathgasse/Magnihalden installiert. |
| 1862 |
Der St. Martinschor Bruggen, ein Chor im Dienste der Liturgie, wird gegründet. |
1862 1867 |
Gemeindeammann: Johann Jakob Züblin. |
| 1863 |
Der erste von Amteswegen verfügte Stadtplan wird durch den im Januar zum Stadtbaumeister gewählten Ingenieur Johann Jakob Fierz und Ingenieur J. Eugster fertig gestellt. |
| 1863 |
Gründung der Stadtmusik. |
| 1863 |
Die Katholische Mädchenrealschule (Flade) zügelt ins «Türmli», einem Anexbau, in welchem einst die Brüder des Klosters wohnten. |
| 1863 |
11. September Bischof Karl Johann Greith, Präkonisierung durch Papst Pius IX. |
| 1863 |
Die Bank in St. Gallen und Kaufmännischem Direktorium gründen die «St. Gallische Hypothekarkasse», ab 1913 ist sie eine AG. |
| 1863 |
«Der St. Gallische Wahrheitsfreund», eine Wochenzeitung, verschwindet aus der Presselandschaft. |
| 1864 |
Das Kornhaus auf dem Marktplatz wird abgebrochen. |
| 1864 |
Auf dem oberen oder kleinen Brühl wird ein Weiher, 25 m lang und 12 m breit, gebaut. |
| 1865 |
23. März Der Lindenplatz wird vom Gemeinderat offiziell zum Gallusplatz umbenannt. |
| 1865 |
Das Land Appenzell und Hundwil beklagen den schlechten Zustand der Hundwilerleiter. |
| 1865 |
April Das Irertor auch Stadt-, Markt- oder Färbertor genannt, wird abgerissen. Es verband die Ober- und die Unterstadt, auch mindere oder Irervorstadt genannt. Das einst die Bohlseite zierende Wappenrelief ist in der Eingangshalle des Stadthauses zu bewundern. |
| 1865 |
Im Kabenweiher wird eine Mädchenbadeanstalt eingerichtet. |
| 1865 |
Die Polizeihauptwache und die Post wird im Gredhaus untergebracht, es trägt nun den Namen Kaufhaus, heute Waaghaus. |
1865  |
Westlich der Einmündung der Bachweid-, in die St. Georgen-Strasse wird durch die Maschinenfabrik St. Georgen der Bachweidweiher erstellt, aufgehoben in der 1960er Jahren. |
| 1865 |
Friedrich Wenner, Sohn eines St. Galler Industriellen, wird zusammen mit drei Angestellten für eine Lösegeldforderung von 200'000 Lire entführt. Täter sind Briganten aus Italien die die Entführten für längere Zeit in den Bergen verstecken. |
| 1865 |
23. März Die Zeughausgasse bekommt ihren heutigen Namen, vorher hiess sie «Hinter Mauer». |
| 1865 |
Der Rathausturm am Rindermarkt wird abgebrochen. |
| 1866 |
Die Maschinenfabrik St. Georgen zählt um die 300 Arbeiter. |
| 1866 |
Der Fabrikant Elysäus Rittmeyer kauft für seine Fertigung eine einst mit Wasserkraft betriebene Flachsspinnerei im Sittertal. |
| 1866 |
Am östlichen Ende des Chrüzweiers wird eine Frauenbadeanstalt eingeweiht. |
| 1866 |
In einem Mietlokal im Hinterhof des Hauses zum Stein am Bohl wird die erste Synagoge der Stadt St. Gallen errichtet. |
| 1866/67 |
Im Kloster werden die ursprünglichen Deckengemälde des Malers Josef Wannemacher gemäss dem Zeitgeschmack von Orazio Moretto übermalt. |
1867 1873 |
Gemeindeammann: Dr. jur. Albert Bärlocher. |
| 1867 |
Das Platztor (Bletztor) wird abgerissen. |
1867 1911 |
Die Steinach wird in verschiedenen Etappen unter die Erde verlegt. |
| 1867 |
Gründung der spezialisierten Zeichnungsschule für Stickereien, später Textilfachschule. |
| 1867 |
Gegenüber dem Bürgerspital wird der Bau des Gemeindespitals verwirklicht. |
| 1867 |
Das grosse, hohe oder halbe Haus an der Gallusstrasse, vormals Postgebäude, wird als Stadthaus zum Verwaltungssitz der Ortsbürgergemeinde und Sitz der Ersparnisanstalt, heute Vadianbank. |
1867 1869 |
Das Gemeindeschulhaus Blumenau wird erstellt, für den Bau wird auch Material des abgebrochenen Platztores verwendet. |
| 1868 |
Laut Ortslexikon ist Riethäusle eine kleine Häusergruppe mit den Wirtshäusern «Zum Nest» und «Kleines Riethüsli» und gehört zur politischen Gemeinde Tablat. |
| 1868 |
Der Israelitische Frauenverein wird ins Leben gerufen. |
| 1868 |
27. Februar Entgegen der Meinung der evangelischen Kirchenvorsteherschaft, die eine Ausuferung befürchtete, genehmigt der Gemeinderat einen Fasnachts-Kinderball. |
| 1869 |
Joseph Wyler aus Endingen wird als erstem Juden das St. Galler Bürgerrecht erteilt. |
| 1869 |
Gründung des Stadtsängervereins Frohsinn, aus dem 2003 der Oratorienchor St. Gallen wird. |
| 1869 |
27. Januar An der Marktgasse werden infolge einer Feuersbrunst mehrere Häuser in Mittleidenschaft gezogen. |
| 1867 |
Die Feldschützen bauen die neue Schiessanlage auf dem Gut der Zollerschen Liegenschaft nächst dem westlichen Dorfteil von St. Georgen im Tal der Demut. |
| 1868 |
Brand des Waisenhauses an der Rosenbergstrasse. |
| 1869 |
3. März Mit der ersten Beisetzung wird der jüdische Friedhof im Hagenbuch inauguriert. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Verstorbenen der jüdischen Gemeinde in Hohenems beigesetzt. |
| 1870 |
Die Wasserheilanstalt Oberwaid übernimmt ihren Betrieb. |
| 1870 |
Erstmals führt die Kantonspolizei einen Rekrutenkurs durch. |
| 1870 |
Die Familie Scherrer vom unteren Brühl, durch Handel und Heirat reich geworden, verkauft der Stadt Ihre Parkanlage, mit dem auf dem Areal stehenden Pavillon, es handelt sich dabei um den heutigen Stadtpark. |
1870  |
Die Textil-Handelsfirma Ulrich de Gaspard Vonwiller kauft das ehemalige Bürgermeisterhaus zur Münze, sowie das ehemalige Hotel du Lion und ein weiteres Haus zwischen Löchlebad und Spisertor und baut die Häuser für ihre Zwecke um. Ab 1892 nennt sich die Firma Hoffmann, Huber & Co. und wird später zur Union AG.
|
1870  |
Die Badeanstalt St. Leonhard wird erweitert. |
| 1871 |
Im Moos wird eine Natureisbahn erstellt. |
| 1871 |
Eröffnung der Postkutschenlinie St. Gallen - Rehetobel. |
| 1871 |
5. Februar Die 90'000 Mann der geschlagenen französischen Bourbaki-Armee werden in der Schweiz verteilt. Die Stadt muss 1'437 Soldaten übernehmen. Als Notunterkünfte dienen die St. Leonhards-, St. Mangen- und Katharinenkirche sowie Tuch-, Kornhaus und die Kavalleriekaserne am Brühl. |
| 1871 |
Eröffnung der Postkutschenlinie St. Gallen - Heiden. |
| 1872 |
1. September Gründung des Taubstummenvereins St. Gallen. |
| 1872 |
Übernahme der Handwerkerbank durch die Creditanstalt in St. Gallen. |
| 1872+ |
Das obere Prestenhaus wird abgebrochen, es schafft Platz für den Bau des Doppelpfarrhauses an der Steingrüeblistrasse. |
| 1872 |
9. März Gründung der Bürgermusik, die sich später «Blechmusikgesellschaft St. Georgen» und heute «Musikgesellschaft St. Georgen» nennt. |
1873 1881 |
Gemeindeammann: Eduard Steiger. |
| 1873 |
29. Januar Der Verein liberale Katholiken wird gegründet. |
| 1873 |
Gründung des Bürgerturnvereins. |
| 1873 |
10. Oktober An der Zwinglistrasse 5 wird der «Fröbelsche Kindergarten» eingeweiht. Er entspricht den Vorstellungen des Pestalozzi-Schülers Friedrich Fröbel. |
| 1873 |
Im Tuchhaus an der Neugasse, auch Bürgermange genannt, wird erstmals eine ständige Feuerwache eingerichtet. |
| 1873 |
Der erste Katholik wird in die Bürgergemeinde aufgenommen. |
| 1873 |
Das «Neue Tagblatt aus der östlichen Schweiz» erscheint zum letzten Mal. |
| 1873 |
Auf Dreilinden wird das Waisenhaus als Zweiganstalt des Waisenhauses an der Rosenbergstrasse eröffnet. Ergänzung |
| 1873 |
Ein Vertrag zwischen der Politischen Gemeinde und dem Kanton führt zur Eröffnung des Kantonsspitals. |
| 1874 |
3. Januar Erscheinen der ersten Ausgabe der «Ostschweiz». |
| 1874 |
Die Postkutschenlinie St. Gallen - Heiden wird wegen der Rorschach-Heiden-Bergbahn wieder eingestellt. |
| 1874 |
Laut Dienstreglement haben die Polizeimänner der Stadpolizei eine Dienstzeit von über 14 Std. pro Tag zu absolvieren.. |
| 1874 |
Die «St. Galler Zeitung» stellt ihr Erscheinen wieder ein. |
| 1874 |
Die Brotlaube mit dem Gasthaus zum Bären, in der sich einst die Leinwandbank befand und durch die ein Durchgang in die Hinterlauben führt, wird abgerissen. |
| 1874 |
Das Kinderheim Tempelacker entsteht, es beherbergt kranke und vernachlässigte Kleinkinder. |
| 1874 |
19. bis 27. Juli Eidgenössisches Schützenfest. |
| 1874 |
Während der Stickereiblüte wird weit weg von der Stadt, im Vorderfeldgut als grossstädtische Anlage im Stil eines englischen Parks der Friedhof Feldli angelegt. |
| 1875 |
Das Familienunternehmen Maestrani übernimmt für die Herstellung von Schokolade ein Fabrikgebäude an der Espentobelstrasse, dass es mit modernsten Wasserkraft und Wasserdampf-Maschinen einrichtet. |
| 1875 |
Erste christkatholische Messe in der St. Laurenzenkirche. |
| 1875 |
Die Schweizerische Gesellschaft für Localbahnen nimmt das Teilstück von Winkeln via Herisau nach Urnäsch in Betrieb. |
| 1876 |
September Mit Hilfe von Spenden und der damals für solche Zwecke zuständigen Polizeikasse kann eine Passarelle über die Ostseite des Bahnhofareals eingeweiht werden. Die Passarelle war quasi die Verlängerung der Schlösslitreppe zum Bahnhofplatz. |
| 1876 |
Die alte Holzbrücke im Martinstobel wird abgebrochen und durch eine Eisenfachwerkbrücke ersetzt. |
| 1876 |
13. März Weil Wasser fehlt zerstört ein Brand das Tivoli bis auf die Grundmauern. |
| 1876 |
Die Christkatholiken gründen eine eigene Kirchgemeinde. |
| 1876 |
Auf dem Gelände des Feldlifriedhofes wird eine von Katholiken wie Protestanten genützte Abdankungskapelle erstellt. |
| 1876 |
Zeitungsartikel zum Besuch der doch recht weit von der Stadt entfernten Eisbahn im Moos. |
| 1876 |
Die Brücke bei der Nordmühle, die über den Wattbach führt wird erbaut, sie verbindet die Hauteten Stein und St. Gallen-Haggen. |
| 1876 |
Das Waaghaus wird mit dem charakteristischen Treppengiebel versehen. |
| 1876 |
An der Museumsstrasse wird das Wohnhaus des Stickereikaufmanns Oberst Paul Kirchhofer (Kirchhoferhaus) gebaut. |
1876 1878 |
Johann Christoph Kunkler und sein Sohn Gottfried Julius errichten das klassizistische Helvetiagebäude am Helvetiaplatz, heute steht dort die Kantonalbank. |
| 1876 |
19. April Im Tagblatt der Stadt St. Gallen ist zu lesen; Es gibt wohl wenige Städte in der Schweiz, welche mit so schönen Hügeln und Höhen geziert sind, wie St. Gallen mit seinem Rosenberg und dem freundlichen Plateau gegen Rotmonten hin, sicherlich aber keine, die ihre schönsten Umgebungen in einem so unzugänglichen Zustande lässt, wie St. Gallen den Rosenberg. |
| 1877 |
Das Naturmuseum (altes Museum) im Neoklassizistischen Stil, erbaut durch Architekt Johann Christoph Kunkler, öffnet seine Tore, jetzt Natur- und Kunstmuseum. |
| 1877 |
In der Neugasse wird ein Durchbruch realisiert (Neugasse-Durchbruch), er erlaubt nun eine direkte Verbindung zum Oberen Graben und zur Poststrasse. |
| 1877 |
Gründung des Sinfonieorchesters St. Gallen. |
| 1877 |
Bei der Spisegg «Filtrox AG» wird eine eiserne Fachwerkbrücke eingeweiht. |
| 1877 |
Das 300 Jahre alte Rathaus am Markt muss wegen Verlotterung abgebrochen werden. Die Mondphasenuhr und der Dachreiter, sowie dessen Glocke die zu noch früheren Zeiten in St. Katarinen die Stunde schlug, werden auf das Waaghaus gesetzt. Auch die wunderschöne barocke Wandtäfelung der kleinen Ratsstube wird gerettet, wohl weil sie erst 1852/53 renoviert worden ist, sie ist im Historischen und Völkerkundemuseum zu bewundern. Ergänzung |
| 1878 |
Dort wo am Marktplatz bis 1877 das Rathaus stand wird eine Parkanlage erstellt, in dessen Mitte etwas nördlich vom heutigen Vadiandenkmal trohnt eine Wettersäule in genau 9° 22' 42" öst. Länge. und 47° 25' 36" nördlicher Breite, die zugleich auch die Mitte der Stadt repräsentiert. |
| 1878 |
Der Plan, aus dem Seealpsee Wasser für die Stadt zu beziehen, scheitert am Eigentümer des Seealpsees, es ist dies der Kirchenrat Appenzell. |
| 1878 |
Die Christkatholiken bekommen in der evangelischen Kirche St. Mangen für ihre Messen das Gastrecht. |
| 1878 |
August Ruckstuhl gründet die Fuhrhalterei an der Bahnhofstrasse in St. Gallen. |
| 1878 |
Ein Kondom aus Schafsdarm dient in einem Gerichtsfall gegen Josephine Jucker, die in der Stadt verbotenerweise ein Etablissement betreibt, als Beweisstück. |
| 1878 |
Prof. Dr. Bernhard Wartmann, Museumsdirektor, gründet nordöstlich des heutigen Natur- und Kunstmuseums einen Botanischen Garten. |
| 1878 |
Gründung der Strassenbeleuchtungs-Gesellschaft Langgass-Heiligkreuz. |
| 1878 |
Fertigstellung und Inbetriebnahme der Militärkaserne auf der Kreuzbleiche. |
| 1879 |
14. Juli Die Ornithologische Gesellschaft der Stadt St. Gallen wird gegründet, sie stellt im Stadtpark auch gleich die erste Volière auf. |
| 1879 |
Stefan Rothenhäusler, ein Bierbrauer, eröffnet an der Hinterlauben 4 das Restaurant Papagei. |
| 1879 |
Die Städter können an einer Demonstration an der Vadianstrasse erstmals ein elektrisches Licht bestaunen. |
| 1879 |
31. Dezember Unmittelbar bei der Vonwilbrücke entgleist ein von Zürich kommender Zug mit zwei Lokomotiven. Die Lokomotiven kommen links und rechts des Bahntrasse zu liegen und die Wagen schieben sich ineinander, der Zugführer stirbt bei diesem Unfall. |
| 1879 |
19. April Ehemalige Schüler des Instituts Schönberg in Rorschach, die durch englische Schulkameraden vom Fussballspiel erfahren, gründen im Restaurant Hörnli den FC St. Gallen. Ergänzung |
| 1879 |
Das letzte Stadttor, dass Spisertor, wird abgerissen. |
| 1880 |
Im Zusammenhang mit der Quartierplanung Davidsbleiche wird der St. Leonhardspark erstellt. |
| 1880 |
Die Brauerei Hirschen öffnet die Tore und produziert Biere nach Münchner- und Pilsnerart. |
| 1880 |
30. Mai Die Bürgerschaft beschliesst, die Gädmen-Quelleitung teilweise als Wasserversorung der Stadt zu benützen. |
| 1880 |
Die Stadt zählt inkl. der später eingemeindeten Gebiete 34'265 Einwohner. |
| 1880 |
Louis Bamberger eröffnet im Tigerhof das erste Warenhaus in der Stadt St. Gallen. |
| 1880 |
Die Stickereiproduktion der Stadt St. Gallen deckt sagenhafte 20% des gesamten Weltbedarfs. |
1881 1901 |
Gemeindeammann: Jakob Müller. |
1881 1912 |
Eisbahn auf dem Grossacker, sie war Westlich der Schulanlage Gossacker, und wurde mit Wasser aus dem damals noch vorhandenen Langenackerweiher, etwas nördlich der Einmündung Grossacker-, Flurhofstrasse, gespiesen. |
| 1881 |
26. Februar Gründung der Standschützen St. Gallen Ost. |
| 1881 |
Erstmals erscheint der «St. Galler Stadtanzeiger». |
1881  |
Auf drei Linden werden Weiheranteile (Eisrechte) verpachtet um für Kühlzwecke Eis aus den Weihern zu gewinnen. Kunden sind vor allem die zahlreichen Brauereien. |
| 1881 |
Der einst barocke Grossratssaal wird vom Kantonsbaumeister Theodor Gohl vollständig umgebaut. Die Profanmalereien sind die ältesten, noch in der Leimfarbentechnik erhaltenen im Kanton St. Gallen. |
| 1881 |
21. September Einweihung der Synagoge an der Frongartenstrasse im Bleicheliquartier. |
| 1882 |
Bernhard Scherrer wird Bürgerratspräsident |
| 1882 |
Die Brauerei Felsenkeller wird in Bavaria umgetauft. |
| 1882 |
Der Rechensteg wird erbaut |
| 1882 |
Um der Wasserknappheit Herr zu werden versucht die Stadt mit Bohrungen auf artesische Brunnen zu stossen, leider erfolglos. |
| 1882 |
3. Juli Bischof Augustin Egger, Präkonisierung durch Papst Leo XIII. |
| 1882 |
Die Ganggelibrogg wird ihrem Zweck übergeben. |
| 1882/83 |
Der Spisergassbrunnen wird etwas näher ans Haus Freieck gerückt und mit einem das Kantonswappen haltenden Bären verziert. |
1883 1925 |
Eine Zweispännige Kutsche verbindet nun St. Gallen mit Engelburg. |
| 1883 |
Der Friedhof St. Georgen wird erstellt. |
| 1883 |
Den Protestanten steht an der Vonwilstrasse nun ein eigenes, dass Lachenschulhaus zur Verfügung. |
| 1883 |
Da sich der jüdische Marxist und Kaufmann Bamberger aus Zürich im Stadtanzeiger kritisch über die schweizerische Landesaustellung äussert, kommt es zum sogenannten (Bamberger-Handel). Ergänzung |
| 1883 |
Die Zentralstation des ersten Telefonnetzes des Kantons St. Gallen, nimmt im Dachgeschoss des Zeughausflügels des Regierungsgebäudes seine Arbeit mit 66 Anschlüssen auf. |
| 1883 |
Um den Forderungen der genauen Stadtvermessung gerecht zu werden wird das Vermessungsamt gegründet. |
| 1883 |
Ein Brauchwasserreservoir am Gallusplatz, die Wetti wird zugeschüttet, sie diente der Flutung der Wasserkanäle in den Gassen, als diese nicht mehr gebraucht wurde benützte man sie auch als Rosswetti. |
| 1883 |
Erstmals erscheint auf einem Plan eine Teuchelrose auf Dreilinden, sie musste aber schon wesentlich früher entstanden sein. |
| 1883 |
12. März Eröffnung des Polizeiaussenpostens im Birkenfeld an der Oberstrasse 23. |
1883 1894 |
Zweite amtliche Vermessung der Stadt St. Gallen, die schon bald die Mängel der amtlichen Vermessung von 1863 bemerkbar machen. |
| 1884 |
Die Brauerei Hock eröffnet an der Brauerstrasse 25 seine Pforten. |
| 1884 |
Eröffnung der Städtischen Mobiliar-Leihkasse im Haus Moosbrückestr. 4 (Moosbruggstr). |
| 1884 |
Auf dem Breitfeld werden die ersten Internationalen Pferdesporttage, Vorläufer des CSIO, durchgeführt. |
| 1884/85 |
Das Kongresshaus Schützengarten wird erstellt. |
| 1885 |
Ludovico Acquelino Maestrani installiert in der ehemaligen Spinnerei Weniger, dessen Gebäude zuvor die Klostermühle beherbergte, eine moderne Schokoladefabrik. |
| 1885 |
Das Löchlebad wird Clublokal des FCSG |
| 1885 |
Die evangelische Schulgemeinde erstellt das Schulhaus Krontal. |
| 1885 |
Gründung des Quartiervereins Vonwil. |
| 1885 |
An der Kugelgasse wird ein Arbeiterinnenwohnheim seinem Zweck übergeben. |
| 1885 |
Der Schützengartensaal kann eingeweiht werden. |
| 1885 |
15. Juli Fünf Sammler gründen den Philatelisten-Club St. Gallen. |
| 1885 |
Gründung des Turnvereins Tablat. |
| 1885 |
Gründung der Textilkontrollstelle und der Schweizerischen Versuchsanstalt St. Gallen. |
1886 - 1951 |
23. Oktober / 15. April Heinrich Otto Henri Kunkler, Konstrukteur, Flugpionier. |
| 1886 |
Franz Rittmeyer nimmt mit seiner Stickereifabrik auf der Engelwiese in Bruggen den Betrieb auf. |
| 1886 |
Das im Stil der italienischen Renaissance für das Textilmuseum erbaute «Palazzo Rosso» wird eröffnet. |
| 1886 |
Erstmalige Ausgabe des Verzeichnisses sämtlicher Hausnummern und Hauseigentümer, mit der um etwa 1850 beschlossenen neuen Strassenbezeichnung. |
| 1886 |
Eidgenössisches Sängerfest auf der Kinderfestwiese. |
| 1886 |
Die neue St. Leonhardkirche wird eingeweiht. |
| 1886 |
Im Gaswerk wird zur Stromerzeugung eine durch einen Gasmotor betriebene Anlage installiert. |
| 1887 |
Die Brauerei Schönenwegen stellt dem Bürgerturnverein einen Saal als Turnhalle zur Verfügung. |
| 1887 |
Erste Telefonverbindung St. Gallen - Zürich. |
| 1887 |
Das noch nordöstlich von der neuen St. Leonhardskirche stehende Kirchlein von 1470 wird abgebrochen. |
| 1887 |
Auf den Vorsitzenden des Grütlivereins, Eduard Saluz, Wirt im Restaurant Insel an der Goliathgasse, wird ein anarchistisches Attentat ausgeführt, er stirbt an den Folgen. |
| 1887 |
15 Prozent der städtischen Gebäude besitzen einen direkten Wasseranschluss. |
| 1887 |
1. Oktober Die Kantonspolizei zieht vom Regierungsgebäude in den Klosterhof 12 um. Das Gebäude diente einst unter Fürstabt Beda als Marstall, wurde später zum 1. Stadttheater umgebaut und diente danach als Wagenremise für das Militär. |
| 1887 |
Im Dienstreglement der Kantonspolizei werden erstmals Detektive erwähnt. |
| 1887 |
An Stelle der vormaligen Kornhalle wird das neue Postgebäude am Bahnhofplatz, das von 1915 bis 1977 als Rathaus diente, vollendet. |
| 1887 |
Die politische Gemeinde übernimmt die Gasfabrik. Das Gas wird ausschliesslich für die Strassenbeleuchtung gebraucht. |
| 1888 |
Die Zunahme der Telefonapparate bedingt, dass für die Telefonistinnen auch ein Nachtdienst eingerichtet werden muss. |
1888 |
Zwischen der Plattenstrasse und der Fellenbergstrasse wird der Plattenweiher aufgehoben. |
| 1888 |
Gründung des Quartiervereins Rosenberg. Erschliessungsaufgaben für Verkehr, Strassenbeleuchtung, Kanalisation und Begrünung waren Anlass der Vereinsgründung. |
| 1888 |
Die Hilfeinstitution für gestrauchelte oder kurzfristig in Wohnungsnot geratene Menschen, die Herberge zur Heimat, wird auf die Beine gestellt. |
| 1888 |
Das Mädchenheim Wienerberg wird gegründet, es ist ein Heim für gefährdete oder erstgefallene Mädchen. |
| 1888/89 |
Die Reithalle mit Stallungen wird erstellt. |
| 1889 |
1. Oktober Die Appenzeller Strassenbahngesellschaft eröffnet die Linie St. Gallen - Gais (Gaiserbähnli SGA). |
| 1889 |
Das nach neuesten Erkenntnissen gebaute Schulhaus St. Fiden kann seiner Bestimmung zugeführt werden. |
| 1889 |
Im Stadthaus wird nebst der engen Wendeltreppe die bis zum Dachboden führt eine neue Haupttreppe erstellt. |
1889  |
Das Ausflugsrestaurant Solitüde übernimmt seinen Betrieb. |
| 1889 |
Das Klubhaus an der Strasse gleichen Namens wird eröffnet. |
| 1889 |
An der Bogenstrasse wird anstelle der Bierbrauerei Scheitlin die Brauerei, Conzert und Trinkhalle Uhler eröffnet. |
| 1889 |
Der Verein der Freundinnen junger Mädchen mietet an der Badstrasse eine Wohnung, Ziel ist die Führung und Erziehung gefährdeter und gefallener Mädchen. |
| 1889 |
Auf dem Areal der einstigen Stadtvilla «Schenken- oder Freihof» baut die neu gegründete Schweizerische Unionbank als Rechtsnachfolgerin von Jakob Brunner und Deutsch-Schweizerische Creditbank ihren Sitz, 1897 Übergang in den Schweizerischen Bankverein. |
| 1889 |
Unter der Führung des Stadtrates bildet sich ein Initiativkomitee für eine Bodensee-Toggenburg-Bahn. |
1889 - 1946 |
Robert Gsell, Flugpionier, macht bei Louis Bleriot seinen Pilotenschein, wurde dann Testpilot und Fluglehrer, später Oberexperte des eidgenössichen Luftamtes. |
| 1889 |
Dr. Schmidt gründet ein Knabeninstitut, das spätere Institut auf dem Rosenberg. |
| 1890 |
Die Brauerei Bavaria wird Zweigbetrieb der Vereinigten Schweizer Brauereien, Winterthur. |
| 1890 |
Die Vereinigten Schweizerbahnen erwerben die Geltenwilerbleiche, die ca. 10 Jahre später planiert und darauf der Güterbahnhof erstellt wird. |
| 1890 |
Der sich an der Verzweigung Multer-, Neugasse befindende (Neugassbrunnen) ist dem Verkehr im Wege und muss entfernt werden. Als Ersatz wird am Eckhaus, der beiden Gassen (an der Westseite am Haus zur Waage) ein Wandbrunnen installiert. |
| 1890 |
Kantonsschüler gründen den Footballclub Gymnasia, der später in der Umgangssprache zum FC Bühl mutiert, dies weil sie auf dem unteren Brühl, dem heutigen Spelteriniplatz ihrem Sport fröhnten. |
| 1890 |
Gründung des Quartiervereins Bahnhof-Nest. |
| 1890 |
1. Mai Die Arbeiterunion führt mit etwa 1200 Personen das erste Mal eine Mai-Feier durch. Sie findet im St. Leonhardquartier statt und endet nach einem Fackelzug im «Schützengarten». |
| 1890 |
Konstituierung des St. Galler Feuerbestattungsvereins. |
| 1890 |
Am Multertor wird durch den Architekten Wendelin Heene die Unionbank, heute UBS, erstellt. |
| 1891 |
Bezug des Waisenhauses auf dem Girtannersberg. |
| 1891 |
An der Blumenaustrasse wird das Heilsarmeekorps St. Gallen gegründet. |
| 1891 |
Der Bahnhof St. Fiden wird eingeweiht. |
| 1891 |
Gründung des Quartiervereins Langgass-Heiligkreuz. |
| 1891 |
Die Stickereifabrik von Elisäus Rittmeyer an der Austrasse in Straubenzell muss infolge der Stickereikriese bis zu 300 Beschäftigte entlassen und den Betrieb mit 120 Stickmaschinen schliessen. |
| 1891 |
Die Musikgesellschaft St. Georgen kauft sich die ersten Uniformen und zwar zum Preis von Fr. 27.--. pro Stück. |
| 1891 |
Ostschweizer Musikfescht. |
| 1891 |
1. Januar Tablat erlässt ein Reglement wonach die Beleuchtung der öffentlichen Strassen und Plätze Sache der Gemeinde sei. |
| 1892 |
Ein privates Hirschgehege im Schellenacker muss für das neue Tramdepot aufgehoben werden. Die Gelegenheit nutzend gründet der Jäger- und Wildschutzverein Diana auf Initiative von Forstverwalter Martin Wild den Wildpark Peter und Paul, wo die besagten Hirsche ein neues Zuhause finden. |
| 1892 |
Erstellung der städtischen Telefonzentrale im Postgebäude, dem späteren und inzwischen auch wieder abgerissenen Rathaus, am Bahnhofplatz. |
| 1892 |
Im Stadtpark wird neben einem idyllischen Weiher eine achteckige Volière erstellt. |
| 1892 |
Aus der Verschmelzung der beiden konfessionellen Schulgemeinden entsteht in Straubenzell die bürgerliche Schulgemeinde. |
| 1892 |
Die Katholiken planen auf dem Büchel, gleich über der St. Leonhardskirche, einen monumentalen Kirchenbau. Das dazu benötigte Grundstück ist bereits in ihrem Besitz. Heftiger Widerstand seitens der Reformierten hält sie davon ab und veranlasst sie, einen Bau auf dem Wetzelgut mit der St. Otmarkirche vorzuziehen. |
| 1892 |
Der Verein der Freundinnen junger Mädchen zügelt ihr Mädchenasyl an die Tannenstrasse. Hier wird die erste Wäscherei und Glätterei eingerichtet, um die jungen Frauen einer als sinnvoll erachteten Beschäftigung zuzuführen. |
| 1892 |
Der Bau des Bürglischulhauses wird vollendet. |
| 1892 |
Der Quartierverein Winkeln wird aus der Taufe gehoben. |
| 1892 |
Der Architekt Wendelin Heene erstellt an der Rosenbergstrasse das Haus Washington. |
1892/95 1893 |
Der Schlachthof Schellenacker an der Notkerstrasse wird erstellt. |
| 1892 |
Beschlussfassung, der Schlachthof- und die Bahnhaltestelle Schellenacker wird elektrisch beleuchtet. |
| 1893 |
Eduard Zimmermann, 1852 in Bazenheid geboren, startet mit seinem Ballon, vom unteren Brühl, später Spelteriniplatz genannt. |
| 1893 |
Inmitten einer ruhigen Wiesenlandschaft wird östlich von der Bildkapelle das Schulhaus Bild eingeweiht. |
| 1893 |
Der Brunnen an der Ecke Brühl-, Spisergasse wird entfernt. |
| 1893 |
Die Ortsbürgergemeinde St. Gallen errichtet auf dem Steingrüebliareal die neue Stadtsägerei, die alte Säge stand zuvor an der Einmündung der Lämmlisbrunnen-, in die Rorschacherstrasse. |
| 1893 |
Im Haus Tannenbäumle an der Linsebühlstrasse wird ein Polizeiwachtlokal untergebracht. |
| 1893 |
14. Dezember Die Mühlenenschlucht wird jetzt mit einer Wassergewichtsseilbahn (Mühleggbahn) überwunden. Bei Dunkelheit wird sie mit Petroliumlicht und die Stationen mit Gaslicht erhellt. |
1894 1937 |
2. April / 9. Mai Walter Mittelholzer, am 5. November 1919 gründet er die Comte, Mittelholzer und Co., Luftbildverlagsanstalt und Passagierflüge. 1920 schliesst sich die Firma mit der finanzkräftigeren Ad Astra Aero zusammen. Mittelholzer wird Direktor und Chefpilot der Ad Astra Aero, 1931 wird er technischer Direktor der daraus erwachsenen Swissair. Tod bei einem Kletterunfall an der Stangenwand in der Hochschwab-Gruppe, Steiermark. |
| 1894 |
Die Feldschützengesellschaft führt auf dem Grossacker das Eidg. Schützenfest durch. |
| 1894 |
Walter Gsell wird Bürgerratspräsident. |
| 1894 |
Arnold Billwiller, der Eigentümer und Biersieder vom Schützengarten, erstellt im Erlenholz (Wittenbach) ein eigenes Wasserkraftwerk. |
| 1894 |
Der Gemeinderat der Stadt St. Gallen bittet den Kanton, einheitlich die MEZ einzuführen. |
| 1894 |
Ein Offiziersball für den eigens eine Tanzkapelle von 18 Mann der königlich-würthenbergischen Regimentsmusik bestellt worden war erhitzt die Gemüter. Beim spontanen Volksauflauf protestierender auf dem Marktplatz, ca. 1000 Personen, gehen viele Fenster zu Bruch. |
| 1895 |
1. Mai Die Stadt wird nebst dem Quell- nun auch mit Seewasser versorgt. Letzteres wird im Rietli 372 Meter vom Ufer entfernt aus eine Tiefe von 45m dem Bodensee entnommen. Ergänzung |
| 1895 |
Arnold Billwiller von der Bierbrauerei Schützengarten bietet der Stadt aus seinem eigenen Wasserkraftwerk 60 Pferdestärken an elektrischer Energie zur Pacht an. |
| 1895 |
Die christkatholische Gemeinde erwirbt das Konzerthaus an der Dufourstrasse und baut es zur Christuskirche um. Bis zu diesem Datum durften sie in der St. Mangenkirche 18 Jahre lang ihre Messen durchführen. |
1895 1897 |
Die neue Linsebühlkirche mit der ersten elektrischen Beleuchtung im Quartier wird auf dem einstigen Friedhof erbaut und die alte Kirche bald danach abgebrochen. |
| 1896 |
Die Frauenbadeanstalt auf Dreilinden wird erstellt. |
| 1896 |
Der Quartierverein Krontal-Neudorf wird aus der Taufe gehoben. |
| 1896 |
Nach langem streiten seitens der Befürworter in Eggerriet und Grub (AR) wird die Postkutschenlinie St. Gallen - Heiden endlich wieder eröffnet. |
| 1896 |
Die Städtische Mobiliar-Leihkasse bezieht ihr neues Domizil in der Liegenschaft «zur Hexenburg» Hinterlauben 12. |
| 1896 |
Die Friedhöfe St. Leonhard und Linsebühl werden aufgehoben. |
| 1896 |
Zur Erinnerung an die Einweihung der Seewasserversorgung von 1895 wird auf der Linden, anstelle einer grossen Linde vom Toggenburger Bildhauer August Bösch der monumentale Broderbrunnen errichtet. |
| 1897 |
20. Mai Erste kinematographische Vorführung. Veranstaltungsort ist das katholische Gesellenhaus, heute Hotel Ekkehard an der Rorschacher Strasse. |
| 1897 |
20. September Kinematographische Vorführungen im Hotel Schiff in der Multergasse. |
| 1897 |
Oktober Der vom Bildhauer August Bösch entworfene Bachusbrunnen beim Toggenburggässli an der Multergasse wird errichtet. |
| 1897 |
15. Oktober Ein Filmzelt ist die Attraktion des diesjährigen Jahrmarktes auf dem Brühl. |
| 1897 |
Eröffnung des Waisenhauses im Sömmerli, es ersetzt die Zweiganstalt auf Dreilinden. Geführt und finanziert wird das Waisenhaus St. Gallen mit allen Filialen durch die Ortsbürgergemeinde. |
| 1897 |
19. Mai Die ersten zwei Linien der St. Galler Trambahn werden eröffnet. Es sind dies, Stocken - Heiligkreuz (6775m) und Bahnhof - Krontal (2517m). Beschäftigt sind 35 Wagenführer und 41 Billeteure, 32 sind auf andere Sparten verteilt. Die geltende Höchstgeschwindigkeit für Tramwagen ist, 12 Kmh im Zentrum und 18 Kmh ausserhalb der Stadt. |
| 1898 |
Gründung Samariterverein St. Gallen Centrum. |
| 1898 |
Gründung des Quartiervereins Rotmonten, Gründungshintergrund war ursprünglich die Lösung des Strassenbeleuchtungsproblems. |
| 1898 |
Hinter dem Stadttheater, heute Mac Donald's wird ein Brunnen erstellt, Theaterbrunnen genannt. |
| 1898 |
30. Juli Ausserordentliche Bürgerversammlung in der Reitschule auf der Kreuzbleiche. Tagesordnung war der Kauf des nördlichen Teils der Widackerbesitzung von der Gemeinde Tablat. |
| 1898 |
Aus einem Gesangsverein heraus wird der Quartierverein Oberstrasse ins Leben gerufen. |
| 1898 |
Im Ehemaligen Gebiet des Gübsermösli wird für die SAK der Stausee Gübsen fertig gestellt. |
1898 1902 |
Die Besitzer des Schützengartens, die Familie Billwiler, benützt für den Transport der Biere ein Dampfmobil. |
| 1899 |
Der Architekt und Kantonsbaumeister, Adolf Ehrenzeller, erbaut das Zeughaus an der Burgstrasse. |
| 1899 |
Die St. Galler Stadtwerke errichten das Kleinwasserkraftwerk Lochmühle in Untereggen. |
| 1899 |
Gründung der Höheren Schule für Handel, Verkehr und Verwaltung, die Vorläuferin der heutigen UNI St. Gallen. |
| 1899 |
Die 1771 nach dem Abbruch der Kapelle Peter und Paul in die Wallfahrtskirche Hl. Kreuz übernommenen Glocken werden durch neue ersetzt. |
| 1899 |
Gründung der katholischen Arbeiterbewegung (KAB) |
| 1899 |
Die Hochschule erfüllt ihre Lehrtätigkeit im Westflügel des Kantonsschulgebäudes. |
| 1899 |
Der bis dahin bestandene Niveau-Übergang bei der St. Leonhardskirche muss einem Brückenbau (St. Leonhard-Brücke) weichen. |
| 1899 |
Die Polizeimänner werden vom obligatorischen Militärdienst entbunden. |
| 1899 |
Im Goldachtobel nimmt das städtische Elektrizitätswerk seinen Betrieb auf. |
1900  |
Hinter der Stadt Genf hat die Stadt St. Gallen die zweitgrösste Bevölkerungsdichte der Schweiz. |
| 1900 |
Die Stadt zählt inkl. der später eingemeindeten Gebiete 53'796 Einwohner. |
| 1900 |
Das Frauenkloster St. Leonhard wird abgebrochen. |
| 1900 |
Der Orden der «Barmherzige Brüder von Maria-Hilf» nimmt im Krontal einen ambulanten Krankendienst in Betrieb, er ist Vorläufer des Pflege- und Betagtenheims, Josefhaus. |
| 1900 |
Der Tablater Gemeindeammann Hermann Bernet hält im Restaurant Taube an der Langgasse einen Vortrag, worin er die Notwendigkeit einer Stadtvereinigung erleutert. Das war gewissermassen der Grundstein für die 1918 zur Wirklichkeit geworden Stadtverschmelzung. |
| 1900 |
An der Geltenwilenstrasse 2 (nahe der späteren Leonhardbrücke) übernimmt die im florentinischen Landhausstil erbaute Unterstation seine Aufgabe. |
1900
*  |
Bierbrauer J. Uhler stellt seinen Brauereibetrieb ein. |
| 1900 |
Das Tagblattgebäude an der Kornhausstrasse wird erstellt. |
| 1900 |
Das lange Badehaus auf der Südseite beim Gemeinschaftsbad (früher Mannenweiher) wird erstellt. |
| 1900 |
19. Oktober Inbetriebsetzung des Kraftwerkes Kubel, am Zusammenfluss von Sitter und Urnäsch. Ergänzung |
| 1900 |
Um die grasierende Führerflucht etwas einzudämmen wird das lösen einer Fahrradnummer nun zur Pflicht. |
|
|
| 1901 |
Eröffnung der St. Leonhardsbrücke. |
| 1901 |
Ein Brand zerstört die Burg Waldegg an der Burgstrasse, sie wird mit den noch bestehenden Fundamenten sofort wieder aufgebaut. |
| 1901 |
28. März Offizieller Gründungstag des FC Brühl, der auf dem Gelände des heutigen Spelteriniplatzes seine Spiele durchführt. |
| 1901 |
Einführung neuer Tramwagen mit geschlossener Plattform. |
| 1901 |
Westlich der Kaserne wird die Militärkantine fertig gestellt, heute Restaurant Kastanienhof. |
| 1901 |
Der Ostschweizerische Blindenfürsorgeverein nimmt seine Arbeit auf. |
| 1901 |
Leopold Iklé schenkt dem im Aufbau begriffenen Textilmuseum Teile seiner Textilsammlung. |
| 1901 |
Gründung Samariterverein St. Gallen West. |
| 1901/02 |
Der Postweiher zwischen Langgasse, Poststrasse und Rosenheimstasse wird aufgefüllt. |
1902 1918 |
Gemeindeammann, ab 1909 auch Stadtammann, Dr. jur. Eduard Scherrer. |
| 1902 |
Nachdem die Gasfabrik ins Rietli verlegt wurde, stellt die Stadt im Schellenacker zwei grosse Gaskessel als Speicher auf. |
| 1902 |
Ende der Bavaria Brauerei. |
| 1902 |
Ostermontag, ein Rachelüsterner Mitarbeiter verursacht den verheerenden Brand der Zweibruggenmühle westlich unterhalb der heutigen Haggenbrücke an der Sitter, (Ruinenteile noch immer zu sehen). Ergänzung |
| 1902 |
Juni Der Gemeinderat der Stadt St. Gallen befasst sich mit dem Autorennen Paris-Wien, dass mit 133 Fahrzeugen durch die Stadt führen soll. Soweit kommt es nicht, nach zahlreichen Unfällen auf der ersten Etappe wird das Rennen abgebrochen. |
| 1902 |
15. Juni Im Saal der Brauerei Schönenwegen wird die evangelische Kirchgemeinde Straubenzell gegründet, was gleichzeitig auch die Trennung von der Kirchgemeinde St. Gallen Centrum bedeutet. |
| 1902 |
40 edle Waldkircher gründen eine Motorkutschenlinie mit Anschluss ans Tram im Heiligkreuz. |
| 1902 |
Die Familie Neumann eröffnet an der Ecke Markt-, Spitalgasse «Neumann's Wiener Café». Ein Teil der Kaffeehausfassade ist im östlichen Bereich der Firma «Musik Hug» an der Spitalgasse noch erhalten geblieben. |
| 1902 |
März Die Orgel der Linsebühlkirche bekommt einen Elektromotor der die körperlich anstrengende Arbeit des Kalkanten am Schwungrad ersetzt. |
| 1902 |
An der St. Jakobstrasse und an der Kirchgasse wird je ein Polizeiaussenposten eröffnet. |
| 1902 |
Im Wildpark Peter und Paul erstellt der Bildhauer Urs Eggenschwyler den ersten Kunstfelsen. |
| 1902 |
Im Saal der Brauerei Schönenwegen wird die Evangelisch-reformierte Kirchegemeinde Straubenzell gegründet. |
| 1902 |
Aus einem Eisenbahn-Comité heraus wird der Quartierverein Nordost gegründet. |
| 1902 |
1. Dezember Die Volksküche an der Ecke Bankgasse - Gallusstrasse wird fertiggestellt. |
| 1903 |
Im Rietli wird für die Stadt St. Gallen ein Gaswerk in Betrieb genommen. |
| 1903 |
Auf dem Scheitlinsbüchel wird ein Wirtshaus eingerichtet. |
| 1903 |
Erstellung der Lagerhäuser an der Davidstrasse, Architekt ist Max Hoegger. |
| 1903 |
Inbetriebnahme der Kehrichtdeponie (Gallemescht genannt) in der Waldau. |
| 1903 |
Der Friedhof St. Mangen muss der Erweiterung der Kirchgasse zum Unteren Graben und dem Bau der Gewerbeschule weichen. |
| 1903 |
8. Februar Das mit Gas betriebene Krematorium im Feldli wird seinem Zweck übergeben. |
| 1903 |
An der Grünbergstrasse nimmt das Badhaus den Betrieb auf, es dient den Bahnangestellten, die sich nach der schmutzintensiven Arbeit auf den Dampflokomotiven hier waschen können. |
| 1903 |
Die Postkutsche fährt zum letzten Mal nach Trogen. |
| 1903 |
Gründung des Puppentheaters, aus dem das heutige Figurentheater wird. |
| 1903 |
Gründung der Sektion St. Gallen des Verbandes deutsch-schweizerischer Frauenvereine zur Hebung der Sittlichkeit. Heute Evangelische Frauenhilfe St. Gallen-Appenzell. |
| 1903 |
In Paris wird das vom Solothurner Bildhauer Richard Kissling geschaffene 3.75 Meter hohe Tonmodel des künftigen Vadiandenkmals in Bronze gegossen. |
| 1903 |
10. Juli Die Trogenerbahn, die steilste Adhäsionsbahn der Schweiz, verbindet nach langen Streitigkeiten betreffs Linienführung, die Stadt St. Gallen via Speicher mit Trogen. |
| 1903 |
16. September Die Felsenbrücke über die Mühlenenschlucht übernimmt seine Bestimmung. |
| 1903/04 |
Der FC St. Gallen ist Schweizermeister. |
1904 |
Der «Blauer-Himmel-Weiher» muss dem Bau der Fellenbergstrasse weichen. |
| 1904 |
Das Café-Restaurant Tiger an der Ecke Markt-, Spisergasse wird abgebrochen. |
| 1904 |
Der Bierbrauer J. Uhler und J. Gemper erbauen das Restaurant Scheffelstein. |
| 1904 |
Erbauung des Bürgerheims für Betagte, heute Seniorenwohnsitz Singenberg. |
| 1904 |
Zur Zeit sind in St. Gallen 22 Automobile eingeschrieben. |
| 1904 |
Gründung des Turnverein Rotmonten. |
| 1904 |
Die Trambahn fährt auf der Stadtstrecke der Trogenerbahn bis zum Schülerhaus an der Speicherstrasse, der Betrieb wird jedoch wegen mangelnder Frequenz nach kurzer Zeit wieder eingestellt. |
| 1904 |
Geburtsjahr der evangelischen Pflegeheime in unserer Stadt. |
| 1904 |
Um den alten hilflosen Männern und Frauen ein eigenes Haus zu geben wird das Altersheim Singenberg gebaut. |
| 1904 |
6. Juni Der Irabach überschwemmt das gesamte Bahnhofgelände. |
| 1904 |
16. - 28- Juli Eidgenössisches Schützenfest im Tal der Demut. |
| 1904 |
13. August Artikel im Tagblatt gegen das Peitschenknallen. |
| 1904 |
Die Nummer 1 des «Vorboten» erscheint, ein Jahr später nennt sich die Zeitung «Ostschweizerische Arbeiterzeitung» und ab dem Jahr 1911 «Volksstimme». |
| 1904 |
Der unten an der Marktgasse stehende Justitia-Brunnen wird abgebrochen. |
| 1904 |
FC St. Gallen wird Schweizer Fussballmeister. |
| 1904 |
Der Brunnen an der Spital-, Kugel- und Brühlgasse wird durch den an der Marktgasse abgebrochenen Justitiabrunnen ersetzt. |
| 1904 |
Der Quartierverein St. Georgen wird gegründet. |
| 1904 |
7. Juli Das Vadiandenkmal, erstellt vom Solothurner Richard Kissling, gestiftet von der Ortsbürgergemeinde, wird eingeweiht. |
| 1904 |
Gründung der ältesten Wohnbaugenossenschaft der Stadt, an der Flurhofstrasse. |
| 1904 |
Am Eckhaus Spiser-, Turmgasse werden die zwei charakteristischen Ecktürmchen angebracht. |
1905 1913 |
Bau einer zusammenhängenden Kanalisation, in dieser Zeit wurde ein Kanalnetz von 28 Kilometern länge erstellt. |
| 1905 |
Auf Dreilinden wird das Schieberhäuschen erbaut. |
| 1905 |
Eindohlung und Überwölbung der offenen Steinach an der Lämmlisbrunnen- und Rorschacher Strasse. |
| 1905 |
Die Ortsbürgergemeinde übernimmt das Gasthaus Freudenberg. |
| 1905 |
Die gesetzlich vorgeschriebene militärische Unterrichtung der Zöglinge von der Kantons- und Knabenrealschule beinhaltet, dass diese ein gemeinsames Kadettenkorps, bestehend aus Infanterie, Artillerie und Musikkorps zu unterhalten haben. |
| 1905 |
18. Juni Die St. Galler-Velorennbahn mit Zuschauertribüne und gedeckter Halle wird an der Rehetobelstrasse im Krontal erstellt. |
| 1905 |
Der Irabach wird saniert, er war einst als offenes Gewässer in den nördlichen Schutz der Stadtmauer integriert. Nach der Überdeckung diente er auch als möglicher Fluchtststollen für die Räte, der direkt vom Rathaus an der Marktgasse betreten werden konnte. |
| 1905 |
Die Ziegelei Espenmoos wird abgebrochen. |
| 1905 |
Der Polizeiaussenposten Mühlegg wird eröffnet. |
| 1905 |
Gründung des politisch und konfessionell neutralen Fürsorgevereins der Stadt St. Gallen. |
| 1905 |
9. Mai Auf «Drei Linden» wird von der Schuljugend, zu Ehren des vor 100 Jahren verstorbenen Dichtes, die Schillerlinde gepflanzt. |
| 1905 |
Der Friedhof Bruggen wird angelegt. |
| 1905 |
Die Kinder aus dem Wittenbacher Teil des Bruggwald-Quartiers, besuchen die Kindergärten und Schulhäuser der Stadt. |
| 1905 |
Auf der Güggisbleiche wird ein Wasserturm erstellt, er dient der Speisung von Dampflokomotiven und als Löschwasserreservoir. |
| 1905 |
Auf der nordwestlichen Seite des Kreuzweihers wird eine Mädchenbadeanstalt gebaut. |
| 1905 |
Belegt ist im Haus Oceanic an der St. Leonhardstrasse das erste (richtige) Badezimmer der Stadt, dass der Stickereifabrikant Karl Fenkart erstellen lies. Berühmt ist auch das Flachrelief des Bildhauers August Bösch an der Fassade im ersten Obergeschoss. |
| 1906 |
14. Januar Die reformierte Kirche in Bruggen wird ihrer Bestimmung übergeben. |
| 1906 |
27. Januar Die schikanöse Behandlung der Trambahner durch ihren Depotchef veranlasst sie, einen Verein städtischer Beamter, Angestellter und Arbeiter zu gründen, (heute VPOD). |
| 1906 |
Das Projekt einer Bahnlinie, St. Gallen - Ruppentunnel - Altstätten - Feldkirch, wird eingereicht, Ziel ist eine schnelle Verbindung zur Arlbergbahn. |
| 1906 |
April Gründung der evangelischen Kirchgemeinde Tablat. |
| 1906 |
16. Mai Bischof Ferdinand Rüegg, Präkonisierung durch Papst Pius X. |
| 1906 |
Ein Projekt für eine Strassenbahnverbindung St. Gallen - Eggersriet - Grub - Heiden wird vorgestellt. |
| 1906 |
Gründung der Naturfreunde Sektion St. Gallen. |
| 1906 |
Im Schulhaus St. Fiden wird mit 70 Kindern die Italienerschule eingeführt. |
| 1906 |
Die Schweizerische Kreditanstalt übernimmt die Bank in St. Gallen |
| 1906 |
Auf der Ostseite des Mannenweihers, beim Nichtschwimmerbad, wird das Badehaus erstellt. |
| 1906 |
Sangesfreudige Turner vom Turnverein Oberstrasse gründen ein Chörli aus dem durch Fusion mit dem Turnverein Straubenzell der Bürgerturnverein und schliesslich das Bürgerturnerchörli wird. |
| 1906 |
22. Juni Nachdem König Umberto III. von Italien sich weigert der Wildparkgesellschaft Steinböcke aus seinem Jagdreservat zu verkaufen, werden ihm durch Giuseppe Bérard, einem Auftragswilderer, einfach drei Steinkitze (ein Böcklein und zwei Geisslein) geklaut und in den Wildpark Peter und Paul gebracht. Bis 1931 summiert sich die Zahl auf deren 50 Steinböcke. Die Folge daraus, der ausgestorbene Steinbock wird nicht nur in der Schweiz sondern im ganzen Alpenraum wieder heimisch. |
| 1906 |
18. Oktober Nach Winterthur wird an Stelle des erst 1858 gebauten Schlachthauses das zweitälteste Hallenbad der Schweiz, dass Volksbad, gebaut von Architekt Albert Pfeiffer, eingeweiht. |
| 1907 |
Neujahrstag, der 1200 Personen fassende Schützengartensaal mit Theaterbühne wird eingeweiht. |
| 1907 |
28. Februar Die Nationalbank ersteht das Bankgebäude am Portnerhof beim heutigen Grüningerplatz. |
| 1907 |
März Der Webergasse-Brunnen, im Hofraum der Liegenschaft zum Feigenbaum, wird abgebrochen. |
| 1907 |
Gründung der «Musikgesellschaft Straubenzell», später wird sie auf «Musikgesellschaft Eintracht», auf «Harmoniemusik St. Gallen-West» und schliesslich auf «Westmusik St. Gallen» umbenannt. |
| 1907 |
1. Juni Das Kino Radium, das erste Kino der Stadt, wird an der St. Leonhardstrasse 22 im Merkatorium eröffnet. |
| 1907 |
Gründung der Sparkasse der Administration des Katholischen Konfessionsteil des Kantons St. Gallen, 1994 Übernahme durch die St. Galler Kantonalbank. |
| 1907 |
Die Gebäulichkeiten der «Bank in St. Gallen» gehen an die Nationalbank über. |
| 1907 |
Die Evangelischen Schulgemeinde Tablat nimmt das Gerhaldenschulhaus in Betrieb. |
| 1907 |
Die Feuerwehr zieht in den Zeughausflügel am Klosterhof ein. |
| 1907 |
Schliessung des Polizeipostens Birkenfeld und Neueröffnung des variabel besetzten Polizeiaussenpostens Oberstrasse an der Geltenwilenstrasse 19. |
| 1907 |
Das Hadwigschulhaus übernimmt seine Bestimmung. |
| 1907 |
Im Wildpark Peter und Paul erstellt der Bildhauer Urs Eggenschwyler einen zweiten Kunstfelsen. |
| 1907 |
Fünf Landjäger, die in der Strafanstalt St. Jakob in St. Gallen als Aufseher angestellt sind, initiieren den Verband der Kantonspolizei St. Gallen. |
| 1907 |
6. Oktober An der Notkerstrasse wird das Gebäude für Archiv und Bibliothek St. Gallen, Stadtarchiv eingeweiht. |
| 1907 |
Das Polizeiwachtlokal zieht vom Tannenbäumle an der Linsebühlstrasse 53, ins ehemalige Postlokal an der Linsebühlstrasse 77 um. |
| 1907 |
1. Juli Im Heiligkreuz wird das «Ostschweizerische Blindenheim» eröffnet. |
| 1907/08 |
Bau der Gottfried-Keller-Strasse mit dem im oberen Teil baulich anspruchsvollen Lehnenviadukt. |
| 1908 |
23. April Die auf dem Wetzelgut gebaute St. Otmarkirche, im neugotischen Stil errichtet, wird ihrem Zweck übergeben. Ursprünglich war sie auf dem Büchel oberhalb der St. Leonhardkirche geplant. |
| 1908 |
An der Golitahgasse wird das Haus in dem sich einst das zum Katharinenkloster gehörende Klostergasthaus befand abgerissen, es muss einem Neubau für die St. Galler Kaffeehalle mit Lesesaal weichen. |
| 1908 |
Gegründet wird der Schützenverein Winkeln. |
| 1908 |
Der Bankier Max Wegelin erstellt in der Parkanlage seiner Villa im Schönbühl einen Weiher. Der natürlich wirkende Weiher, vom Bergbach gespiesen, war genau dort wo sich heute der Grünsteifen zwischen Coop und der südlichen Autobahnausfahrt Neudorf befindet. |
| 1908 |
Gründung der Übungsschule zum Zweck, die angehenden Sekundarlehrerinnen und -lehrer besser auf ihre Aufgabe vorzubereiten. |
| 1908 |
Das Kirchhoferhaus an der Museumstrasse kommt in den Besitz der Museumsgesellschaft. |
| 1908 |
Die Verkehrsbetriebe erhalten die Konzession für die Strecke Neudorf - Heiden, dass Vorhaben wird aber immer wieder verzögert und der Ausbruch des 1. Weltkrieges bedeutet schliesslich das endgültige aus. |
| 1908 |
21. Juli Die Gemeinnützige- und Hilfsgesellschaft ruft das Brockenhaus ins Leben. |
| 1908 |
Weit ausserhalb des Siedlungsgebietes wird der Ostfriedhof mit Abdankungshalle erstellt. |
| 1908 |
7. September Das zweite Kino der Stadt, die elektrische Lichtbühne öffnet an der Magnihalden, seine Tore. |
1908  |
Die zur Spinnerei Buchental gehörenden Bachstrasseweiher 1 und 2 werden eingeebnet, sie müssen dem Ausbau des Bahnhofes St. Fiden und dem Bau der Bachstrasse weichen. |
1908  |
27. November Gründung des St. Galler Berg-Sport-Clubs (BSC). |
| 1908/09 |
Die Fuhrhalterei Girtanner in St. Josephen bezahlt Fr. 200.-- und bekommt dafür das Recht, in diesem Winter im Nestweiher das Eis abzubauen. |
1908  |
Der Brunnen an der Ecke Augustinergasse Hirschengässlein wird entfernt. |
1908 1915 |
Erweiterung des Bahnhofes St. Fiden. |
| 1909 |
Eröffnung der Tonhalle. |
| 1909 |
Auf dem Springbrunnenplatz wird durch den Verkehrsverein St. Gallen eine Wettersäule erstellt, sie steht noch heute dort. |
| 1909 |
Gründung des Vereins für soziale Fürsorge in der Gemeinde Tablat. |
| 1909 |
Eine zweite Seewasserleitung wird in Betrieb genommen. |
| 1909 |
Die Velorennbahn an der Rehetobelstrasse wird abgebrochen. |
| 1909 |
Auf dem Büchel wird ein Pfarrhaus eingeweiht. |
| 1909 |
Offiziere des Ostschweizerischen Cavallerievereins organisieren auf der Kreuzbleiche ein Militärreiten. Der grosse Anklang führte noch im gleichen Jahr zur Gründung des Rennklubs, später Reitklub St. Gallen. |
| 1909 |
5. März Die politische Gemeinde Straubenzell gibt neue Instruktionen für Ihre zwei Nachtwächter bekannt. |
| 1909 |
Der Taubstummen - Touristenclub wird gegründet. |
| 1909 |
Ein veröffentlichter Untersuchungsbericht brandmarkt die Zustände in den von Italienern bewohnten Quartieren Buchwald und Buchental in der Gemeinde Tablat (Kleinvenedig genannt). Auszug aus dem Bericht: |
| 1909 |
22. Juni, 16:00 Uhr Auf der Wittenbacher Seite stürzen, weil die Bauleitung an Holzstreben spart, Teile des sich im Bau befindenden Bruggwald-Eisenbahntunnels ein. Sieben Arbeiter werden getötet, ein weiterer Italiener kann von seinen Kumpel-Kollegen nach 11 Tagen gerettet werden. |
| 1909 |
An der Lindenstrasse wird das katholische Schulhaus Buchental eingeweiht. |
| 1909 |
17. August Der Männer-Schwimmclub St. Gallen wird gegründet. |
| 1909 |
Die Ortbürgergemeinde der Stadt St. Gallen erstellt auf Wittenbacherboden die Armen und Arbeitsanstalt Kappelhof. |
| 1909 |
Gründung der St. Galler Eisenbahner-Genossenschaft zur Errichtung der Arbeitersiedlung im Schoren. |
1909 1912 |
18. Mai Frau Dr. Frida Immboden gründet an der St. Leonhard-Strasse 52, dort wo heute der Gaiserbahnhof steht, ein Säuglingsheim, aus diesem erwächst viele Jahre später das Säuglings- und Kinderspital. |
| 1909 |
Bildung der Berufs-Feuerwehr. |
1910  |
Die Stickereiproduktion hat mit 18% den grössten Anteil an der Schweizer Exportwirtschaft, über 50% Prozent der Weltproduktion kommt aus der Gallusstadt. |
| 1910 |
Nach 70 Jahren erfolgt die Namensänderung von «Tagblatt der Stadt St. Gallen» in «St. Galler Tagblatt». |
| 1910 |
Der SV Fides, Handballklub wird gegründet. |
| 1910 |
Der Damen-Schwimmclub St. Gallen wird gegründet. |
| 1910 |
Hauseigentümer gründen den Quartierverein Lachen. |
| 1910 |
Der stattliche Lindenhof an der Lindenstrasse kann eröffnet werden, er dient als Pension für Fremdarabeiter, heute Alters- und Pflegeheim. |
| 1910 |
Ein Hochwasser zerstört den Hätterensteg, eine Eisenkonstruktion. Ein Notsteg aus Holz wird erstellt. |
| 1910 |
Gleichzeitig mit der Inbetriebnahme der BT Bodensee-Toggenburg-Bahn, wird auch der Bahnhof Haggen eröffnet. |
| 1910 |
Die 1846 erstmals erwähnte Turmwache zu St. Laurenzen wird aufgehoben, die beiden Wächter werden in die Feuerwehr übernommen. |
| 1910 |
Die höchste in dieser Bauart erstellte Eisenbahnbrücke Europas, das 98 Meter hohe Sitter-Viadukt wird dem Verkehr übergeben, sie verbindet die im gleichen Jahr eröffnete BT-Linie St. Gallen mit Herisau. |
| 1910 |
16. Oktober Das "schönste" Fussballstadion der Schweiz, dass Espenmoos mit einer Tribüne für 600 Zuschauer und einem 1:0 Sieg gegen Brühl wird eröffnet. |
| 1910 |
Die Stadt zählt inkl. der später eingemeindeten Gebiete 75'482 Einwohner. |
| 1910 |
In der Gemeinde Tablat beträgt der Ausländeranteil 40.5%. |
| 1910 |
27. November Linienverlängerung der Trambahn, Krontal - Neudorf (750m). |
| 1910 |
Der Bahnhof St. Fiden übernimmt den Betrieb. |
| 1910 |
1. Dezember Die Tramline Bahnhof - Krontal kann jetzt doppelspurig befahren werden. |
| 1911 |
Erstausgabe der Volksstimme (sozialdemokratische Tageszeitung). |
| 1911 |
Das Poststrassenviadukt, später auf Splügenbrücke umgetauft, wird realisiert. |
| 1911 |
Mit einer 500-Franken-Note auf der drei Stickerinnen bei der Arbeit abgebildet sind, würdigt die Eidgenossenschaft die für die ganze Schweiz wichtige volkswirtschaftliche Bedeutung der St. Gallerstickerei. |
| 1911 |
Die Spinnereibrücke, durch die SBB erstellt, wird ihrem Zweck übergeben. |
| 1911 |
Eröffnung des Kinos Capitol an der Kreuzung Kornhaus-, Vadianstrasse. |
| 1911 |
13. März Grundsteinlegung für die Eisenbahnersiedlung im Schoren durch die Eisenbahner-Baugenossenschaft St. Gallen (EBG). Die Siedlung entstand weil das mittlere und untere Bahnpersonal die unverhältnismässig hohen Mietzinse in der Stadt kaum mehr berappen konnte. |
| 1911 |
Ein Zeppelin überfliegt, von der städtischen Bevölkerung jubelnd bestaunt, zum ersten mal die Stadt St. Gallen. |
| 1911 |
Das Kino Radium wird geschlossen, es war das erste Kino der Stadt. |
| 1911 |
Auf der Güggisbleiche wird die Lokremise im französischen Rotondentypus fertiggestellt, sie ist das grösste Ringdepot der Schweiz. |
| 1911 |
30. Oktober Trambahnverbindung vom Schibenertor (Union) bis zur Hochwacht. |
| 1911 |
Aus der Zucht von drei Steinwildtieren, vom (Peter und Paul), die ursprünglich aus dem Gebiet vom Monte Paradiso (I) stammen, werden im St. Galleroberland (Weisstannental) die ersten Steinböcke ausgesetzt. |
| 1911 |
Rekordjahr im Stickereiexport, in diesem Jahr werden 9000 Tonnen Stickereien exportiert. |
| 1911 |
Juni Henri Kunkler fliegt mit einem Blériot-Eindecker vom Breitfeld über das Schloss Oberberg nach Gossau und zurück. |
| 1911 |
Die Handelsakademie, heute Universität, bekommt die Bezeichnung Handelshochschule. |
| 1911 |
13. August Hauptmann A. Jucker fliegt mit einem Zweidecker vom Breitfeld nonstop bis zur Kreuzbleiche und zurück. |
| 1911 |
Die Architekten Pfleghard und Haefeli erstellen die Fabrikantenvilla Hufenus mit Pförtnerhaus, die 1924 zur Privatklinik Notkerianum umgebaut und von Schwestern aus dem Kloster Menzingen geführt wurde, heute Betagtenheim. |
1911 1915 |
Der Bahnhofplatz, wird nach einem Projekt von Heinrich Ditscher realisiert. |
| 1912 |
Die Restaurants Bierquelle, Signal und Eisenbahn müssen dem Bau der Hauptpost weichen. |
| 1912 |
Henri Kunkler fliegt mit seiner (Rossier-Kunkler), einem Hochdecker, vom Breitfeld nach Dübendorf. Mit zwei Zwischenlandungen dauerte der Flug zwölfeinhalb Stunden. |
| 1902 |
Im Wildpark Peter und Paul erstellt der Bildhauer Urs Eggenschwyler einen dritten Kunstfelsen. |
| 1902 |
Auf dem Ostfriedhof wird eine jüdische Grabkapelle erstellt. |
| 1912 |
Die Passarelle, die östlich des Hauptbahnhofes über die Geleise führte, wird abgebrochen. |
| 1912 |
Eröffnung des 1466m langen Eisenbahntunnels nach St. Fiden. |
1912 1942 |
Frau Dr. Frida Imboden zieht mit dem Säuglingsheim, inzwischen Pflegestation, an die Volksbadstrasse 27, dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Gasfabrik. Sie verliess den alten Ort weil dieser per Expropriration dem Gaiserbahnhof weichen musste. |
| 1913 |
Fertigstellung des neuen Hauptbahnhofes, der an Stelle des Zoll- und Lagerhauses errichtet wurde. |
| 1913 |
Der neue jüdische Friedhof wird auf dem Gelände des Ostfriedhofes eingeweiht. |
| 1913 |
Das Union-Lichtspiel-Theater beim Schibenertor wird eröffnet. |
| 1913 |
Die Familie Neumann verlässt mit «Neumann's Wiener Café» seinen Platz an der Ecke Markt- Spitalgasse und zügelt an die Bahnhofstrasse wo sie das Café zur Hochblüte bringen, später Café Seeger. |
| 1913 |
19. März Heinrich Otto Henri Kunkler, Konstrukteur, Flugpionier, überfliegt im März 1913 mit seinem selbstgebauten Flugapparat auf 1500 Meter Höhe als erster Pilot die ganze Stadt St. Gallen. |
| 1913 |
16. Dezember Bischof Robert Bürkler, Präkonisierung durch Papst Pius X. |
| 1913 |
1. Oktober Die Linie der Appenzellerbahnen von Winkeln nach Herisau wird stillgelegt. Das Bahnhofsgebäude in Winkeln steht noch heute und das ehemalige Bahntrassee westlich vom Gübsensee bis hinauf zum alten Zoll dient heute als idealer Wanderweg. |
| 1913 |
Trambahnverbindung Hochwacht - Nest. |
| 1913 |
Die St. Mangenkirche bekommt ein neues Geläut und eine neue Kirchenuhr. |
| 1913 |
Arbeiter stossen beim Bau einer Wasserleitung für die Anstalt Kappelhof in Kronbühl auf ein Massengrab. Experten stellen fest, dass es sich um Gefallene der Gefechte vom 16./17. Juni 1405 beim Hauptlisberg. Die Siegreichen Stadt St. Galler verfolgten das geschlagene Heer von Herzog Friedrich IV via Kappel, wo es weitere kleine Gemezel gab, bis hinunter nach Arbon. |
| 1913 |
Die Glocke des einstigen Turmes vom Multertor, 1625 von Johann Baptist Ernst dem älteren aus Lindau gegossen, kommt in das Türmchen auf dem Haus Rösslitor. |
| 1913 |
5. Januar In der Nähe des Pulverturms auf der ehemaligen Staatsdomäne und auf der vormals fürstäptischen Richtstätte auf dem Espen, wird die reformierte Kirche Heiligkreuz, eingeweiht. |
| 1913 |
Die etwas kleingeratenen Zifferblätter an St. Mangen werden durch grössere ersetzt. |
| 1914 |
Der neue Nebenbahnhof für die Trogener- und Gaiserbahn kann in Betrieb genommen werden, somit wird die Haltestelle mit Drehscheibe vor dem heutigen Metropol entfernt. |
| 1914 |
Zwei süddeutsche Dekorationsmaler schmücken im Bahnhofgebäude einen Saal, der dann mit Nussbaummöbel und Kronleuchter ausgestattet wird. Heute wird er Historischer- oder Kronleuchtersaal genannt. |
1914  |
Bis zu diesem Zeitpunkt wird im Gebiet vom Schaugenbädli die Schaugenmühle betrieben. |
| 1914 |
Der Stadtrat weist ein Begehren zurück in dem der Präsident des Westquartier-Vereins Bürgerratspräsident Walter Christlieb Gsell im westlichen Tal der Demut den Bau einer Eisbahn fordert. |
| 1914 |
Aus der Steinwildzucht, vom (Peter und Paul), die ursprünglich aus dem Gebiet vom Monte Paradiso (I) stammen, werden im im Gebiet vom Piz Ela, Graubünden, Steinböcke ausgesetzt. |
| 1914 |
Gegen eine Gebühr von fünf Rappen dürfen die Mädchen der Meitli-Flade auf dem innern Klosterhof in eigens für die Mädchen reservierten Zeiten eine künstliche Eisbahn benützen. |
| 1914 |
Die Turnhalle Kreuzbleiche mit integrierter Bademöglichkeit, ausgestattet mit 13 Brause und sechs Wannenbäder, wird eröffnet. |
| 1914 |
Die Tramlinie Langasse-Heiligkreuz wird zweispurig. |
| 1914 |
4. August 1. Weltkrieg, Mobilmachung auf der Kreuzbleiche, dass Infanterieregiment 33, dem die meisten Städtler zugeteilt sind, wird vereidigt. |
| 1914 |
Wittenbach will mit der Stadt St. Gallen fussionieren, die Stadt lehnt die Eingemeindung ab. |
| 1914 |
Der Ausbruch des Weltkrieges, veranlasst ca. 24'000 Italiener unsere Stadt zu verlassen, dazu kommen viele Deutsche und Österreicher die dem Ruf ihres Vaterlandes folgen. |
| 1914 |
Nach dem Bau des Rosenberg-Eisenbahntunnels hat der Bahngraben beim Grabenschulhaus ausgedient, er wird für Kellereien überdeckt (Grabenkeller), die SBB-Brücke über die St. Jakobstrasse wird abgebrochen. |
| 1914 |
Der zuvor 1914 an der Landesausstellung im Landidörfli in Bern ausgestellte «Dörflibrunnen» wird in St. Fiden bei der Einmündung der Oststrasse in die Rorschacher Strasse aufgestellt. Heute steht er bei der Busstation St. Fiden. |
| 1914 |
Die Hauptpost kann ihrem Zweck übergeben werden. |
1915 2003 |
14. Februar / 20. Juni Prof. Johannes Duft, Stiftsbibliothekar und Erforscher der St. Galler Abteigeschichte, erweckt die Stiftsbibliothek von St. Gallen aus ihrem Dornröschenschlaf und macht sie zu einem Zentrum für Mittelalterforschung in Europa. |
| 1915 |
SC Brühl St. Gallen wird Schweizermeister. |
| 1915 |
Wo zuvor ein Niveauübergang über die Geleise führte wird die Leonhardsbrücke eingeweiht. |
| 1915 |
Das alte Postgebäude auf dem Bahnhofplatz wird zum Rathaus umfunktioniert. |
| 1915 |
12. Mai General Wille wohnt in unserer Stadt einer Fahnenübergabe bei. |
1915 1979 |
12. April / 24. März Kurt Früh, Filmregisseur. |
| 1915 |
Die Firma Martel errichtet im Grabenkeller neben der Grabenturnhalle ihr Weinlager. Sie kann den Wein direkt von der Strasse durch einen Schacht in den Keller einschlauchen. |
| 1916 |
7. Januar Trambahnverbindung Bahnhof - Reitbahn. |
| 1916 |
14. Februar Der Fischereiverein St. Gallen nimmt den Nestweiher in Pacht. |
| 1916 |
Trambahnverbindung Platztor - Brühltor entsteht. |
| 1916 |
6. Januar Trambahn-Betriebseinstellung, Union - Reitbahn via Rosenbergstrasse. |
| 1916 |
17. Oktober Trambahn-Betriebseinstellung, Marktplatz - Platztor via Goliathgasse. |
| 1916 |
Der Riederenhofweiher wird gebaut. |
| 1916 |
Mai Die mehrheitlich deutschfreundliche Stadt-Bevölkerung begrüsst mit einer riesigen Menschenmenge den Transport von kranken und verwundeten deutschen Kriegsgefangenen aus Frankreich. |
| 1916 |
Das städtische Tuchhaus, auch Mange genannt, ein mächtiger Bau an der Neugasse, muss dem Amts- und Gerichtsgebäude Platz machen. |
| 1916 |
August Das Altersheim Sömmerli nimmt mit dem Stammhaus (Johannes Kessler) den Betrieb auf. |
| 1917 |
Die Stadt kann die ARA Hofen bei Wittenbach, die erste mechanisch-biologische Kläranlage der Schweiz, in Betrieb nehmen. |
| 1917 |
Die Brauerei Hock an der Brauerstrasse 25 stellt ihren Betrieb ein. |
| 1917 |
Der Bundesrat des Politischen Departements, Arthur Hoffmann, ein Stadtbürger, reicht seine Demissionierung ein. Ergänzung |
| 1917 |
Die Pfarrkirche St. Maria im Neudorf wird eingeweiht. |
1918 1930 |
Stadtpräsident, Eduart Scherrer (FDP). |
| 1918 |
Eingemeindung von Straubenzell und Tablat. |
| 1918 |
Gründung der «neue Bank in St. Gallen», 1922 liquidiert. |
| 1918 |
Der Bau des Historischen Museums hat zur Folge, dass das Bürgli, dessen Dachreiter über dem Hang der Mühleggbahn-Bergstation als Gartenhäuschen dient, und der (Botanische Garten) weichen müssen. |
| 1918 |
Die hochgehende Sitter zerstört den Hätteren-Notsteg der 1910 erstellt wurde. Die Sitter hatte damals schon den Eisensteg zerstört. |
| 1918 |
Unter dem Namen Gesangs-Sektion der Männerriege des Turnvereins Neue Sektion wird ein Jodlerklub gegründet, der sich heute Jodlerclub Stadt St. Gallen nennt. |
| 1918 |
Eine Grippeepidemie (spanische Grippe) forderte im zweiten Halbjahr allein in der Stadt 327 Tote. |
| 1918 |
Auch in St. Gallen wird dem Aufruf zum Generalstreik folge geleistet. Ergänzung |
| 1918 |
27. Dezember Eröffnung des Kinos Apollo an der Grossackerstrasse 3. |
| 1919 |
Februar Die Polizei bezieht mit der Hauptwache das neu erstellte Bezirksgebäude. |
| 1919 |
Die Firma Guyer AG wird offizieller Bahncamioneur für die SBB in St. Gallen. |
| 1919 |
Die Stadt gelangt mit dem Begehren an Wittenbach, das Blindenheim in die Stadt eingemeinden zu dürfen, was umgehend abgelehnt wird. Ergänzung |
| 1919 |
Juli Nachdem am 11. Mai 82% der Vorarlberger den Beitrittswillen zur Schweiz bekundeten, gründet Dr. med. Ulrich Vetsch, Chefarzt der Augenabteilung im Kantonsspital St. Gallen das Aktionskomitee (Pro Vorarlberg). |
| 1919 |
An der oberen Marktgasse wird das Haus zum Kamel abgebrochen und der schöne Erker magaziniert. |
| 1919 |
6. September Trudi Gerster, Schauspielerin, schweizweit als Märchenerzählerin bekannt. |
| 1920 |
Die Stadt zählt 69'529 Einwohner. |
| 1920 |
3. Juli Walter Roderer, Schweizer Volksschauspieler. |
| 1920 |
Aus der Steinwildzucht, vom (Peter und Paul), die ursprünglich aus dem Gebiet vom Monte Paradiso (I) stammen, werden im im Gebiet vom Nationalpark, Graubünden, Steinböcke ausgesetzt. |
| 1920 |
Eröffnung der Postautolinie St. Gallen - Eggersriet - Grub - Heiden. |
| 1920 |
25. März Mit viel Pomp und mit dem Film, «Das Karussell im Prater», begleitet vom Orchester Robert Hüttl, wird der grosse Kino Palace eingeweiht. |
| 1920 |
Der Einwohnerverein Bruggen wird als Antwort auf die Stadtverschmelzung von 1918 gegründet. |
1920  |
Ein Projekt von Architekt Rudolf Pfändler sah vor, im Tal der Demut eine polisportive Olympiaanlage zu erstellen, zusätzlich noch den Bernegghügel abzuflachen und darauf einen Flugplatz zu schaffen. |
| 1921 |
Das "Neue Museum" an der Museumstrasse 50 öffnet seine Pforten, das seither das Historische und Völkerkundemuseum beherbergt. |
| 1921 |
Fusion der Quartiervereine Krontal-Neudorf und St. Fiden-Kleinberg zum Quartierverein St. Fiden-Neudorf. |
| 1921 |
5. März Im Hinterhaus vom Restaurant Palme an der Oberstrasse 175 wird das Kino «Lichtspieltheater Palme» eingerichtet. |
| 1921 |
Das reformierte Pfarreizentrum Lachen mit freistehendem Turm wird eingeweiht. |
| 1921 |
Der Kreuzbleicheweiher an der nordwestlichen Ecke der Kreuzbleiche wird eingedeckt. |
| 1921 |
Der Architekt Salomon Schlatter (1858 – 1922) stellt dem "Neuen Museum" ein Modell der spätmittelalterlichen Stadt zur Verfügung. Erstellt hat er das Modell auch unter Beizug des Stichs von Matthäus Merian aus dem Jahre 1642. |
| 1922 |
16./17. Januar Die Clubhütte bei der Eisbahn im Moos wird zum Raub der Flammen. |
| 1922 |
Die Wettersäule ein paar Meter nördlich des Vadiandenkmals, die einst allgemein die eigentliche Stadtmitte symbolisierte, wird entfernt. |
| 1922 |
23. Februar An der Winkelriedstrasse wird der Telegraphenbeamte, Bernhard Oertli, erschossen. Die Vermutung liegt nahe, dass der Schustergeselle Anton Kreuzpointner, der Wetterwartmörder vom Säntis, der Täter ist. Leider konnte der Beweis infolge seines folgenden Suizids nie bewiesen werden. |
| 1922 |
3. März Die Appenzellerpolizei findet den an der Schlosserstrasse wohnhaft gewesenen Schustergesellen Gregor Anton Kreuzpointner, den Wetterwartmörder vom Säntis, in einer Hütte auf dem Aueli (Schwägalp) erhängt (Suizid). Ergänzung |
| 1922 |
Alice Kriemler-Schoch legt mit der Schürzenproduktion den Grundstein für die heutige Akris. |
| 1922 |
Juli Eidgenössisches Turnfest auf der Kreuzbleiche. 15'400 Turner sind zum Wettkampf anwesend. |
| 1922 |
28. November In Übereinstimmung mit dem Ortsverwaltungsrat St. Gallen bestimmt der Stadtrat die Farben Schwarz-Weiss-Rot in drei gleich breiten Streifen als Stadtfarben. (Auszug aus der Rechtssammlung der Stadt St. Gallen). |
| 1922 |
August Hardegger (1858-1927), verfasst zusammen mit Salomon Schlatter und Traugott Schiess (Die Baudenkmäler der Stadt St. Gallen). |
| 1923 |
Zur Errichtung einer Mädchenerziehungsanstalt wird dem Bistum St. Gallen das Schloss Rebstein geschenkt. |
| 1923 |
Polizeiliche Bekanntmachung: Das Baden an der Sitter in unmittelbarer Nähe öffentlicher Wege, Strassen und Brücken, ist bei einer Busse von bis 300 Franken verboten. Dieses Verbot richtet sich vor allem gegen den Badeplatz am Hätterensteg. |
| 1923 |
Die Papiermühle Oberkräzern schliesst den Betrieb. |
| 1923 |
Die erste Nummer der Zeitung «Neue Zeit» kommt auf den Markt. Im gleichen Jahr stellt sie ihr Erscheinen wieder ein. |
| 1923 |
Der Nellusweiher auf Dreilinden wird aufgefüllt, an dessen Stelle kommt die Liegewiese der Frauenbadi zu liegen, heute Familienbad. |
| 1924 |
Baubeginn für den Flugplatz Breitfeld. |
1924 2008 |
24. Juni / 23. Juli Dr. Kurt Furgler, er wird vom 8.12.1971 - 31.12.1986 Bundesrat, CVP. |
| 1924 |
Die Schweizerische Christenwehr, eine speziell gegen jüdische Wahlkandidaten agierende Vereinigung, wird gegründet, Hauptexponent ist der Rektor der katholischen Kantonsschule, Josef Böni. |
| 1924 |
Die Fabrikantenvilla Hufenus wird zur Privatklinik Notkerianum, die Klinik wird von Schwestern aus dem Kloster Menzingen geführt. |
| 1924 |
Das Waaghaus wird renoviert und gleichzeitig das östlich angebaute Restaurant Schmiedstube abgebrochen. |
| 1924 |
Gründung des Katholischen Turnvereins St. Otmar. |
| 1925 |
Regelmässiger Postautokurs zwischen St. Gallen, Spisegg und Engelburg. |
| 1925 |
An der Böcklinstrasse kann die Amerikanische Glaubensbewegung «First Church of Christ Scientist» ihre Kirche einweihen. |
| 1925 |
Der Tablätler, Othmar Winterhalter entwickelt ein gekauftes Patent weiter und erfindet den Reissverschluss (RiRi), er beginnt mit der Fabrikation in Wuppertal. |
| 1926 |
Erstellungsjahr des Wiboradabrunnens bei St. Mangen. |
| 1926 |
April Die neue Doppelspurbrücke der SBB über die Sitter kann nun befahren werden. |
| 1926 |
Die Stadt kommt dank eines Vermächtnisses in den Besitz der Sturzeneggerschen Gemäldesammlung. |
| 1926 |
In St. Fiden stellt die Brauerei Hirschen ihren Betrieb ein. |
| 1926 |
Der Quartierverein Riethüsli-Hofstetten wird gegründet. |
| 1926 |
Um den Auswirkungen der schwindenden Stickereiindustrie entgegen zu wirken, beschliesst der Gemeinderat die Gründung der «Zentralstelle für die Einführung neuer Industrien». |
| 1926 |
Das Lichtspieltheater Palme an der Oberstrasse 175 wird geschlossen. |
| 1926 |
Gründung der Otmarmusik. |
1926  |
Das Fabrikgebäude zwischen der Kapelle «Maria Einsiedeln» und dem Tröckneturm, in dem sich eine Indiennedruckerei und eine Sengerei befand, wird abgebrochen.
|
| 1927 |
1. Januar Eröffnung der ersten Autobuslinie in der Stadt, sie führt hinauf nach Rotmonten und wird vom Autobusunternehmen Paul Halter Wil betrieben. |
| 1927 |
4. August Die Oschweizerische Aero-Gesellschaft startet vom Flugplatz Breitfeld mit fahrplanmässigen Flügen nach Basel, später auch nach Zürich. Der Fahrpreis nach Zürich-Dübendorf betrug 1929 bei einer Flugdauer von 25 Minuten satte Fr. 18.--. |
| 1927 |
Edmund Fehr, der Besitzer des (Fehr'schen Schlössli) schenkt dieses der Gemeinnützigen und Hilfsgesellschaft, die darin bis 1987 ein Altersheim betrieb. |
| 1927 |
In der Kirche St. Maria Neudorf wird die im Sinne der (Elsässer Orgelreform) gebaute, grösste Orgel der Stadt eingeweiht. |
| 1927 |
Erster Autobusbetrieb St. Gallen Abtwil - St. Josefen. |
| 1927 |
5. Juli Erstmals seit Beginn des 1. Weltkrieges wird wieder ein Kinderfest durchgeführt. Sensationell war der Überflug des Festplatzes durch den Flugpionier Walter Mittelholzer. |
| 1928 |
Die Trachtengruppe St. Gallen wird gegründet. |
| 1928 |
Eine Expertise stellt fest, dass die Tramanlagen ihrem Zweck entsprechen und deshalb der Ersatz durch Autobusse unnötig ist. |
| 1928 |
29. Mai Das Union-Lichtspiel-Theater beim Schibenertor schliesst seine Tore. |
| 1928 |
Der erste Stadtführer geht in Druck. |
| 1928 |
Die Stadt erwirbt das Kreuzbleiche-Areal. |
| 1928 |
Ernst und Jakob Schmiedheiny kaufen das Espenmoosstadion und schenken es dem Fussballclub St. Gallen. |
| 1928 |
10. Juli Infolge des stetig wachsenden Automobil- und Fahrradverkehrs, wird für die Zeit der grössten Fussgängerdichte an der Multer- und Spisergasse ein Veloverbot eingeführt. |
| 1928 |
Gründung der Gübsen-Gesellschaft welche sich für die Natur rund um den Gübsensee einsetzt. |
| 1928 |
30. Juni bis 2. Juli Der Stadtpolizeimänner-Verein, der Verein der Unteroffiziere und der Verband der Kantonspolizei organisieren die III. Internationale Tagung der Gendarmerie, Landjäger und Polizei der Bodenseestaaten. |
1928 1929 |
Nachdem das Rathaus, dass sich seit 1877 bis 1915 in den Räumen des ehemaligen Hotel St. Gallerhof an der St. Leonhard Strasse 15 befunden hatte, in das alte Postgebäude auf dem Bahnhofplatz verlegt wurde, wird der Umbau des (St. Gallerhofs) zum Verwaltungsgebäude der Technischen Betriebe an die Hand genommen. |
1928 1938 |
Klosterrenovation. |
| 1929 |
Alfred Ziegler wird Bürgerratspräsident. |
| 1929 |
Der Brunnen auf dem Brunnenplatz vor der Hexenburg in der Hinterlauben wird entfernt. |
| 1929 |
Eröffnungsspringen auf der Riethüslischanze, Hans Greiler sorgt bei diesem Anlass für den Rekordsprung von 27 Meter. |
| 1929 |
Das Tramnetz der Stadt verfügt jetzt über 80 Weichen. |
| 1929 |
Das Korps der Kantonspolizei nimmt das erste Polizeifahrzeug, einen zweiplätzigen Citroën in Betrieb. |
| 1929 |
Die Turnvereine Tablat und Rotmonten fusionieren zum Turnverein St. Gallen-Ost. |
| 1929 |
Die Instituts-Zeitung «Rosenberg» erscheint zum letzten mal. |
| 1929 |
Erster Migros-Verkaufswagen in der Stadt. |
| 1929 |
Gründung der Invalida Arbeitsstätte für behinderte Menschen. |
| 1930 |
Die Stadt zählt 64'079 Einwohner. |
| 1930 |
Mai Der Hecht-, auch Neptunbrunnen genannt, wird abgebrochen, eine Kopie der Sockelfigur (Neptun) ist im Ententeich des Stadtparks zu betrachten. Das Original steht im Schlosspark von Marnex, Commugny VD. |
| 1930 |
1. Juli Eröffnung der Autobuslinie nach St. Georgen. |
| 1930 |
28. August Bischof Alois Scheiwiler, Präkonisierung durch Papst Pius XI. |
| 1930 |
1. Juli Am Marktplatz wird das Film und Varieté-Theater Scala eröffnet. |
| 1930 |
Das legendäre Luftschiff LZ 127 «Graf Zeppelin» überquert auf dem Weg nach Bern unsere Stadt. |
| 1930 |
27. August Grosser Dachstuhlbrand im Hauptbahnhof. |
| 1930 |
Renovation des Brunnens an der Verzweigung Löwen-, Brühlgasse. |
| 1930 |
Die Ostschweizerische Radiogesellschaft (ORG) wird gegründet. |
| 1930 |
Die erste Weihnachsbeleuchtung der Stadt erstrahlt an der Multergasse. |
| 1930 |
Die Wasserheilanstalt Oberwaid wird zum Kneipp- und Einkehrhaus. |
| 1930 |
Frau Lily Heer-Huber vermacht das Gelände des Kirchhofergutes auf dem Rosenberg der Stadt. |
| 1930 |
In St. Georgen wird die Wiboradakirche abgebrochen und an deren Stelle 1932 eine neue Kirche eingeweiht. |
1930 1948 |
Stadtpräsident, Konrad Naegeli (FDP). |
| 1931 |
Abbruch der Kavalleriekaserne an der Steinachstrasse. Ergänzung |
| 1931 |
Die Mädchen-Realschule bezieht das Moosbrugg-Schulhaus. |
| 1931 |
Anstelle eines Seitengewehres trägt die Kantonspolizei neu einen Gummiknüppel. |
| 1931 |
Mit dem Kauf der Wohnhäuser an der Moosbruggstrasse ist die Raumnot für die Mädchenrealschule (Flade) behoben und der Weg für das spätere Gallusschulhaus vorbereitet. |
| 1931 |
Gründung der Hand- und Mundharmonika Jugend-Musik St. Gallen, aus dem später das Akkordeonorchester Nagel hervor geht. |
| 1931 |
Neuerung in St. Gallertrams, die Glocke mittels ledernen Zugseilen vom Kondukteur bedient, hat ausgedient. Neu zeigt beim Führer vorne ein grünes Lämpchen an wann gehalten oder abgefahren werden kann, dazu muss der Kondukteur einen der mehrfach vorhandenen Hängeschalter drücken. |
| 1931 |
Das Gaiserbähnli SGA wird elektrifiziert. |
| 1931/32 |
August Das Sängerhüsli, ein weit in den Bohl hinein ragendes Haus, Hotel Kinkelin, Restaurant Stadthof und Synagoge werden durch die Abbruchfirma Honegger dem Erdboden gleich gemacht. An der Stelle wird für viele Jahre die EPA ihr Domizil haben. |
| 1932 |
Zwischen der Stadt und Romanshorn wird die Linie der BT Bodensee-Toggenburg-Bahn elektrisch betrieben. |
| 1932 |
7. bis 14. Oktober Lohnsticker besetzen alle Brücken nach Osten um die Verbindung nach Vorarlberg zu kappen. |
| 1932 |
Zwischen Linsebühl- und Lämmlisbrunnenstrasse eröffnet in einem Neubau das Kino Säntis seinen Betrieb. In diesem Haus sind auch eine Bar, ein Café und eine Kegelbahn zu finden. |
| 1932 |
Ein Teil der Motorwagen der Trambahn wird mit Scheibenwischern ausgerüstet. |
| 1932 |
Auf Dreilinden wird neben der ehemaligen Waisenhausdependanc das Café Dreilinden erstellt. |
| 1932 |
Die Rediffusion Radibus AG beginnt mit den Installationen für drei Stationen NF- und sechs Stationen HF-Rundspruch. |
| 1932 |
16. November An der Lämmlisbrunnenstrasse wird das Kino Säntis eröffnet. |
| 1932 |
4. Dezember St. Georgen erhält eine neue katholische Kirche und wird selbständige Pfarrei. |
| 1933 |
Die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft mit Sitz in St. Gallen wird gegründet. |
| 1933 |
Der Flugplatz Breitfeld wird nach nur sieben Betriebsjahren wieder aufgehoben. Begründung: Für schwere Flugzeuge ist das Gelände ungeeignet. |
| 1933 |
Die Säule des Justitiabrunnens an der Ecke Brühl-, Kugel- und Spitalgasse wird ersetzt und mit einer Kugel auf der eine Putte sitzt versehen. |
| 1933 |
Gründung der den Nazis nahestehenden Katholischen Front mit antisemitischem Gedankengut. |
| 1933 |
Schliessung des variabel besetzten Polizeipostens Oberstrasse an der Geltenwilenstrasse 19. |
| 1933 |
Eröffnung des mit 5 Mann besetzten Polizeiaussenpostens Vonwil an der Burgstrasse 76. |
| 1933 |
Gründung der Frauenriege des Bürgerturnvereins. |
| 1933 |
Der neue Sky-Club St. Gallen (NSC) wird gegründet. |
| 1933 |
17. Juni An der ersten öffentlichen Versammlung der Nationalen Front im (Schützengarten) nehmen etwas über 2000 Personen teil. |
| 1934 |
Auf dem Rosenberg in der Parkanlage des ehemaligen Kirchhofergutes wird die Sternwarte der Kantonsschule errichtet. |
1934  |
An der Rosengartenstrasse eröffnet Peter Rossner eine Strumpffabrik, die Rossner & Co., die 1940 zur Perosa umbenannt wird. |
| 1934 |
Das Kirchgemeindehaus Lachen wird eingeweiht. |
| 1934 |
Der Brand von 1933 im Restaurant Hörnli, 1720 schon unter dem Namen «Taverna zum Posthorn» im Grundbuch erwähnt, ist der Anlass einen Neubau zu erstellen. |
| 1934/35 |
Die Geschwister Tschudi überschreiben mittels Legat der Stadt das Grundstück zum Melonenhof auf dem später das Tschudiwiesschulhaus erstellt wird. |
| 1935 |
13. Januar Das Kirchgemeindehaus Lachen, an der Burgstrasse, wird eingeweiht. |
| 1935 |
Die beiden Tambourenvereine St. Georgen und St. Gallen-Helvetia fusionieren zum Tambourenverein St. Gallen. |
1935
*  |
An der Kreuzung Dufour-, Winkelriedstrasse wird durch Bildhauer Max Pfänder ein Brunnen mit der Figur eines Jünglings erstellt. |
| 1935 |
Brand in der Bank Wegelin. |
| 1935 |
Der Brunnen hinter dem Stadttheater, heute Mac Donald's, wird durch einen neuen ersetzt. |
| 1935 |
Grosse Kriese im FC Winkeln, es ist kein Geld in der Kasse, noch Fr.6.45 und Rechnungen von über Fr.25.-- stehen aus. Eine Erhöhung des Monatsbeitrages von 70 auf 80 Rappen wird abgelehnt. Der FC Herisau pumpt einem Spieler Fr.10.-- und stellt dem FCW Rechnung. |
| 1935 |
Gründung der Pro Senectute Regionalstelle St. Gallen. |
1935  |
Emil Saxer nimmt in einer alten Spinnerei an der Harzbüchelstrasse die Schokoladeproduktion auf, die unter dem Namen Terri bald in die Stadt-Geschichte eingehen wird. Mangelnde Rohstoffe bewirken, dass die Schokolade mit Feigenmus gestreckt werden muss. |
| 1936 |
Die neue St. Martinskirche kann eingeweiht werden, die alte gleich daneben wird gesprengt. |
| 1936 |
29. Januar Der Ableger der NSDAP der Stadt St. Gallen mietet für einen Anlass den grossen Saal im Schützengarten. |
| 1936 |
Auf dem Gallusplatz wird ein neuneckiger Brunnen mit einer Figur des heiligen Gallus erstellt. |
| 1937 |
Die Textilkontrollstelle und Schweizerische Versuchsanstalt St. Gallen wird in die Eidg. Versuchsanstalt integriert, die 1938 zur EMPA, Eidgenössische Material und Prüfungsanstalt umbenannt wird. |
| 1937 |
31. Oktober Mit der Haggenbrücke wird eine Autofreie Verbindung zwischen St. Gallen und Stein hergestellt. |
| 1937 |
Gründung der ersten Sprachheilschule der Schweiz mit dem Namen «Taubstummen-Anstalt und Sprachheilschule in St. Gallen», heute Sprachheilschule. |
1937 1941 |
Baubeginn für die 60m hohe Fürstenlandbrücke. |
| 1938 |
Anlässlich einer Gartenbauausstellung wird die jetzt noch bestehende Volière eingeweiht. |
| 1938 |
Die «St. Gallische Hypothekarkasse» geht über in die «Ersparnisanstalt Toggenburg AG» am Helvetiaplatz. |
| 1938 |
Die Stadt zählt nahezu 6500 Telefonabonennten. |
| 1938 |
23. April Bis auf einen sind alle Bundesräte im Hecht abgestiegen, mit dem Ziel am andern Tag der Landsgemeinde in Trogen beizuwohnen. Als die sechs Magistraten im Hecht auf den Balkon treten werden sie vom Stadtvolk frenetisch begrüsst und spontan wurde die Nationalhymne gesungen. Das Stadttheater, damals gleich nebenan, unterbrach die Vorführung, damit die Zuschauer auch daran teilhaben konnten. |
| 1938 |
3. Juli Der Ableger der NSDAP, die Nationale Front, hält in St. Gallen ihre letzte schweizerische Gautagung ab. |
| 1938 |
2. August An der Teufener Strasse 10 wird unter Leitung von Sidney Dreifuss das Flüchtlingsbüro in Betrieb genommen. Er verteilt die Flüchtlinge auf Privatwohnungen, vor allem ins Linsebühlquartier, in die Pensionen (Walfisch) und (Casino) und auch Ausserkantonal. |
| 1938 |
26. November Bischof Joseph Meile, Präkonisierung durch Papst Pius XI. |
| 1939 |
Polizeihauptmann Paul Grüninger wird von der St. Galler Regierung fristlos entlassen, trotz schweizerischer Grenzsperre nahm er jüdische und andere Flüchtlinge in St. Gallen auf. Ergänzung |
| 1939 |
23. April Die LDU, bisher im Gemeinderat nicht vertreten, erringt bei den Gesamterneuerungswahlen gleich acht Mandate. |
| 1939 |
Übernahme der Hand- und Mundharmonika Jugend-Musik St. Gallen, durch Josef Nagel mit Umbenennung auf «St. Galler Harmonika-Spieler». |
| 1939 |
9. Oktober Der am 30. August durch die Bundesversammlung gewählte General, Henri Guissan, besucht auf einer Inspektionsreise unsere Stadt. Eine unüberschaubare Menschenmenge begrüsst ihn vor dem Hecht, ohne Übertreibung die Hälfte der Stadtbevölkerung, wie die «Volksstimme» schrieb. |
1940 |
9. Januar Ruth Dreifuss, sie war vom 10.3.1993 - 31.12.2002 Bundesrat, SP. |
| 1940 |
Die Stadt zählt 63'321 Einwohner. |
| 1940 |
22. Mai Damit die Kinder notfalls mit den Eltern fliehen können werden die Schulen geschlossen, man ist der festen Überzeugung es stehe ein Angriff durch Nazi-Deutschland bevor. |
| 1940 |
Erstmals wird ein Automobil für die Kehrichtabfuhr eingesetzt. |
1940 1993 |
11. Mai / 22. September Niklaus Meienberg, schweizerischer Schriftsteller und Journalist (Suizid). |
| 1940 |
14. August An der Kreuzung Vadian - Kornhausstrasse regelt die erste Lichtsignalanlage unserer Stadt den Verkehr. |
| 1940 |
Polizeihauptmann Paul Grüninger wird wegen Amtspflichtverletzung und Urkundenfälschung verurteilt. Ergänzung |
| 1940 |
15. November Friedrich Traugott Wahlen, Professor für Landwirtschaft an der ETH Zürich ruft zur Anbauschlacht auf, in der Folge wird auch der Klosterplatz zum Gemüsegarten. |
| 1940 |
Die Schokoladefabrik Terri zieht an die Rorschacher-, Helvetiastrasse, in das für Fr. 220'000.- gekaufte Gebäude um. Schokolade Terri boomte unter Geschäftsleiter Jürg Ziegler und hatte zur Spitzenzeit ca. 80 Mitarbeiter, bekannt sind vor allem die (Terri-Züngli). |
| 1941 |
Eine landwirtschaftliche Ausstellung wird organisiert, sie ist Ursprung der zwei Jahre später offiziellen OLMA. |
| 1941 |
Die reiche Innenausstattung der Linsebühlkirche wird durch Unfähigkeit mit einer vandalisch anmutenden Renovation völlig zerstört. |
| 1941 |
Der Brunnen an der Verzweigung Löwen-, Brühlgasse erhält eine Blumenschale. |
| 1941 |
Erster elektrischer Ofen im Krematorium Feldli. |
| 1941 |
28. September Im Beisein von Bundesrat Kobelt wird die Fürstenlandbrücke eingeweiht. |
| 1941 |
Der Volksschauspieler, Heinrich Gretler, spielt im Stadttheater die Rolle des Wilhelm Tell. |
| 1942 |
Durch die Stromabnehmer wird entlang der Tramlinien der Radioempfang sehr stark gestört, um dies zu verhindern werden die Motorwagen mit Kohleschleifstücken ausgerüstet. |
| 1942 |
Der 18 jährige Kurt Furgler (später Bundesrat) gründet den Feldhandballklub St. Otmar, aus dem später der Hallenhandballclub wird. |
1942 1966 |
Das Ostschweizerisches Säuglingsspital wird an der Volksbadstrasse 27 eröffnet. |
| 1943 |
Die erste eigentliche OLMA wird durchgeführt. |
| 1943 |
22. Februar und 1. März Der strenge Winter verursacht einen Mangel in der Elektrizitätsversorung, deshalb muss der Betrieb der Trambahn an bestimmten Sonntagen eingestellt werden. |
| 1943 |
Der Chrüzweier wird am Samstag und Sonntag als Familienbad freigegeben, an Werktagen gehört er aber weiterhin allein den Frauen. |
| 1943 |
Noch werden in der Stadt 3 bis 4'000 Nazi-Sympathisanten gezählt die sich regelmässig im Schützengarten treffen. |
| 1943 |
19. August Brand des Ausichtsrestaurants «Zum Scheffelstein». |
| 1943 |
20. August Der von der kantonalen Gemeindewappen-Kommission vorgelegte Wappen-Entwurf - aufrecht schreitender Bär auf silbernem Schild, die Vorderpranken heraldisch nach rechts erhoben, mit goldenem Halsband, goldener Bewehrung (Klauen, Zähne, Ohrmuscheln, Augenbrauen), mit roter Zunge und rotem Geschlechtszeichen - wird als Wappen der Stadt St. Gallen anerkannt. (Wortwörtlicher Auszug aus der Rechtssammlung der Stadt St. Gallen). |
| 1944 |
Die (St. Galler Harmonika-Spieler) erfahren eine Namensänderung in «Nagel's Handharmonika-Orchester St. Gallen». |
| 1944 |
Der Bach-Chor St. Gallen wird gegründet. |
| 1945 |
Spatenstich zum heutigen Botanische Garten an der Brauerstrasse. |
| 1945 |
7. Februar 1200 freigelassene Juden aus Theresienstadt erreichen mit dem Zug unsere Stadt. |
| 1945 |
8. Mai, 20:00 Uhr Die Glocken aller Kirchen der Stadt verkünden das Ende des zweiten Weltkriegs, in St. Laurenzen wird ein Dankgottesdienst abgehalten. |
| 1945 |
Das alteingesessene Camionage-Unternehmen Guyer AG wird von der Ruckstuhl Transport AG übernommen. |
| 1945 |
Sommer, der Gemeinderat ruft die Bevölkerung auf, dem Stadtrat jene, vor allem Deutsche, Landsleute zu melden, die sich während des Krieges aktiv gegen unser Land vergangen und unser Gastrecht missbraucht haben. |
| 1945 |
Auf 1000 Einwohner werden 4 Personenwagen und ein Motorrad gezählt. |
| 1945 |
Nachdem mehrere Versuche, denn Nazi-Ableger der NSDAP Stadt St. Gallen zu verbieten, an der politischen Kompetenz scheiterten, spricht der Bundesrat ein diesbezügliches endgültiges Verbot aus. |
| 1946 |
Gründung des «Akkordeon-Orchesters Jacques Huber» durch den Akkordeonlehrer Jacques Huber. Nach seinem Tod wurde das Orchester in «Akkordeon-Orchester St. Gallen» umbenannt. |
| 1946 |
10. Mai Gemäss Gemeinderatsbeschluss wird der von Paul Halter Wil geführte Stadtomnibusbetrieb von der Stadt übernommen. |
| 1946 |
14. Mai Die OLMA wird vom Gesamtbundesrat offiziell als Schweizermesse anerkannt. |
| 1946 |
Das Restaurant Scheffelstein wird geschlossen. |
| 1947 |
Bau der Olmahalle Nr.6, die spätere Nr. 14., an der Steinachstrasse, sie kommt an die Stelle der 1931 abgebrochenen Kavalleriekaserne. |
| 1947 |
Der Sandsteinbrunnen auf dem kleinen Platz beim Jugendhaus an der Katharinengasse wird entfernt. |
| 1947 |
Der Kronensaal im Krontal muss aus rentabilitätsgründen geschlossen werden, heute dient er als Pneulager und Tankstellenladen. |
| 1947 |
Das während des 2. Weltkriegs ausgesetzte Kinderfest wird wieder abgehalten. Ergänzung |
| 1947 |
Das 1944 durch ein Feuer teilzerstörte Tivoli stellt den Restaurantbetrieb ein. |
| 1947 |
Die Evangelische Kirchgemeinde baut an der Demutstrasse ein Gemeindehaus. |
1948 1967 |
Stadtpräsident, Emil Anderegg (FDP). |
| 1948 |
Gründung der Knabenmusik. |
| 1948 |
Die Garage der Kantonspolizei an der Moosbruggstrasse 5, später 11, feiert ihre Eröffnung. |
| 1948 |
Eidgenössisches Musikfest. |
| 1948 |
Im Wildpark Peter und Paul wird ein Wildschweingehege gebaut. |
| 1949 |
22. Januar Auf der Riethüslischanze wird das erste Nachtspringen der Schweiz durchgeführt. Sieger ist Andreas Däscher, der mit 36 Metern zugleich den Schanzenrekord aufstellt. |
| 1949 |
Der Fischmarkkt- oder Bärlibrunnen, bis 1943 zierte ein Bär die Brunnensäule, wird abgebrochen. Er stand ungefähr in der Verlängerung der Engelgasse zwischen den Marktständen, würde heute genau auf dem Trottoir stehen. |
| 1950 |
17. Juli Tramlinie Bahnhof - Nest wird eingestellt. |
| 1950 |
Sonntag, 23. Juli Bischof Dr. Josephus Meile von St. Gallen überreicht in Luxeuil zur Kolumbangedenkfeier der Basilika eine Reliquie des hl. Gallus. |
| 1950 |
14. November Tramlinie Bahnhof - Heiligkreuz wird eingestellt. |
| 1950 |
Die Union und das Löchlebad am Oberen Graben müssen einem modernen Bau weichen. |
| 1950 |
Die Stadt zählt 68'098 Einwohner. |
| 1950 |
Die Katholische Dreifaltigkeits-Kirche an der Iddastrasse, erbaut in der Typologie der frühchristlichen Basilika, wird ihrer Bestimmung übergeben. |
1950 |
5. Oktober Paola Felix-del Medico, Schlagersängerin und Moderatorin. |
| 1950 |
Die Wasserbetriebene Mühleggbahn wird durch eine elektrische Zahnradbahn ersetzt. |
1950  |
Die Mädchenbadeanstalt am Kreuzweiher wird abgebrochen. |
|
|
| 1951 |
Kurt Buchmann wird Bürgerratspräsident. |
| 1951 |
Die Hausmann Laboratoires S. A. kaufen das Gelände auf der Halbinsel im Rechen bei Bruggen. |
| 1951 |
Renovation der St. Otmarkirche wo dann leider auch die zierlichen Fialen entfernt werden. |
| 1951 |
Der irische Präsident, Eamon de Valera, besucht zum Gedenken des vor 1400 Jahren verstorbenen heiligen Gallus, die Stadt St. Gallen. |
1951 |
16. Mai Joachim Rittmeyer, bekannter Schweizer Kabarettist. |
| 1951 |
In Rotmonten wird das Freibad (die Badi) eröffnet. |
| 1951 |
Die Kantonspolizei nimmt in einem Auto die erste mobile Funkanlage in Betrieb. |
| 1952 |
11. bis 13. Juni Eidgenössisches Jodlerfest. |
| 1952 |
27. September Am Blumenbergplatz öffnet das Kino Rex seine Tore. |
| 1952 |
Die ursprüngliche, heimelige Bergstation der Mühleggbahn, Trotzeli, muss einem modernen Zweckbau weichen. |
| 1953 |
Zwischen dem alten Rathaus und der Hauptpost, genauer an der Ecke Gutenberg-, Zollhausstrasse wird das Hotel Metropol eingeweiht, zuvor stand dort ein Tramwartehäuschen mit Kiosk. |
| 1953 |
In den Grundmauern des Runden Turmes neben dem Karlstor wird der Staatskeller eingerichtet, dabei stösst man auf Skelette. Vermutung |
| 1953 |
In der Lachen wird das Restaurant Schönbrunn abgebrochen und ein Neubau mit der Migros-Filiale und dem Restaurant Bajazzo errichtet. Letzteres musste später einer Vergrösserung der Migros weichen. |
| 1953 |
Die Halle 7 der OLMA, die sich nun «Schweizer Messe für Land- und Milchwirtschaft» nennt, wird eingeweiht, sie wird als legendärer Treffpunkt in die Olmageschichte eingehen. |
| 1953 |
16. Dezember Geburt des Kinos Hecht am Marktplatz. |
| 1954 |
Die St. Galler Pferdesporttage werden ins Leben gerufen. |
| 1954 |
Eidgenössisches Sängerfest. |
| 1954 |
Der Marktplatz erhält ein sehr bescheidenes Brünneli zwischen den Marktständen zur Strasse hin. Es ist so bescheiden, dass es zumindest in den mit dem Internet zugänglichen Stadtplänen nicht einmal vermerkt ist. |
| 1954 |
Mit dem Bau des Uniongebäudes wird der Blumenmarkt unterkellert, Taubenloch genannt, es diente der Stadtpolizei als Garage. |
| 1954 |
Regina Ullmann, Dichterin und Erzählerin, erhält den erstmals verliehenen Kulturpreis der Stadt St. Gallen. |
| 1954 |
31. Dezember Mannschaftsbestand der Stadtpolizei St. Gallen, 94 Mann. |
| 1955 |
10. Juli Die Bürgerschaft bestimmt an der Urne mit 8565 Ja gegen 5108 Nein, die Einführung des Trolleybusbetriebes. |
| 1955 |
Der damals offenbar PP-Mühlegg genannte Quartierpolizeiposten St. Georgen zügelt von der Demutstr. 4 in den Neubau an der Ringelbergstr. 16. |
| 1955 |
12./13. Juli Das 1866 erstellte Hotel Walhalla-Terminus wird durch einen Grossbrand zerstört. |
| 1955 |
29. Februar Die im Jahre 1839 erbaute Spinnerei St. Georgen im Philosophental wird durch den Zivilschutz gesprengt. |
| 1955 |
Das Café-Restaurant Post, dass vom Bohl aus gesehen rechts am Eingang zur Katharingengasse stand, wird abgerissen. |
| 1955 |
Das Kloster Baldegg (LU) erwirbt das Kneipp- und Einkehrhaus Oberwaid dass sich in der Folge zum Kurzentrum entwickelt. |
| 1955 |
17. Oktober König Gustav und Königin Luise von Schweden besuchen die Stadt St. Gallen. |
| 1955 |
Der «Anzeiger» das Gratisblatt erscheint zum ersten Mal. |
| 1955 |
Das Textilmuseum kann die Jakoby-Sammlung kaufen, und holt damit gleich auch einen weiteren Teil der Leopold Iklé-Sammlung nach St. Gallen. |
1956
*  |
10. Februar Die Stadtbewohner müssen sich mit der rekordverdächtigen Tiefsttemperatur von 24.6° abfinden. |
| 1956 |
Das Zuchthaus St. Jakob verteilt seine Insassen in verschiedene Anstalten, danach Sprengung und Abbruch. |
| 1956 |
4. März Einweihung des Kirchgemeindehauses Grossacker. |
| 1956 |
19. Mai Einweihung des Grossackerschulhauses. |
| 1956 |
Familienbad erstellt, nun ist es offiziell, Frauen und Männer dürfen sich zusammen im Bad aufhalten. |
| 1956 |
30. August Luftschutztruppen brennen das Berggasthaus Freudenberg nieder. |
| 1956 |
7. November Protestdemonstration gegen den Sowietterror in Ungarn im Klosterhof. Regierungsrat Josef Riederer teilt seine Empörung mit dem Stadtvolk. |
| 1957 |
28. April Die Trambahnlinie Schönenwegen - Stocken wird eingestellt. |
| 1957 |
Mit einem Sieg von 18:17 gegen Young Boys steigen die Feldhandballer von Otmar in die Nationalliga A auf. |
| 1957 |
Auf der Hochwacht wird die Matzratzenfabrik Fröhlich geschlossen, sie zieht um nach Gossau und trägt heute den Namen Happy AG. |
| 1957 |
23. Juli, 18:35 Uhr Bei den Neubauarbeiten für die Hochhäuser an der Südseite der Lämmlisbrunnenstrasse ereignet sich ein schweres Einsturzunglück. Insgesamt werden sieben Arbeiter verschüttet, zwei können sich selber befreien und drei werden durch die Rettungskräfte lebend geborgen. Nach sechseinhalb Tagen ununterbrochenem Suchen müssen am 29. Juli die letzten zwei Vermissten Tot geborgen werden. |
| 1957 |
Der Quartierverein Notkersegg wird aus der Taufe gehoben. |
| 1957 |
Die Schulanlage im Feldli wird eingeweiht. |
| 1957 |
Für die Paketpostkutschen in der Stadt hat nun die letzte Stunde geschlagen. |
| 1957 |
18. April Bischof Joseph Hasler, Präkonisierung durch Papst Pius XII. |
| 1957 |
30. September Die letzte Trambahnlinie Schönenwegen - Neudorf wird eingestellt. |
| 1957 |
5. Dezember Auf dem Hechtplatz wird eine 50'000 Franken teure Lichtsignalanlage mit diversen Ampeln installiert. Ergänzung |
| 1958 |
Das gemütliche Erststockrestaurant Weinfalken, vom Marktplatz aus gesehen rechts am Eingang zur Metztgergasse, wird abgebrochen und durch ein neues Geschäftshaus ersetzt. |
| 1958 |
Im nun erstellten Glockenturm des Grossackers läuten jetzt die Glocken. |
| 1958 |
August Steinmann, erhält den Kulturpreis der Stadt St. Gallen. |
| 1958 |
Das Gasthaus zum Pfauen an der Torstrasse beim Platztor wird abgebrochen. |
| 1958 |
28. September Mit einem knappen Stimmenmehr von 301 Stimmen, retten die Stadtbürger das Waaghaus vor dem Abbruch. |
| 1958 |
6. Oktober Im Hotel Johannes Kessler an der Teufener Strasse findet die Gründung der Pro Senectute Haushaltshilfe statt. |
| 1958/59 |
Der innere Klosterhof wird neu gestaltet und erhält einen Brunnen (Otmarbrunnen). |
| 1959 |
19. März Mit einem Volksfest wird das neu erbaute Hotel Walhalla eröffnet. |
| 1959 |
30. April In der Spisergasse wird vor dem Haus zum Freieck der Brunnen mit dem Kantonswappenhaltenden Bären entfernt und durch einen neuen Brunnen, auf dessen Säule zwei Mädchen mit Hund zu sehen sind, ersetzt. Der demontierte Bär ist in einer Mörschwiler Parkanlage untergebracht. |
| 1959 |
30. April Gaiserwald stellt ein offizielles Gesuch an die Stadt, in Eingemeindungs-Verhandlungen einzutreten. Die Stadt zeigt wenig Interesse, so wird die Angelegenheit 1975 schliesslich per Volksabstimmung ad acta gelegt. |
| 1959 |
Gründung der Wohnbaugenossenschaft Lerchenfeld, erster Präsident ist der spätere Bundesrat Dr. Kurt Furgler. |
| 1959 |
26. September Aus der ehemaligen Lichtbühne wird das Kino Storchen. |
| 1959 |
Die dem hl. Bruder Klaus geweihte Kirche in Winkeln ist fertig gestellt. Im Volksmund als Seelenabschussrampe bezeichnet. |
| 1959/60 |
Der Besitzer Emil Saxer, der die Terri-Schokoladefabrik verkaufen will und der Betriebsleiter Jürg Ziegler der sie kaufen will, finden keinen gemeinsamen Nenner, Terri schliesst die Produktion und veräussert alle Maschinen. |
| 1960 |
Im Lerchenfeld wird das Freibad eröffnet. |
| 1960 |
Die Stadt zählt 75'320 Einwohner. |
| 1960 |
Auf dem Gelände des einstigen Kirchhofergutes wird mit dem Bau der Handelshochschule (HSG) begonnen. |
| 1960 |
Das alte Bankgebäude der Schweizerische Kreditanstalt muss einem Neubau weichen. |
| 1960 |
Die Kleinburg, auch Haus zur Hechel genannt, wird zum Kantiheim. |
| 1960 |
Der Neubau der HSG erfordert den Abbruch der Sternwarte der Kantonsschule. |
| 1960 |
1. Juni Die Blaue Zone wird eingeführt. |
| 1961 |
Die alte Eisbahn im Moos hat endgültig ausgedient und wird mit einer neuen, auch im Lerchenfeld, ersetzt. |
| 1961 |
27. Mai Gründung des Gehörlosen - Kegelclubs. |
| 1961 |
Die 1. Ostschweizer Camping- und Freizeit-Ausstellung (OCA) findet auf der Kreuzbleiche statt. |
| 1961 |
Das Pflegeheim Heiligkreuz wird erstellt. |
| 1961 |
27. Mai Der gusseiserne Springbrunnen vor dem Kunstmuseum wird durch den von Max Oertli gestalteten Gauklerbrunnen ersetzt. |
| 1961 |
Auf Dreilinden wird beim Eichweiher die Bubenfischerei, heute Jugendfischerei, bewilligt. |
| 1961 |
Der TSV St. Otmar eröffnet auf dem Lerchenfeld eine eigene Sportanlage. |
| 1961 |
Die Weinburg und das Eckhaus zur Hinterlauben wird abgebrochen. |
| 1961 |
Das Spitalhochhaus I öffnet seine Pforten. |
1961 1967 |
Klosterrenovation. |
| 1962 |
Erste uniformierte Polizeigehilfinnen. |
| 1962 |
2. Februar An der Brühlgasse wird das Kino Corso eröffnet. |
| 1962 |
Der Bauboom bewirkt das Ende der Riethüslischanze. |
| 1962 |
Paul Baumgartner, Pianist, erhält den Kulturpreis der Stadt St. Gallen. |
| 1962 |
Die Gemeinnützige- und Hilfsgesellschaft (GHG) schafft die CP-Schule Birnbäumen. |
| 1962 |
Am Unteren Brand wird die neue Sternwarte der Kantonsschule erstellt. |
| 1963 |
Die Ortsgemeinde Rotmonten schafft sich ein eigenes Wappen an. Auf dem Wappen ist ein Schlüssel und ein Schwert dargestellt, es sind die Symbole für Petrus und Paulus. |
| 1963 |
20. März Dort wo vorher das Hotel Rhein stand wird das erste Neumarktgebäude eröffnet. |
| 1964 |
Die Linsebühlkirche ist in einem derart desolaten Zustand, dass ein Abbruch erwogen und eine Abbruchofferte eingeholt wird, nur denkmalschützerische Gründe verhindern deren Ausführung. |
| 1964 bis 66 |
Ein ansehnlicher Teil der archäologischen Funde aus der Kathedrale werden vom Ausgrabungsleiter, Professor Hans Rudolf Sennhauser, in sein privates Forschungsatelier nach Zurzach verbracht und nicht mehr herausgerückt. Ergänzung |
| 1963 |
Eröffnung des Polizeiaussenpostens Rotmonten an der Guisanstrasse 65. |
| 1963 |
21. September Mit einem grossen Fest wird das renovierte Waaghaus eingeweiht. Nur gerade der knappe Stimmentscheid von 301 Stimmen machte die geglückte Renovation möglich. |
| 1963 |
Einweihung der Hochschulgbäude hoch über der Stadt. |
| 1963 |
Das alte Waisenhaus an der Rosenbergstrasse, wo ab 1903 die Verkehrsschule einquartiert war, wird abgebrochen. |
| 1964 |
Die neue Spiseggbrücke wird dem Verkehr übergeben. |
| 1964 |
1. Januar Eröffnung der Programmstelle Radio DRS Regionalstudio Ostschweiz. |
| 1964 |
Implantation des ersten Herzschrittmachers im Kantonsspital St. Gallen. |
| 1964 |
TSV Otmar, erstmals Feldhandball-Schweizermeister. |
| 1964 |
14 verletzte Fahrgäste fordert die Entgleisung und das folgende Umkippen der Trogenerbahn beim Rest. Rank. |
| 1965 |
27. Februar Eröffnung der Kellerbühne am Müllertor. Diese wurde in Fronarbeit durch Gewerbeschüler erstellt. |
| 1965 |
Das an der Oberen Berneggstrasse stehende Restaurant und Pension zum Nest wird abgebrochen. |
| 1965 |
Das Kirchhoferhaus an der Museumstrasse 27, 1876 durch die Architekten Adolf und Friedrich Brunner für Oberst Paul Kirchhofer erbaut, wird saniert. Kommentar |
| 1965 |
Für die ganze Linie der VBSG gilt nun ein Einheitstarif. |
| 1965 |
27. Juli Eröffnung der Galgentobelbrücke im Heiligkreuz, 109 m lang. |
| 1966 |
19. Januar Einweihung der protestantischen Kirche Rotmonten. |
| 1966 |
Das Schulhaus Riethüsli wird eingeweiht, der lange Weg ins Tschudiwiesschulhaus gehört nun zur Vergangenheit. |
| 1966 |
Heftige Proteste retten das überaus kostbare Chorgitter im Kloster vor dem Abbruch. Erstellt wurde es 1772 durch den Hofschlosser Joseph Mayer aus St. Fiden. |
| 1966 |
Das erste Kriminalmuseum wird im Dachgeschoss des Klosterhofs 12 untergebracht. |
| 1966 |
Der Liebeggweiher, gespiesen vom Wattbach, muss dem Mehrfamilienhaus Teufener Str. 182 weichen. |
| 1966 |
Georg Thürer, Dichter und Geschichtsschreiber, erhält den Kulturpreis der Stadt St. Gallen. |
| 1966 |
August Die nicht funktionstüchtige Lichtsignalanlage auf dem Hechtplatz wird stillschweigend abgebrochen, für eine mögliche Weiterverwendung eingelagert und mitte der 70er Jahre schliesslich entsorgt. |
| 1966 |
Das aus dem Säuglingsheim, St. Leonhard Strasse 52 von 1909 - 1912, aus dem Säuglingsheim, Volksbadstrasse 27 von 1912 - 1942 und aus dem Ostschweizerisches Säuglingsspital, Volksbadstrasse 27 von 1942 - 1966 entstandene Säuglings- und Kinderspital nimmt an der Claudiusstrasse 6 seinen Dienst auf. |
| 1967 |
Die Abfallbeseitigungsanlage im Sömmerli, im Volksmund Gallemescht, wird aufgehoben und bekommt ihren neuen Platz im Tüfentobel auf Gaiserwalder Boden. |
| 1967 |
Das Kinderspital übernimmt das Goldbrünneli an der wichtigen Ost-West-Verbindung zwischen Martinsbrücke und St. Gallen, bei den Birnbäumen gelegen, mit dem Versprechen es zu schätzen und zu pflegen, leider blieb es beim Versprechen. |
| 1967 |
1. Juli Schliessung der Kehrichtdeponie (Gallemescht genannt) in der Waldau und Eröffnung der auf Gemeindegebiet Gaiserwald gelegenen Deponie Tüfentobel. |
| 1967 |
16. Oktober, Gallustag Die anno 1866/67 von Orazio Moretto im Kloster übermahlten originalen Deckengemälde von Joseph Wannemacher sind wieder freigelegt. |
| 1967 |
Die Tagblattdruckerei Zollikofer verlässt die Kornhausstrasse und nimmt ihren Betrieb an der Fürstenlandstrasse 122 auf. |
1968 1980 |
Stadtammann, Alfred Hummler (FDP). |
| 1968 |
15. März Das neue Stadttheater wird mit der Oper «Fidelio» eingeweiht. |
| 1968 |
Über das Martinstobel wird eine neue Brücke ihrer Bestimmung übergeben. |
| 1968 |
Der monatliche Gratisanzeiger «Der St. Galler Bär» kommt das erste Mal in die Haushalte. |
| 1969 |
8. Juli Die Städtische Brandwache bezieht ihr neues Domizil an der Notkerstrasse. |
| 1969 |
Der FC St. Gallen ist Schweizer Cupsieger. |
| 1969 |
Krawallnacht, jugendliche stürmen nach einem Jahrmarktbesuch das Hotel Ekkehard wo das Schweizerfernsehen gerade mit Prominenten eine Direktsendung veranstaltet, Mobiliar geht in die Brüche und Gäste der Sendung werden angegriffen. Die Gruppe zieht danach nach Haggen wo beim Schössli an die 30 Polizisten 44 Verhaftungen vornehmen. Diffuse Begründungen erlauben die Annahme, dass die Jugentlichen etwas verspätet an den 68er Unruhen teilhaben wollten. |
| 1969 |
Der Metzgergassebrunnen vis a vis des Einganges zur Kirchgasse wird abgebrochen. |
| 1969 |
Auf Rotmonten wird die katholische Kirche Peter und Paul eingeweiht. |
| 1969 |
In der Multergasse wird die erste Fussgängerzone unserer Stadt errichtet. |
| 1969 |
Auf dem Espenmoos wird die neue Haupttribüne eingeweiht. |
| 1969 |
Die Autobahn, Wängi - Wil - St. Gallen kann dem Verkehr übergeben werden. |
1970  |
Im südlichen Seitenschiff der Kirche St. Mangen wird bei Renovationsarbeiten, unter dem Kirchenboden eine Grube für den Guss einer Kirchenglocke gefunden. |
| 1970 |
Die «Volksstimme» muss aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben und erscheint zum letzten Mal. Als Nachfolge-Zeitung erscheint die «Ostschweizer AZ, Arbeiterzeitung». |
| 1970 |
Übernahme der Bank des Kaufmännischen Direktoriums durch die St. Gallische Creditanstalt. |
| 1970 |
Johannes Duft, Stiftsbibliothekar, erhält den Kulturpreis der Stadt St. Gallen. |
| 1970 |
Die Ornithologische Gesellschaft wird in Volière-Gesellschaft umbenannt. Grund dafür war, dass alle Kaninchen- und Hühnerzüchter sich Ornithologische Vereine nennen. |
| 1970 |
Gründung des NVS, Naturschutzverein der Stadt St. Gallen und Umgebung. |
| 1970 |
In die Knabenmusik wird eine Majorettengruppe integriert. |
| 1970 |
Die Stadt zählt 78'999 Einwohner. |
| 1971 |
25. März Im bald schon vier Jahre leerstehenden alten Theatergebäude am Bohl bricht ein Brand aus. |
| 1971 |
Der Vadianbrunnen, einstiger Gautschbrunnen der Zollikofer AG, muss der Überbauung Neumarkt weichen. |
| 1971 |
Einweihung des Notker-Schulhauses bei St. Maria-Neudorf, Katholische Kantons Realschule. |
| 1971 |
Im Mannenweier wird das Baden und Schwimmen nun auch für Frauen erlaubt. |
| 1971 |
Der wunderschöne und heimelige Weiher im oberen oder kleinen Brühl wird im Zuge der Umgestaltung des Parks zugeschüttet. |
| 1971 |
Ein Aufschrei geht quer durch die Bevölkerung, Grund, die Zürich-Versicherung will das ihnen gehörende altehrwürdige Restaurant zum Goldenen Schäfli, einst Zunfthaus der Metzger, abbrechen. Dank einer Pedition mit 4000 Unterchriften kann dies verhindert werden. |
| 1971 |
24. Mai Das alte Stadttheater am Bohl, ein Kunkler-Bau, wird abgerissen. |
| 1971 |
April Abbruch des Grabenschulhauses. |
| 1972 |
8. Januar In der Multergasse schliesst das Hotel «Schiff» seine Tore und wird abgebrochen. |
| 1972 |
Der alte Bahnhof wird abgebrochen. |
| 1972 |
25. Januar Eine grosse Trauergemeinde nimmt von alt Polizeihauptmann Paul Grüninger Abschied. Ergänzung |
| 1972 |
Die Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) in der Au wird in Betrieb genommen. |
| 1972 |
24. September Mit 11216 Ja gegen 10202 Nein heissen die Stimmbürger der Stadt nach einem lebhaften Abstimmungskampf den Beschluss des Gemeinderates über die definitive Verankerung des wöchentlichen Abendverkaufes gut. |
| 1972 |
Kurt Furgler nimmt sein Amt als Bundesrat auf, er übernimmt von 1972-1982 das Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement, von 1983-1986 das Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement. |
| 1972 |
Dezember Das evangelische Pfarramt Achslen (Halden) wird gebildet. |
| 1973 |
Carl August Scheitlin wird Bürgerratspräsident. |
| 1973 |
Max Oertli, Künstler in verschiedenen Sparten, wird zum 1. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1973 |
Gründung der Bank Thorbecke AG. |
| 1973 |
Die Gallus-Kantorei (Kirchenmusik-Chor) wird gegründet, sie ist in der Kirche St. Peter und Paul in Rotmonten beheimatet. |
| 1973 |
Oktober Grundsteinlegung für das Grossackerzentrum auf dem Areal des ehemaligen Stangenlagers der Ortsbürgergemeinde. |
| 1973 |
Die Brauerei Stocken beendet ihre Tätigkeiten und geht in der Brauerei Schützengarten auf. |
| 1973 |
Eröffnung von Neumarkt 3. und Einweihung der Oertliplastik auf dem Vadianplatz. |
| 1973 |
Im Kubel wird eine Brücke zur SAK-Kavernenzentrale erstellt. |
| 1973 |
Gründung der St. Galler Singschule. |
| 1973 |
Die Unterführung am Brühltor, sowie die Tiefgarage für 420 Personenwagen wird eröffnet. |
| 1973 |
Abbruch des Waisenhauses auf dem Girtannersberg. |
| 1973 |
Dezember Das Autobahnteilstück St. Gallen - Rheineck wird dem Verkehr übergeben. |
| 1973 |
19. Dezember Das Hallenbad Blumenwies öffnet seine Tore. |
| 1973 |
Eröffnung der Parkgarage am Brühl (420 Parkplätze) und der Brühltorunterführung. |
| 1973 |
30. April Schliessung der Polizeiaussenposten Winkeln an der Herisauer Strasse 59, Bruggen an der Zürcher Strasse 257, Langgasse an der Langgasse 91, Rotmonten an der Guisanstrasse 65, des mit 5 Mann besetzten Polzeiaussenpostens St. Fiden an der Rorschacher Strasse 107, St. Georgen an der Ringelbergstrasse 16 und des mit 5 Mann besetzten Polzeiaussenpostens Vonwil an der Burgstrasse 76. |
| 1973 |
Die telefonzentrale Lachen, dass fernmeldetechnische Zentrum der Ostschweiz wird in Berieb gesetzt. |
| 1974 |
Die Stadt stellt auf Erdgas um. |
| 1974 |
Der stattliche Scheitlinsbüchel mit Scheune wird als Flammen- und Sprengopfer dem Zivilschutz zur Verfügung gestellt, er muss einem Neubau weichen. |
1974 |
Johann Linder, Stadtoriginal und Vater der St. Galler Fasnachtsschnitzelbank. |
| 1974 |
Johannes Fuchs, Domkapellmeister, erhält den Kulturpreis der Stadt St. Gallen. |
| 1974 |
Das Gasthaus Krone an der Rorschacherstr. 217 wird abgebrochen. |
| 1974 |
Die Barrieren beim Bahnhof Winkeln werden abgebrochen. Ein Zeitgenosse |
| 1974 |
Das Mädchenheim Wienerberg wird zu einem Altersheim umgebaut. |
| 1975 |
Der Schlachthof wird nach Winkeln verlegt. |
| 1975 |
Gründung der Neugasse-Gesellschaft, einer Vereinigung von Detailhandelsgeschäften. |
1975 |
Kurt Kern, Vizedirektor Verkehrsverein, wird zum 2. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1975 |
Einführung der Kehrichtsack-Gebühr. |
| 1975 |
Der erste offizielle Flohmarkt in St. Gallen wird am Picopello-Platz abgehalten, Initiant ist der Künstler Max Oertli. |
| 1975 |
Das einstige Mühleggbähnli wird zum Schräglift umgebaut. |
| 1975 |
Dezember Errichtung des kath. Pfarrvikariates Achslen-Halden-Wilen. |
| 1975 |
Die ersten Pensionäre können in das an der Kirchlistrasse erstellte Altersheim Rotmonten einziehen. |
| 1975 |
4. bis 7. Dezember Als Provisorium wird an der Haldenstrasse die ehem. Fastenopferkirche von Neuaffoltern (ZH) aufgestellt. Sie wird an diesem Standort als Johanneskirche der oekumenischen Idee dienen. |
| 1975 |
Bezug des 2. Kantonsspital-Hochhauses. |
| 1975 |
Die Vor- und Nachteile abschätzend kamen die Behörden der Gemeinde Gaiserwald und der Stadt zur Überzeugung, dass eine Gemeindefusion Vor- und Nachteile ergebe, was den Abbruch des Projektes zur Folge hatte. |
1975 1979 |
Aussenrestaurierung und Innenausbau des Zeughausflügels. |
| 1976 |
Aus den Quartiervereinen Bahnhof-Nest und Riethüsli-Hofstetten» wird der Quartierverein Bahnhof-Riethüsli. |
| 1976 |
1. Januar Das neu geschaffene Jugendsekretariat nimmt seine Arbeit auf. |
| 1976 |
Endlich wird, dort wo einst der erste Bahnhof stand, das neue Rathaus bezogen. Das alte baufällige Rathaus, ehemalige Hauptpost, musste mittlerweilen an allen Ecken und Enden mit Holzstämmen gestützt werden. |
| 1976 |
Léon Strässle, Dr. jur. Rechtsanwalt, wird zum 3. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1976 |
Im Osten des Zeughausflügels werden massive Mauerreste der einstigen Klosterküferei gefunden. |
| 1976 |
25. März Bischof Otmar Mäder, Präkonisierung durch Papst Paul VI. |
| 1976 |
Die Rechenwaldbrücke unterhalb der KVA wird erstellt. |
| 1976 |
Erstes St. Galler OpenAir. |
| 1977 |
Die Geissbergbrücke wird in Betrieb genommen, sie verbindet die Zürcherstrasse mit Abtwil. |
| 1977 |
Bei der Verzweigung Hinterlauben wird der Neugasse-Brunnen erstellt. Verwendet wird der Brunnentrog der sich einst bei der Frauenarbeitsschule an der Gallusstrasse befand. |
| 1977 |
Das Gebäude am Bahnhofplatz, das zuerst als Post gebaut und später als Rathaus seinen Dienst tat, wird abgebrochen. Da mit dieser Baulücke der Bahnhofplatz vergrössert wird, wird auch die Strasse westlich davon, die Zollhausstrasse aufgehoben. |
| 1977 |
Die erste «Ostschweizer Frühlings Messe», später «Ostschweizer Frühlings - und Freizeit- Ausstellung» wird durchgeführt. |
| 1977 |
Max Hungerbühler, Kaufmann, Unternehmer, wird zum 4. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1977 |
Das Kino Säntis an der Lämmlisbrunnenstrasse bekommt den Namen Tiffany. |
| 1977 |
Das monumentale altehrwürdige Helvetiagebäude wird abgebrochen, für viele Stadtbewohner ein Verbrechen an einem Baudenkmal, heute steht dort die Kantonalbank. |
| 1977 |
26./27. August Das St. Gallervolk kann erstmals offiziell das neue Rathaus besichtigen. |
| 1977 |
Gründung Seniorentheater St. Gallen. |
| 1977 |
Der Uhler, Conzert und Trinkhalle, wird geschlossen. |
| 1978 |
25. August Einweihung des vor dem Katharinenkloster erstellten Brunnens. |
| 1978 |
Gründung der Musikschule der Stadt St. Gallen. |
| 1978 |
Hermann Bauer, Dr. phil. Lokalredakteur, Schriftsteller, wird zum 5. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1978 |
Hans Huber, Professor, erhält den Kulturpreis der Stadt St. Gallen. |
| 1978 |
Anlässlich der Bemühungen um eine Buslinie in das Quartier, wird der Quartierverein Dietli-Hölzli gegründet. |
| 1978 |
Die Institution «Chinderhus Grütli», eine Kinderkrippe die Kinder vom Säuglingsalter bis zum Schuleintritt betreut, wird gegründet. |
| 1978 |
Die Menzinger Schwestern können gemeinsam mit der heutigen Trägerschaft, Ärzteverein Klinik Stephanshorn, Blumenau-Léonie Hartmann-Stiftung, Stadt und Kanton St. Gallen, die Eröffnung der Stephanshornklinik feiern. Die neue Klinik ist auf die Privatspitäler Blumenau und Notkerianum zurück zu führen. |
| 1978 |
Die Volleisen-Spinnereibrücke wird abgebrochen. |
| 1979 |
Der «St. Galler Bär», der monatliche Gratisanzeiger erscheint zum letzten Mal. |
| 1979 |
1. Mai Das Restaurant zum Goldene Schäfli an der Metzgergasse, einstmals Zunfthaus der Metzger, kann nach seiner Rettung vor dem Abbruchhammer und nach einer umfassenden Renovation wieder eröffnet werden. |
| 1979 |
Die Ortsbürgergemeinde übergibt dem Kanton die Stadtbibliothek Vadiana, die sich nun Kantonsbibliothek Vadiana nennt. |
| 1979 |
Wanda und Herta Bentele, werden gemeinsam zur 6. Ehren-Födlebürgerin (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1979 |
Die Museen, bis dahin im Besitze der Ortsbürgergemeinde, werden an die Stiftung der St. Gallermuseen übertragen. |
| 1979/80 |
Die ehemalige Klinik Notkerianum wird zum Alters- und Pflegeheim. |
1979 1982 |
Erstellung der Anschlüsse Kreuzbleiche und Splügenplatz - St. Fiden. |
| 1979 |
Die Stadt St. Gallen erhält das Europa Nostra Diplom. |
| 1980 |
2. Januar Die Stadtpolizei St. Gallen führt als erste Schweizer-Polizei das System des Kontaktbeamten ein. Ergänzung |
| 1980 |
Aus dem einzelnen Kino Rex werden Rex 1 bis 3. |
| 1901 |
Die Offiziersmesse auf der Kreuzbleiche wird zum privaten Gastronomiebetrieb, Restaurant Kastanienhof. |
| 1980 |
Das alte schützenswerte Gemeindehaus und alte Post in St. Fiden, wird von der Stadt an private veräussert. |
| 1980 |
René Gilsi, Zeichner und Maler, wird zum 7. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1980 |
Die alte Splügenbrücke, die die Lindenstrasse mit der Notkerstasse verbunden hat, wird abgebrochen. |
| 1980 |
Eidg. Schwing- & Älplerfest auf der Kreuzbleiche - 34'000 Zuschauer. |
| 1980 |
Die Militärkaserne der Infanterie auf der Kreuzbleiche wird abgebrochen. |
| 1980 |
Die eiserne Filtrox-Fachwerkbrücke bei der Spisegg wird durch eine neue Betonbrücke ersetzt. |
| 1980 |
Gründung der Politischen Frauengruppe. |
| 1980 |
Die Stadt erhält ein Frauenhaus, geführt durch den Verein zum Schutz misshandelter Frauen. |
| 1980 |
Umfassende Restaurierung des historischen Kantonsratssaales, die auch technische Einrichtungen einbezieht. |
| 1980 |
Einweihung der Geriatrischen Klinik beim Bürgerspital. |
| 1980 |
Der Wildpark Peter und Paul erhält ein Luchsgehege. |
| 1980 |
Die Stadt zählt 71'671 Einwohner. |
| 1981 |
23. März Nach der Renovation der St. Mangenkirche wird die Turmkugel mit neuen Dokumenten versehen und wieder auf dem Turm befestigt. |
| 1981 |
Stadtpräsident, Heinz Christen (SP). |
| 1981 |
Heinz Christen, Jurist, Stadtammann, wird zum 8. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1981 |
Erstes Konzert in der zur Aktionshalle umfunktionierten ehemaligen Grabenturnhalle des Grabenschulhauses, jetzt Grabenhalle genannt. |
| 1981 |
28. April Die Zustimmung zum Überbauungsplan Bleicheli macht aus dem alten Quartier ein modernes Dienstleistungszentrum. |
| 1981 |
19. Juni Beat Breu gewinnt als erster St. Galler die Tour de Suisse. |
| 1981 |
9. November Im Estrich des Regierungsgebäudes wird das neue Kriminalmuseum eröffnet. |
| 1981 |
Die vollständig erneuerte ARA Hofen bei Wittenbach wird in Betrieb genommen. |
| 1982 |
Die Freie Evangelische Kirche kann ihren neuen Versammlungsort an der Goldbrunnenstrasse einweihen. |
| 1982 |
Paul Huber, Komponist, erhält den Kulturpreis der Stadt St. Gallen. |
| 1982 |
Krematorium-Neubau mit drei elektrischen Öfen. |
| 1982 |
Martin Furgler, Sportchef Schweizerfernsehen, wird zum 9. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1982 |
Die «Ostschweizer Frühlings Messe» bekommt den Namen «Ostschweizer Frühlings - und Freizeit- Ausstellung». |
| 1982 |
Umbenennung des Quartiervereins Bahnhof-Riethüsli in Quartierverein Riethüsli. |
| 1982 |
Gründung des Ostschweizer Bogenschützenvereins St. Gallen. |
| 1982 |
August Die Werkstätten und die Verwaltung der Valida werden in Betrieb genommen. |
| 1982 |
Einrichtung eines Lapidariums im westlichen Gewölbekeller der Kathedrale. |
| 1983 |
Heinz Müller, Zeichnungslehrer, wird zum 10. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). Die von Max Oertli und René Engeler entworfene Föbü-Kanone wird erstmals zum Verschuss des Ehren-Födlebürgers benützt. |
| 1983 |
Erste OFFA-Pferdeausstellung. |
| 1983 |
Der zentrale Platz in St. Fiden muss dem Zubringer für die neue Splügenbrücke und für den Autobahnanschluss geopfert werden, der Dörflibrunnen wird versetzt. |
| 1983 |
Die Wildparkgesellschaft erstellt auf Peter und Paul einen Informationspavillon. |
| 1983 |
Eröffnung des Gallusmarktes, Favrestrasse 6. |
| 1983 |
Die durch Immissionen genervten Anwohner des Grabenkellers, bringen es mit stetem Druck fertig, dass die Feuerwehr dort keine Rauchübungen mehr durchführt. |
| 1983 |
An Stelle der Friedhofskapelle im Feldli wird nun die neu erstellte Abdankungshalle beim Krematorium benutzt. |
| 1983 |
Die Taubstummenanstalt erhält einen den Gegebenheiten angepassten neuen Namen nämlich Sprachheilschule. |
| 1983 |
5. Juli Schliessung des Kinos Capitol an der Kreuzung Kornhaus-, Vadianstrasse. |
| 1983 |
Der Pharmabetrieb Galenica übernimmt die Laboratoires Hausmann S. A. im Rechen. |
| 1983 |
15. Juli Eröffnung der neuen Splügenbrücke. |
| 1983 |
Der klösterliche Stiftsbezirk wird als Weltkulturerbe der UNESCO anerkannt. |
| 1983 |
6. September Der Stadtrat beschliesst, dass der Platz zwischen Markt-, Spiser-, Multergasse und Hinterlauben nun Bärenplatz heissen soll. |
| 1983 |
9. Dezember Eröffnung des Hotel Einstein. |
| 1984 |
Radio Aktuell, das erste private Lokalradio der Ostschweiz, geht auf Sendung. |
| 1984 |
Der Pfandleihbetrieb der Städtischen Mobiliar-Leihkasse stellt seinen Betrieb ein. |
| 1984 |
Franz Jäger, Dr. oec. Hochschulprofessor, wird zum Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1984 |
Die Rötelibrücke, eine Verbindung zwischen der Kreuzbleiche und den Liegenschaften nördlich der tiefergelegten Rosenbergstrasse (Josefshaus), wird eröffnet. |
| 1984 |
1. St. Galler Altstadtlauf. |
| 1984 |
12. März Tixi, der Fahrdienst für Behinderte wird gegründet. |
| 1984 |
6. bis 8. Juli Eidgenössisches Jodlerfest. |
| 1984 |
Gründung des Seniorenorchesters St. Gallen. |
| 1984 |
Oktober Einweihung der Sporthalle Kreuzbleiche. |
| 1985 |
Die sich im Besitze der Ortsbürgergemeinde der Stadt St. Gallen befindende Armen und Arbeitsanstalt Kappelhof in Wittenbach wird zum Alterszentrum. |
| 1985 |
Mélanie Rietmann, Wirtschaftsjournalistin, wird zur 12. Ehren-Födlebürgerin (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1985 |
14. Juni Der unter der Autobahnbrücke beim Schiltacker aufgehängte Velo- und Fussgängersteg übernimmt seine Aufgabe. |
| 1985 |
Das Jodelchöerli St. Gallen Ost wird gegründet. |
| 1985 |
November Geschäftshaus und Buchdruckerei Volksstimme an der Moosbruggstrasse wird abgebrochen. |
| 1985 |
Das einstige Kino Hecht wird umgebaut und in das Kino Scala integriert. |
| 1985 |
Die Buchhandlung Rösslitor richtet im 1965 geschlossenen Restaurant Peter ihren Universitäts-Bücherladen ein. |
| 1985 |
Die Kantonspolizei setzt erstmals einen Personalcomputer ein. |
| 1985 |
2. Oktober Beim Spiel gegen Inter Mailand (0:0) wird auf dem Espenmoos mit 16'200 Zuschauern ein Zuschauerrekord aufgestellt. |
| 1985 |
Bauverwaltung überlässt die ehemalige Friedhofskapelle des Feldlifriedhofes der griechisch-orthodoxen Gemeinde als Kirche. |
| 1985 |
Gründung der ersten verlagsunabhängigen Journalistenschule auf Hochschulniveau in der Schweiz. |
| 1986 |
Mai Der Verein Frauenbibliothek und Fonothek Wiborada wird gegründet. |
| 1986 |
30. Oktober Einweihung der Ökumenische geführten Haldenkirche. |
| 1986 |
Zabi Widmer, Dr. rer. pol. Unternehmer, wird zum 13. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1986 |
Hans Rudolf Hilty, Schriftsteller, erhält den Kulturpreis der Stadt St. Gallen. |
| 1986 |
Der seit 1919 magazinierte Erker des ehemaligen Hauses zum Kamel an der oberen Marktgasse ist jetzt an der Spisergasse zu bewundern. Das einst zwischen den Etagen angebrachte hölzerne Kamel-Relief ist im Historischen Museum zu bewundern. |
| 1986 |
Die Theatergruppe St. Otmar wird aus der Taufe gehoben. |
| 1987/88 |
1. September Im Westen der Stadt wird die Fernwärmeversorgung eingeführt, gespiesen wird sie von der KVA. |
| 1987 |
18. Januar Nachdem die Patres der Schönstatt-Bewegung 1986 an der Langasse 21 ein Haus übernehmen und umbauen konnten, wird durch Bischof Otmar Mäder die Kapelle eingeweiht. |
| 1987 |
Eine extra gegründete Stadiongenossenschaft kauft für 3.3 Millionen Franken das Espenmoos und rettet damit den Fussballclub St. Gallen vor dem Ruin. |
| 1987 |
Markus Romer, Lehrer, Gemeinderatspräsident, wird zum 14. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1987 |
1. Juli Einweihung der Stadtautobahn, Bild - Neudorf mit dem Rosenberg- 1435m und dem Stephanshorntunnel 570m. |
| 1987 |
Die Stiftung Suchthilfe beginnt mit dem Betrieb der Gassenküche. |
| 1988 |
Die Färberei Sittertal schliesst seine Tore. |
| 1988 |
Das Restaurant Guggeien Höchst, ist nach langen Verlotterungsjahren endlich umgebaut worden und wieder als Ausflugsrestaurant benützbar. |
| 1988 |
Das Museum im Lagerhaus öffnet seine Tore. |
| 1988 |
Trudy Hermann, Sozialarbeiterin, wird zur 15. Ehren-Födlebürgerin (Föbü) ernannt. |
| 1988 |
Die Gaiserbahn SGA fusioniert mit den Appenzeller Bahnen. |
| 1988 |
25. Dezember Das seit Monaten leerstehende Hotel Hecht wird besetzt, es soll kulturellen Zwecken dienen. |
| 1988 |
Am Gallusplatz und in der Webergasse zieht der erste Christkindli-Markt viele Interessenten an. |
| 1989 |
Hansjörg Werder wird Bürgerratspräsident. |
| 1989 |
In den Öffnungszeiten des Bades auf Drei Linden, stellt die Stadt einen gratis Badebus, Bahnhof - Drei-Linden zur Verfügung. |
| 1989 |
Oskar Fritschi, Kaufm. Leiter Stadttheater, wird zum 16. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1989 |
Aussenrestaurierung der Pfalz und des Hofflügels. |
| 1989 |
Der Unichor St. Gallen wird gegründet. |
| 1989 |
Die SGA und die Appenzellerbahn nennen sich nun Appenzellerbahnen. |
| 1989 |
Die Ausbildungsstätte (Journalistenschule) wechselt unter das Dach des St. Galler Tagblattes und nennt sich jetzt, Schule für Journalismus. |
1989 1992 |
Die Linsebühlkirche wird saniert, der Zustand vor der durch Unfähigkeit vandalisch anmutenden Renovation von 1941 kann detailgetreu wieder rekonstruiert werden. |
| 1990 |
Die Stadt zählt 70'881 Einwohner. |
| 1990 |
Beat Breu, Velorennfahrer, wird zum 17. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1990 |
Die Ersparnisanstalt hat im Haus zur (Grünen Tür) ihren neuen Sitz. |
| 1990 |
30. Juni Ein Stück Stadtgeschichte endet mit der Schliessung des Restaurants Solitüde. Versuche das verlotterte Gebäude durch einen Neubau zu ersetzen scheiterten an der Sturheit des St. Gallisch-Appenzellischen Heimatschutzes. |
| 1990 |
Niklaus Meienberg, Schriftsteller, erhält den Kulturpreis der Stadt St. Gallen. |
| 1990 |
Auf Peter und Paul eine zeitgemässe Bärenanlage zu errichten scheitert an immer neuen Auflagen. |
| 1990 |
Da der Trog des Neugasse-Brunnens bei der Abzweigung Hinterlauben durch Vandalen (Verbrennen von Altpapier) undicht geworden war, wird er durch einen von der Firma Schmitt AG erstellten Trog ersetzt. |
| 1990 |
Stadt und Kanton St. Gallen, unterstützt von den städtischen Kirchgemeinden sowie der Pro Juventute St. Gallen, gründen die Stiftung «Hilfe für Drogenabhängige». |
| 1990 |
Da der Damm des Rütiweihers den Auflagen der Eidg. Talsperrenverordnung nicht mehr genügt muss der Weiher aus Sicherheitsgründen entleert werden. |
| 1991 |
Gründung der Fasnachtsgesellschaft. |
| 1991 |
13. September Beim Vadiandenkmal etabliert sich ein Bauernmarkt. |
| 1991 |
November Gründung der Stiftung Hexenburg und die Überführung des Vermögens der ehemaligen Städtischen Mobiliar-Leihkasse in die Stiftung, Ziel ist die Unterstützung gemeinnütziger Hilfswerke sowie hilfsbedürftiger Einzelpersonen und Familien in der Stadt St. Gallen. |
| 1991 |
Neue Buslinie der VBSG, Neudorf - Universität. |
| 1991 |
Die Helvetia Versicherung schenkt der Stadtbevölkerung 800`000.- Franken zur Renovation der Volière. |
| 1991 |
Eröffnung des rund 2.6 km langen Steinachstollens der in fünfjähriger Bauzeit gegraben wurde. Die alte Steinacheindohlung ist nur noch ein Mischwasserkanal der zur ARA Hofen führt. |
| 1991 |
7. November 20 Jahre nach dem Abbruch des alten Stadttheaters kann an jener Stelle endlich die Eröffnung des «Markt am Bohl» gefeiert werden. |
| 1992 |
Der Uhlersaal, einst als Konzert und Trinkhalle gebaut, wird abgebrochen. |
| 1992 |
Öffentlich rechtliche Anerkennung der Israelitischen Gemeinde St. Gallen. |
| 1992 |
Hubert Schlegel, Polizeikommandant, Stadtrat, wird zum 18. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1992 |
Die Verkehrsbetriebe der Stadt St. Gallen VBSG errichten eine Buslinie nach Mörschwil. |
| 1992 |
13. März Grossbrand im oberen Teil der Gallusstrasse an der fünf Häuser brennen, leider sind infolge der Rauchentwicklung auch vier Menschenleben zu beklagen. |
| 1992 |
Die letzten vier Menzinger-Schwestern verlassen altersbedingt das Altersheim Lindenhof an der Lindenstrasse. |
| 1992 |
Erstmals sind auch Frauen im aktiven Feuerwehr-Einsatz. |
| 1992 |
St. Gallen erhält den Wakkerpreis. |
| 1993 |
17. Januar Gründung des Vereins ASS, aktive Seniorinnen und Senioren der Stadt und der Region St. Gallen. |
1993 |
Liana Ruckstuhl, lic. phil. Lehrerin, Stadträtin, wird zur 19. Ehren-Födlebürgerin (Föbü) ernannt. |
| 1993 |
30. September Das Straussengässlein wird mit Stadtratsbeschluss in Paracelsusgässlein umbenannt. |
| 1993 |
Mai Nach aufwändigen Renovations- und Umbauarbeiten kann die 1909 von Gottfried Julius Kunkler erbaute Tonhalle, ein Jugenstilgebäude, als Kultur- und Kongresszentrum wieder eröffnet werden. |
| 1993 |
Erstes gemeinsames Adventssingen auf dem Klosterplatz. |
| 1994 |
13. März Brandstiftung mit Explosionsfolge im Amt für Umweltschutz an der Sternackerstrasse. Es stellte sich heraus, dass der Mitarbeiter Hugo Märkli, nach Unterschlagungen die Spuren verwischen wollte und nach der Benzindampfexplosion selber ums Leben kam. |
| 1994 |
Herbert Egger, Redaktor, wird zum 20. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1994 |
Das Imbodenhaus wird eingeweiht, es bietet körperbehinderten Personen 21 Wohn- und Arbeitsplätze. |
| 1994 |
Eveline Hasler, Schriftstellerin, erhält den Kulturpreis der Stadt St. Gallen. |
| 1994 |
An der der Verzweigung Löwen-, Brühlgasse wird ein neuer Brunnen erstellt. |
| 1994 |
Ende Jahr, letzter Gottesdienst in der St. Leonhardkirche, mangelnder Kirchgang ist die Ursache. |
1994 1997 |
Bau des Rosenbergstollens vom Hätterenwald bis zum Blumenbergplatz, er dient der Trinkwasserversorgung der Stadt. Ergänzung |
| 1995 |
Polizeihauptmann Paul Grüninger wird postum rehabilitiert. Ergänzung |
| 1995 |
Walter Eggenberger, Journalist, (10 vor 10), wird zum 21. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1995 |
29. März Bischof Ivo Fürer, Präkonisierung durch Papst Paul II. |
| 1995 |
Die ersten Doppelstock-Postautos der Schweiz verkehren auf der Strecke St. Gallen - Heiden. |
| 1995 |
Durch ein Leck in einer Galvanikfirma strömt ein Zyanid-Wasser-Gemisch über einen Seitenbach in die Sitter und vergiftet diese im Bereiche der Stadt bis hinunter nach Bischofszell. |
| 1995 |
3. Oktober Die vollständig neu erbaute St. Leonhardsbrücke kann dem Verkehr übergeben werden. |
| 1995 |
Die Polizeiführung der Kantonspolizei quartiert sich im Haus Zeughausgasse 20 ein. |
| 1995 |
Das Gebiet Dreilinden / Notkersegg wird unter Naturschutz gestellt. |
| 1995 |
Der Damm beim Mannenweiher wird infolge der Eidgenössischen Talsperren-Verordnung für 150'000.-- Franken verstärkt. |
| 1996 |
1. Januar Der Gehörlosen Sportclub und der Gehörlosenverein fusionieren zum heutigen Gehörlosenclub. |
| 1996 |
Erstellung der neuen Bushaltestelle am Marktplatz, Calatravahalle genannt, entworfen vom Architekten Santiago Calatrava Valls. |
| 1996 |
Der TSV St. Otmar-St. Gallen Handball-Frauen wird aus der Taufe gehoben. |
| 1996 |
Peter Hold, Dr. rer. publ. Bezirksgerichtspräsident, wird zum 22. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1996 |
20. März Korporal Rudolf Himmelberger von der Stadtpolizei verfolgt mit einem Kollegen zwei flüchtende Einbrecher. Auf dem Areal der Gaiserbahn wird er von einem der Einbrecher von hinten erschossen. David Limoncelli, wird als Mörder zu 17 Jahren Zuchthaus verurteilt. Er hat immer seine Unschuld beteuert und sich 12 Jahre später in der Zelle das Leben genommen. |
| 1996 |
An der Lerchenfeldstrasse wird das neue EMPA-Gebäude eingeweiht. |
| 1996 |
Das Atelier für blinde und sehbehinderte Menschen, an der Schachenstrasse 9, eröffnet seine Türen. |
| 1996 |
An der Lämmlisbrunnenstrasse 34 wird die neue Garage der Kantonspolizei eröffnet. |
| 1996 |
Vereinigung der Samaritervereine St. Gallen Centrum und St. Gallen West zum Samariterverein St. Gallen Centrum / West. |
| 1996 |
30. Dezember Auch die «Ostschweizer AZ» geht ein. Damit verschwindet die linke Ostschweizer Presse endgültig aus der Zeitungslandschaft. |
| 1997 |
Der Bürgerrat der Ortsbürgergemeinde, bis anhin durch elf Personen repräsentiert, wird inklusive Bürgerratspräsident auf sieben Personen reduziert. |
| 1997 |
Alfons Sonderegger, Pfarrer, wird zum 23. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1997 |
Der schwelende Streit um den wertvollen Globus der von den Zürchertruppen 1712 aus dem Kloster gestohlen wurde, entflammt sich nach einer Rückgabeaufforderung der Stadt St. Gallen erneut. |
| 1997 |
Die Schule für Journalismus, eingegliedert ins St. Galler Tagblatt, stellt ihren Lehrbetrieb ein. |
| 1997 |
30. Dezember Die Zeitung «Ostschweiz» streicht ihre Segel. Sie stand immerhin im 124. Jahrgang und war mitten in den Vorbereitungen zum 125-Jahrjubiläum. |
| 1998 |
Die Stiftung «Hilfe für Drogenabhängige» wird in «Stiftung Suchthilfe» umbenannt. |
| 1998 |
Christa Zingg, Lehrerin Geschäftsführerin LC Brühl, wird zur 24. Ehren-Födlebürgerin (Föbü) ernannt. |
| 1998 |
Der Ausbau des Pfalzkellers fördert 40 frühmittelalterliche Gräber zu Tage. |
| 1998 |
Der Hauptsitz der Firma Christian Fischbacher Co. AG wird an die Möwenstrasse in Winkeln verlegt. |
| 1998 |
Roman Signer, Künstler, erhält den Kulturpreis der Stadt St. Gallen. |
| 1998 |
Die Stadtpolizei kann an der Vadianstrasse 57 ihr neues Quartier beziehen. |
| 1998 |
1. Oktober Inbetriebnahme des Seewasserwerkes in Frasnacht. |
| 1998 |
Gründung des Vereins St. Galler Bauernmarkt. |
| 1999 |
11. Januar Der 37-jährige Lehrer Paul Spirig, zweifacher Familienvater, wird von Ded Gecaj, Vater einer Schülerin, erschossen. Ergänzung |
| 1999 |
Ein Traditionsbetrieb, die Zweibruggenmühle stellt ihren Betrieb ein. Ergänzung |
| 1999 |
Christoph Sigrist, Pfarrer, wird zum 25. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 1999 |
14. August Feierliche Eröffnung des hauptsächlich von und für die Klubschule der Migros im innern neu gestalteten Bahnhofgebäudes. |
| 1999 |
Das Gebäude der Brauerei Felsenkeller, später zur Brauerei Bavaria umbenannt, wird abgebrochen. |
| 1999 |
Die Hungerbühler AG schliesst die Zweibruggenmühle. |
| 1999 |
Auf Peter und Paul wird ein Wildkatzengehege erstellt. |
| 1999 |
18. September Der Brunnen an der Verzweigung Löwen-, Brühlgasse erhält eine Skulptur des Eisenplastikers, Toni Calzaferri aus St. Margrethen, gestiftet von der Studentenverbindung «Alt-Zofingia» St. Gallen anlässlich ihres 175 Jahr Jubiläums. |
| 1999 |
Oktober Der aktuell Mannschaftsbestand der Berufsfeuerwehr beträgt inklusive 5 Offizieren 41 Mann. |
| 1999 |
2. November Das Kongresshaus Schützengarten wird abgebrochen. |
| 1999 |
An der Vadianstrasse, früher im Frongarten, wird zwischen dem Textilmuseum und dem Haus Nr. 6, ein Ziehbrunnen aus dem 17. Jahrhundert freigelegt. |
| 1999 |
Eröffnung des renovierten Pfalzkellers, Architekt ist Santiago Calatrava. |
| 1999 |
19. Mai Eröffnung der Kantonalen Notrufzentrale (schwangere Auster genannt), Architekt ist Santiago Calatrava. |
| 2000 |
Regine Weingart, Schauspielerin, Sängerin, wird zur 26. Ehren-Födlebürgerin (Föbü) ernannt. |
| 2000 |
Die Ortsbürgergemeinde der Stadt St. Gallen verkauft der Politischen Gemeinde Wittenbach das Alterszentrum Kappelhof. |
| 2000 |
22. Oktober Die 47 Jahre alte legendäre Halle 7 der OLMA wird kurz nach Ausstellungsende bei einem Grossbrand völlig zerstört. Der in der ganzen Ostschweiz bekannte Satz, (am föfi im siebni) ist Vergangenheit. |
| 2000 |
Der FC St. Gallen ist Schweizermeister. |
| 2000 |
20. April Der Neuguss der Figuren am Broderbrunnen wird mittels Wachsausschmelzverfahren in Bronce realisiert und der Brunnen wieder neu eingeweiht, die Originalfiguren, in Kupfer gefasste Gipsfiguren, sind in Obhut des Historischen Museums. |
| 2000 |
Die Stadt zählt 69'774 Einwohner. |
2000 2003 |
Aussenrestaurierung der Kathedrale. |
|
|
| 2001 |
Thomas Scheitlin wird Bürgerratspräsident. |
| 2001 |
Die Verhandlungen mit den Zürchern betreffs der anlässlich des zweiten Villmergerkrieg von 1712 von ihnen gestohlenen Kulturgüter ist Erfolglos. Die St. Galler-Regierung kündigt deshalb an, die Rechtslage durch das Bundesgericht beurteilen zu lassen. |
| 2001 |
Malcolm Green, Musiker, wird zum 27. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
2001 2004 |
Klosterrenovation. |
| 2002 |
Endlich wird der sehr baufällige (Neuhof), dass Gebäude bei der Lienhardsbrücke abgerissen und ein Neubau ertstellt. Kommentar |
| 2002 |
Walter Tobler, Gastwirt, wird zum 28. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 2002 |
Die Zollikofer AG kann im neuen Druckzentrum, mit der neuen Zeitungsrotation und mit der Spedition in St. Gallen-Winkeln ihre Arbeit aufnehmen. |
| 2002 |
Im Tierpark Peter und Paul können die Murmeltiere ihr neues Gehege beziehen. |
| 2002 |
21. Juni Mit dem Ziel der Dezentralisierung der staatlichen Institutionen hat sich nach dem Ständerat nun auch der Nationalrat für den Bundesverwaltungsgerichtsstandort St. Gallen entschieden. |
| 2002 |
29. August Gestützt auf Artikel 44 Absatz 3 der Bundesverfassung bittet St. Gallen beim Bundesrat um Vermittlung. Gegenstand des Zwistes sind der von den Zürchern 1712 gestohlene Globus und diverse Schriften und die Weigerung Zürich zur Rückgabe. Kommentar |
| 2002 |
Pic (Richard Hirzel), Clown, erhält den Kulturpreis der Stadt St. Gallen. |
| 2002 |
Die Volièregesellschaft nimmt offiziell die Wildvogelpflegestation in ihre Statuten auf. |
| 2002 |
Die Stiftung Ostschweizer Kinderspital betreibt im Auftrag des Kantons neben dem Kinderspital und der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege das Kinderschutzzentrum mit Jugendnotruf und Schlupfhuus. |
| 2002 |
22. September Der Hospitz-Dienst nimmt seine Arbeit auf. |
| 2003 |
Auf dem Klosterhof wird bei Freibier und Bratwurst mit einer imposanten Festaufführung vor einer riesigen Volksmenge der zweihundertste Jahrestag des Kantons St. Gallen gefeiert. |
| 2003 |
Die Kantonalbank übernimmt die Bank Thorbecke AG. |
| 2003 |
Willy Haag, Regierungsrat, wird zum 29. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 2003 |
28. November Das Grand Casino St. Gallen eröffnet seine Tore, es steht dort wo einst die St. Jakobskapelle stand. |
| 2003 |
Gründung der Stiftung Benevol St. Gallen, einer Dienstleistung des Schweizerischen Roten Kreuzes. |
| 2003 |
Infolge Platzmangels wird die Schokoladenfabrik Maestrani nach Flawil verlegt und dort mit der Firma (Munz) vereinigt. |
| 2004 |
24. Januar Fahrzeugbrand in der Tiefgarage des Rathauses, durch die Rauchentwicklung entsteht in allen Etagen erheblicher Sachschaden. Ergänzung |
| 2004 |
Peter Stössel, lic. rer. publ. Unternehmer, wird zum 30. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 2004 |
An der Lindenstrasse 139 installiert sich das Berufs- und Weiterbildungszentrum für Gesundheits und Sozialberufe St. Gallen, BZGS, mit der Schule für die Grundbildung. |
| 2004 |
Die Länge des städtischen Kanalisationsnetzes ist ca. 280 Km. |
| 2004 |
Die OLMA-Halle Nr.14 an der Steinachstrasse wird abgebrochen. |
| 2004 |
11. September Durchführung der ersten St. Galler Museumsnacht. |
| 2004 |
Die OLMA trägt jetzt den Titel «Schweizermesse für Landwirtschaft und Ernährung». |
| 2004 |
25. Oktober Die erste Erdgaszapfsäule in der Stadt wird an der Rorschacher-Strasse 271 durch die Stadtwerke offiziell in Betrieb genommen. |
| 2004 |
5. Dezember, 02:52:48 Ein Erdbeben nördlich vom Freiburg (D) schüttelt auch bei uns viele Menschen wach. |
| 2004/05 |
Die Kirche St. Maria im Neudorf wird einer umfassenden Renovation unterzogen. |
2005 2006 |
Stadtammann, Franz Hagmann (CVP). |
| 2005 |
Das Berufs- und Weiterbildungszentrum für Gesundheits und Sozialberufe St. Gallen, BZGS, eröffnet an der Grütlistr. 1 die höhere Fachschule. |
| 2005 |
José Staub, (Retter des Bundeshausplatzes), wird zum 31. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 2005 |
März Ein Prototyp des neuen Marktstandes namens Klipp-Klapp wird auf gestellt. Kommentar |
2005
*  |
3. März Eröffnung von Coop City am Bohl, er ersetzt das Warenhaus EPA das dort seit 1931 bestand. |
| 2005 |
7. März Abbruch der Liegenschaft Maestrani, der ehemaligen Schokoladefabrik. |
| 2005 |
Die OFFA bekommt den Namen «Ostschweizer Frühlings – und Freizeit – Messe». |
| 2005 |
21. April Die Hochschule für öffentliche Verwaltung in Lausanne, hat Riehen (BS), Zug und an dritter Stelle die Stadt St. Gallen als die Lebenswertesten Städte mit über 10'000 Einwohnern der Schweiz erkoren. Berücksichtigt wurden insgesamt 30 Kriterien wie die Steuerbelastung, die Arbeitslosenquote, Mietzinse, Umwelt, Zukunftsinvestitionen usw. usf. |
| 2005 |
24. April Die evangelisch-reformierten Kirchgemeinde St. Gallen Zentrum stimmt dem Verkauf der St. Leonhardskirche an einen Winterthurer Architekten zu. |
| 2005 |
16. Juni Das Kino Palace wird geschlossen. |
| 2005 |
15. August Die VBSG startet den Busbetrieb nach Oberhofstetten. |
| 2005 |
3./4. September Einweihungsfest für die neue Eishalle im Lerchenfeld. |
| 2005 |
15. September Symbolischer Baubeginn für das neue Fussballstadion in Winkeln. |
| 2005 |
15. Oktober Im Lerchenfeld wird das einzigste Ausseneisfeld der Region eröffnet. |
| 2005 |
3. November Im Bleicheliquartier ist die rote Stadtlounge der Künstlerin Pipilotti Rist, gesponsert von der Raiffeisenbank, eröffnet worden. |
| 2005 |
1. bis 22. Dezember Erster St. Galler Weihnachtsmarkt. |
| 2005 |
20. Dezember Ein erster, alter Trolleybus, mit einem zweiten Gelenk versehen, mit Niederflurplattform und um 7m verlängert, ist für die VBSG angekommen, es stellt sich heraus, es ist nichts anderes als ein untaugliches Gebastel. |
| 2006 |
1. Januar Die städtische Ombudsstelle nimmt ihre Arbeit auf. |
| 2006 |
28. Januar Der Bahnhof resp. das Gebäude des Bahnhofs St. Fiden ist ab heute geschlossen, eine Konsequenz der Automatisierung. |
| 2006 |
26. Januar Anpfiff zur Euro06 (Europameisterschaft der Handballer) an der die Sporthalle Kreuzbleiche als Austragungsort vertreten ist. |
| 2006 |
1. Februar UBA, die Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter wird in der Stadt aktiv. |
| 2006 |
Markus Fuchs, Springreiter, Weltmeister, wird zum 32. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 2006 |
4./5. März In der Stadt fallen rekordverdächtige 60 cm Schnee. |
| 2006 |
Das einst im Volk sehr beliebte Ausflugsrestaurant Alt Guggeien, ab 1973 leider als teurer Gourmettempel missbraucht, wird abgerissen. |
| 2006 |
6. April König Harald V. und Königin Sonja von Norwegen besuchen die Stiftsbibliothek. |
| 2006 |
27. April Der seit vielen Jahren andauernde Kulturgüterstreit zwischen St. Gallen und Zürich ist nun mittels Schiedsspruch beigelegt. Kommentar |
| 2006 |
22. Mai Nach längeren Um- und Neubauten am Stadion des FC Brühl, kann dieses nun mit seinem neuen Namen Paul Grüningerstation) wieder seinem Zweck dienen. |
| 2006 |
23. Juni Mit Carmina Burana (Lied- und Dramentexte) werden die 1. St. Gallerfestspiele eröffnet. |
| 2006 |
Juni Im Riethüsli wird die Turnhalle der gewerblichen Berufsschule eingeweiht. |
| 2006 |
1. Juli Die Trogenerbahn fusioniert mit den Appenzeller Bahnen. |
| 2006 |
5. Juli Bischof Markus Büchel, Präkonisierung durch Papst Benedikt XVI. |
| 2006 |
Übernahme der Badi Rotmonten durch die Stadt. |
| 2006 |
Silvie Defraoui, Künstlerin, erhält den Kulturpreis der Stadt St. Gallen. |
| 2006 |
18. November Der scheidende UNO-Generalsekretär Kofi Annan besucht die Universität St. Gallen (HSG). Er nimmt den mit 100'000 Franken dotierten 25. Freiheitspreis der Max-Schmidheiny-Stiftung entgegen, dieser Preis wurde ihm zwar schon 2003 verliehen, er konnte diesen damals wegen gesundheitlicher Problem nicht abholen. |
| 2006 |
5. Januar In der Stadt wird die erste Homosexuellen-Ehe geschlossen. |
2007 |
Stadtammann, Thomas Scheitlin (FDP). |
| 2007 |
Arno Noger wird Bürgerratspräsident. |
| 2007 |
16/17/18. Februar Einweihung des an Stelle der OLMA-Halle 14 erbauten Athletik-Zentrums mit der Schweizerischen Hallenleichtatletik-Meisterschaft. |
| 2007 |
Werner Signer, Direktor Stadttheater, wird zum 33. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 2007 |
Mai Gabi und Heinrich Thorbecke erwerben das Kurhaus Oberwaid. Vormaliger Besitzer war das Kloster Baldegg. |
| 2007 |
27. April Einweihung des neu renovierten, «Alterszentrum, am Schäflisberg». |
| 2007 |
28. April Die «Harmoniemusik St. Gallen West» wird auf «Westmusik St. Gallen» umgetauft. |
| 2007 |
9. Mai Im Historischen- und Völkerkundemuseum wird ein Kindermuseum eröffnet. |
| 2007 |
15. Juni Burgruine Rappenstein, nach der Rodung des Burghügels und zweiwöchigen Sondierungsgrabungen, kann der ganze Grundriss der Burg nachgewiesen werden. Ausserdem scheinen Keramikfunde und starke Brandspuren am Mauerwerk zu bestätigen, dass die Burg, im 12. oder 13. Jahrhundert gebaut und im 15. Jahrhundert von den Appenzellern gebrandschatzt wurde. Ergänzung |
| 2007 |
23. Juni Offizielle Wiedereröffnung des neu renovierten Rathauses. Zu den Feierlichkeiten gehört auch die vom Artist Dimitri durchgeführte 20 minütige Hochseilwanderung vom Postturm zum Rathausdach. |
| 2007 |
Vakanzen im Klosterbetrieb zwingen die Nonnen vom Notkersegg, auf die Produktion der beliebten Kloster-Chrapfen zu verzichten. |
| 2007 |
Die CSIO Pferdesporttage werden schweizweit nur noch in St. Gallen durchgeführt. |
| 2007 |
Aus für die bewährte Übungsschule im Hadwigschulhaus. |
| 2007 |
22. August Mit erstaunen, zum Teil erfreut zum anderen Teil etwas besorgt, vernehmen die Stadtbewohner, dass das St. Katharinenklösterchen an das Bankhaus Wegelin verkauft wird. |
| 2007 |
28. August Das Stadtparlament beschliesst, für die Sicherheit in der Innenstadt 21 und für die Umgebung der AFG-Arena 15 Überwachungskameras anzuschaffen. |
| 2007 |
Das Einkaufszentrum Webersbleiche, erstellt von Architekt Marcel Ferrier, wird eröffnet. |
| 2007 |
5. Dezember Im Riethüsli wird die unschöne Passerelle über die Teufenerstrasse eingeweiht. |
| 2007 |
9. Dezember Die VBSG bedient ab sofort auch den Hinterberg. |
| 2007 |
20. Dezember Grossbrand in der seit 1995 nicht mehr für Gottesdienste genutzten St. Leonhardkirche, der ganze Dachstock wird zum Opfer der Flammen. Die einstige Kirche diente kulturellen Veranstaltungen. |
| 2008 |
Der Rettungsdienst des Kantonsspitals fährt neu nicht mehr im Rettungsfahrzeug mit, sondern im eigenen Einsatzfahrzeug. |
| 2008 |
Bei der Überbauung des Birnbäumenhanges werden Versteinerungen gefunden die bis zu 18 Millionen Jahre zurückdatiert werden können. |
| 2008 |
In der Sternwarte der Kantonsschule, am Unteren Brand gelegen, wird das nahezu 100-jährige Teleskop ersetzt. Ermöglicht durch eine Spende des (Ehemaligenvereins). |
| 2008 |
5. Februar Die Gemeinnützige und Hilfsgesellschaft der Stadt St. Gallen (GHG) übernimmt von den bisherigen Besitzern, «Barmherzige Brüder von Maria-Hilf» das Pflege- und Betagtenheim Josefshaus. |
| 2008 |
2. Februar Die Gebrüder Riklin, Kunstschaffende, werden gemeinsam zum 34. Ehren-Födlebürger (Föbüs) ernannt. |
| 2008 |
22. Februar Das 1885 erstellte Schulhaus Krontal wird nach einer intensiven Renovationsphase wieder seiner Bestimmung übergeben. |
| 2008 |
6. März Eröffnung der Shopping Arena in der sich noch im Bau befindenden AFG-Arena. |
| 2008 |
5. April St. Gallen stellt für das laufende Jahr den schönsten Mann der Schweiz, es ist dies der 23 jährige Stephan Weiler. |
| 2008 |
14. Mai Eröffnung des Rollparks bei der Kreuzbleiche. |
| 2008 |
Aus für Radio Aktuell, dass nun zusammen mit Radio Ri zu FM1 mutiert. |
| 2008 |
10. Mai Einweihung des bosnisch-islamischen Zentrums mit Gebetshaus in St. Fiden. |
| 2008 |
20. Mai, 20:00 Uhr Letzter Anpfiff auf dem altehrwürdigen Espenmoos mit einer Blamage. Der FC St. Gallen verliert in der Barrage gegen Bellinzona 0:2 was den Abstieg in die Challenge League bedeutet. Ein trauriger Abschied vom Spielfeld auf dem seit 1910 gespielt wurde. |
| 2008 |
29. Mai, 20:00 Uhr Erster Anpfiff in der AFG-Arena und 3:0 Sieg der Schweiz gegen Liechtenstein. |
| 2008 |
28. Juni Feierlich werden die beiden Quartiervereine Nordost und Langgass-Heiligkreuz zusammengeschlossen, der Quartierverein nennt sich jetzt Nordost-Heiligkreuz. |
| 2008 |
2. Juli Gründung der Sektion (Fussverkehr) in unserer Stadt, einer Interessenvertretung für die Fussgänger. |
| 2008 |
Juli Der Kanton eröffnet an der Teufenerstrasse, im ehemaligen EMPA Gebäude ein psychiatrisches Zentrum mit Bettenstation. |
| 2008 |
Nach Max Hungerbühler's Tod schenken dessen Erben der Stadt grosszügig das Rütiweihergebiet. |
| 2008 |
5. Juli Offizielle Eröffnung der AFG-Arena. |
| 2008 |
7. Juli Mit 1.3 Gigawattstunden pro Jahr speist nun das neu umgebaute Kleinkraftwerk Burentobel das städtische Netz. |
| 2008 |
30. August Eröffnung der neu gestalteten Lämmlisbrunnenstrasse. |
| 2008 |
Pünktlich zur OLMA-Eröffnung wird die totalsanierte Brühltorunterführung nach einem Jahr wieder dem Publikum zugänglich gemacht. |
| 2008 |
29. Oktober In der mexikanischen Stadt San Lui Potosi wird der Stadt St. Gallen der city people light award für die Beleuchtung auf dem Raiffeisenplatz der dritte Rang zuerkannt. |
| 2008 |
November Das Kurhaus Oberwaid schliesst seine Tore, geplannt ist ein Neubau mit neuem Kurkonzept. |
| 2008 |
4. November Jetzt ist es offiziell, die St. Galler-Bratwurst steht nun im Register für Ursprungsbezeichnungen, sie darf nur noch im St. Gallischen, im Thurgau und in beiden Appenzell hergestellt werden. |
| 2009 |
1. Januar Letzter Auftritt des in der St. Peter und Paul-Kirche in Rotmonten beheimateten Kirchenmusik-Chores, Gallus-Kantorei. |
| 2009 |
1. Januar Die Ortsbürgergemeinde Rotmonten schliesst sich derjenigen von St. Gallen an. |
| 2009 |
4. Januar, 16:30 Uhr Ein gut wahrnehmbares Erdbeben erschüttert die Stadt. Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 4.1 auf der Richterskala lag nach Angaben des Schweizerischen Erdbebendienstes in der Gegend von Buchs.
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| 2009 |
8. Februar Als Folge der brieflichen Stimmabgabe findet die erste Abstimmung ohne die immer weniger frequentierten Stimmlokale, Post Winkeln, Schulhaus Boppartshof, Hebelschulhaus, Schulhaus Rotmonten und Post Neudorf statt, einzig das Stimmlokal im Rathaus bleibt aus rechtlichen Gründen noch zugänglich. |
| 2009 |
21. Februar Der FC-St. Gallen-Präsident Michael Hüppi wird 35. Ehren-Födlebürger (Föbüs) ernannt. |
| 2009 |
24. Februar, ca. 6:00 Uhr Die Stadt geht knapp an einer Katastrophe vorbei, Dach und Seitenwand der 2006 erstellten Turnhalle der gewerblichen Berufsschule an der Demutstrasse stürzen ca. zwei Std. vor einer Benützung ein. |
| 2009 |
März Bei Bauarbeiten an der Gallusstrasse und im Klosterhof werden Teile eines schon zuvor bekannten, beim einstigen Schmalzmarkt gelegenen, ca. 500 jährigen Friedhofs freigelegt. |
| 2009 |
17. März Die Verkehrsbetriebe der Stadt St. Gallen informieren künftig zusammen mit der Tagblatt-Onlineredaktion über Monitore in den Busen über aktuelles. |
| 2009 |
20. März Die Stadt St. Gallen erhält die Auszeichnung (European Energy Award Gold), der Preis wird vor allem für das Energiekonzept 2050 ausgesprochen, welches die 2000-Watt-Gesellschaft zum Ziel setzt. |
| 2009 |
20. April Die seit 1. Januar vereinigte Bürgerschaft der ehemaligen Ortsbürger von Rotmonten und derjenigen von St. Gallen führt ihre erste gemeinsame Bürgerversammlung in der Kirche St. Laurenzen durch. |
| 2009 |
4. Juni Nach vielen Jahre Pause wird die berittene Polizei wieder eingeführt, sie wird vor allem für gewisse Anlässe eingesetzt. |
| 2009 |
6. Juni Die Replik einer Kriegsbeute von 1712, ein wertvoller Globus aus dem Kloster St. Gallen, wird in Zürich ausgestellt. Der Globus der die Zürcher immerhin auf ca. 860'000 Franken zu stehen kommt wird am 21. August offiziell den St. Gallern übergeben. |
| 2009 |
8. Juni Die auf Paul Krüger zurückführende Krügerstrasse wird nach anfänglichem Widerstand offiziell umbenannt. Die Strasse nennt sich jetzt neu Dürrenmattstrasse. |
| 2009 |
20. Juni Offizielles Ende der WG-Schule an der Felsenstrasse. Am Schlussakt zeigt sich der Unmut der Gemeinnützigen- und Hilfsgesellschaft (GHG) über den vor fünf Jahren gefällten, unverständlichen Schliessungsentscheid des Kantons. |
| 2009 |
4. Juli Die Badi Rotmonten kann nach einer Totalsanierung wieder ihren Betrieb aufnehmen. |
| 2009 |
29. Juni Eröffnung des Vadianweges an der Bernegg, auf seinen ca. 3 Kilometern wird mit Informationstafeln über das Leben Vadians berichtet. |
| 2009 |
15. Juli Das St. Galler-Tagblatt stellt fest, die im Norden und Süden der Stadt auf die Hügel führenden Treppen haben eine Gesamtlänge von 8.5 Kilometer. |
| 2009 |
24. Juli Die Stadt hat 72'079 Einwohner, Ausländeranteil 19'965 gleich 27.7% aus insgesamt 129 Nationen. |
| 2009 |
11. August Da die laufende Rechnung 2008 der Stadt St. Gallen mit einem Überschuss von 1,6 Mio. statt eines budgetierten Defizits von 3,3 Mio. Franken abgeschlossen hat, bekommen alle Bewohner der Stadt einen Fr. 50.-- Gutschein der in Geschäften auf Stadtgebiet eingelöst werden kann. |
| 2009 |
17. August Die englischsprachige International School St. Gallen (ISSG) nimmt ihren Betrieb mit 10 Schülerinnen und Schülern auf. |
| 2009 |
21. August Der 1595 von Abt Bernhard Müller für die Stiftsbibliothek erstandene und von den Zürchern 1712 als Kriegsbeute gestohlene Globus kehrt als gelungene Replik nach St. Gallen zurück. Ergänzung |
| 2009 |
Die archäologischen Funde von 1964 bis 66 aus dem Kloster, die Professor Hans Rudolf Sennhauser (Ausgrabungsleiter) nach Zurzach verbrachte, werden von ihm in eine Stiftung für Forschung in Spätantike und Mittelalter eingebracht und so weiterhin dem Zugriff der Kantonsarchäologie und der Katholischen Administration entzogen. Ergänzung / Kommentar |
| 2009 |
8. September Das Einstein-Kongresszentrum wird eingeweiht. |
| 2009 |
9. Oktober Aus einer Grube neben dem Tor zum Bischofssitz, wird mit einem Autokran ein Sandstein-Sarkophag gehoben. Nachträgliche Untersuchungen ergeben, der Sarkophag stammt aus dem Steinbruch Kamelenberg bei St. Georgen. |
| 2009 |
30. Oktober Anlässlich des Fussballspiels vom Mittwoch 28. Oktober (FCSG / GC) wird gegen Hooligans erstmals ein Schnellverfahren wegen Verdachts auf Sachbeschädigung, Gewalt und Drohung gegen Beamte und Landfriedensbruch durchgeführt. Langjährige Verbote für Stationseintritte für Fussball und Eishokey und hohe Bussen wurden verhängt. |
| 2009 |
5. November Anlässlich der offiziellen Eröffnung des Centers for Disability and Integration an der Universität St. Gallen, (CDI-HGG) hält der ehemalige US-Präsident Bill Clinton als Schirmherr der internationalen Stiftung eine Rede. |
| 2009 |
19. Oktober Das neue Schulhaus Schönenwegen wird in Betrieb genommen. |
| 2009 |
6. November Eine Donatorengruppe schenkt der Stadt eine Skulptur des Bildhauers Peter Kamm. Die Skulptur findet neben der Schillerlinde auf Dreilinden einen Platz. |
| 2009 |
24. November Ein Verkehrsflugzeug des Typs Airbus A330-300 bekommt den Namen unserer Stadt. |
| 2009 |
7. Dezember Die Schweinegrippe-H1N1-Pandemie bedingt, dass am Kantonsspital das nicht geimpfte Personal ab sofort mit Gesichtsmaske arbeiten muss. Auch Privatkliniken wie Stephanshorn schliessen sich diesem Aufruf an. |
| 2009 |
14. Dezember Mit dem Fahrplanwechsel wird die Haltestelle Birnbäumen (halt auf Verlangen) der Trogenerbahn in Betrieb genommen. |
| 2009 |
18. Dezember Nach acht monatiger Bauzeit wird die totalsanierte Haggenbrücke wieder eröffnet. |
| 2009 |
23. Dezember Die HSG St. Gallen verzeichnet 6418 Studierende aus insgesamt 80 Nationen. |
| 2010 |
12. Januar Der einstige Typograph und Drucker, Raymond Niethammer, schenkt der Kantonsbibliothek Vadiana seine umfangreiche Sammlung an Zeitungsstiteln, darunter viele Erst-, Jubiläums- und Abschiedsausgaben. Nach der bevorstehenden Mikroverfilmung und Digitalisierung wird die Sammlung künftig im Bibliothekskatalog eingang finden. |
| 2010 |
11. Januar bis 9. April Mit der Schweizweit grössten seismischen Untersuchung hofft die Stadt einen Standort für ein geothermisches Heizkraftwerk zu finden. Ergänzung |
| 2010 |
13.Februar Thomas Scheitlin, Stadtpräsident, wird zum 36. Ehren-Födlebürger (Föbü) ernannt, (Fasnachtsbrauch). |
| 2010 |
2. März Christian Bischofs Bierflaschenmuseum, seit 2001 im Schützengarten untergebracht, wird nun offiziell von der Brauerei übernommen. |
| 2010 |
30. März Die Naturwissenschaftliche Untersuchungen durch Spezialisten der ETH Zürich datieren das Skelett, aus dem am 9. Oktober auf dem Klosterhof ausgegrabenen Sarkophag, mit Hilfe der Radiokarbon-Methode auf den Zeitraum zwischen 650 und 700. Historiker kommen zum Schluss, dass es sich bei dem Toten mit grösster Wahrscheinlichkeit um Graf Talto handeln müsse. |
| 2010 |
6. April Im Tagblatt ist zu lesen; Die Stadt hat die Bedeutung der archäologischen Arbeiten im Klosterviertel unterschätzt. Die Kantonsarchäologie soll nun für das laufende Projekt mehr Geld erhalten. Kommentar |
| 2010 |
20. April Grundsteinlegung für die 124 Millionen teure Fachhochschule hinter dem Hauptbahnhof. |
| 2010 |
17. Mai Das altehrwürdige Espemoos, einstiges Stadion des FCSG wird nach einer längeren Umbauphase für den Breitensport freigegeben. Die Anlage ist auch Heimat der Frauenmannschaft des FCSG. |
| 2010 |
Mai Der TSV St. Otmar-St. Gallen Handball-Frauen wird aufgehoben und von Fides übernommen. |
| 2010 |
1. Juni Offizielle Einweihung der Haltestelle Birnbäumen der Appenzellerbahnen. |
| 2010 |
Juli Die Neugestaltung des Gallussplatzes (bis 1865 "Im Loch" oder "Lindenplatz") hat hochmittelalterliche Funde ans Tageslicht gebracht. So wurde unter anderem auch die westliche Mauer der Wetti und ein Prügelweg über eine Senke gefunden. Ergänzung |
| 2010 |
Juli Die Leonhardsbrücke wird von vier auf fünf Spuren ummarkiert. |
| 2010 |
August Auf öffentlichem Grund, nicht inbegriffen die Wälder am Stadtrand, werden 9500 Bäume gezählt. |
2010
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2. September Lehrermörder Ded Gecaj ist endlich an die Staatsanwaltschaft St. Gallen ausgeliefert worden. Ergänzung |
| 2010 |
19. September Einweihung der in der Schweiz ersten Photovoltaik-Anlage auf einem Kirchendach, es handelt sich dabei um die ökumenische Haldenkirche. |
| 2010 |
1. Oktober Die Hirslandengruppe übernimmt als neue Besitzerin die operative Verantwortung für die Klinik Stephanshorn. |
| 2010 |
24. November Einweihung der neuen Weihnachtsbeleuchtung. |
| 2010 |
12. Dezember Eine neue Buslinie, die Nr. 12. mit zwei Niederflur-Midibussen, bedient den Hauptbahnhof, dass Klosterviertel, Lindenstrasse, Bahnhof St. Fiden, Bach-, Pelikan-, Storchenstrasse, Heiligkreuz bis zum Abacusplatz. |
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