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Geschichte

Jahre 701 – 800

Jahre 701 -800

Jahr 710

Soldaten des …

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Geschichte

Jahre 1 – 700

Jahre 1 - 700

Jahr 68/69

Die unter den Römern selbstverwalteten Tiguriner mit dem Stamm der Helvetier entzweien sich, Grund ist ein Streit um des Kaisers Thron. Bei einem folgenden Aufstand verlieren die Helvetier ihre Selbstverwaltung.

Jahr 212

Die Römer gewähren dem helvetischen Stamm der Tiguriner, die rund um den Bodensee angesiedelt sind, die gleichen Rechte wie den römischen Kolonisten.

Jahr 270

Die streitbaren Allemanier fallen zu Kaiser Aurelianis Zeiten öfters in das Land der seit 115 v. Christus um den Bodensee ansässigen Tiguriner mit dem Stamm der Helvetier ein. Zu ihrem eigenen Schutz ziehen sich die Helvetier zurück in die Wildnis und in die Berge, also in die Gegend vom heutigen Appenzeller- und St.Gallerland.

Jahr 365

Kaiser Valentinian I. zieht in die Gegend um St.Gallen um sein Reich mit Truppen und diversen Kastellen und Warttürmen vor den Alemanen (Leutier) zu schützen. Das Kriegsgeschehen veranlasst viele Helvetier sich vom Seeufer in die Wälder zurück zu ziehen. Sie verteilten sich, oft nicht voneinander wissend, kilometerweit im Arbonerforst.

Jahr 401

Die römische Provinz, Raetia und damit der Arbonerforst wird von den römischen Grenztruppen verlassen. Zurück bleibt eine Bilingualistische, Gallorömische und Rhätische Bevölkerung die Wodan verehrt.

Jahr 450

Römer und Helvetier können der Übermacht der germanischen Völkerschaften nicht mehr standhalten, diese werden in ein Burgundisches- und ein Allemanisches Reich aufgeteilt.

Jahr 496

Der Merowinger König Chlodwig, Herrscher über grosse Teile Frankens, einverleibt sich ganz Allemanien. Die nun Franken genannten Einwohner unserer Gegend, werden zu Leibeigenen von Edelleuten, wie der Grafen von Toggenburg, Ramschwag usw.

Jahr 550-640

Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Gallus, Wandermönch und Missionar, er gilt als Stadtgründer.

Jahr 610

Eine Gallus-Theorie: (kaum beachtet)

Ein rätischer Einsiedler aus der Gegend von Pfäfers namens «Gallo» ist Ursprung für die Legendenbildung aus der im laufe der Zeit der Mythos von Gallus aus dem fernen Irland erwuchs.

Eine an der Gallusfeier von 1986 im Stadtteater aufgestellte

Theorie von Prof. Gerold Hilty:

Gallus stamme aus der Gegend der Vogesen, wo er als Priester im Kloster Luxeuil in Frankreich waltete, hier schloss er sich der dort kurz verweilenden irischen Gruppe um Columban dem jüngeren an.

Traditionelle und Wahrscheinlichste Gallus-Überlieferung:

Gallus wird im Auftrag seiner adligen Eltern im Kloster Bangor in Hibernia ausgebildet, wo er auch zum Priester geweiht wird. Unter Führung von Columban dem jüngeren und weiteren Gefährten macht er sich um 590 nach Luxeuil in Frankreich auf.

Jahr 610

Der mit König Theuderich zerstrittene, aus Irland stammende Columban der jüngere verlässt mit seinen Gefährten, darunter Gallus, das Burgund um nach Alemannien zu gelangen. Das Missionieren bringt Probleme mit sich, Gallus brennt in Tuccinia, wo sie sich niederlassen, heidnische Tempel nieder und wirft die Opfergaben in den Zürichsee. Die Wut der Bevölkerung veranlasst den allemanischen Herzog Gunzo die irischen Missionare zu verteiben die auf der Flucht schliesslich Brigantia am Bodensee erreichen. Nach dreijährigem Wirken, Gallus wirft erneut Kultgegenstände in den See, werden sie darum gebeten, Bregenz zu verlassen. Differenzen, möglicherweise auf die Vertreibungen zurückzuführen, trennen die Wege von Columban und dem inzwischen erkrankten Gallus. Ersterer reist nach Italien weiter, der Weg von Gallus führt nach Arbor Felix zu Priester Willimarus, dessen geistliches Oberhaupt wohl der Bischof von Konstanz ist. Der Diakon Hiltibald ein getreuer von Priester Willimarus weiss einen für Gallus idealen Ort im Forestum Arbonense für eine Einsiedelei. 612/13 macht sich Gallus vom Lacus Brigantinus aus auf den Weg der Steinach entlang und erreicht den beschriebenen Ort, dieser Ort wird in der Folge Ursprung der Stadt St.Gallen.

Jahr 612/13

Gallus erbaut am Wasserfall an der Steinach eine Zelle, die er Maria und den Burgunderheiligen Desiderius und Mauritius weiht. Daraus entsteht in der Folge eine Eremitensiedlung und später unter Otmar das Kloster St.Gallen.

Das Jahr 612 gilt als Geburtsjahr der Stadt St.Gallen, dies obwohl etliche Historiker 613 als richtig erachten.

Jahr 615

Gallus hält für den einstigen, am 23. November in Bobbio (Norditalien) verstorbenen Weggefährten Columban die Totenmesse.

Jahr 629

Gallus wird als Nachfolger von Abt Eustasius vom Kloster Luxeuil vorgeschlagen, er lehnt ab.

Jahr 640

16. Oktober
Gallus stirbt in Arbor Felix, bei einem Besuch des dortigen Leutpriesters.

Je nach Quelle starb Gallus im Jahr 640, 646 oder 650.

Jahr 640

Magnus, ein Jünger des verstorbenen Gallus, übernimmt dessen Amt als Vorsteher der geistlichen Niederlassung im Arbonerforst die später St.Gallen genannt wird.

Jahr 646

Der fränkische König Sigisbert aus dem Geschlecht der Merowinger schenkt dem Kloster St.Gallen den Arbonerforst.

Der Arbonerforst erstreckte sich vom Bodensee bis zum Fuss des Alpsteins.

Jahr 650

In der Gegend des heutigen Hofen bei Wittenbach nehmen die Klosterbrüder von St.Gallen den Leichnam des einst in Arbor Felix verstorbenen Glaubensboten Gallus in Empfang.

Jahr 670

Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!
Graf Talto, er nennt sich tribunus dem dux, ihm untersteht die Provinz Raetia.

Talto, ein für die damalige Zeit grossgewachsener Mann, war ein vertrauter vom Merowingerkönig Dagobert und in kirchlicher wie auch weltlicher Hinsicht Wohltäter und Förderer von Gallus und seiner Mönchsgemeinschaft. Talto galt als «vir inlustris» (hoch angesehener Mann).<br>Mit grösster Wahrscheinlichkeit handelt es sich beim am 9. Oktober 2009 bei Grabungen auf dem Klosterhof in St.Gallen in einem Sarkopag gefundenen Skelett, eines für jene Zeit sehr grossen Mannes, um jenes von Talto.

Jahr 670

In einer fragmentarisch erhaltenen Vita wird von einem unbekannten Autor erstmals das leben von Gallus beschrieben.

Jahr 680

Kriegerische Horden der Franken überfallen die Galluszelle, berauben und brandschatzen diese.

Jahr 689 bis 759

Eine in der Stadt und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit!

Otmar von St.Gallen, Gründer und Abt des Klosters St.Gallen.

Werdegang: Alemanische Herkunft, Priesterausbildung in Chur. Waltram von Thurgau beauftragte Otmar mit der Betreuung der 612 von Gallus gegründeten Eremitenzellen. Er veranlasste jedoch die Mönche, sich vom Eremitentum zu trennen und gemeinsam in einem Kloster zu leben.

Jahr 690

Der Alemanne Audomar wird nach seiner Priesterweihe zum Vorsteher der Zelle des Gallus ernannt, er ersetzt das Eremitentum durch ein geregeltes Zönobitentum.

Jahr 690

Aus der Gallusvita des Reichenauer Mönches, Walahfrid Strabo ist zu entnehmen, dass das Erdgrab von Gallus durch ein Hochgrab mit einem Sarkophag ersetzt wurde.

Jahr 695

Eine alemannische Räuber- und Mörderbande unter Führung des Fürsten Otwin und seines Präfekten Erchanold wütet in der südlichen Bodenseegegend, die Menschen von Arbor Felix fliehen zur Galluszelle wo sie Ihre Habe vergraben. Die Verfolger, im Oratorium eingedrungen, scheuen vor der Schändung des Gallusgrabes nicht zurück.

Dass St.Gallen nicht unterging, ist dem damaligen Bischof von Konstanz, Boso, zu verdanken, der die hinterbliebenen mit Speise und Kleidung versorgte.

Jahr 700

Die Kirche von Sommeri, dem hl. Mauritius geweiht, untersteht dem Kloster.

Jahr 700

Eine Kirche zu Ehren von Gallus ist urkundlich bezeugt, deren Priester nennt sich Magulfus.

Jahr 700

Der alemannische Herzog Gottfried schenkt der Mönchsgemeinde, vertreten durch Magulfus, ein ganzes Dorf, nämlich Biberburg bei Stuttgart.

Aufgabe der Dorfbewohner war, die Galluszelle mit Wachs zu versorgen.